Magic Train Packwagen Umbau

  • Hallo.


    Hier gibt es den Bricht zum Umbau eines Magic Train Personenwagens in einen Packwagen. Das ganze soll auch als Abschluss des OpenSCAD Kurses dienen, weswegen die Code für die 3D Druckteile ausführlicher besprochen wird.


    Bei den Magic Train Personenwagen gibt es tatsächlich Unterschiede. Es sind nicht alle Wagen gleich. Generell gibt es zwei unterschiedliche Dächer und auch zwei unterschiedliche Aufbauten. Für den Umbau ist nur der eine Typ Aufbau geeignet und, sofern man alles so umsetzen möchte, wie hier vorgestellt, auch nur eine Dachform.


    Schauen wir uns die verschiedenen Typen mal genauer an. Zuerst mal ein „Oktoberfest- Wagen“, wobei die Farbgebung und die Aufdrucke völlig nebensächlich sind. Nach dem Umbau muss der Wagen sowieso neu lackiert werden.



    Von diesem Wagen ist der Aufbau die geeignete Variante, aber das Dach nur für den teilweisen Umbau.


    Da ich nur einen einzigen Wagen mit dem anderen Aufbau- Typ habe und der schon stark umgebaut seinen Weg zu mir gefunden hat, bitte nicht wundern. Die Unterschiede kann man trotzdem erkennen, hoffe ich. Dieser Wagen ruht nicht auf dem Magic Train Einheits- Fahrwerk sondern auf zwei Feldbahn- Loren, die als Drehgestelle genutzt werden:



    Dieser Wagen hätte die passende Dachform, aber der Aufbau ist auf Grund der zusätzlichen Oberlichter über den eigentlichen Fenstern nicht wirklich für den geplanten Umbau zu gebrauchen…


    Wir benötigen also den Aufbau von Nummer 1 und das Dach von Nummer 2. Voila, hier ist exakt der Wagen, den ich umbauen werde:



    Dieser Wagen, genauer der Aufbau und das Dach stammen von einem Startpackungswagen, der ohne Fensterscheiben ausgeliefert wurde. Ich habe vor geraumer Zeit diesen Aufbau mit Dach mal geschenkt bekommen. Ein Fahrwerk hatte er nicht. Deswegen thront er jetzt auf einem Güterwagen Fahrwerk, von dem der Aufbau für ein anderes Bastel- Projekt benötigt wurde. Güterwagen haben aber im Gegensatz zu den Personenwagen maximal eine Bühne. Die ist hier auf dem Foto rechts zu erkennen. Dadurch sieht die linke Seite nun etwas kahl aus. Wenn man einen vollständigen Personenwagen umbaut, kann man natürlich auf beiden Seiten die Bühnen belassen. Dann sind beide Dachformen für den Umbau geeignet. In diesem Fall soll aber der Aufbau auf der linken Seite so weit verlängert werden, das er in etwa bündig mit dem Fahrwerk und dem Dach abschließt. Dabei stellt das mehrfach geneigte Dach des Typs „Oktoberfest- Wagen“ eine massive Erschwernis dar. Deswegen das „gerade“ Dach…


    Theoretisch könnte man nun den Aufbau zerschneiden und mit Kunststoffplatten verlängern, so das er die benötigte Länge bekommt. Das erfordert definitiv weniger Aufwand beim 3D Konstruieren, hat aber zwei nicht zu vernachlässigende Nachteile. Zum einen ist die Stabilität eines zerschnittenen und wieder zusammen geleimten Aufbaus deutlich niedriger als bei einem nicht modifizierten Aufbau. Daneben passen dann die Rast- Nasen nicht mehr und man müsste den Aufbau mit dem Fahrwerk verkleben. Für mich besonders gravierend ist aber die Tatsache, das man danach das Dach ebenfalls festkleben müsste. Da aber eine batteriebetriebene Innenbeleuchtung vorgesehen ist, ist ein leicht abzunehmendes Dach einfach Pflicht.


    Also wird der „Umbausatz“ ein 3D Teil zu Verlängerung der „linken“ Stirnseite enthalten. Daneben benötigen wir Einsätze, um die überzähligen Fenster zu verschließen. Pro Seite sind das zwei. Das dritte Fenster wird von der Schiebetür verdeckt, die samt Schienen einfach auf die Seite des Wagens geklebt werden. Eine geöffnete Darstellung ist nicht vorgesehen. Das Fenster ganz rechts bleibt erhalten. Dahinter wird das Zugführer Büro eingerichtet. Dieses Büro bekommt dann auch eine LED Beleuchtung, die aus einer Knopfzellen- Batterie gespeist wird…


