Antriebe für Lokomotiven

  • Hallo Oliver,


    die HGe 4/4 der Furka-Oberalpbahn ist natürlich auch eine tolle Maschine, leider sind nicht meine Preisklasse...

    Neulich wurde ja ein RhB-Krokodil von Kiss angeboten, aber dieses war wohl für das FAMA/Utz-System gebaut worden und eine Umspurung auf Finescale (22,2 mm Spurweite) wird wohl schwierig sein und korrekter Weise ihren Preis haben.


    Vielen Dank sagt Klaus

  • Tach zusammen

    Da Mr. Teichman hier leider nix postet, biete ich mal das bisschen an was ich beitragen kann um Modelluntersetzungen, Zahnrädermaße oder einfache Drehgestelle zu berechnen (XLS Tabelle entzippen).

    Wahrscheinlich nicht so toll wie Teichmann aber greifbar und für umme.

    Wenn's hilft freu ich mich.

    Wenn es jemand verbessert und hier postet freu' ich mich auch.


    Zip-Datei mit xls


    Link zum Thread mit etwas Erklärung

  • Der 2020, über dessen Abkündigung so trefflich gejammert wird, stand bei mir/uns nie zur Debatte. Das Vorgelege bzw. eingebaute Getriebe ist sowohl von der Teiledimensionierung und der Motor von den Leistungsdaten zu schwach. Wie viele haben sich beim Aufpressen der Zahnräder und beim Kürzen der Wellen die 2020 Beim bau der Hübner E10/40 ruiniert (dazu muss man das Getriebe zerlegen und die Welle vernünftig einspannen, sonst drückt man die Lager kaputt, was natürlich in keiner Anleitung steht)? :/ 8o

    Hallo Null-Problemo


    Dieses Ammenmärchen von den zu schwachen Leistungsdaten wird in den Foren

    und vorallem in Deutschland wohl ewig weiterleben und kann nur von Leuten stammen,

    die solche Motoren noch nie auf grossen Schweizer Clubanlagen im Einsatz auf grossen

    Steigungen und vor langen Zügen erlebt haben. Wäre dem so, gäbe es wohl keine Schweizer

    Eigenbauten die auch wirklich funktionieren würden.


    D.h. ist dieser Sache tritt man einmal mehr am Ort, aber da es diese Getriebemotoren nicht

    mehr gibt, ist das ja auch nicht mehr erwähnenswert. Dass ich mit meinem rechtzeitig

    angelegten Vorrat aber noch bis zur kommenden Demenz weiter solch einfachen Antriebe

    bauen kann, bleibt ja meine Sache :D


    Zudem:

    Wer in der heutigen Zeit Zahnräder noch auf eine Motorwelle aufpresst, hat wohl noch nie

    begriffen, was mit Loctite heutzutage alles geklebt wird. Für diesen Fall nennt sich das

    Loctite Fügeverbindung 638.


    loctite fügen welle nabe 638 - Bing video


    Und weil ich die Wellen nicht mehr selber kürzen wollte, hatte ich bei Faulhaber meine

    Motoren mit bereits gekürzter Welle gekauft gehabt, d.h. Welle und Zahnrad mit Reinbenzin

    fettfrei machen, die Bohrung mit Loctite Fügeverbindung 638 bestreichen, auf die Welle

    schieben, ein paar mal verdrehen bis der Klebstoff wirkt...und dann ist das Zahnrad

    ohne Hitze nicht mehr runterzubekommmen.


    Jetzt mache ich ähnliches mit dem Faulhaber Getriebemotor 2619.


    Aber natürlich kann man Antriebe (für Fahrzeuge ohne Stangenantrieb) auch aufwendiger bauen...


    Gruss

    Peter Lehmann

  • Liebe Freunde des gepflegten Modellbaus in Spur 0,

    wahrlich ein sehr interesantes Thema und für viele von uns eine große Hürde.


