Antriebe für Lokomotiven

  • Hallo 0-Bahner,


    vor Jahren gab es hier schon Beiträge über Eigenbau Lokantriebe, Antriebsverbesserungen und was noch damit zu tun hat. Größtenteils sind die Beiträge nicht mehr verwendbar, weil inhaltliche Links ins leere führen und benötigte Teile (Motoren z. B.) nicht mehr verfügbar sind. Vielleicht findet sich ja der eine oder andere erfahrene "Bastler" um diesen Bereich neu zu beleben.


    Gruß Sven

  • Hallo Sven,



    das "Universalgetriebe" welches in jede Lok passt, gibt es nicht. Da muß man dann schon konstruieren. Dazu empfehle ich Dir das Buch "Modelle selbst gebaut" von Hornbogen/Kohlberg, erschienen 1973 bei Transpress. Alba hat es meines Wissens auch mal in Lizenz aufgelegt.

    Dort findest Du alle Grundlagen zum Bau von Getrieben, sowie weitere Tipps, wie man aus einfachem Material Bauteile selbst herstellen kann.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo 0-Bahner,


    vor Jahren gab es hier schon Beiträge über Eigenbau Lokantriebe, Antriebsverbesserungen und was noch damit zu tun hat. Größtenteils sind die Beiträge nicht mehr verwendbar, weil inhaltliche Links ins leere führen und benötigte Teile (Motoren z. B.) nicht mehr verfügbar sind. Vielleicht findet sich ja der eine oder andere erfahrene "Bastler" um diesen Bereich neu zu beleben.


    Gruß Sven

    Hi Sven,


    Bastler...wie waere es mit den Beitraegen dazu von Herrn Peter Lehmann?

    Er hat die Thematik mehr als einmal belebt.

  • Hallo Roland, es ging mir mehr um die Allgemeinheit (den "Nachwuchs") und nicht speziell um mich. Aber dein Literaturhinweiß ist gut.


    Hallo Robbi0119, die einschlägigen Shops kenn ich auch.


    Hallo Ferdinand, ja es ist schön das wenigstens einer das Thema bedient. Aber findest du nicht auch das es mehr sein könnte. Ein Forum lebt schließlich von Vielfalt und Diskussion.


    Gruß Sven

  • Moin,

    ich habe es mal mit einfachen (also leicht erhältlichen und günstigen) Materialien versucht. Es geht auch am Küchentisch, aber dann wird es nicht unbedingt ein "Munz"-Antrieb. Aber besser als kein Antrieb und in der Größe wie man will. Preislich nach oben geht natürlich immer was.

  • Hallo Leute,


    Hat jemand von euch praktische Erfahrung mit den Merkur-Produkten als fertige Motorisierungslösung fuer 2-Leiter Spur 0 und kann man so etwas zum unkomplizierten Einbau in eigene Bastelprojekte empfehlen?


    Gruss,


    Johannis

  • Hallo Johannis, diese Antriebe sind bestimmt einsetzbar und nicht schlechter als die von ETS, auch aus Tschechien. Aber ob die Spurkränze heutigen Maßstäben entsprechen, wäre auszuprobieren....

  • Hallo Oliver,


    Ich besitze leider keine Uhrmacherdrehbank, damit ich mir Räder mit genormten Spurkränzen fuer Experimentiergetriebe schnitzen kann.

    Fertige robuste Lösungen mit akzeptablen Toleranzen und guter Zugkraft bei minimalem Installationsaufwand wären mir am liebsten, denn in dem Alter spielen die Augen und die Finger um rumzutuefteln nicht mit.


    Gruss,


    Johannis

  • Vielleicht gibt es ja Alternativen. Alleine deshalb fände ich diesen Thread ja auch wert, beackert zu werden. Man muss ja nicht immer zum Luxusmodel greifen...


    #Johannis: solltest Du Drehgestellantriebe suchen, wäre ein Blich nach Italien ganz richtig: Lineamodel hat 2 Versionen im Angebot. Die sind aus Messing und da sind die Radreifen modern....

  • Moin,


    sicher sind die vorsichtig ausgedrückt "Blechantriebe" von ETS und Merkur verwendbar. Aber man darf halt nicht zuviel erwarten was die Fahrkultur angeht. Es sind meist Antriebe, welche aus 2 gestanzten Blechhälften und Kunstoffzahnrädern bestehen. Einfach bei Munz/Hummel oder SB Olching umschauen oder aber selbst konstruieren und möglichst mit Metallzahnrädern versehen planen. Dann möglichst kompakt und schwer aus Messing, dann läufts auch gut und leise. Aber es wird dann halt auch was kosten.

    Nicht zu vergessen wäre noch ein guter Motor, möglichst Glockenanker, dann hat man auch viel Power und leisen Lauf.


    Gruss, Dirk

  • Hallo Peter,

    dein Antrieb hat natürlich mehr Charme als mein Billigheimer. Andrerseits wenn ich zwei 2020B verwende, kann ich den Limarest auch direkt durch ein selbstgeschraubtes Messinggestell ersetzen und vernüftige Slatersräder einbauen. Genau diese Version von Dir finde ich daher verschwenderisch. Da kann man dann auch die Mikromotoren nehmen welche im Post mit dem Link zum Bastelgetriebe zu finden sind. Die gibt es auch langsamlaufend übersetzt und dann wird der Plastikrest von Lima fast so leise wie mit den Faulis.

