Die Nachbildung des Deichschart der Pferdebahn auf Spiekeroog

  • Hallo zusammen,


    werde wieder am Diorama Wettbewerb teilnehmen, mehr info dazu bitte den Link nutzen.


    https://spurnullgalerie.jimdo.com/diorama-wettbewerb-2021/


    Zu erst beginnt die Recherche, da das Orginal einfach zu weit entfernt ist, müssen viele Bilder und diverse infos ausgewertet werden.


    Hab die Steine auf den bildern gezählt, im Netz die größe der Steine ermittelt, so entstanden die maße für das Bauwerk.


    Somit entstand das Muster.




    Das Grundgerüst entsteht aus 2 mm Graukarton, wie von mir gewohnt werden wieder Ziegelsteine von http://www.miniaturziegel.de/ genommen.


    Demnächst mehr...


    Anregungen und Kritik sind diesmal erwünscht.


    Gruß Hans

  • Hallo Hans,


    wenn Du aus dünnem grauen Kartonstreifen die Mörtelfugen zwischen den Ziegeln darstellst, werden die Ziegelreihen gleichmäßiger.


    7ee2aqz5.jpg


    So habe ich es gemacht, zwar ein großer Aufwand, gefällt mir aber letztendlich besser.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    für heute reicht es mir, hab neu begonnen.





    Mein neu gebastelter Arbeitstisch, jetzt kann ich ohne Aufwand auf der Terrasse daran basteln.

    Alles aus Verpackungsmüll.


    Die Steine sind 5,3x 2,6x 1,6 mm

    Was meint ihr dazu ???



    Gruß Hans

  • Moin Hans,



    also eine Option wäre, die Rückseite zunächst offen zu lassen, dass ganze Werkstück auf die Ansichtseite legen und quasi von hinten zu mauern. Dann liegen die Steine plan auf der Arbeitsfläche auf, dass Bauwerk ergibt sich dann mit einem wesentlich glatteren Mauerwerk.


    In meiner Berufsausbildung hatten wir auch Grundlagen des Mauerns, dass ganze ist mehr als 20 Jahre her... Aber Grundzüge sind noch bekannt. Jedes Mauerwerk hat eine Ansichtsseite. Diese Ansichtsseite soll möglichst glatt sein. Der Hintergrund dieser Bestrebung >>> Regenwasser läuft quasi an der Wand senkrecht nach unten. Bei einer derart versetzt gebauten Wand bleibt das Wasser auf den vorkragenden Steinreihen stehen, zieht in den Mörtel ein und bei Frost sprengt es das ganze Mauerwerk. Eine Wand im Original in dieser Ausführung würde vielleicht 10 Jahre, vielleicht aber aiuch 15 Jahre halten. Dann würe diese einfach zusammenbrechen.


    Die Idee mit der Graupappe als Fugendarstellung von Rollo ist gut, nur sollte auch auf die Stärke der Graupappe geachtet werden. Welche Dicke hast Du denn genommen? DIe wirkt mir nämlich auch fast ein bisschen dick.


    Die Lagerfuge bei Mauersteinen kannst Du aus diesem Link ersehen. Eine 1mm starke Graupappe ist hier im Vergleich zu den Steinen in Spur 0 also schon viel zu dick...Grundsätzlich möchte ich Dir nicht abschlagen, dass Modell weiterhin so umzusetzen, ich habe bei vielen Dingen auch meinen eigenen Kopf:-)



    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

  • Hallo Sebastian,


    meine Fugen sind 0,3 mm .


    Gruß Hans

    Moinsen,



    0,3mm ist ein passendes Maß, dass hast Du gut gewählt.



    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

  • Guten Morgen Spur 0 Freunde,


    ich muss mich mal bei euch bedanken für den Zuspruch, fachliche Unterstützung und den zahlreichen Geburtstagsgrüße.


    Viel ist nicht passiert, hab die Fläche etwas bearbeitet damit man einen kleinen Eindruck bekommt wie es mal wird.

    Hab tatsächlich mal einen Maurer erwischt ;)



    Gruß Hans

  • Moin

    also eine Option wäre, die Rückseite zunächst offen zu lassen, dass ganze Werkstück auf die Ansichtseite legen und quasi von hinten zu mauern. Dann liegen die Steine plan auf der Arbeitsfläche auf, dass Bauwerk ergibt sich dann mit einem wesentlich glatteren Mauerwerk.

    Ich hoffe ich darf die Zwischenfrage hier stellen, aber wie würdest du das dann machen? Es wäre ja dann nur ein Rahmen ohne dass die Steine mit der Rückwand bzw in dem Fall mit der Vorderseite verklebt sein dürften. Klingt für mich erst mal schwierig.


    Marc

  • Moinsen,



    das hast Du richtig interpretiert. Die Steine sind dann nicht mit der Rückwand verklebt. Dafür hast Du aber dann eine relativ glatte Vorderseite. Der Maurer mauert nach Ansichtsseite. Die Ansichtsseite ist ihm beim Mauern zugewandt.