    Fangen wir also an zu konstruieren. Doch halt, dieses Mal wird nicht mit OpenSCAD angefangen. Die Form der Seitenwand ist durch die unterschiedlichen Radien des Daches etwas komplexer. Man könnte das sicher auch direkt in OpenSCAD hin bekommen, aber ich möchte mir das Leben nicht unnötig schwer machen. OpenSCAD kann nämlich auch SVG Dateien importieren. Das sind Vektor Grafiken, wie sie z.B. das kostenlose Zeichenprogramm Inkscape erzeugen kann. Das alleine hilft uns aber auch nicht viel. Wenn wir die genauen Radien wüssten, dann könnten wir auch direkt in OpenSCAD anfangen. Also kommt noch ein (kostenloses) Programm zum Einsatz, eine Bildbearbeitungs- Software. Die gibt es in unzähligen Varianten und Preisklassen vom kostenlosen Paint.net (Windows only) über das ebenfalls kostenlose Gimp (alle Plattformen) und preisgünstige Programme wie Affinity Photo (30-55€, je nach Angebot) oder Corel PhotoPaint (ca 70-80€) und Photoshop Elements (ca 100€) bis hin zu der Profi- Software Photoshop, die es nur im Abo für ca 40€ monatlich gibt… Ich habe hier Paint.NET verwendet, was besonders einfach zu bedienen ist. Doch wie bekommen wir nun unsere Seitenwand in den PC? Ganz einfach mit einem Scanner. Damit bekommt man perspektivisch korrekte Bilder von allem, was man auf die (meist Din A4) Scanfläche legen kann.


    Um die Seitenwand einzuscannen, muss man natürlich den Wagen auseinander bauen. Nur dann kann man die Stirnwand des Magic Train Wagens auf den Scanner legen. Allerdings ist sie nicht ganz eben. Deswegen habe ich zwei Abschnitte eines Kaffee- Rührstäbchens unter gelegt. So „kippelt“ der Aufbau nicht und es gibt keine Verzerrungen. Mein Scanner verschluckt leider ein oder zwei Millimeter am oberen Rand. Deswegen kann man das zu scannende Objekt, sofern es zu 100% erfasst werden soll, nicht ganz an den Rand legen. Dadurch besteht aber die Gefahr, das man den Aufbau nicht exakt rechtwinklig auflegt. Man muss also einen graden Gegenstand als Anschlag dazwischen legen. Da die Inneneinrichtung sowieso im Weg lag, habe ich sie genutzt.



    Jetzt lässt sich der Aufbau gut ausgerichtet auf dem Scanner platzieren.



    Normalerweise wird ja alles, wo nichts liegt, beim Scannen weiß. Da wir aber den Deckel nicht schließen, kann er das Licht nicht reflektieren. Die ungenutzten Bereiche werden deswegen schwarz, also nicht wundern. Das Scannen können wir direkt aus Paint.NET erledigen. Wichtig ist nur, mit wie viel DPI der Scann durchgeführt wird. ich habe 300 DPI verwendet. Diesen Wert brauchen wir später in OpenSCAD, deswegen gut merken oder aufschreiben…



    So sieht das dann aus. Die Holzstäbchen und die Tür stempeln wir einfach mit dem Kopierstempel weg. Diese Funktion hat jede Bildbearbeitung. Im Prinzip bestimmt man einen kleinen Bereich des Bildes, der auf eine andere Stelle kopiert wird. So kann man viele störende Elemente entfernen…



    Jetzt haben wir schon fast das, was wir benötigen, aber eben nur fast. Als nächstes müssen wir den Hintergrund (das was schwarz ist) entfernen. Dazu verwenden wir den „Zauberstab“, ebenfalls ein Werkzeug, das praktisch jede Bildbearbeitung hat. Damit werden Bereich mit gleicher oder sehr ähnlicher Farbe ausgewählt. Wir klicken also mit dem Zauberstab in den schwarzen Bereich. Wird zu viel oder zu wenig ausgewählt, muss man die Toleranz anpassen, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Nun ist also alles, was schwarz im Bild ist, ausgewählt. Durch einfaches Drücken auf die Löschen Taste wird der ausgewählte Bereich entfernt.



    So könnten wir zwar schon weiter machen. Aber es ist einfacher, wenn die Seitenwand wirklich einfarbig ist. Da wir ja nun alles ausgewählt haben, was wir nicht einfärben wollen, müssen wir die Auswahl einfach invertieren. Das ist oben im Menü unter Auswahl zu finden. Jetzt ist alles, was rot ist, ausgewählt. Nun aber bitte nicht wieder auf Löschen klicken, dann ist sowohl das Schwarze als auch das Rote weg… Wir verwenden das Füll- Werkzeug, oft als Spraydose markiert. Damit können wir den ausgewählten Bereich mit einer Farbe, Schwarz bietet sich an, ausfüllen.



    Jetzt sind wir wirklich fertig und können das Bild speichern. Das muss zwingend als PNG erfolgen. Wir haben einen transparenten Hintergrund. JPG oder BMP können keine Transparenz verarbeiten. Dann wäre alle Arbeit vergeblich. Also bitte als PNG abspeichern.

  • Jetzt kommt dann Inkscape zum Einsatz. Wir legen ein neues Projekt an (geschieht normalerweise direkt beim Öffnen des Programms). In dieses Projekt importieren wir die gerade erzeugte PNG Datei. Danach sollten wir die Dokumentengröße an das Objekt anpassen lassen.



    Nun lassen wir die Form der Stirnwand automatisch nachzeichnen. Das ist oben im Menu unter Pfad zu finden und heißt „Bitmap nachzeichnen“.


