Erfahrungen zum Schneideplotter

  • Moin,

    wer hat Erfahrungen mit Schneideplottern, bzw. welche

    Materialien und bis zu welcher Stärke sind sie schneidbar ?

    Ich denke an "Hausseiten" aus Finnpappe oä.

    Danke vorab für die Infos.

    Gruß aus Oldenburg
    Thorsten

  • Hallo Thorsten,


    eine Bemerkung habe ich noch. Falls Du noch keinen Plotter angeschafft hast, beziehe eine CNC-Fräse in Deine Überlegungen ein. Für unsere Zwecke reicht ein einfaches Modell völlig aus. Oder ein Selbstbau. Ich bin damals ziemlich schnell vom Schneidplotter zur CNC-Fräse gekommen und habe mir eine aus 21mm-Multiplex selbst gebaut. Hört sich schlimmer an als es ist. Die Schiebebühne für den Fiddelyard von Tom z.B. ist schon fast die halbe Fräse.


    Schöne Grüße

    Ulli

  • Hallo Ulli,

    an eine CNC-Fräse habe ich schon gedacht.

    Der Schneiderplotter (Brother DX-Serie) hat den

    Vorteil, daß er auch scannt. Das paßt wunderbar

    zum Vorhaben, Hausseiten einzuscannen und

    auf 1mm Pappe oä. in passendem Maßstab

    auszuschneiden.

    Gruß aus Oldenburg
    Thorsten

  • Hallo Thorsten,


    was ist denn die Vorlage, die du einscannen willst? Geht das nicht mit einem normalen Scanner?


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • wäre ein Laser nicht universeller ?

    Hallo,


    nicht unbedingt - man kann nicht Gravieren, dafür aber Material verarbeiten die sonst auf dem Laser nicht gehen, wie sehr viele Kunststoffe oder Textilien. Außerdem ist ein Laser deutlich teurer und/oder Gesundheitsschädlich.


    Jede Fertigungsmethode hat ihre Stärken und Schwächen - den Schneidplotter kann man ganz gut durch eine CNC-Fräse mit Schleppmesser ersetzen. Da ist die Software aber nicht mehr so kinderleicht wie beim Plotter.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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  • Kleiner Erfahrungsbericht in Stichworte eines Bekannten der RC Modelle baut über Brother ScanNCut DX Serie mit Scan Funktion


    1. Eine CNC Fräse für Karosseriebauten für RC Modelle wird hier für Materialstärken über 3 mm benutzt. Wenn richtig Ausschnitte entstehen müssen, welche eine höre Stabilität erfordern .
    2. Der Hobbyplotter mit Scan Funktion wird für Kunststoffplatten bis einer Stärke von 2-3mm für Aufbauten zum Beispiel bei Schiffsmodelle benutzt .
    3. Dünne Holzplatten bis 3mm sollen auch funktionieren, aber noch nicht getestet.
    4. Über 3mm kann zwar auch benutzt werden ,dann wird aber nur noch geritzt , also wie eine Gravur .
    5. Für Schriftsätze welche aufgeklebt werden, einigt sich solch ein Plotter hervorragend
    6. Die Scan Funktion ist für schnelles einfaches Arbeiten sehr sinnvoll und biete eine tolle Ergänzung.
    7. Es können verschiedene Messer vom Hersteller einfach eingesetzt werden. Auch weiteres Zubehör erhältlich.
    8. Nachteil bei den Brother Geräte ist immer eine Schneidematte ( Haftfolie ) zwingend erforderlich. Der Arbeitsraum ist nicht sehr groß reicht aber für die meisten Zwecke vollkommend aus.
    9. Man muss natürlich damit leben dass es von Modellbauer auch mal Spott gibt , da die Zielgruppe für solch ein Gerät eine andere ist als der Modellbauer .
    10. Wichtig ist ,Geräte können sich ergänzen aber der Modellbauer sollte das Gerät benutzen was für seine Zwecke am besten geeignet ist. Ruhig verschiedene Meinung einholen ,auch wenn es oft dauert eh eine Entscheidung getroffen werden kann . Aber auch der Sprung ins kalte Wasser bringt Erfahrungen mit sich.

    Ein ganz wichtiger Punkt meines Bekannten! , jeder macht für sich selber immer seine eigne Erfahrungen und nicht alle Punkte werden von anderen Modellbauer bejaht. Auch weil die Herangehensweisen oft unterschiedlich ist oder auch Projekte sich unterscheiden. Manchmal ist es sinnvoll sich Alternativen zu suchen , manchmal aber auch nicht.