    Fritze: "Was ich hierbei bis heute nicht kapiert habe ist der Zweck des Stirnradgetriebes, um die Lok auch "antriebslos" schieben zu können. Nichts spricht doch gegen eine Schnecke oder einen Zahnriemen."

    Ich werde mal versuchen, Dir den Unterschied zu erklären, und der ist sehr gut messbar. Der Gewindegang der Schnecke gleitet mit recht hoher Geschwindigkeit über die Zähne des Schneckenrades. Bei einem Teilkreis-Durchmesser von 4 mm habe wir einen Teilkreisumfang von 4mmx3,1415=12,56mm. 10.000 1/min=10.000/60 1/sec= 166 1/sec. 166 1/s x 12,56mm = 2094mm/s = 2m/s = 7,5 km/h. Wird nun eine Last aufgebracht (also Zugkraft benötigt) tritt hier beträchtliche Reibung auf, und die Reibkraft wächst proportional zur Zugkraft. Wenn also viel Zugkraft gebraucht wird verheizt man die Leistung des Motors überwiegend im Schneckengetriebe.

    In meinem Baubericht zur V100 aus dem 3D-Drucker hatte ich diese messergebnisse veröffentlicht:


    Bild 1:n8iyzzjl.jpg


    Bei einem solo fahrenden Triebwagen wie dem Wismarbus oder einem SKL Schöneweide spricht nichts gegen einen Antrieb mit Schneckengetriebe, hier kann er seinen größten Vorteil ausspielen: Er realisiert auf kleinstem Raum eine hohe Übersetzung. Bei Lokomotiven werde ich aber nie wieder ein Schneckengetriebe einbauen, dieser Entschluß steht fest, seit ich die Messung aus Bild 1 ausgewertet habe. Die V80 hat einen grotesk großen Motor, nur weil 80-90% der Antriebsleistung im Schneckengetriebe verheizt werden, wenn es nicht gleich Parodonthose bekommt. Und wie wir wissen, ist die Bauform des Antriebs bei Drehgestell-Loks aus dem Land mit den vielen Menschen und den geringen Gehältern Standard.


    Zahnriemen haben m.E. auch nichts in Modell-Lokomotiven zu suchen. Sie müssen mit Vorspannung eingebaut werden und benötigen daher eine sehr stabile Lagerung der beteiligten Wellen. Meistens geht das auch anders.


    Null-Problemo: "Der 2020, über dessen Abkündigung so trefflich gejammert wird, stand bei mir/uns nie zur Debatte. Das Vorgelege bzw. eingebaute Getriebe ist sowohl von der Teiledimensionierung und der Motor von den Leistungsdaten zu schwach. Wie viele haben sich beim Aufpressen der Zahnräder und beim Kürzen der Wellen die 2020 Beim bau der Hübner E10/40 ruiniert (dazu muss man das Getriebe zerlegen und die Welle vernünftig einspannen, sonst drückt man die Lager kaputt, was natürlich in keiner Anleitung steht)?"


    Eine Silberstahlwelle kann man ganz wunderbar mit der Trennscheibe eines Dremel abtrennen, dauert 7 Sekunden. Dazu muß man nichts zerlegen. Falls man das bei einem Gleichstrom-Motor macht sollte man den aber irgendwie geeignet schützen, Umkleben z.B., die Späne sind magnetisch und stören im Motor. Und Zahnräder aufpressen ist sowieso nicht so die Methode der Wahl. Wozu gibt es denn heutzutage die Segnungen der Chemieindustrie in Form von diversen gut geeigneten Klebern. Presspassungen werden im Maschinenbaustudium ausführlich behandelt, deshalb sollte man sie aber nicht wahllos einsetzen. Bei einem Hochleistungsgetriebe einer A400M mag das seine Berechtigung haben, aber im Maßstab 1:45 empfehle ich Kleben.


    Null-Problemo: Ein"Universal-Antrieb" ist doch eigentlich Unsinn.