    Zunächst sehen wir keinen Unterschied, aber wenn man genau hin schaut, ist jetzt ein zweites Objekt vorhanden. Das erste Objekt heißt imagexxx (die Zahl ist jedes mal anders, spielt aber hier keine Rolle) und ist unser importiertes PNG. Darüber taucht nun aber ein weiteres Objekt auf, das pathxxx heißt. Sofern wir die Füllung nicht angegeben haben, ist das Objekt nicht sichtbar, aber dennoch vorhanden. OpenSCAD interessiert sich nicht für die Farbe, von daher wäre es egal. Aber wenn wir sehen können, was wir machen, ist das natürlich schöner. Also stellt man, sofern nicht bereits geschehen, die Füllung für unseren Pfad auf Schwarz ein.



    Mit den „Augen- Piktogrammen“ können wir nun sowohl das Bild als auch den Pfad ein- und ausblenden. Solange wenigstens eines der beiden Objekte sichtbar ist, ändert sich scheinbar nichts. Aber zwischen einer Bitmap, die wir mit dem Scanner in Paint.NET erzeugt haben und einer Vektor- Grafik liegen Welten… OpenSCAD benötigt eben Vektor- Zeichnungen und keine Bitmaps, zumindest nicht für das, was wir hier vorhaben. Nun löschen wir das Bild wieder, in dem wir einfach die Löschen Taste drücken, sofern das Bild (imagexxx) blau hinterlegt, also ausgewählt ist. Jetzt müssen wir die Datei nur noch als SVG speichern. SVG ist das „native“ Format von Inkscape, das sollte also gar keine Probleme bereiten.


    Packwagen-Stirnseite


    Für alle, die das nicht selbst machen wollen, habe ich hier die SVG Datei angehängt.


    Aus diesem Scan eines Magic- Train Wagens erzeugen wir nun in OpenSCAD ein 3D Modell…


    Neben den schon bekanntem „translate“ brauchen wir zwei neue Befehle. Zum einen „linear_extrude“, was aus einem 2D Objekt durch Extrudieren ein 3D Objekt erzeugt. Daneben müssen wir die SVG Datei ja irgendwie in OpenSCAD rein bekommen. Das geht mit dem Befehl Import.


    Code
    translate([0,0,0.75])linear_extrude(height = 1.5, center = true, convexity = 10)
    import("Packwagen-Stirnseite.svg", dpi = 300);


    Das ist alles, was wir in OpenSCAD benötigen, um eine dreidimensionale Stirnwand zu bekommen. Mit „height“ wird die Dicke der Wand angegeben. ich habe mich für 1,5 mm entschieden um das Anbauteil nicht zu schwer aber auch nicht zu instabil zu machen. convexity = 10 ist eine reine Formalie und hat auf das Ergebnis keinen Einfluss, fehlt es aber, gibt es Probleme… Wenn die SVG Datei im selben Verzeichnis wie das OpenSCAD Skript liegt, muss kein Pfad angegeben werden, so wie im Beispiel hier. Sonst muss der vollständige Pfad dort angegeben werden. Bei Windows müsste obendrein alle \ doppelt geschrieben werden, da sie sonst als Steuerzeichen und nicht als Teil des Pfades interpretiert werden. Am besten ist es also, die Datei einfach im gleichen Ordner zu haben.



    Soweit erst mal für jetzt. Als nächstes muss ein Test- Druck gemacht werden, ob alles soweit passt. Ein wenig Spachteln werden wir sicher müssen, aber das Anbauteil sollte doch so gut wie möglich passen.



    Weiter geht es dann mit den Seitenwänden und dem Boden, die je nur aus einfachen Kuben bestehen. Dazu muss ich aber den Wagen erst wieder zusammenbauen und ein paar Maße nehmen…


    Auf diese Art kann man natürlich auch noch sehr viel komplexere Vorbilder in das 3D Programm bringen. Bei Fotos muss man halt die Perspektive korrigieren und die Größe so anpassen, das es zum angedachten Maßstab passt. Beim Einscannen von (halbwegs) ebenen Objekten passt sowohl die Perspektive als auch die Größe von Haus aus, Deswegen habe ich kein Foto vom Wagen gemacht, sondern den Scanner verwendet…


    Fortsetzung folgt.

  • Hi,


    so einen OpenSCAD Kurs finde ich richtig gut, noch dazu wo hier als "Übungsprojekt" ein 0e Packwagen erstellt wird. Zur Anregumng was aus MT Schrott ;) noch so alles an Packwagerln hergestellt werden könnte ein paar Pics von meinen, welche allerdings durchwegs "von Hand" - also mit OHaFS (= Original Hand and Finger Source) - gebaut sind.


    Hinweis: Bild zwei zeigt das Wagerl vor, Bild 3 das Wagerl NACH dem Pimpen.

    Images

    • 01.jpg
    • 02.jpg
    • 03.jpg
    • 04.jpg
    • 05.jpg
    • 06.jpg

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

  • Hallo.

    Inzwischen habe ich die benötigten Maße vom Wagen abgenommen und das Anbauteil weiter konstruiert.


    Statt die Wände aus einzelnen Kuben zusammen zu setzen, extrudiere ich lieber die Wand auf die volle benötigte Dicke und höhle das Teil dann aus. Macht weniger Arbeit…




    Die Version oben würde bündig mit dem Fahrwerk und dem Dach abschließen. Die untere Aussparung ist als Spielraum für die erhaben ausgeführte Tür des Aufbaus vorgesehen. So besteht keine Gefahr, das der Anbau nicht bündig passt.