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • Hallo Thorsten,


    ich habe den (die?) Curio von Silhouette. Kostenpunkt rund 200,- €. Das Ding schneidet u.a. Folien (ach was), Papier/Karton (bei mir bisher bis 300g/m² getestet) sowie Polystyrol bis 0,5mm. Wenn man sich auf "Ritzen&Brechen" beschränkt funktioniert PS auch mit 1mm. Dünnere Hartschaumplatten (Forex o.ä) bis 2mm geht auch (möglicherweise sogar noch mehr), aber: Das Ding hat ein Schleppmesser, das seinem Namen alle Ehre macht: Es wird wirklich nur gezogen und nicht - wie bei den besseren Plottern üblich - vom Gerät "auf Kurs gebracht". Das hat zur Folge, dass Ecken mit zunehmender Materialstärke zusehends unsauber werden und extrem kleine Strukturen damit nicht realisierbar sind. Und in Sachen Präzision kommt das Maschinchen auch bei leichten Materialien nicht an eine (einfache) Fräse ran.

    Die mitgelieferte Software ist in Ordnung, gegen überschaubaren Aufpreis kann man die mit einigen sinnvollen Optionen aufrüsten. Die Zielgruppe ist aber definitiv nicht der Modellbahner - also nicht wundern, falls das Plotterchen plötzlich von anderen Haushaltsmitgliedern für völlig absurde Anwendungen missbraucht wird!

    Es gibt einiges an Zubehör, wovon ich bei Projekten in 1:45 die größere Basisplatte im A4-Format für eine Pflichtanschaffung halte. Man muss also für sinnvolles Arbeiten nochmal rund 60,- € investieren. Auch mitunter ganz praktisch: Der Stifthalter macht aus dem Schneid- einen einfachen Stiftplotter. Wenn man keine Ausdrucke aufs Bauteil kleben will oder kann, lässt sich da so manche Platte mit dem Plotter beschriften, die beim Laser- oder Tintenstrahldrucker partout nicht durch den Papiereinzug passt - oder gleich das Druckwerk durch Wegschmelzen ins Jenseits befördern würde.

    Es gibt die Möglichkeit mit Passermarken zu arbeiten, damit (Aus)Druck und Schnitt bzw. Prägung übereinstimmen, was ich aber noch nicht ausprobiert habe.

    Das Arbeitsgeräusch der Curio ist deutlich, aber die Tonlage finde ich erträglich. Als Lärm kann man es jedenfalls nicht bezeichnen. Es wird auch flott geschnitten und prinzipbedingt müffelt es nicht, gibt keine Spähne oder Staub. Abfackeln kann auch nichts. Man kann so einen Schneidplotter also problemlos in der Wohnung nutzen.

    Viele Grüße aus Südhessen


    Alexander

  • Hallo Hx3,

    ua. möchte ich alte Originalpläne (z.B. Bahnhofsgebäude) einscannen

    und dann Maßstabsgetreu ausschneiden lassen. Die einzelnen

    Gebäudeseiten könnten dann wie "Faller-Häuschen" zusammen

    geklebt werden. Daher die Vorstellung, daß das Brother Gerät mit

    Scanner die bessere Wahl wäre.

    Beim externen scannen wäre die Frage, welches Format speichert

    der Scanner, bzw. wie kann es der Schneideplotter verarbeiten ?!?

    Gruß aus Oldenburg
    Thorsten

  • Hallo Thorsten,


    das ist ein unkonventioneller Ansatz zum Gebäudebau, ich bin gespannt, ob das zum Ziel führt.

    Ich hätte vermutet, dass man die gescannten Pläne am Rechner noch anpassen muss, da beispielsweise die Wandstärken bei einem dreidimensionalen Gebäude berücksichtigt werden müssen. Wie unterscheidet der Plotter Maßlinien von zu schneidenden Kanten?

    Kann man die paar Linien nicht einfach am PC zeichnen? Für das „Durchpausen“ im CAD reicht mir ein lotrechtes Handyfoto.


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Ich befürchte, dass das so nicht gehen wird: beim Scannen bekommst du eine Bitmap (bmp, gif, jpg ...) zum Schneiden brauchst du Pfade (Vektorgrafiken — dxf, cdr, ai ...). Die gescannte Grafik kann als Unterlage zum Nachzeichnen dienen, aber nicht direkt als Steuerdatei fürs Schneiden/Plotten.