    Für 100€ Motoren an eiernde Limaachsen ist nicht der Weisheit letzter Schluss.

    Wobei ich deine Version gar nicht mal schlecht finde, sonder eher zu teuer. Handwerklich natürlich toll gemacht.


    BTW: wenn man die Mikromotoren mit den kleinen Getrieben nimmt, muss man wissen, dass die Ausgangswelle nur ein Lager in der letzten Messingplatte hat. Hat da jemand schon aussagekräftige Dauererfahrung mit viel Last an der Welle?


    BTW2: Wenn man die beiden Faulis in ihren Halterungen nimmt und an diese Halterungen eine Mutter lötet/klebt und die beiden Antriebe mit einer Gewindestange der notwendigen Länge verbindet, hat man automatisch einen 3-Punkt gelagerten Antrieb. Natürlich nur, wenn man eine Seite nicht fest anzieht.


    BTW3: Es gibt im Baumarkt auch Cu- Lötmuffen aus dem Heizungsbau mit 22 mm Innendurchmesser. Da passt ein Fauli 22xx genau rein. Für den 2020 habe ich ein Messingrohr genommen. Schlitzt man die Muffe/das Rohr der Länge nach und lötet an den Schlitzkanten mittig 2 Laschen mit Bohrung an, kann mit mit einer Schraube und Mutter den Schlitz zuziehen und er Motor sitzt, ohne das eine punktuelle Kraft auf das Motorgehäuse wirkt und der Motor trotzdem fest sitzt und jederzeit wieder einfach gelöst oder justiert werden kann.


    BTW4: Man kann BTW2 und BTW3 natürlich auch kombinieren.


    So jetzt ist dunkel draußen, Schluss hier ☺

    ___________________________________

    Gruß Olli

    Homepage

    Edited once, last by Olli ().

  • Hallo zusammen,


    bei meinem damals noch analogen Erstlingswerk, einer Eigenbau - Köf II aus Messing, die ich vor 38 Jahren zusammen mit Josef Pistel gebaut hatte, sind zwei Getriebemotoren FH2020B009S (9 Volt) in ausgedrehten Messingrohren (Anschlag mit Ø19mm hinten) eingebaut worden. Auf dem Bild sieht man, wie schön die Motoren sich zwischen den Rädern ducken, wenig Platz brauchen.

    Durch Drehen des Motors im Rohr kann zudem ganz simpel das Spiel zwischen den Zahnrädern justiert werden.


    Die Stahl - Antriebsachse mit Ø3mm läuft in einem zweiten Messingrohr (D5 x d3mm), welches parallel an dem Rohr für den Faulhaber angelötet wurde. Dazu ein U-Profil hinten als Führung angelötet und schon war`s ein Tatzlagerantrieb.


    Auf der gekürzten Motorwelle (Ø2,0mm) mit Abflachung ist ein Messingritzel Modul 0,5x10 Zähne mittels M1,4 Gewindestift angebracht, auf der Antriebsachse ist ein Messingzahnrad mit 30 Zähnen verstiftet.

    Leider sind die Getriebemotoren mittlerweile defekt, sie laufen nicht mehr. Bei der letzten, auswärtig durchgeführten Lackieraktion ist zuviel Strahlsand in den Getriebe - und Motorteil gekommen, der den Motoren den Rest gegeben hat.

    Ich bin deshalb auf der Suche nach neuen oder gebrauchten Restbeständen von zwei Motoren: FH2020B009S oder FH2020B012S, die beide eine Übersetzung von 15,1:1 haben.

    Leider finde ich nichts dergleichen, weswegen ich zu noch verfügbaren Motoren 2020C012S tendiere.

    Diese Motoren sind äußerlich baugleich, haben aber eine andere Übersetzung von 58,8:1. Sie sind also um einiges langsamer. Aber dafür haben sie mehr als dreimal so viel Drehmoment wie die Motoren der Serie 2020B...

    Kurzum: Ich wechsle mit den Motoren auch die Zahnräder von 10/30 Zähnen zu 25/20 Zähnen. Damit erreiche ich eine annähernd gleiche Geschwindigkeit der kleinen Köf II und der Abstand der Zahnradpaare bleibt fast gleich. Durch Drehen des Motors im Rohr kann ich den neuen Abstand der Zahnräder und zudem das Zahnradspiel wieder korrekt nachjustieren.

    Bei größeren, schneller fahrenden Modellen würde diese Vorgehensweise vermutlich nicht funktionieren, dazu ist der Motor einfach zu langsam. Aber größere Modelle haben ja auch innen mehr Platz, wo ein größerer Motor wieder reinpasst.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

  • Hallo Leute,


    Was ich alles unter dieser Rubrik so lese, ist zu kompliziert fuer den Otto-Normalverbraucher.

    Gibt es wirklich keine "plug-n-play"-Lösung, ich meine kein universelles modulares genormtes Antriebskonzept als fertiges Komplettpaket?

    Mich interessiert besonders die Motorisierung von Eigenbauten, nicht so sehr die Remotorisierung von alten Lima/Rivarossi-Loks.


    Gruss,


    Johannis

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