Antriebe für Lokomotiven

  • BTW2: Wenn man die beiden Faulis in ihren Halterungen nimmt und an diese Halterungen eine Mutter lötet/klebt und die beiden Antriebe mit einer Gewindestange der notwendigen Länge verbindet, hat man automatisch einen 3-Punkt gelagerten Antrieb. Natürlich nur, wenn man eine Seite nicht fest anzieht.

    Hallo Olli


    Danke für Deine Erklärungen, aber das ist natürlich ein uralter Zopf... ;)


    Ich würde hier im Forum aber gerne mal etwas wirklich Neues hören, ein neues Konzept,

    das bereits erprobt und eingesetzt wurde und nicht alte Süppchen zum x-ten Male aufgewärmt bekommen.


    Drum sagen wir in der Schweiz:

    "Liefärä, nöd lafärä..."


    zu gut deutsch:

    "Schaffen, nicht labern..." (wie ein Teilnehmer hier jeweils sagt)



    Gruss

    Peter Lehmann

  • Hallo Peter,

    ja dann.... , ich habe das bisher noch nicht gesehen und bin jetzt trotzdem nicht traurig, wenn ich es machen werde ?

    Viel drüber geredet/geschrieben wird jedenfalls nicht, ist wahrscheinlich zu einfach. Mist, das punktsymmetrische n-Eck umsonst neu erfunden. ?

  • Servus Johannis,

    Gibt es wirklich keine "plug-n-play"-Lösung, ich meine kein universelles modulares genormtes Antriebskonzept als fertiges Komplettpaket?

    Ich fürchte, dass es das nicht geben kann, schließlich hat ja auch das Vorbild kein "universelles modulares genormtes Antriebskonzept" sondern hinsichtlich Kraftübertragung, Raddurchmesser, Achstand, ... höchst unterschiedliche, dem jeweiligen Zweck angepasste Lösungen.


    Für die Motorisierung von Eigenbauten finden sich neben den bereits genannten Antrieben von Matthias Hummel (ehemals Munz) bei Herrn Uhde einige Angebote. Insbesondere der "kleine Einzelachsantrieb" für den (leider eher drehmomentschwachen) 1512-FH Getriebemotor ist für kleine Fahrzeuge eine interessante Lösung.


    Grüße aus Wien
    Martin

  • Hallo Olli


    Hier noch den Link auf den Artikel im ARGE Forum:

    Forum Internationale Arbeitsgemeinschaft Modellbahnbau Spur 0 e.V. - Tatzlagerantrieb für Triebwagen (argespur0.de)


    Und nochmals betreffend Abkündigung der Faulhaber Getriebemotoren 2020B:

    Abkündigung Faulhaber Getriebemotor 2020B - Fahrzeugbau - Spur Null Magazin Forum (spurnull-magazin.de)


    D.h. die passende Alternative für viele Modelle könnte der Faulhaber 2619 Getriebemotor sein,

    wie ich ihn bereits verbaut und erfolgreich getestet habe:

    Projekt ÖBB 2143 - Fahrzeugbau - Spur Null Magazin Forum (spurnull-magazin.de)


    Gruss

    Peter Lehmann

  • PS:

    Vielleicht müsste man mal Matthias Hummel anfragen ob er Antriebe

    auf Basis meines Konzepts mit dem Faulhaber 2619 Getriebemotor bauen möchte.

    Ich denke, dass man dies modulartig machen und auf verschiedene (Eigenbau-) Modelle

    anpassen könnte.

    Mit seinem fachlichen Können sollte das doch eigentlich kein grosses Problem

    für ihn sein und ich würde ihn bei Bedarf auch gerne unterstützen.


    Aktuell teste ich gerade einen Spur 1 Prototyp Antrieb mit diesem Getriebemotor.


    Gruss

    Peter Lehmann

  • Danke, Martin, fuer die Links, die ich mir unter der Lupe nehmen werde.


    Sind denn die duennen gefaltenen Drehgestell-Messingbleche robust und stabil genug und sind die Motoren-Drehmomente kräftig genug, um schwere Lok-Unterbau-Metallplatten mit zusätzlichen Bleigewichten unter dem Bauch zu tragen? Hat jemand Erfahrung damit?