    Gruß — Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    Bei den Schneidplottern kannst du eine Zeichnung scannen die der Plotter direkt ausschneidet. Ohne PC, Bitmap oder Pfade. Eigentlich so, wie man Technik erwartet ^^

    Ich fürchte nur, dass das eher für Sterne, Blumen oder Einhörner geeignet ist. Wäre schön, wenn eisenbahner-0 das mal testen würde.


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Einen wunderschönen guten Tag



    Ich habe mal nach einem Video gesucht wo es etwas genauer hervorgeht wie so ein Plotter bei komplexeren Vorlagen arbeitet.

    Nun muss man dies mit etwas Phantasie mit Augen des Modellbauers sehen.





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    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • Hallo Lothar,


    Mit den phantasievollen Augen eines Modellbauers sehe ich da schon einige Unterschiede.



    Ob das mit Gebäudeseiten funktioniert wird zu testen sein.


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Sicherlich wird es grad bei so feinen Details wahrscheinlich gewisse Unterschiede geben.

    Klar ist auch , es gibt immer Techniken welche wesentlich präziser arbeiten.

    Aber das was ich ja schon weiter oben geschrieben hatte ,ist diese Technik eine Ergänzung oder auch in manchen Bereichen eine etwas preiswertere Lösung.

    Zum Beispiel für Aufbauten von RC Schiffe , wo es ja nur um die Form geht und Ausschnitte für Türen , Fenster oder Bullaugen.

    Für mich persönlich würde solch ein Gerät bei der Erstellung von Hauswänden mit Ausschritten für Fenster und Türen in Betracht kommen.

    Alles andere würde sich später bei Tests zeigen ob es für meine Persönliche Ansprüche noch mehr könnte.


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • Hallo,



    meine Erfahrungen mit Schneideplotter sind zweigeteilt. Zum einen bin ich sehr zufrieden mit dem was man damit machen kann, zum anderen bin ich doch mit den vollmundigen Versprechungen was bearbeitbare Materialien betrifft sehr enttäuscht. Ich selbst habe schon etliche Modelle bis hin zur Feldbahn im Maßstab 1:13,3 aus Karton nach Zuschnitt der Teile aus dem selbst erstellten Baukasten gebaut.



    Beispielhaft seien hier zwei erwähnt. Nummer ein ist eine Feldbahnlok im Maßstab 1:13,3 komplett aus Karton gebaut. Leider ist nur noch der bericht für ein englisches Forum bei mir gespeichert. Hier der Link.



    Oder als weiteres Beispiel ein Triebwagen für Gn15 komplett aus Karton. Der Link ist hier.



    Noch ein Beispiel für den Gebäudebau in 1:87 hier



    Bauten aus dicken karton zu schneiden halte ich persönlich nicht für zielführend. Je dicker der Karton umso unsauberer Kanten und Ecken. Aus mehreren Schichten Karteikartenkarton laminieren geht dagegen wunderbar und man kann auch Details wiedergeben wie z.B. bei Triebwagen das Belüftungsgitter für den Motorraum.



    Den Schneideplotter ein Cameo möchte ich nicht mehr missen. r ist für mich ein gutes Instrument um preiswert und schnell Prototypen oderEinzelstücke zu bauen. Zum finalen produkt werde ich jedoch wie schon bei den RC-Modellen meines Sohnes auf Stahl oder Messing zurückgreifen



    Gruß von Schorsch dem Bahnindianer

    Bauvorhaben Spur-0-Anlage leider wegen kommendem Umzug aufgegeben.


    Für alle die mich mit Vornamen ansprechen wollen, der lautet Georg oder wie man bei uns sagt Schorsch.

  • Hallo Schorsch,

    genauso wie Du es in Deinem Gebäudebau beschrieben hast, sehe ich

    die Anwendung für einen Schneideplotter.

    Der Vorteil der Brother dx-Serie liegt m.E. darin, daß sie Vorlagen

    scannen und mehr als 1mm (3mm) schneiden können.

    Wobei ich denke, daß 1mm für Gebäudebau ausreichen sollte und

    Herstellerangaben immer etwas geschönt sind.

    Es ist aber auch kein Problem, eine CAD Zeichnung eines Gebäudes

    zu erstellen und dann ausschneiden zu lassen.

    Gruß aus Oldenburg
    Thorsten

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