    Eine andere denkbare Version, die wohl nicht so „nackig“ daher kommt, wäre es, den Anbau kürzer zu machen und dafür zwei U- Profile an die Stirnwand zu bauen, wie man sie häufig bei Güterwagen findet..



    Ich musste ein wenig mit den Werten jonglieren, bis es gefällig aussieht…



    Diese Version werde ich nun erst mal ausdrucken und testen, ob alles passt…



    Fortsetzung folgt.

  • Hallo.

    Das sieht so zwar gefällig aus, kann aber nicht funktionieren. Denn das Fahrwerk würde mit den U- Profilen kollidieren. Zum Glück ist mir das noch vor dem Testdruck aufgefallen, sonst hätte ich die überstehenden Profile mühsam abtrennen müssen…




    Also auf ein Neues ab in den Slicer.



    So, nun aber wirklich drucken. Das wird so ca 2 Stunden (incl. Versäubern und Aushärten) dauern…


    Fortsetzung folgt.

  • Hallo.

    Während das Teil druckt, habe ich noch eben schnell die Fenster- Einsätze konstruiert. Die könnte man sicher auch einfach aus Kunststoff ausschneiden, aber wenn man schon einen 3D Drucker hat, warum sollte man das von Hand machen?


    Code
    // Fenster Einsatz für Magic Train Personenwagen
    
    
    cube([20,17,1]);
    
    
    translate([1,1,0])cube([17.6,14.6,2.9]);


    OpenSCAD_061.jpg


    Der Code ist so simpel, das man ihn wirklich nicht mehr erklären muss..


    OpenSCAD_062.jpg


    Da man ja vier Einsätze für einen Wagen braucht, fügt man das Teil eben vier mal in den Slicer ein. So werden alle vier Teile auf einmal ausgedruckt…


    Die Drucke sind inzwischen fertig und passen leidlich gut. Die Fenster- Einsätze könnten 0,1 mm dicker sein, aber das spachtele ich einfach weg…


    DSC_0332.jpg


    Jetzt kann man doch schon gut sehen, was das mal werden soll.


    DSC_0334.jpg


    Das Ansatzteil passt saugend unter das Dach. Es ist noch nicht angeklebt, hält aber bombenfest. Bevor ich die Schiebetür, die erst noch konstruiert und gedruckt werden muss, anbauen kann, muss der Wagen- Aufbau erst verspachtelt und geschliffen werden. Dann können die Schiebetüren angebaut und der Aufbau lackiert werden. Zuletzt kommt dann die Inneneinrichtung und die Beleuchtung. Dann sollte der Packwagen so weit fertig sein…


    Fortsetzung folgt.

  • Hallo Claus,


    wie ich schon in Beitrag # 3 geschrieben habe: " ... so einen OpenSCAD Kurs finde ich richtig gut ... " so meine ich das auch jetzt noch, wenn dabei der Packwagen als Übungsstück dient um zu zeigen wie CAD funktioniert. Da habe ich nämlich keine Ahnung davon und lese fasziniert mit, was es so alles gibt - halt wie ein Hinterwäldler. Trotzdem kam mir der Gedanke: Was für eine Mühe für so ein (für mich) händisch einfach zu bauendes Teil ...


    Deswegen als CAD - Ahnungsloser die Frage bzw. den (evtl. unqualifizierten) Gedanken: Wenn es nur um den Bau des Packwagens geht, warum dann dieser ganze Aufwand. Für mich liest sich das so, als ob ich in der Zeit und mit der Mühe die Du Dir gibst 2 Packwagen baue, und zwar incl. Lackierung, ohne grossartig verspachteln und verschleifen zu müssen - also per Hand mit Cutter, Lineal, Leim und Farbe. Kann natürlich sein, dass meine Frage/mein Gedanke wg. meiner blauäugigen Ahnungslosigkeit vollkommen daneben ist, aber: Wer sich nicht äussert bzw. fragt bleibt ja bekanntlich dumm. Wenn Du Lust hast und es Dir nicht allzuviel Mühe macht, dann kläre doch bitte mal einen CAD - Doofen wie mich auf :whistling:;), was man davon hat, wenn man das kann was Du kannst!?


    Ansonsten noch viel Erfolg und Spass, was immer auch Du mobamässig produzierst ...

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited once, last by BTB0e+0 ().

  • Hallo Robert.

    Es mag so aussehen als ob das viel Mühe macht. Dem ist aber nicht so. Das Mühsamste und Zeitaufwändigste daran ist nicht das konstruieren, sondern das alles hier so ausführlich zu beschreiben und dokumentieren. Bisher habe ich ohne diese Beiträge zu schreiben noch nicht mal eine Stunde Zeit in den Packwagen investiert. Davon entfällt durchaus ein spürbarer Anteil an das Vermessen des Fleischmann- Wagens. Die Druckzeit ist dabei natürlich nicht mit gerechnet, denn während der Drucker arbeitet kann ich ja was anderes machen. Außerdem bin ich mit dem Cuttermesser leider nicht so besonders gut. Meine Hände und Augen sind halt nicht mehr die Besten.