    Nein, im Gegenteil, der ist sogar sehr sinnvoll! Ich habe ja in meinem Baubericht zur V100 mein Achsgetriebe mit einer Übersetzung von 1:3 vorgestellt. Unsere V180 wird eine etwas weiterentwickelte Bauform davon erhalten. Damit ist es möglich, ganz einfach 2- oder 3-achsige Drehgestellen mit einem Antrieb zu versehen und die Achsen dann auch noch gefedert einzubauen.

    Wir, also LKM, beabsichtigen, diese Achsgetriebe und weiteres Gedöns wie Kardanwellen und Hauptgetriebe einzeln anzubieten. Wenn ich dann z.B. ein Messingmodell (Bausatz) einer Drehgestell-Lok oder einen Eigenbau motorisieren will, muß ich eigentlich nur identische Rahmenwangen mit passenden Aussparungen für die Achslagersteine herstellen, irgendwie zusammenlöten oder -schrauben, unsere Achsen mit Achsgetriebe, Kardanwellen und Drehmomentabstützung da reinpfriemeln, fertig.


    Ich hatte auf spurnull.de vor Jahren mal eine Artikelserie veröffentlicht, um die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Getriebekonstruktion zu erklären. Bei Interesse bitte einfach unter meiner u.g. e-mail-Adresse anfragen, dann schicke ich Euch das zu.

    Falls Ihr Fragen dazu habt, nur zu!


    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!


    Gruß

    Torsten Frieboese

    Edited 2 times, last by Torsten F: Diverse Rechtschreibfehler... ().

  • Null-Problemo: Ein"Universal-Antrieb" ist doch eigentlich Unsinn.

    Nein, im Gegenteil, der ist sogar sehr sinnvoll! ...

    Endlich! Auf diese Antwort im Forum habe ich lange gewartet und bin sehr neugierig, wie diese Lösung in meine Projekte eingesetzt werden kann.


    Meine nächste Frage an alle Experten in der Runde wäre: Wie kommte es dazu, dass in USA die Spur 0 Loks von Bachmann/Williams, Lionel und MTH viel schwerer sind, wobei sie fuer jedes Drehgestell nur einen senkrecht gerichteten Motor fuer den Antrieb benutzen? In diesen U.S.-Loks ist alles viel massiver, Unterbau und Drehgestellrahmen aus Gusseisen, usw. ca. 2,5 kg eine Lok!!! Ist in USA/Kanada andere Philosophie? Vielleicht liegt deren Priorität im niedriger Verschleiss der Getriebe bei Dauerbelastung mit viel Zugkraft? Dazu noch Kosten/Leistungsvergleich der benötigten Antriebskomponente, usw....


    Gruss,


    Johannis

  • Hallo Johannis, liebe Freunde der Spur 0,


    Deine Frage kann man vielleicht anhand des folgenden Beispiels beantworten:


    https://inspectapedia.com/plumbing/Urinals_399_DJFs.jpg


    Dieses monströse Gerät ist ein Sloan-Flushometer, made in USA, in Deutschland heisst sowas Druckspüler, und wie wir Europäer wissen, funktioniert sowas auch, wenn man nur 20% des in den USA notwendigen Materials dafür einsetzt. :)


    Gute Nacht!

    Torsten Frieboese

  • Hallo Johannis


    Sorry, aber bei Deinem Beitrag kann man, wie es im berühmten Leiterspiel jeweils

    heisst, nur noch sagen:

    "Zurück auf Platz 1"... ;(


    Du hast wohl überhaupt gar nichts begriffen und solltest wohl besser einfach

    Fertigmodelle ab der Stange kaufen, woher sie auch immer stammen mögen.


