Ladegut bei geschlossenen Wagen (GL) - mit Ladetüren

  • Du weißt aber schon, dass man auch nur mit virtuellem Ladegut spielen kann, dass nur in der Phantasie und auf der Wagenkarte vorhanden ist?

    Natürlich kann man das. Für manch einen hat es aber seinen Reiz, den Prozess des Be- und Entladens dort, wo es möglich ist, auch physisch nachzuspielen, und sei es auch nur in angedeuteter Form. In Spur 0 lässt sich da manches umsetzen, was in kleineren Baugrößen nicht so leicht möglich wäre.

    Es grüßt der Freddy

    Ich mache gern Kompromisse. Aber nicht beim Maßstab.

  • Mein lieber Moritz,

    >Hallo Wolli!

    >Mein Kollege hat mich vorhin angeschrieben. Er fragt, welche vorbildgerechte Ladung er in seine Kds von BRAWA einblasen lassen könnte . . .

    >Ich suche weiter :D:D ... nach dem Datum ;);) ..VG, Moritz

    Oh, oh, manche verstehen es einfach nicht: Es geht hier um Stückgut, Kisten, Kartons etc., nicht um "Einblasladungen" ^^

    Nichts für ungut;)
    Wolli

    Gruß, Wolli ---> wünsche allen HP1 !

  • Einen wunderschönen guten Tag


    Irgendwie bin ich grad am Rätseln, es geht doch hier um das Nachbilden von Ladung in einem Gedeckten Güterwagen die man ja nur sieht wenn die Türen geöffnet sind . Richtig!? Dann darf der Wagen nicht durch die Ladung irgendwie in Mitleidenschaft gezogenen werden ( Klebereste ) Richtig!?

    Es ging am Anfang um den Kuba Imperial Richtig!?

    Wenn mich meine zwei Murmeln im Kopf nicht ganz täuschen , wurden damals damit Musiktruhen, Tonmöbel oder Fernseher in Kisten transportiert, wahrscheinlich in der Blütezeit dieser Firma .

    Also können dort doch nur Kisten mit diesen Gerätschaften bei offner Tür gezeigt werden. Bestimmt waren die Wagen auch mit vielen Kisten beladen .

    Also Kisten basteln aus Pappe oder welche im Handel besorgen und dann selber gestalten.

    Dann Wagenboden anfertigen, Kisten stapeln ( natürlich zusammen kleben ) und im Bereich der Türen einsetzen, fertig .

    Bei Wagen mit Stückgut, die waren oft beladen wie eine Wundertüte , mit vielen verschiedenen Dingen.


    Also auch kreativ basteln und da gibt es einen Film mit Marius Müller Westernhagen Aufforderung zum Tanz , da kann man sehr gut sehen wie Stückgutwagen beladen waren. ( tolle Zeit Dokumentation )


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    http://www.hifi-archiv.info/Radio-Werbung/Kuba/index.html


    Ach ja es gab auch mal eine Zeit da wurde auch Getreide in Gedeckte Güterwagen transportiert und über eine Bodenentladung entladen.


    Glmghs Leipzig




    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • Moin!


    der "Kuba Imperial" war für mich nur um zu sagen welchen Wagen ich mein.


    Heute ist es so - nicht überall wo Firma XY drauf steht wird auch XY mit transportiert.


    War es früher denn immer so - nur in Wagen mit der "Kuba Imperial"-Aufschrift wurde auch deren Ware transportiert und dann ging es leer zurück?


    Gruß Jan

  • Moin,


    wenn du nicht weißt, was der Wagen „Kuba Imperial“ transportiert, dann mach doch einfach seine Türen zu, dann sieht man wenigstens nicht, was er nicht oder vielleicht doch transportiert. :D:D


    MfG

  • Jan du machst aus deinen Fragen eine echte Wissenschaft.

    Dazu kann ich ich dir mal eine Geschichte erzählen, ich haben wegen Güterwagen mit der Beschriftung Kaldewei ( Badewannen) recherchiert um dies in Erfahrung zu bringen.

    Ja die Wagen waren ausschließlich für die Firma gedacht und auch für den Transport von deren Produkte , ob für andere Firmen auch benutzt wurden konnte man mir nicht sagen.

    Es gibt da zwar Umläufe für die Wagen Voll und leer zurück, oder auch mit Material zum Hersteller, aber ob es auch Ausnahmen da gab !?


    Bei Kuba, Miele usw war es wohl in den 50/60 Jahre so dass ausschließlich nur deren Güter damit transportiert wurden , war wohl auch ein Aushängeschild für die DB.