    Daneben muss sowieso geschliffen werden, allein schon, um die leicht erhabene Zierleiste unterhalb der Fenster weg zu bekommen, die nämlich ein planes Aufkleben der Schiebetür verhindert. Das Spachteln und Schleifen kann man sich eigentlich nie sparen, sofern man etwas selbst baut und sich nicht auf Fertigmodelle beschränkt.


    Du wirst deine Packwagen sicher auch geschliffen haben, denke ich. Die Übergänge zwischen einem existierenden Großserien- Teil und einem angesetzte Teil in Handarbeit kann man sonst immer sehen, egal wie das Handarbeitsteil auch hergestellt wurde...


    Ein weiterer Vorteil ist der, ich bekomme nächste Woche noch mal genau so einen Wagen, der ebenfalls zu einem Packwagen umgebaut werden soll. Zwei Züge, zwei Packwagen, macht Sinn. Da beschränkt sich die Arbeit dann darauf, den Drucker einzuschalten und später den "Bausatz" zu montieren. Und das lässt sich beliebig oft wiederholen.


    Man kann mit einem 3D Drucker auch schon ziemlich weit kommen, wenn man sich auf fertig im Netz erhältliche STL Dateien beschränkt. Sei es sowas wie die Zuckerrohr Loren, von denen ich ja schon 6 Stück gebaut habe oder die V22 oder die C50, oder,... Im Prinzip ist das so, als ob man sich "Bausätze" statt zu bestellen, einfach downloaden würde. Ich freue mich immer sehr, wenn ich etwas für mich Brauchbares im Netz finde und bin den Leuten, die es konstruiert und zur Verfügung gestellt haben, sehr dankbar dafür. Doch dabei ist man immer auf das beschränkt, was andere sich ausgedacht und konstruiert haben.


    Um das Einarbeiten in (irgend) ein CAD Programm kommt man auf Dauer einfach nicht herum. Nur damit kann man das volle Potential dieser neuen und inzwischen für Hobby- Anwender erschwinglichen Techniken (3D Druck, Lasercutter,...) wirklich ausschöpfen. OpenSCAD ist halt das für mich am leichtesten zu verstehende dieser Programme. Denn falls man etwas selbst konstruiert, kommt dabei am Ende (normalerweise) das raus, was man sich selbst gewünscht hat...


    Ich würde definitiv deutlich länger brauchen ohne 3D Drucker. Außerdem macht es mir viel Spaß, sowas am PC zu erschaffen und es dann tatsächlich real werden zu sehen. Fühlt sich ein kleines Bisschen so an als wäre man Captain Picard, auch wenn der 3D Drucker noch immer keinen "Tee, Earl Grey, heiß" ausdrucken kann... Die Arbeit im CAD ist für mich einfach ein Teil des Spaßes, kein lästiges aber notwendiges Übel...

  • Hallo Claus,


    herzlichen Dank für Deine ausführliche, sehr gut verständliche Erklärung für einen Unwissenden. Jetzt ist mir klar worum es überhaupt geht und finde es durchaus überlegenswert mich näher damit zu befassen.


    In der Sommerzeit nicht, aber Herbst/Winter werde ich zu diesem Thema wahrscheinlich nochmal auf Dich zukommen.
    Nochmals DANKE!

  • Hallo.

    Heute habe ich die Schiebetür(en) konstruiert. Zumindest mal eine erste Version. Ob das dann alles auch so passt und druckbar ist, muss sich erst noch zeigen…


    Als grobe Vorlage habe ich ein Foto eines GMS 54 Güterwagen- Modells von Lenz hergenommen. Wenn man zu viele Details wie z.b. Holzmaserung und Bretterfugen auf der Tür verwirklicht, wird es vermutlich mit dem sehr glatten „geschweißten Blech- Aufbau“ des Magic Train Wagens nicht wirklich harmonieren. Der GMS 54 hat glatte Blech- Türen und die eigentliche Schiebe- Mechanik ist in den Schienen verborgen. Trotzdem sind diverse Bolzen, Hebel und Verstärkungs- „Bleche“ vorhanden. Eigentlich besteht die Schiebetür nur aus den Grundkörpern, die am Anfang des OpenSCAD Kurses behandelt wurden. Als kleinen Trick verwende ich hier Zylinder mit einer „Auflösung“ $fn=6 womit man schöne Sechskant- Bolzen bekommt.


    Code
    cylinder(h = 1, r = 0.5, $fn = 6);


    Das ergibt Bolzen mit 45 mm Durchmesser umgerechnet von 1:45…


    Daneben wird noch eine komplett neue Funktion angewendet, die „surface“ Funktion. Damit kann aus einer PNG Bitmap ein Objekt erzeugt werden, bei dem die Helligkeits- Informationen der Grafik als Definition für die Höhe. Je dunkler das Bild ist, desto höher wird das Objekt an dieser Stelle. Man kann das Ganze auch umkehren. Dann wird es mit zunehmender Helligkeit höher. Was man bevorzugt, ist Geschmackssache. Eigentlich müsste man sich die PNG Datei selbst herstellen, um die gewünschte Größe des Objekts genau bestimmen zu können. Da ich diese Funktion nur für die Trittstufen verwendet habe, habe ich mir den Aufwand gespart und mir ein PNG im Internet gesucht. Allerdings war das viel zu groß, so das ich sehr seltsame Skalierungewerte verwenden musste.