    Gruss,


    Johannis

  • Hallo zusammen,


    Nachtrag zu #18:

    Ich habe Faulhaber nach einer Reparatur der Motoren angefragt.

    Generell müssen Privatpersonen über einen Fachhändler gehen, um Leistungen oder Artikel von Faulhaber zu bekommen.

    In meinem Fall war das SB-Modellbau in Olching.

    Die Antwort von Faulhaber:


    vielen Dank für Ihre Rückfragen.

    Eine Reparatur des Artikels 2020.02400 mit der Bezeichnung MOTOR 2020B009S ist nicht möglich.

    Generell werden nur Baugruppen wie Getriebe, Encoder getauscht und das auch nur wenn möglich.


    Bitte teilen Sie dies Ihrem Kunden entsprechen mit.


    Somit ist für meine Köf II der Umbau auf die noch verfügbaren FH2020C012S inkl. anderer Getriebeübersetzung die naheliegendste Reparaturmöglichkeit.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert


  • Moin, in die Runde,

    wenn wir mal unseren Horizont über Faulhaber hinaus etwas weiter fassen, könnte auch der eine oder andere SLATERS Antrieb interessant sein - zumal wir als Küchentisch-Bauer ja oft auf deren Räder angewiesen sind. Hat man sich an die englischen Achsmaße gewöhnt, paßt plötzlich alles zusammen.

    Hier ein Link zum Download von Antrieben: https://slatersplastikard.com/…dfs/MotorGearboxFlyer.pdf

    Für Drehgestelle könnten gut 2 Antriebe der Reihe SG38 oder SG4 verwendet werden - ja nach Achsdurchmesser.

    Die Mashima Motoren sind nicht schlecht.

    Für Freunde von Kardan-Antriebe ist das Winkelgetriebe FD01 oder FD03 gut geeignet, solange die Mechanik und die Achsen nach unten herausnehmbar ist.

    Ansonsten finde ich meinen Kegeltrieb mit FH-Getriebemotor optimal ( solange der gute Mechaniker-Meister noch die speziellen Kegelräder liefern kann).

    Grüße,

    R. Uhde

  • könnte auch der eine oder andere SLATERS Antrieb interessant sein

    Moin zusammen,

    für Direktbestellung bei Slaters ist folgende "Einschränkung" gegeben, nachzulesen auf deren Startseite unter EU Orders:


    "Aufgrund von Änderungen in der Mehrwertsteuergesetzgebung nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU beträgt der Mindestbestellwert, den wir derzeit für Lieferungen innerhalb der EU (einschließlich der Republik Irland) akzeptieren können, £140,00. Wir entschuldigen uns für diese Unannehmlichkeiten."


    Gruß Rainer

  • Ja, Rainer, das ist ärgerlich mit dem Mindestbestellwert.

    Aber so ein Wert kommt schnell zusammen, wenn man Radsätze und evtl. Motoren bestellt.

    Die Postverzollung (MWST - Aufschlag plus 6 Eu Bearbeitungsgebühr) funktioniert aber meistens ganz gut.

    Ich sammel die Aufträge und dann geht´s.

    Grüße,

    R. Uhde

  • Hallo,


    mal einige kurze Überlegeungen zu "Universalantrieb", "Plug ans Play" und was es sont noch für mögliche Bezeichnungen gibt:


    Das kann es so nicht geben, da man viele verschiedene Kriterien in den Topf werfen würde, welche sich gegenseitig bedingen oder ausschliessen. Eine leichte, langsam laufende Rangierlok kann nicht mit dem gleichen Antrieb wie bspw. ein Streckendiesel ausgeüstet sein.

    Verschiedene Lasten erfordern jeweils einen anderen Getriebeaufbau, demnach auch unterschiedlich viel Platz, um die auftretenden Kräfte übertragen zu können.