    Wir fahren für......

    Aber wie gesagt 100 Prozentig kann ich es trotz Recherche auch nicht sagen ob dass immer so gewesen ist.

    Es gibt ja auch Wagen die auch heute nur für bestimmte Firmen unterwegs sind , Opel , VW , BASF usw.

    Viele dieser fahren in festen Umläufen, da die Teilweise ja Produkte mit Zeit für die Fertigung transportieren.




    Also Jan Modellbahn kann auch ein Spielzeug sein und da ist man kreativ.



    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • Bei Kuba, Miele usw war es wohl in den 50/60 Jahre so dass ausschließlich nur deren Güter damit transportiert wurden , war wohl auch ein Aushängeschild für die DB.

    Wir fahren für......

    jaja, von Nachhaltigkeit hat da noch keiner etwas gehört - ansonsten hätte es keine Leerfahrten gegeben und man hätte vermutich nicht den Rückbau begonnen.


    Jan

  • Hallo,


    aufpassen sollte man bei der Wahl der Beladung, sonst wird man noch angespuckt!

    17700.jpg

    Ausladen von Lamas des Zirkus Hagenbeck im Güterbahnhof von Heidelberg. Nach der Wagenbeschriftung fuhren Lamas, Yaks und Watussi-Rinder in einem Wagen. (13.09.1951) Foto: Walter Hollnagel Slg. Eisenbahnstiftung


    So richtig schlau werde ich aus der Diskussion hier nicht. Man verlädt Güter in gedeckte Wagen damit sie geschützt sind, wor der Witterung, Fahrtwind oder Langfingern, das macht sie meistens unsichtbar. Geöffnete Türen (Spalt oder ganz mit Bretterverhau) kenne ich nur von Bildern mit Tiertransporten. Die armen Viecher durften aber eher nicht hinausschauen um sich oder andere nicht zu verletzen.

    Beim Nachstellen von Ladeszenen oder Zollkontrollen kann man doch das Ladegut doch in den Wagen legen? Wenn der Wagen richtig voll sein soll baut man das Untergestell ab, baut sein Ladegut hinter die Türen (evtl. auf etwas eingeklemmtes Styro oder die beliebten Pappkartons) und setzt alles wieder zusammen?

    Kleber nicht genehm? Magnete vielleicht? Warum nicht lose, hast du eine Achterbahn? ^^


    Jan, das hättest du alles schon lange machen können in der Zeit, die du hier verbracht hast :)


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo jan99,

    jaja, von Nachhaltigkeit hat da noch keiner etwas gehört - ansonsten hätte es keine Leerfahrten gegeben und man hätte vermutich nicht den Rückbau begonnen.

    das ist etwas sehr kurz gedacht, denn Du bedenkst nicht die Rahmenbedingungen, die damals gegolten haben! Dazu unten mehr!

    Ja die Wagen waren ausschließlich für die Firma gedacht und auch für den Transport von deren Produkte , ob für andere Firmen auch benutzt wurden konnte man mir nicht sagen.

    Es gibt da zwar Umläufe für die Wagen Voll und leer zurück, oder auch mit Material zum Hersteller, aber ob es auch Ausnahmen da gab !?


    Bei Kuba, Miele usw war es wohl in den 50/60 Jahre so dass ausschließlich nur deren Güter damit transportiert wurden , war wohl auch ein Aushängeschild für die DB.

    Wir fahren für......

    Die Recherche stimmt, aber das ist nicht nur bei den genannten Firmen so gewesen, sondern das lag an was anderem:


    Güterwagen wurden von der Bundesbahn "bewirtschaftet", denn sie waren "Mangelware", da wurde im Rahmen der Bewirtschaftung sichergestellt, dass die Wagen möglichst wenig leer durch die Gegend fuhren und möglichst alle Kunden, die einen leeren Wagen bestellt hatten, auch diesen rechtzeitig zur Beladung erhielten. Aber das galt nur DB-eigene Wagen und RIV-EUROP-Wagen ausländischer Bahnen, die innerhalb Deutschlands wie eigene Wagen verwendet werden durften.


