Status der Digitaltechnik bei KM1

  • Hallo;


    für mich leider nicht, weil unterm Strich nur negative Erfahrungen damit gemacht. Stichwort Train Control…. damals vor 15 -20 Jahren.


    Und klar, heute könnte es vielleicht besser gelöst werden, hierzu gab es im Forum auch schon diverse Beiträge.


    So brilliant der Vorschlag ist, für mich ist er nichts mehr. Zu viel Lehrgeld bezahlt und zum Fenster rausgeschmissen, leider.

  • so wie sich die Digitaltechnik entwickelt hat, könnte man aus meiner Sicht jede Lok direkt WLAN-Fähig machen und über das Gleis gibt es nur noch den Strom dazu. Konfiguriert würde die Lok über den eingebauten Web-Server. Und für historische Zentralen kann sie ja noch am Gleis "lauschen" ...

    Moin Stefan,

    wie die Informationen in die Fahrzeuge kommen ist eine ganz andere Fragestellung. Es ist auch belanglos, ob sie ihren Strombedarf aus gleichgerichteter Digitalspannung, über pures DC vom Gleis oder gar aus Akkus decken.

    Johan

  • Diese Idee klingt nur vordergründig gut. Wie steuere ich dann die Lok im Block? Weis dann jedes Signal auch welche IP die Lok hat die vor dem Signal anhalten soll? Oder schalten wir dann wieder wie in Analogzeiten Strom ein und aus vor dem Signal???

    WLan in der heutigen Form ist in meinen Augen nur für Einzelfahrer auf einem Heimbrett geeignet.

    Was mache ich mit einer funkgesteuerten Lok im Blockbetrieb auf einer Anlage?


    Ein WLan Router ist kein "Chef" wie eine Digitalzentrale. Der ist nur ein Verteiler von zu.


    lg Franz

  • Hallo.


    Nutzt noch jemand GSM (aka 2G)?

    Du glaubst gar nicht, wie oft hier in der Pampa nur 2G zur Verfügung steht. Und man kann meist sogar froh sein, wenn es wenigstens 2G gibt. Denn oft genug herrscht hier völlige Abwesenheit von Mobilfunknetzen jedweder Art...


    Zu dem Decoder Thema habe ich meine ganz eigene Meinung. ich bevorzuge Loks ganz ohne Decoder. Zum einen sind die in aller Regel erheblich billiger (auch wenn man einen externen Decoder mit einkalkuliert) und zum Anderen bekomme ich dann genau das, was ich haben will. Ich mag z.B. weder Sound noch Dampf in Modell- Loks. Beides ist nicht mehr als eine lächerliche Karikatur dessen, wie es sich beim Vorbild anfühlt. Dafür mehrere 100€ zu bezahlen widerstrebt mir gewaltig. Anständige genormte Schnittstellen für Decoder, Lautsprecher und Dampf- Erzeuger, das wäre das Non Plus Ultra. So könnte sich jeder binnen weniger Minuten die Ausstattung in seine Lok stecken, die er gerne hätte. Der Kunde müsste nicht unzählige Programmer zu Hause bunkern und vor allem nicht für einen Haufen Schrott mit bezahlen, den er gar nicht haben will. Meiner Ansicht nach würde das so gesparte Geld sicher in Form von weiteren Loks oder Wagen zum Hersteller zurück finden oder zumindest würde dann sicherlich mehr Fahrzeuge verkauft werden können, da sich so vielleicht auch die potentiellen Kunden, die keinen Goldesel zu Hause haben, die eine oder andere Lok kaufen, die sie sonst nicht kaufen würden, weil sie nicht können. Wenn ich mir vorstelle, das die Lenz BR 94 1399€ kostet und das "Virtienenmodell", dem eigentlich nur der Motor zu einem funktionsfähigen Modell fehlt, 599€. dann wird mir ganz anders. Selbst wenn man dort einen teuren Faulhaber einbaut, bleibt die Lok dann in "Analog" unter 700€ und damit bei 50% der voll ausgestatteten BR 94. ich muss also 700€, sprich die Hälfte des Kaufpreises, für die "Digitalausstattung" bezahlen, von der ich das allermeiste sowieso nicht haben will und demzufolge auch nie nutzen würde. Das bedeutet, das ich statt zwei Loks nun eventuell nur eine, vermutlich aber eher gar keine Lok kaufe. Wem ist damit gedient? Weder mir noch dem Hersteller.


