Kohlentender sind stets voll !??

  • Hallo an die Runde,

    nach meinen Beobachtungen sind die Modelltender von Dampflokomotiven (seitens der Hersteller) stets voll beladen dargestellt.


    Beim Vorbild ist dies doch sehr selten zu beobachten, halt im Bw oder bei Fahrtantritt und auf den ersten Kilometern. Mir ist natürlich klar, dass der Raum im Tender für allerhand Decoder, Lautsprecher etc. herhalten muss, aber lässt sich in Spur 0 nicht etwas Platz opfern?


    Ich hätte zwei Ideen:

    a) Die Tender sind etwas geleert, der Heizer muss sich bereits den Schweiß von der Stirn wischen.


    b) der Tender ist leer (oder wie es der Platz zulässt)) und es liegen z.B. zwei Kohleneinsätze bei, einmal voll und einmal teilgefüllt. Dies eröffnet auch Möglichkeiten zur eigenständigen Gestaltung (Kohlenmenge, Größe der Kohlenstücke...)

    Einfache Erkenntnis: Kohlen "auffüllen" geht leichter als Kohlen entfernen...


    Was meint ihr?


    Gruß

    Kallisto

  • Hallo Kalisto,


    Da bin ich voll bei dir....

    Ideal wäre ein Behälter unter dem Kohlekasten (bei Schlepptendern) in den die lose Kohle langsam rutscht, und nach ein paar Modellkilometern ist der Tender dann wirklich leer.

    Ab auf die Schlackengrube und die "verbrauchte" Kohle aus den Katakomben des Tenders loswerden und anschließend neu bekohlen.


    Ich fürchte nur, das scheitert am Platz.....

    Die Mechanik mit einer Art Rüttelblech wäre dagegen vielleicht sogar einfach...


    Gruß

    Matthias

  • Hallo Matthias,

    das wären aber gleich zwei Schritte weiter... Und für Großserienkonsumenten vielleicht auch etwas kompliziert.


    Ich meine bei Märklin H0 gab es mal ein Modell, wo sich der Tenderkohleneinsatz während der Fahrt absenkte. - Na ja...


    Also Prio 1 wäre nach meiner Meinung eine einfache Ausführung, die jeder nach Gusto einfach oder komplexer ausgestalten kann.

    Gruß

    Kallisto

  • Die Kohlefüllung im Tender lässt doch mit etwas bastlerischen Geschick selber anpassen.

    Vorausgesetzt im Tender ist der entsprechende Bauraum vorhanden, um die Kohle an der Entnahmestelle in der Höhe zu reduzieren.

    Bei meinen Messingmodellen lässt sich der Kohleiensatz einfach herausnehmen.

    Somit gibt es schon mal eine Lösung.


    Viel wichtiger wäre für mich ein vorbildgerechter Rahmenvorschuh bei Lokomotiven mit einem Vorlaufgestell.

    Meiner Auffassung nach ist da noch zu viel Luft zwischen Spurkranz und Rahmenvorschuh.

    Zwar wird immer argumentiert dies bräuchte man für den Modellbahnbetrieb.

    Aber wenn eine Steigung / Gefälle / Kuppe an Anfang / Ende richtig ausgerundet wird geht dies schon.


    Gruß

    Lokwilli

  • Piko hat sich der Problematik bei ihrer 50er in Spur G angenommen indem die Kohle während der Fahrt selbstständig absenkt. Sicherlich auch in 0 realisierbar.

    Wäre ich persönlich aber kein Freund von, da ich generell minimalistische elektronische Sonderausstattungen bevorzuge. Wie ich an anderer Stelle bereits schrieb, sind das für mich alles nur zusätzliche Fehlerquellen.

    Da scheiden sich natürlich die Geister.


    Lg Daniel

  • Hallo,


    warum immer auf den/die Hersteller verweisen. Einerseits wird doch auf betriebsssichere Funktion geachtet und dann solche Gimmicks gefordert.


    Da sollten sich doch die Besitzer solche Modelle mal selbst darum kümmern, vielleicht werden sie dann schnell solher Forderrungen abschwören.


    Naja, wenn der entsprechende Preis dafür bezahlt wird, ist es mir "wurscht".

    Grüße aus Lappersdorf (bei Regensburg)


    Heinz ;)

  • Hallo

    Das ist immer eine Gratwanderung was mache ich richtig,bei Mir fahren jeweils die Hälfte mit gefüllten Kohlebehälter,die anderen mit halbgefüllten Kohlebehälter.Was ich schlimmer finde ,wenn der Führerstand ohne Lokpersonal bestückt ist.



    Dietmar

  • Moinsen!


    Laßt das mal nicht den MOROP lesen, sonst gibt es bald eine Tenderfüllungsnorm.

    Ach herrje, die gibt es gar nicht? :huh:

    Wie sollen wir denn da ernsthaft unser Hobby betreiben können? Ich bin entsetzt ...



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Moin,

    ...und immer schön die max. Achslast beachten! ;(

    Mal ohne Quatsch, dass sollte sich doch zumindest bei Schlepptenderloks recht einfach realisieren lassen, da wir ja nicht in H0 unterwegs sind, wo jeder Millimeter mit Balast ausgefüllt ist.

    Bei der aktuellen 56 lässt sich der Einsatz rausnehmen, wenn ich richtig gesehen habe. Da könnte man den Füllstand etwas absenken.

    Ich bin als DR Fahrer besser dran, grundsätzlich brauche ich Aufsätze für mehr Kohle ...


    Gruss, Dirk

  • Hallo

    Auch bei der DR wurde der Kohlekastenaufbau mit Blech gefertigt,nicht nur mit Holz.Das besondere bei Ausstellungen wenn eine Lok mit halben Kohlebehälter wieder auftaucht,muß man nur in die Gesichter schauen.



    Dietmar

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