    Jeder stellt da auch andere Ansprüche an einen Antrieb, bzgl. dessen was er kosten darf, leisten muss oder auch nur der einfachen Fortbewegung dienen soll. Ebenso hat ein Jeder andere Möglichkeiten bzgl. technischer Kenntnisse und des Geldbeutels.


    Un dann kommt noch der Mythos dazu, dass man ja alles mit einem Decoder regeln kann - kann man nicht, weil zu wenig Power einfach zu wenig Power bleibt.


    Am Ende kann man sicher ein modulares Getriebesystem erschaffem, gibt es bspw. im RC-Fahrzeugbau, aber hier ist wohl selbst aufgebrachter Hirnschmalz und selber bauen oder aber auch bauen lassen jeweils erforderlich. Dann kommt da noch der Kostenfaktor dazu, möchte oder kann ich nur wenig investieren, sprich Plastikzahnräder und ein billiger Motor aber dann halt auch schlechtere Fahrkultur oder aber eher etwas mehr und dann Metallgetriebe und ein Gleockenankermotor.


    Die englischen Zahnräder, Getriebe von Slaters sind war nicht verkehrt, haben aber immer Zollmasse und sind inzwsichen auch nicht mehr preiswert erhältlich. Es gibt aber diverse Anbieter, welche Zahnräder, auch Kegelzahnräder, zun durchaus bezahlbaren Preisen aus Messing oder auch Stahl herstellen. Genannt sei hier einfach mal aus alter Erfahrung heraus : https://www.zahnradbude.de/


    Gruss, Dirk

  • Hallo Dirk


    Könntest Du mir mal erklären, was Du mir Deiner Abhandlung eigentlich aussagen wolltest?


    Ich habe interpretiert dass man eigentlich selber gar keine Antriebe bauen kann und dies

    den bekannten Herstellern überlassen müsste.

    Oder liege ich da falsch?


    Gruss

    Peter Lehmann

  • Hallo,


    so wie ich das gelesen habe, geht es Dirk nur um das Bauen eines Universalantrieb. Das hat er auch so im Intro geschrieben….

    Hallo,


    mal einige kurze Überlegeungen zu "Universalantrieb", "Plug ans Play" und was es sont noch für mögliche Bezeichnungen gibt:


    Das kann es so nicht geben, da man viele verschiedene Kriterien in den Topf werfen würde, welche sich gegenseitig bedingen oder ausschliessen.

  • Hallo Peter,


    ne genau das Gegenteil, man kann seine individuellen Antriebe nur selber bauen ist die Aussage. Der Rest sind nur einige Gedanken und Betrachtungen aus vielen Jahren Antriebsumbau in H0.

    Sicher wäre es eine tolle Sache, auf einen Getriebebausatz mit veränderbaren Abstufungen zurückgreifen zu können. Aber dazu hat Reinhard ja bereits die SG Getriebe der Engländer ins Feld geführt.. Nur dass hier eben alles in Zoll bemessen ist.


    Was ich hierbei bis heute nicht kapiert habe ist der Zweck des Stirnradgetriebes, um die Lok auch "antriebslos" schieben zu können. Nichts spricht doch gegen eine Schnecke oder einen Zahnriemen. Mit beiden liesen sich schon mal sehr unterschiedliche Endumdrehungen einer Antriebsachse realisieren. Ob das dann jeweils in den vorhandenen Platz passen wird ist dann eine ganz andere Sache.


    Gruss, Dirk

  • Hallo Dirk,


    bezüglich des Themas Stirnrad vs. Schecke ...


    Hier mag das quasi sofortige Blockieren des Getriebes ein wichtiger Aspekt gewesen sein - aus einer Zeit mit schweren Messing-Wagen, ohne Stützkondensatoren, "analoger" Zugbeeinflussung, schlechter/problematischer Stromaufnahme ... etc.


    Vielleicht ist es aber auch nur eine quasi philosophische Frage unterschiedlicher (Konstruktions-) Philosophien?


    Oder eine der Verfügbarkeit ... siehe ... der nicht mehr lieferbare Faulhaber 2020.


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Ein "Universal-Antrieb" ist doch eigentlich Unsinn.