    Aber die Rückmeldung resp. das Beispiel von Thorsten sagt mehr als 1000 Worte :D


    Gruss

    Peter Lehmann

  • Liebe Freunde des gepflegten Modellbaus in Spur 0,


    Peter: Bitte nicht aufregen! Die Frage von Johannis ist doch interessant, und ich mag es, über solche Fragen nachzudenken.


    Und ich habe auch eine Meinung dazu:

    1. Amitechnik wie z.B. Amischluren (Vulgo: Straßenkreutzer) oder Harleys finde ich grottig. Harleys sehen weder gut aus, noch ist die Technik irgendwie zeitgemäß, aber wahrscheinlich ist die Sitzhöhe so günstig, dass auch kleine Menschen ein gaaaaanz groooooßes Motorrad fahren können. Ansonsten: Statussymbol. Mir gefällt meine 60er-Jahre HONDA viel besser. Das war ein Quantensprung in der Technikentwicklung.Ich empfehle dazu : "Zen oder die Kunst, ein Motorrad zu warten" von Robert M. Pirsig.
    2. M.E. sind viele Lokmodelle, gerade die aus dem Land mit den großen Containerhäfen, viel zu schwer. Das ist natürlich notwendig, wenn man einen Zug mit 30 beladenen Erzwagen in 5 sec. von 0 auf 100 km/h beschleunigen oder von 100 auf 0 abbremsen will, aber wer will das?
    3. Beim großen Vorbild galt immer: Vorsichtig anfahren, vorsichtig bremsen, damit das Material nicht vorschnell kaputtgeht. Und das machen wir Modellbahner doch genauso, oder?
    4. Vermutlich hängt die große Masse der US-Modell-Lokomotiven einfach damit zusammen, dass die Laufeigenschaften der Modellbahnwagen gerade für das 3-Leitersystem nicht so dolle sind, die Kurvenradien sind mit unter sehr eng, aber die Güterzüge beim Vorbild haben 100 Wagen. Große Spur-0-Anlagen gibt es aber wahrscheinlich einige im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, und da braucht man dann eben den ganz großen Trafo und die ganz schwere Lok.

    Peter, ich würde Dich bitten, Deinen Beitrag nochmal zu entschärfen. Johannis ist ein ganz cleverer Konstrukteur, das hat er mit seinen Beiträgen hier schon gezeigt, und wenn ihn die Frage beschäftigt, wie schwer ein Lokmodell in Spur 0 eigentlich sein sollte, könnten wir uns doch einfach mal mit Antworten befassen, statt das doof zu finden.


    Ich wünsche Allen einen guten Start in die Woche!


    Gruß Torsten (OHNE "h") Frieboese (mit 3 "e")

  • Hallo Torsten (natürlich ohne "h" ;) )


    Das mir dem Gewicht war für meine Reaktion, zu der ich stehe, nicht ausschlaggebend.


    Meine Antwort bezog sich auf die Aussage über das Antriebsprinzip mit den senkrecht

    stehenden Motoren mit Schneckengetrieben, nachdem schon soviel und jetzt auch wieder

    von Dir darüber berichtet wurde.

    Wie kommte es dazu, dass in USA die Spur 0 Loks von Bachmann/Williams, Lionel und MTH viel schwerer sind, wobei sie fuer jedes Drehgestell nur einen senkrecht gerichteten Motor fuer den Antrieb benutzen?


    Für mich dreht man sich in diesem Thread einmal mehr im Kreis wie es schon früher

    bei diesem Thema jedesmal war und deshalb verabschiede ich mich auch und werde

    höchstens noch mitlesen.

    Ich denke gesagt worden ist mehr als genug...


    Gruss und weiterhin viel Spass

    Peter Lehmann

  • Vermutlich hängt die große Masse der US-Modell-Lokomotiven einfach damit zusammen, dass die Laufeigenschaften der Modellbahnwagen gerade für das 3-Leitersystem nicht so dolle sind, die Kurvenradien sind mit unter sehr eng, aber die Güterzüge beim Vorbild haben 100 Wagen. Große Spur-0-Anlagen gibt es aber wahrscheinlich einige im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, und da braucht man dann eben den ganz großen Trafo und die ganz schwere Lok.

