Frage zum Fahrzeugeinsatz: geklärt

  • Hallo miteinander,


    zur Erinnerung, wir (Kleinreuth-Nord) befinden uns in den 60ern des vorigen Jahrhunderts.


    Die AwAnst ist nur im Zustell-/Abholbereich (Gleise 1 und 2) für DB-Loks zugelassen. Ich würde aber gerne gerne die Köf II (neben dem Breuer Traktor) für Rangieraufgaben innerhalb der AwAnst einsetzen. Ist es denkbar, dass in den 60ern vertragliche Abmachungen (Erlaubnis) es ermöglichten, auf DB zugelassene Triebfahrzeuge (hier die Köf II) innerhalb der AwAnst einzusetzen?


    Ansonsten müsste ich die Köf II auf "Privat-Werkslok" ummodeln, was ich eigentlich vermeiden möchte.


    Gruß Rainer

  • Hallo Rainer, ich verstehe nicht ganz - eine DB Lok auf Werksgleisen, das sollte doch kein Problem sein. Zumindest nicht von der technischen Seite, sofern es keine besonderen Einschränkungen hinsichtlich Meterlast oder Lichtraumprofil gibt. Wäre allenfalls die Frage, ob DB Personal so einfach Werksgleise befahren darf. Sollte deine Firma da versicherungstechnische oder verwaltungsrechtliche Bedenken haben spricht trotzdem nichts dagegen, leihweise eine DB Köf als vorübergehenden Ersatz für die defekte eigene Kleinlok anzumieten und mit eigenem Personal im Werk einzusetzen. Sowas gab's oft.

    Schöne Grüße, Freddy

    Ich mache gern Kompromisse. Aber nicht beim Maßstab.

  • Hallo Rainer,


    da mich die Frage, ob an der "Grenze des Privatgleisanschluss" eine Beschilderung vorhanden ist, die kenntlich macht, ob ein privater Gleisanschluss durch Bundesbahn Loks befahren werden darf auch beschäftigt, habe ich schon öfter das WEB durchsucht.

    Bisher habe ich explizite Schilder nur für den Fall des Verbots für DB Loks an der Grenze zum Anschlussgleis, dem Übergabegleis, oder einem sonst wie bezeichneten Punkt der Gleisanlagen auf dem Werksgelände gefunden. Wie dieses hier ebay Kleinanzeigen "Halt für DB Lok"


    Ein Schild "Frei für DB Lok" habe ich bisher nicht finden können im WEB.


    Aber ich habe u. A. eine interessante Dokumentation über Gleisanschlüsse in Groß-Gerau auf einer privaten Homepage gefunden.

    Dort sind die Dienstanweisungen für jeden einzelnen Gleisanschluss haarklein wiedergegeben.

    Aus diesen Dienstanweisungen ist zu entnehmen, dass die Frage, ob und wie weit eine DB Lok auf ein privates Anschlussgleis fahren darf, durch diese Dienstanweisungen geklärt und geregelt wird.


    Dort wird ALLES geregelt. Wenn man das liest, steigt der Respekt für die Eisenbahner, die sich mit solchen komplexen Dienstanweisungen "herumschlagen" müssen. Das nebenbei.


    Hier der Link zur Homepage von https://www.walter-kuhl.de


    Die "Orte" der entsprechenden Textpassagen mag ich bei der Vielzahl nicht zum zielgerichteten Hin-Scrollen beschreiben, Du müsstest Dir das einfach mal durchschauen. Meist sind die Passagen zum Befahren durch DB Loks in den ersten Absätzen der jeweiligen Dienstordnung zum benannten Gleisanschluss zu finden.


    Wie komplex die Dienstordnungen für private Gleisanschlüsse (dass es in diesem Beispiel eine Stadt ist, spielt dabei keine Rolle) sind, kann man diesem 65 Seiten starken pdf ! der Bundesnetzagentur entnehmen.

    Da wird einem ganz schwindelig beim Lesen... <X Link zu https://www.bundesnetzagentur.de


    Das es sich in diesem Beispiel um eine Strecke im nahen Umfeld meiner "Zweiten Heimat" Stendal handelt, ist purer Zufall.

    Habe ich vorhin beim erneuten Suchen im Web gefunden.

    Wenn es mal die Zeit die ich dort habe zulässt, schaue ich, ob ich diese Strecke vor Ort besuchen und ggf. im Zusammenhang stehende Beschilderungen finden und fotografieren kann. Kann aber dauern.


    Ich denke also auch, wie Freddy "Nullfrosch" schon schrieb, kein Problem.

    Es muss wohl noch nicht mal eine Ausrede her dafür wie "Werkslok defekt".

    Schreib es einfach in "Deine Dienstanweisung" rein das der Anschluss durch die ortsansässige Kleinlok bedient wird. :thumbup:

  • Rainer Frischmann Hallo Rainer - ab Minute 5.45 - 5.50 sagt der Film-Sprecher einen Satz zur Bedienung von Gleisanschlüssen durch die DB.


    @ Alle:


    Interessante Aufnahmen zum Thema Gleisanschluss 1970 durch die Bundesbahn.


    Viel Spaß: https://www.youtube.com


    PS: Die Forensuche ergab das Thema "Mehr Chancen durch die Schiene" wurde nicht gefunden. Falls es bereits einen Link gibt, diesen Beitrag ggf. löschen. Danke.

  • Hallo,


    wir haben vor vielen Jahren, als der EK seine Filme noch selbst drehte, auf der Steilstrecke von Linz am Rhein aus, den historischen Güterverkehr mit einer BR 94 mit Steilstreckenausrüstung nachgestellt. Dabei wurde am Endbahnhof auch ein Industrieanschluss bedient, mit der DB-Lok, in unserem Fall der BR 94. Da der Film authentisch sein sollte haben wir in der Filmredaktion damals genau recherchiert und kamen zu dem Ergebnis, dass die Anschlussbedienung mit der DB-Lok das übliche Mittel zur Bereitstellung und Abholung der Güterwagen waren. Viele Kunden hatten keine eigene Werklok und haben das der DB überlassen die dadurch auch Einnahmen generierte.



    Gruß vom Bahnindianer Schorsch

    Bauvorhaben Spur-0-Anlage leider wegen kommendem Umzug aufgegeben.


    Für alle die mich mit Vornamen ansprechen wollen, der lautet Georg oder wie man bei uns sagt Schorsch.

  • Rainer Frischmann

    Changed the title of the thread from “Frage zum Fahrzeugeinsatz” to “Frage zum Fahrzeugeinsatz: geklärt”.
  • Herzlichen Dank für Euren Input. :thumbup:


    Die "Betriebsgemeinschaft Industriegebiet Kleinreuth-Nord" (BIKN) hat folgenden Beschluss gefasst:

    Ab 01.08.1965 mietet die BIKN die Köf II 6497 von der Deutschen Bundesbahn. Das Personal wird von der BIKN gestellt. Die DB übernimmt die Einweisung des Lok-Personals.


    Weitergehende Vertragsdetails kann ich aus Gründen der Geheimhaltung/Vertraulichkeit hier nicht veröffentlichen. :saint:


    Gruß Rainer

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