    Hier ist die erste Version des Codes für die linke Seite (sofern man die verbleibenden Fenster als „vorne“ ansieht:


  • Die andere Seite unterscheidet sich bei der Anordnung des Handgriffs, des Riegels und des Tritts.



    Und hier noch ein Screenshot aus OpenSCAD…



    Und die beiden Türen mal als Bild exportiert:



    Und die andere Seite:



    Die zweite Tür ist die, die auf die Seite kommt, welches man auf dem Foto vom Packwagen mit den schon angebauten 3D Teilen sehen kann. Die andere Tür kommt entsprechend auf die nicht sichtbare Seite…


    Jetzt muss ich die Türen noch rendern und ausdrucken. Das wird aber nicht mehr heute geschehen…


    Eine erste Lage Spachtel ist ebenfalls schon aufgetragen und wieder runter geschliffen. Ist ja meist so, das man fast alles, was man an Spachtel aufträgt nachher mühsam wieder abschleifen muss… Aber das kleine Bisschen, was übrig bleibt, macht eben den Unterschied… Aber ich muss noch mal eine zweite Lage auftragen, um wirklich alle Unebenheiten zu beseitigen. Bei dem Staub und Dreck habe ich keine Fotos gemacht. Das passiert erst dann wieder, wenn die Schleiferei vorbei ist.


    Fortsetzung folgt.

  • Hallo.

    Heute habe ich die Schiebetüren gerendert und ausgedruckt. Das Rendern hat auf Grund der Holzmaserung auf den Tritten ca 20 Minuten gedauert. Also nicht wundern. Das eigentliche Ausdrucken hat nicht viel länger gedauert.



    Ein weiterer „Brocken“ wird ja noch die Inneneinrichtung aber bisher hat mich der Packwagen- Umbau gerade mal 1,50€ an Harz gekostet. Viel mehr als 1€ dürfte aber auch die Inneneinrichtung nicht verschlingen. Und der Slicer rechnet immer mit 60€ pro Liter. Tatsächlich kostet das Harz aber eher 35-40€. Der Rest ist (mehr als großzügig) für den Verschleiß des Displays und der Folien einkalkuliert.


    An sich hat der Druck gut funktioniert. Nur der Haken zum Verriegeln der Tür ist , warum auch immer, nicht mit gedruckt worden. Die filigranen freistehenden Griffstangen sind dagegen wunderbar gedruckt geworden.



    Da der aktuell umzubauende Wagen gerade frisch gespachtelt ist und erst mal durchtrocknen muss, hier als ersten Eindruck mal eine Tür auf einen Personenwagen gelegt, der später ebenfalls zu einem Packwagen umgebaut werden soll…



    Ich muss die Tür doch etwas höher machen. Es schien passend zu sein, als ich gemessen habe, aber nun sieht es so aus, als ob die Tür etwas arg klein ist… Dabei werde ich auch gleich das Problem mit dem Riegel lösen. und die hintere Strebe etwas verstärken. Wenn Teile zu dünn über eine zu lange Strecke werden, verziehen sie sich leider gerne mal, wie man auf dem Foto ja leider sehen kann… Außerdem werde ich statt der zwar einwandfrei gedruckten Handgriffe lieber zwei Löcher für etwas Messingdraht vorsehen. Die Griffe brechen nämlich schon vom Anpusten ab, so filigran sind sie geworden. Auch die Tritte werde ich eine Nummer robuster machen. Die kommen ebenfalls papierdünn aus dem Drucker. Auch die dürften kein langes Leben haben, so wie sie sind…


    Also erneut in OpenSCAD gehen und ein paar Sachen ändern.


  • Und die andere Seite:



    Statt alle Abmessungen zu ändern habe ich einfach die ganze Tür per „union“ zu einem Objekt vereint und dieses Objekt dann mit „scale“ in der Größe verändert. Obwohl ich unterschiedliche Werte für X Y und Z


    Code
    (scale([1.05,1.08,1])


    verwendet habe, sind die Verzerrungen nicht zu sehen. So passt die Tür aber genau. Den wirklich sauber gedruckten Handgriff, der aber mit 0,6 mm Durchmesser einfach zu empfindlich ist, habe ich durch zwei entsprechende Löcher für etwas Messingdraht ersetzt. Leider sind die Löcher beim Drucken dann ziemlich zugelaufen, so das ich sie nach dem Lackieren noch mal aufbohren muss. Aber das ist kein Problem… Beim zweiten Packwagen werde ich sie noch etwas größer vom Durchmesser her machen, was ich schon in den Quellcode oben eingebaut habe. Aber für jetzt geht es erst mal so… Den Riegel habe ich auch überarbeitet, meint etwas grober gemacht. Nun wird er anständig gedruckt.



    Nach dem Drucken und Aushärten hatte ich dann tatsächlich zwei brauchbare Türen für meinen Packwagen.


    Schnell noch eine „Anprobe“:



    Und die Türen können an den gespachtelten und geschliffenen Aufbau angeklebt werden.



    Jetzt ist der Wagen im Rohbau so weit fertig und kann lackiert werden.