    Danke fuer deine ausfuehrliche Antwort, Torsten.


    Auch bei U.S.-2-Leitersystem (Fine Scale) bleibt das selbe Gewicht mit der selben Mechanik+Elektronik, wobei nur die Radsätze und die Kupplungen ab Werk oder nachträglich ausgetauscht werden. Eine ganz andere Welt.


    Gruss,


    Johannis

  • Hallo Torsten,

    Bei einem solo fahrenden Triebwagen wie dem Wismarbus oder einem SKL Schöneweide spricht nichts gegen einen Antrieb mit Schneckengetriebe, [...]

    Okay, aber gibt es eigentlich eine Alternative zum Schneckenantrieb bei Zahnradloks? Da halte ich Selbsthemmung für absolut notwendig.

    Presspassungen [...] sollte man [...] nicht wahllos einsetzen. [...] im Maßstab 1:45 empfehle ich Kleben.

    Ja, in dem Bereich hat sich einiges getan. Für Passungsunfähige wie mich sind diese Kleber ein Segen!


    Zahnriemen haben m.E. auch nichts in Modell-Lokomotiven zu suchen. Sie müssen mit Vorspannung eingebaut werden und benötigen daher eine sehr stabile Lagerung der beteiligten Wellen.

    Habe letze Woche den Einzug des Bürokopierers repariert. Sind Zahnriemen drin verbaut: Geringe Querschnitte, Teilung (geschätzt) 2,5mm. Ich war eher erstaunt, wie labberig die Dinger verbaut sind. Brauchts da tatsächlich so große Vorspannungen bei Lokantrieben?


    Ach ja: Ich warte durchaus gespannt auf die angekündigten Produkte...

    Viele Grüße aus Südhessen


    Alexander

  • Hallo Zusammen,


    was Schneckenantriebe betrifft - klar hat man da das Thema Reibung(-verluste) - aber die ist doch von der Last/den Kräften in genau dieser (Schnecken-) Getriebestufe abhängig und damit eben auch eine Frage wie viele Stufen bzw. welche Untersetzung noch folgt ?!


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Moin

    Okay, aber gibt es eigentlich eine Alternative zum Schneckenantrieb bei Zahnradloks? Da halte ich Selbsthemmung für absolut notwendig.

    Zahnradlokomotiven sind eine spezielle Gattung. Dass man da wegen der Selbsthemmung auf Schneckenantrieb setzt, ist nachvollziehbar. Alternative währen höchstens noch Schrittmotoren. Doch die brauchen zur Ansteuerung ein drehendes Magnetfeld, das ist was anderes als heutige Modellbahndecoder erzeugen. Trotzdem ein spannendes Thema.

    Bei den ganzen Streckenlokomotiven für den analogen Anlagebetrieb mit schweren Zügen ist die Selbsthemmung hingegen ungeeignet. Zumindest wenn man einen einigermassen vorbildgerechten Fahrbetrieb nach europäischen Vorstellungen abhalten will.


    Ein Punkt irritiert mich: dass die Höchstgeschwindigkeit des Vorbildes massgebend ist.

    In meinen Augen passt das für alle Vorbilder mit Höchstgeschwindigkeiten bis und mit ca. 140km/h. Alles darüber hinaus, braucht nicht berücksichtig zu werden. Oder kennt jemand eine Spur 0 - Anlage, die höhere Vorbildgeschwindigkeiten zulässt? Begrenzt man die Höchstgeschwindigkeit, bleiben auch die Langsamfahreigenschaften erhalten. Die sind in Spur 0 viel wichtiger, auch ICE-Triebzüge kuppeln mit Vmax von 4 - 6km/h.