    Anders war es bei den Privatwagen. Diese wurden nicht von der Bundesbahn verplant, sondern durch den Besitzer. Und wenn ein Privatwagen leer irgendwohin rollen sollte, musste der Besitzer genau wie für den Frachtlauf einen Frachtbrief nutzen und den Wagen mit diesem bei der Güterabfertigung "aufgeben". Die Entscheidung, wohin ein leerer Wagen laufen sollte, traf also der Besitzer und nicht die Bundesbahn. Wenn dieser Besitzer für seinen Privatwagen nur eine Lastrelation hat, dann kann er für den Rückweg Frachten suchen, aber das ist schwierig, wenn sich die Leute, die was verschicken wollen, nur bei der Bundesbahn-Güterabfertigung melden. Die Bundesbahn-Güterabfertigung weiß doch nicht, ob da irgendwo ein leerer Privatwagen rumsteht, der den gleichen Zielbahnhof wie die Fracht des Kunden hat. Die Privatwagen waren also ein eigenständiges Logistik-System neben dem System der öffentlichen Wagen. Ach ja: wenn ein Privatwagen leer auf Bundesbahngleisen rumstand, weil der Besitzer des Wagens keine Verfügung über den Wagen getroffen hatte, dann musste für jeden Tag des Rumstehens ein Standgeld an die Bundesbahn gezahlt werden.


    Es gab auch noch einen "Zwitter" zwischen Privatwagen und Bundesbahnwagen: Die Heimatwagen. Das waren Bundesbahn-Wagen, die aus verkehrlichen Gründen in einem Bundesbahn-Bahnhof beheimatet waren und nach Entladung diesem wieder zuzuführen waren - sie wurden also nicht verwendet, um irgendwo wieder beladen zu werden, sondern mussten leer zum Heimatbahnhof rollen. In Ausnahmefällen wurden diese Heimatwagen aber auch "in Richtung Heimatbahnhof" beladen, aber da diese Wagen für feste Verkehrsrelationen gedacht waren, bedeutete diese Be- und anschließende Entladung, dass die Zuführung zum Heimatbahnhof mindestens zwei Tage länger dauerte. Dabei wurden die Heimatwagen aber für feste Relationen benötigt, so dass diese zwei Tage Verzögerung auch nicht erwünscht waren.


    Was bedeutet das für Dein Modell, Jan? Guck doch mal auf Deinen Wagen: Steht da hinter der Wagennummer ein großes "P" in einem Rechteck? Falls ja, dann ist Dein Wagen ein Privatwagen und der läuft in der Regel die Hälfte seiner Kilometer leer auf den Schienen. Steht da kein "P", dann ist es kein Privatwagen und der wird von der Bundesbahn bewirtschaftet und läuft nach Entladung zur nächsten Beladung. Wenn der Wagen nun wie ein Zirkuswagen bedruckt ist mit irgendeiner Werbung, der Wagen aber kein Privatwagen ist, dann hat die Bundesbahn die Wagenwand als Werbewand vermietet und dieser Wagen fuhr irgendwo in Europa rum und machte Werbung. Diese "bunten" Wagen (auch "Zirkuswagen" genannt, weil sie bunt wie ein Zirkuspferd waren) waren sehr selten, jedenfalls viel seltener als uns die Modellbahnhersteller weismachen wollen...


    Zusammengefasst:

    • Privatwagen hatten in der Regel 50% Leerlauf
    • Bundesbahn-Wagen wurden bewirtschaftet, um den Leerlauf zu minimieren, da wurde schon Nachhaltigkeit gelebt, obwohl es den Begriff noch gar nicht gab
    • Letzteres galt auch für Bundesbahn-Wagen mit Werbung darauf, den sogenannten "Zirkuswagen"


    Was lernen wir daraus? Entweder bemüht sich der Modellbahner um Vorbildtreue und beachtet die Besonderheiten der Privatwagen oder spielt wie er möchte - alles ist möglich, jedenfalls auf der Modellbahn!


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Hallo Freunde im Forum,


    genau genommen wars von den Herstellern doch gemein, in Wagons Schiebetüren zu bauen, die sich auch noch öffnen lassen! Ohne solche Gimmicks wären wir doch nicht in diesem Beitragsbaum gefangen - oder?!


    Da lob' ich mir den aktuellen Packwagen von LENZ, der zwar Schiebetüren hat, die sich jedoch nicht öffnen lassen. Das nenn' ich doch benutzerfreundlich! Da bleibt mir verborgen, was der tatsächlich transportiert, und ich muß mir keine Gedanken machen, was ich da reinstellen könnte, bzw. beim Halt umladen müßte. Spart Geld, und Zeit!


    Was will ich damit sagen: zukleben der verschlossenen Schiebetüren würde das Problem final lösen!


    meint


    der Ciccio

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