    Nun muss noch die Inneneirichtung fürs Büro, die Fensterscheiben und die Innenbeleuchtung hergestellt werden. Vielleicht spendiere ich meinen Magic Train Wagen auch noch Fensterahmen aus 0,5 mm dickem, schwarzen, gelaserten Karton.


    Die Inneneinrichtung wird auch noch im 3D Druck hergestellt. Dabei will ich neben der Einrichtung für den Packwagen auch eine für die „normalen“ Personenwagen konstruieren. Das, was bei Magic Train mitgeliefert wird, ist nicht mal ein Witz, völlig unbrauchbar…


    Wenn alles so weit fertig ist, werde ich noch mal gesammelt alle STL, SCAD, SVG und PNG Dateien in einem Zip- Archiv zum Download einstellen.


    Fortsetzung folgt.

  • Hallo Claus,


    netter Umbau. Und die Bereitstellung der gesamten Daten ist natürlich auch sehr löblich!


    Deine 45mm Muttern passen zwar zur Bremserkurbel, aber üblich war wohl eher die Hälfte davon?

    Nun wird man bei 0,5mm Schlüsselweite einen Sechskant kaum noch als solchen erkennen können (selbst wenn der Druck das hergibt), aber mit 0,7mm sollten die Teilchen etwas dezenter rüberkommen. Kann ja dann jeder ganz simpel in der SCAD-Datei selbst ändern.

    Viele Grüße aus Südhessen


    Alexander

  • Hi Alexander.

    Stimmt, auf dem gerenderten Bild sehen die Bolzen schon ziemlich mächtig aus. Selbst auf den Fotos, die ja mit Streiflicht gemacht wurden, erscheinen sie noch ziemlich groß. Aber, wenn man sich das Ganze mal einfach so aus ca 50cm Entfernung anschaut, sind die Bolzenköpfe fast schon nicht mal mehr zu erahnen, geschweige denn zu sehen... Für mich ist der Kompromiss so in Ordnung. Sonst hätte ich auf der Anlage gar nichts von den Sechskant- Köpfen. Maßstäblich ist was anderes, das ist mir schon klar. Aber der ganze Packwagen ist doch reine Fantasie und ist angenommenermaßen auf meiner Karibik- Insel in der Werkstatt von den Boys zwischen zwei Joints zusammen gedengelt worden. Die Touristenzüge benötigen unbedingt eine Möglichkeit, Fahrräder und anderes Gepäck auf die Ausflüge mitnehmen zu können. Natürlich muss auch genug Bier und Fusel an Bord sein, was dann den Touristen für viel Geld verhökert werden kann.


    Der Wagen den ich hier gezeigt habe, wird in den schmucken "Rheingold- Farben" (Königspurpur und Elfenbein laut Valleijo) lackiert und bekommt auch den Rheingold- Schriftzug. Zusammen mit drei anderen, gleich lackierten MT Personenwagen wird das einer der "Theme Trains", die sich der Tourismus- Verband von Terthana ausgedacht hat, um mehr Touristen anzulocken... Nach und nach wird es viele dieser "Theme Trains" geben. Neben dem "Rheingold", der gerade am Entstehen ist wird es auch einen "Glacier Express" (ist als nächstes dran), einen "Flying Scotsman", einen "Silverlight - Express", einen "Orient- Express", einen "Northlander" und natürlich auch einen "Lummerland- Express" geben... Eine Insel mit 2 Bergen ganz ohne Emma, das geht ja mal gar nicht...

    Mal sehen, was mir so nach und nach noch alles einfällt...

  • Hallo.

    Inzwischen bin ich mit der Inneneinrichtung angefangen. Wie angekündigt, habe ich zunächst die Einrichtung für die „normalen“ Personenwagen konstruiert. Dazu habe ich ein .PNG erzeugt, welches den Dielenboden des Wagens darstellen soll.


    Holzbohlen2.png


    Daraus habe ich dann per „Surface“ Befehl den Fußboden erzeugen lassen. Dadurch wird das Rendern zwar wieder stark verlangsamt, aber anders sind solche Effekte nur schwer hin zu bekommen…


    Die Wagen bekommen eine Toilette, wofür jeweils ein Fenster mit weißem Papier hinterlegt werden muss.


    Inneneinrichtung1.png


    Die Sitze habe ich einzeln als Modul in einer externen Datei „sitz.scad“ konstruiert und später mit „include“ in die eigentliche Inneneinrichtung eingebunden. Das Modul wird in der ersten Zeile definiert. Das geht mit „module modulname() {“ und erfordert natürlich noch eine schließende } am Ende… Der Modulname kann frei gewählt werden. Hier heißt das Modul sitz, was passend erscheint…



    Sonst ist hier nichts, was wir nicht schon gehabt hätten. Während der Bearbeitung kann/sollte man das Modul einmal aufrufen, damit der Sitz angezeigt wird. Das geht dann so:


    Code
    sitz();


    Ist man fertig, muss man diese Zeile löschen oder aus- kommentieren, da sonst bei jedem Aufruf des Moduls zusätzlich ein Sitz bei 0,0,0 erzeugt wird. Das wäre gar nicht sinnvoll…


    Wenn man jetzt was am Sitz ändern will, z.B. noch Polster oder Armlehnen anbauen will, muss man an der Datei für die Inneneinrichtung nichts mehr ändern, einfach neu rendern (das dauert sehr lange, nicht wundern) und neu als STL exportieren…


    In der eigentlichen Konstruktion für die Inneneinrichtung wird die Grundplatte, die Wände mit Tür für die Toilette und die Position der Sitze festgelegt…



    Auch hier sind keine unbekannten Befehle enthalten, wenn man von dem Include ganz oben absieht und dem mehrfachen Aufruf unseres eigenen Moduls „sitz()“.