    Habe letze Woche den Einzug des Bürokopierers repariert. Sind Zahnriemen drin verbaut: Geringe Querschnitte, Teilung (geschätzt) 2,5mm. Ich war eher erstaunt, wie labberig die Dinger verbaut sind. Brauchts da tatsächlich so große Vorspannungen bei Lokantrieben?

    Und zu den Zahnriemen: ist nicht schwarz-weiss. Ich kenne hochwertige Zahnriemenantriebe, die sind garantiert langlebig. Ein wichtiges Element dabei ist, dass die Zahnriemen nachgespannt werden können. Vieleicht sind die Zahnriemen in deinem Kopierer auch mechanisch gegen überspringen geschützt, keine Ahnung.


    Auch von Seiten BAUTEILSHOP arbeiten wir an einem "Standardantrieb". Ist ein Einzelachsantrieb auf Basis eines kleinen Faulhabermotors und dem entsprechenden Getriebe. Höchstgeschwindigkeit für alle Raddurchmesser ca. 120km/h, entsprechend erhalten die Antriebe für jeden Raddurchmesser andere Übersetzungen. Dank gemeinsamer Konzipierung, Standardisierung und einem fähigen Industriepartner auch fertigungstechnisch machbar. Ziel ist, dass Lokmodelle mit verschiedenen Raddurchmessern auch im Analogbetrieb harmonisch miteinander verkehren. Und ja, eignet sich auch als Ersatz für Fahrzeuge, die bisher mit dem FH2020B motorisiert wurden. Erste Serie für 22mm- und 27mm-Raddurchmesser ist zur Zeit in Produktion, im Oktober wissen wir voraussichtlich mehr. Wird nicht ganz günstig, sondern dürfte im BAUTEILSHOP der teure Bruder der LKM-Antriebe werden.


    Grüsse Andreas


    *Wie kriege ich eine Spur 0 - Zug zuverlässig zum entgleisen? Ich stoppe den Zug am führenden Fahrzeug hart, der Rest erledigt die Physik.

    BAUTEILSHOP - die Anlaufstelle für Schweizer Spur 0-Freunde

    Edited once, last by Andreas: Vergleichende Bemerkung zu den zukünftigen LKM-Antrieben entschärft. Die damit verbundene qualitative Bewertung der LKM-Antriebe ist inhaltlich falsch (und war nicht so beabsichtigt), da beide Antriebe noch nicht auf dem Markt sind und entsprechend keine Erfahrungen im Anlagebetrieb vorliegen. ().

  • Stefan: Ja, also spontan würde ich sagen, dass das tatsächlich so ist. Wenn man dem Schneckengetriebe noch ein geradeverzahntes Getriebe nachschaltet, verringert sich natürlich das Drehmoment, dass die Schnecke am Schneckenrad liefern muß. Die Drehgestell-Loks aus dem Land, wo man jetzt nur noch 2 Stunden am Stück online daddeln darf (wie soll man da mit dem flightsimulator von Frankfurt nach Kapstadt fliegen?), haben aber eben nur 1 Übersetzung mit dem Schneckengetriebe.


    Benötigen wir für eine langsamfahrende Rangierlok ein Übersetzung von 1:45 bis 1:50, kann man das Schneckengetriebe mit ca. 1:15 ausführen und nachfolgend eine Stirnradübersetzung von 1:3, dann hat man 1:45 als Gesamtübersetzung, aber nur 1/3 des Drehmoments, dass an den Rädern wirksam ist, am Schneckenrad. Ungefähr so habe ich das bei der Kö I (mein Avatar) gemacht, dazu gibt es auch Erläuterungen in meinem Baubericht in der spurnull.de-Zeitschrift, die ich auch gerne weitergebe. Bitte einfach Anfragen über unsere LKM-Seite starten, wenn Bedarf besteht.