    Da ich bei 0n30 immer mit "normalen" H0 Decodern auskomme, nutze ich bevorzugt die Train-O-Matic Decoder. Die haben ein unglaublich gutes Preis- Leistungsverhältnis (obwohl sie "Made in EU" sind), . Ein TOM Decoder kostet 18€ und kann es locker mit einem ESU Lokpilot 5 oder einem Lenz Gold aufnehmen. Sowohl von der Ausstattung als auch von der Qualität.

  • Hallo allerseits


    Da kann ich nicht anders, da muss ich deutlich widersprechen. Das Preisbeispiel mit der BR94 ist ein ganz und gar billige Milchmädchenrechnung. Das Vitrinenmodell ist ein Abfallprodukt, das ohne die 1000 anderen Maschinen nicht möglich gewesen wäre. Der wesentliche Kostenanteil ist die Konstruktion und der Formenbau, bei diesem Modell etwa 300 T€. Wir haben bei der Neuauflage der BR64 den Test gemacht. Auf 100 voll ausgestattete Loks kamen noch keine 10 "nackte". Jetzt können Sie mal rechnen.


    be-el

  • Dann steckt einen Motor und eine Decoder- Schnittstelle in die "Abfall-" Lok und versucht es dann noch mal. So ohne Antrieb ist ja auch nicht wirklich was anzufangen mit der Lok. Aber als Analog- Version "zum halben Preis", wäre das zumindest mal als Versuchsballon interessant. Mir fällt da immer als Beispiel Dapol ein. Die verkaufen erheblich mehr "analoge" Loks als "Digitale", denn auch dort kostet die Sound- Version grob das doppelte der Analog- Version. Daran ändert auch das generell deutlich niedrigere Preisniveau auf der Insel nicht viel.

    Außerdem müsste man mal eruieren, ob und wenn ja wie viele der Vitrinen- Loks nachträglich mit Antrieb ausgerüstet worden sind.

  • Einen wunderschönen guten Tag


    Im Spur Null Loks ohne Digitaldecoder anzubieten hört sich immer nach viel preiswerter an , ist es aber nicht.

    Dafür gibt es Gründe, ist auch für den Händler einfacher .

    Was auch ganz gut so ist , den der Gedanke Lok mit Vollausstattung anzubieten hat sich in der Spur Null durchgesetzt.


    Dapol ,ja die machen es , aber der englische Markt tickt ganz anders.


    In H0 gibt es dies auch werden viele sagen , aber da gibt es immer noch eine Menge Analogfahrer , da lohnt es sich auch noch für die Hersteller.



    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • [...]

    Und ich glaube auch, dass sich hier nur ein geringer Teil der zukünftigen Käufer zu Wort melden.

    [...]

    stimmt auffallend...

  • Dann steckt einen Motor und eine Decoder- Schnittstelle in die "Abfall-" Lok und versucht es dann noch mal. So ohne Antrieb ist ja auch nicht wirklich was anzufangen mit der Lok. Aber als Analog- Version "zum halben Preis", wäre das zumindest mal als Versuchsballon interessant.

    Eine analoge Lok mit Beleuchtung und Motor benötigt einen Print, z. B. für den Lichtwechsel. Dieser Print braucht es bei der digitalen Variante nicht. Wenn nun auf 100 digitale Loks 10 analoge kommen, kostet der Print mit Entwicklung mehr als ein Decoder.


    In Spur 0 mit den überschaubaren Stückzahlen muss man als Hersteller so weit wie möglich vereinheitlichen. Die konsequente Digitalisierung ist ein Aspekt dazu.

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