    Nach dem sehr lange dauernden Rendern habe ich das Modell als .STL Datei exportiert. Da die Inneneinrichtung auch für Leute interessant sein könnte, die keinen Packwagen- Umbau machen oder dem OpenSCAD Kurs nicht verfolgen, hänge ich die STL Datei hier einfach mal an:


    Inneneinrichtung


    Die Datei ist noch ungetestet, sprich noch nicht gedruckt. Das wird heute Nacht passieren.


    OpenSCAD_067.jpg


    Sollten noch Änderungen nötig werden, werde ich die Datei neu hochladen…


    Die Inneneinrichtung für den Packwagen ist längst nicht so kompliziert, sollte also schnell erledigt sein. Das gehe ich dann als nächstes an.


    Fortsetzung folgt.

  • Hi Claus,


    tolle Sachen machst Du da wieder.


    Tipp: WC Fenster entweder mit weissem SELBSTklebenden Kopierpapier oder KFZ Designfolie - (nicht DCFix = zu steif) auskleiden, blasenfrei festdrücken und die Innenkanten am Objekt mit dem Cutter präzise `rausziehen. Wird richtig gut und exact. Sh. auch als Beispiel in meinem Tröööt "Moritz von der BTB auf Reise" unter Anlagenbau 2 die Bilder mit Wagen, welche WC Fenster haben.

  • Sorry Claus,


    ich schon wieder :pinch: : Die Surface-Funktion könnte doch auch noch ein paar Bretterfugen auf die Sitze zaubern! Oder dauert dann das Rendern länger als der Druck?

    Im Vergleich zu deinen Schraubenköpfen sind deine Gepäcknetze jetzt aber sehr grazil. Ich drück dir die Daumen, dass die auch so aus dem Drucker kommen.

    Die WC-Idee ist sehr gut!

    Viele Grüße aus Südhessen


    Alexander

  • Hi.

    Ja, man könnte auch auf die Sitze Bretterfugen machen. Das Rendern dauert sowieso schon zu lange für meinen Geschmack, dann kommt es auf 30 Minuten mehr oder weniger auch nicht mehr an. Aber ich hatte eher vor, dort Sitzpolster drauf zu machen statt Bretterfugen. Schließlich ist das keine "Museumsbahn", sondern eine Touristen- Attraktion... Die Gepäcknetze kommen übrigens (fast) einwandfrei aus dem Drucker. Lediglich eines der vielen Netze ist nicht 100% sauber geworden. 0.3 mm "Drähte" kann ich drucken. Nur die Stabilität ist minimal. Das wird aber durch den stabilen Rahmen abgemildert...

    Ich muss aber sowieso noch mal ran. Die Position der Sitze ist leider nicht ganz richtig. Ich habe mich um ca 0.5 mm verrechnet. Deswegen stehen die Sitze nicht genau mittig zwischen den Fenstern, sondern der Abstand ist je um 0.5 mm zu klein. Dadurch rutschen die Sitze immer mehr an die Kante der Bereiche zwischen den Fenstern...

    Außerdem ist die "Gewichtsverteilung" nicht gut. Unten ein durchgehendes "Brett" und oben lauter frei in die Höhe ragende schwere Teile. Nach dem Aushärten fängt das Teil leider an sich massiv zu verziehen. Direkt nach dem Aushärten war der Boden noch topfeben. Über Nacht nimmt er immer mehr eine Kugelform an... Entweder muss ich den Boden alleine Drucken und die Sitze einzeln aufkleben oder ich baue oben einen "Himmel" ein, der dann auch gleich die Innenbeleuchtung aufnehmen kann und ich sie nicht "lose" unters Dach kleben muss. Das würde oben eine zusätzliche Verbindung schaffen, die ein so extremes Durchbiegen verhindern müsste...


    Allerdings geht mein Harz zur Neige... Ich überlege mir inzwischen, auf das ABS- LIke Resin umzusteigen. Nur dazu benötige ich eine "Waschanlage", die mit IPO gefüllt werden kann... Dazu sind entweder zusätzliche Bastel- Arbeiten nötig oder eine Investition in eine "Elegoo Merkur" Wasch- und Aushärtekammer (gut 100€)... Daneben bin ich in den nächsten 2 Wochen arg beschäftigt, so das ich kaum Zeit finden werde, mich mit dem für mich neuen Harz und der Verarbeitung zu beschäftigen... Generell scheint mir das ABS- Like Harz eindeutig besser für unsere Zwecke zu sein, als das herkömmliche, wasserwaschbare Harz. Deswegen würde ich es gerne mal versuchen, aber wie gesagt, das ist mit Arbeit und Geldausgeben verbunden...

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