    Andreas: Ich bin da Deiner Meinung. Eine 103 braucht glaube ich nicht auf Vmax=200 km/h ausgelegt zu werden, wo soll man das fahren, bzw., wäre natürlich toll, wenn man es machen könnte, aber da muß man wohl mit seinen Gleisen in den Garten umziehen. Eine 18 201 in Spur 0 ausfahren, coole Vorstellung! Und dann noch als Livesteamer! Wir diskutieren das natürlich auch bei uns im Team von LKM.


    Wir währen sehr daran interessiert, Eure Meinung dazu zu erfahren: Reicht es, wenn die V100 oder die V180 bei Nenndrehzahl des Elektromotors nur 80 km/h fahren, oder sollten es eher 100 bzw. 120 sein? Oder noch weniger?


    Wir sind gespannt auf Eure Wünsche und Vorstellungen. Bis denne!


    Torsten Frieboese

  • Hallo Torsten,


    wenn du deine Firma versenken willst, dann höre auf die, die viel reden und schreiben - aber nichts kaufen.

    Baue deine Antriebe so, wie es physikalisch und technisch richtig und vernünftig und preisgünstig ist.

    Wir wissen, die Amis gucken in erster Linie aufs Geld, die Herstellkosten bestimmen das Design.

    Die Schneckentriebe sind sind die billigste Art von Getrieben, die dicken Motore sind ebenfalls billig und sehen dazu noch kernig aus und machen als Langsamläufer mit Schnecke die wenigsten Geräusche.

    Dazu ein Gußgehäuse und der Preis pro Kg. stimmt.

    Passt zu uns nicht ganz - aber der Preis muß trotzdem stimmen.

    Viel Glück

    Reinhart

  • Wir währen sehr daran interessiert, Eure Meinung dazu zu erfahren: Reicht es, wenn die V100 oder die V180 bei Nenndrehzahl des Elektromotors nur 80 km/h fahren, oder sollten es eher 100 bzw. 120 sein? Oder noch weniger?

    Wenn man Lok-neutral eine grobe durchnittliche Geschwindigkeit rueckwärts berechnet:

    Vmodell = 50cm/sek. = 30m/min. = 1,8km/h folglich Voriginal = 1,8km/h X 45 = 81 km/h gerundet 80 km/h


    Nur eine dumme Ueberlegung...


    Gruss,


    Johannis

  • Wir währen sehr daran interessiert, Eure Meinung dazu zu erfahren: Reicht es, wenn die V100 oder die V180 bei Nenndrehzahl des Elektromotors nur 80 km/h fahren, oder sollten es eher 100 bzw. 120 sein? Oder noch weniger?

    Hallo Torsten,


    den Vorschlag, die Geschwindigkeiten grundsätzlich zu reduzieren, finde ich überhaupt nicht gut.


    Jede Lok sollte die Geschwindigkeit auch im Modell erreichen können, die sie auch im Original laufen konnte.


    Wenn eine Lok v max 140 km/h fahren konnte im Original, dann sollte die entsprechende Modell-Lok diese Geschwindigkeit auch im Maßstab 1:45 erreichen können bzw. abbilden können.


    Alles andere ist indiskutabel.

  • Hallo Zusammen,


    bahnboss ... und welche Zeit für v = s / t möge ein Konstrukteur annehmen ?


    Echtzeit / 45 -> Ein (Modell-)Tag in 32 (Echt) Minuten ?


    Wie wäre das ... :

    Man könnte z.B. Vmax an der Fliehkraft ausrichten, so dass die Lok bei Vmax gerade noch nicht aus der R1 Kurve fliegt ...
    ... so wie das einst meine Märklin BR89 bei Tempo 300 so schön konnte.


    ;)


    Grüße,

    Stefan

  • Hallo Andy,

    was ist denn so witzig?

    Wenn man Hirnschmalz für Zylinderdampf oder die Nachbildung unsichtbarer innerer Zylinder kann, kann man auch eine Getriebeachse verschieben.

    Ob man es wirklich braucht ist eine andere Frage.

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