    Schau Dir mal die ganzen sog. Mietskasernen aus der Zeit um 1900 an, da ist keine einzige Wand krumm und schief. Richtschnur, gutes Auge, Wasserwaage und große Kelle sind die Werkzeuge, damit kann der Maurer eine Wand hochziehen die von der Ansichtsseite her akkurat ist. Auch aus den heutigen Zeiten mit Verblendmauerwerk auf Beton. Da kommt oftmals noch eine Wärmedämmung dazwischen, auch da ist es zur Ansichtsseite hin gerade.


    Die Steine würden dann im Modell mit dem Rahmen und mit sich selbst gegeneinander verklebt. Die Rückwand kann dann später eingeklebt werden um einen Abschluss nach hinten zu erreichen. Nötigenfalls kann dann nach hinten mit ein paar Schichten Papier oder was auch immer ausgeglichen werden wenn man eine gerade Rückwand benötigt, andernsfalls kann die Rückwand auf den Rahmen und nicht auf das Mauerwerk aufgeklebt werden.


    Durch zwangsläufige Maßabweichungen in den Steinchen und den natürlich ausgeübten Druck beim einsetzen der kleinen Modellbausteinchen ergibt sich das gezeigte Problem, dass die Wand keine gerade Flucht hat. Eine Kopfsteinpflasterstraße würde ich hingegen auf eine feste Grundlage setzen. Durch die Verkehrsbelastung sacken manche Steinchen leicht ab. Da sieht genau das wieder besser aus.


    Ich hoffe, ich konnte Deine Frage beantworten.


    Ergänzung:

    ==========

    Im Beitrag #10 ist zu sehen welcher Fehler gemacht wurde... Steinformate...


    Ein Mauerstein hat ein genormtes Maß welches sich auf das Baurichtmaß (1/8 Meter oder 1/4 Meter, beides gebräuchlich) bezieht. Die Mauersteine ergeben entweder alleine oder zu mehreren in allen Richtungen ein oder ein vielfaches Baurichtmaß. Die Wand ist in der Mauerweise 24cm dick. Das ist das Baurichtmaß abzgl. der Stoßfuge bei den Bindern. Hans hat also hier die Binder direkt an die Rückwand gedrückt, die quer verlaufenden Steine sind die Läufer, in der Richtung ist der Stein 11,5 cm breit. 11,5 und 11,5 ergibt 23 cm, dazu eine Stoßfuge (1cm) ergäbe wieder 24cm. Rechnet man die zweite Stoßfuge des zweiten Steins hinzu, hat man wieder das Baurichtmaß. Durch Fertigungstoleranzen und Toleranzen bei der Verarbeitung können die Steine garnicht gleich ausgerichtet werden wenn sie nach hinten angedrückt werden. Um es also deutlich zu machen, es liegt hier nicht am "Nicht können" von Hans sondern einfach an den natürlichen Maßschwankungen und Schwankungen bei der Verarbeitung. Die Schwankungen bei der Verarbeitung köännte man reduzieren, dann würde Hans vmtl. aber die 4 oder 5 fache Zeit brauchen um sein Modul fertig zu machen.


    Eine mögliche Lösung wäre ein nachgelagerter Einsatz feinen Schleifpapieres und eines Schleifklotzes... :)





    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

  • Hallo Hans,


    der Nachbau einer Deichscharte klingt erstmal harmlos, da der Baukörper doch recht einfach gehalten ist. Die Tücke liegt aber wie so oft im Detail. Daß Du Dir die unendliche Mühe machst, den Nachbau mit echten Ziegeln vorzunehmen, könnte zu einem absoluten Hingucker führen - oder zu einem Desaster! Auf einige Probleme, daß z. B. die Ziegelsteine an der Außenseite bündig liegen müssen, haben die Kollegen ja schon hingewiesen, das Wichtigste beim Mauern sind aber die Verbandsregeln! Und die heißen: alle Lotfugen versetzen! Andernfalls sträuben sich jedem Maurer (und anderen auch) die Nackenhaare! Im Internet gibt es genügend Beispiele, wie die verschiedenen Mauerwerksverbände gemauert werden und aussehen müssen, die wichtigsten sind Kreuzverband und wilder Verband. Das Vorbildbauwerk besteht u. U. aus Vollmauerwerk mit entsprechenden Wanddicken, das muss nicht unbedingt nachgebildet werden. Man sollte aber mal nachsehen, wie soetwas gemauert wurde; da befällt den Laien i. d. R. leichter Schwindel! Unter diesen Umständen sehe ich auch die Verwendung von Pappstreifen als Verfugung eher problematisch, weil die ca. 1cm breiten Mörtelfugen umgerechnet nur 0,2mm stark sind, das sind soviel wie zwei Seiten Druckerpapier!

    Aber wie ich schon schrieb, wenn man diese Probleme beim Nachbau löst, hat man nach sehr sehr viel Arbeit ein Sahnemodell!

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!