    Ein Antrieb muss doch verschiedene Bedingungen erfüllen. Er muss genug Leistung haben, soll das Fahrzeug in Vorbildgeschwindigkeit antreiben, wenn möglich leise sein und muss natürlich auch bei den im Modell gegebenen Platzverhältnissen realisierbar sein.


    Von Teichmann habe ich bereits vor 30 Jahren eine Formel an die Hand bekommen, die anhand der Motordaten, des Treibraddurchmessers und der Vorbildhöchstgeschwindigkeit die Berechnung der Getriebeübersetzung ermöglicht.


    Den theoretischen Teil können viele hier noch am Basteltisch erfüllen. Jetzt kommt aber die erforderliche Genauigkeit im 1/10-Bereich und die Genauigkeit der käuflichen Komponenten hinzu. Wer von euch kann denn Passungen herstellen, Bohrungen exakt in Zentrum eines Zahnrades herstellen, runde Teile überhaupt exakt einspannen, Zahnräder prüfen (Teilkreis), winklig pressen, etc.?


    Hier ein Relikt aus meinen H0-Zeiten:


    03001q.jpg


    Dieses Fahrwerk der 03 001 ist damals innerhalb von 8 Monaten entstanden. Das Bild zeigt den 5. oder 6. Versuch. In der Zeit hat Teichmann Sen. nie Hand angelegt, nur erklärt! Er hat mich alles falsch machen lassen, was man eben falsch machen kann. Dann allerdings war es vollbracht! Getriebe 24:1 (gerechnet über die 1000 mm Treibraddurchmesser beim angetriebenen Tender), Wipplager (damals der letzte Schrei) und H0-Pur-Räder. Außer Motor und Nylon-Schnecke ist nichts von der Stange, nicht mal die Zahnräder.


    So wie auf dem Bild existiert das Fahrwerk noch heute. Die Lok ist nie fertig geworden. Allerdings kenne ich den Unterschied zwischen rund und rund, kann ein Getriebe oder einen Antrieb jederzeit auf meinen Maschinen umsetzen und auch defekte Teile nachfertigen. Tricks und Kniffe und die Formelsammlung der beiden Teichmänner sind unbezahlbar! Ich kenne in der Spur0-Szene mehrere Leute, die das noch so umsetzen könnten. Einer macht es nebenbei, ich bin meistens anderweitig mit Spur0 beschäftigt und alle anderen werden ihr Wissen wohl ohne weiteren Nutzen mit ins Grab nehmen.......


    Der 2020, über dessen Abkündigung so trefflich gejammert wird, stand bei mir/uns nie zur Debatte. Das Vorgelege bzw. eingebaute Getriebe ist sowohl von der Teiledimensionierung und der Motor von den Leistungsdaten zu schwach. Wie viele haben sich beim Aufpressen der Zahnräder und beim Kürzen der Wellen die 2020 Beim bau der Hübner E10/40 ruiniert (dazu muss man das Getriebe zerlegen und die Welle vernünftig einspannen, sonst drückt man die Lager kaputt, was natürlich in keiner Anleitung steht)? :/ 8o


    Selbst beim Tausch von Motoren nutze ich die Teichmann-Formeln für die Auswahl der Motoren. Hier 2x 5,5 Watt in einer Schmalspurlok:


    4i5XeI.jpg


    T915ic.jpg


    Fritze: ich weiß genau, was Du meinst ;)


    Null-Problemo 8)

  • Liebe Leute,

    macht euch doch nicht soviel Gedanken über die Getriebeabstufungen.

    Dampfloks und andere mit Kuppelstangen können fliehkraftbedingt

    wegen der Unwuchten meist nicht schneller als 350 Umdrehugne pro Minute machen.

    Dieselloks mittleren Alters kommen auf 600 bis 800 Upm und ganz moderen vielleicht auf 1500 maximal.

    Das grenzt doch die Möglichkeiten schon ein.

    Und für die Leistungsberchnung gilt als Faustformel: für Schneckentriebe die doppelte Leistung vorsehen.

    Aber das hatten wir schon alle mal diskutiert.

    Grüße,

    Reinhart

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