Fahrpulte und Führerstände

  • Hallo,


    aus aktuellem Anlass habe ich mal eine Anleitung für die Bedienung des neuen Z21 App Führerstandes (ETA 150) verfasst.


    Hallo an alle Fahrpult-Begeisterte,


    ja, das Fahren einer Modell-Lok mit einem Fahrpult anstelle des gewohnten Handreglers erfordert schon ein wenig Übung. Hierbei beziehe ich mich erst mal nur auf die Z21 App mit den photorealistischen Führerständen.

    Später zu anderen Möglichkeiten vielleicht mal mehr.


    Derzeit haben wir mit der Z21 App 9 Führerstände am Start. 2 weitere stehen noch aus, die Roco 2020 als Neuheit angekündigt hat. Von den „3 Neuen“ wurde aktuell im Mai 2021 jetzt der ETA 150 Akkutriebwagen Führerstand veröffentlicht.

    In Summe sollen das dann erst mal 11 Führerstände werden.


    Mit dem ETA 150 hat Roco sich was besonderes einfallen lassen. Die Bedienung ist schon etwas komplexer als bei den meisten anderen. Daher will ich das hierzu mal etwas genauer unter die Lupe nehmen.


    - Zuvor kommt aber erst mal das Verständnis über die richtige Bedienung. Dazu sollte man sich schon die Zeit nehmen, das pdf oben rechts in der Kopfzeile des Führerstandes mal zu lesen.


    - Dann kommt die Experimentier-Phase: Erst mal alles ausprobieren. Dabei kann es sein, dass sich schnell Frust einstellt, weil die Lok nicht so will, wie man das selbst erwartet und denkt dann, das funktioniert ja gar nicht richtig. Weshalb? Weil man doch die Erwartung hat, dass es so gehen sollte, wie mit einem Dreh- oder Schieberegler am gewohnten Handregler. Tut es aber nicht!


    - Dann kommt die Grübel-Phase, es muss doch gehen….


    - Und siehe da, plötzlich bekommt man es gut hin und kann sogar auch punktgenau fahren. Eine Bereicherung. Der ‚Realitäts-Nah-Faktor‘ steigt. Und es bringt Spaß.


    Tipp: Ich benutze einen langen dünne Stift mit Gummikappe am Ende, den ich statt der Fingerbedienung verwende. Ist präziser und schmiert nicht auf dem Display rum.


    Schritte:

    1. Die Abdeckung des Führerstandtisches, die als 2-teiliges Holzrollo mit Blechklappe für den Fahrhebel ausgeführt ist, durch Hochschieben öffnen.


    2. Motor über den Fahrhebel in Stellung 0 oder über die F 3 Taste beim VT 98 Lenz unten in der Fußzeile einschalten. Evtl. Webasto Standheizung einschalten über F13.


    3. Jetzt den Bremshebel rechts etwas zu sich hinziehen und dann in die Position bringen, sodass in der Druckluftanzeige 5 bar erreicht werden (lösen). Also nicht bis zum Anschlag von einem weg bewegen, das ist dann die Schnellbremsung, die Bremsluft in der Hauptluftleitung geht dann auf 0 bar.


    4. Türen öffnen, weißer Druckschalter für die entsprechende Türseite. Der gelbe Leuchtmelder geht an.


    5. Zug abfertigen, Ansage.


    6. Türen schließen mit rotem Druckschalter, der gelbe Leuchtmelder geht aus.


    7. Abfahrts-Pfiff


    8. Fahrhebel jetzt vorsichtig von 0 auf Stufe 1 legen. Die Anzeige des aktuellen Ampereverbrauchs (linke Anzeige, Fahrstromanzeige, ca. 450 A) geht hoch, die Widerstandsleuchte leuchtet. Dann auf Stufe 2 schalten, Widerstandslampe bleibt an, Ampereanzeige geht hoch, nach kurzem Moment geht die W-Lampe aus, der gelbe Amperepfeil geht runter. Ab jetzt kann man erst eine Stufe hochschalten und so weiter… Es sind dann insgesamt ca. 7 gerasterte Fahrstufen.

    Warnleuchte mit dem weißen Widerstandssymbol „W“. Diese leuchtet, solange bis die Höchstgeschwindigkeit für die gewählte Fahrstufe erreicht ist. Erst wenn die Leuchte wieder erlischt, sollte man in die nächste Fahrstufe hochschalten. Ausnahme ist Fahrstufe 1: Hier bleibt die Leuchte immer aktiv.


    9. Gebremst wird mit dem Bremsventil rechts. Der Fahrhebel kann zurückgenommen werden, muss aber nicht. Nimmt man den Fahrhebel zurück auf Stufe AUS, dann bremst der VT automatisch ohne Bedienung des Bremshebels. Legt man ihn auf Stufe 0, fährt der VT im Leerlauf bis er ausgerollt hat und stehen bleibt.


    10. Schaltet man den Fahrhebel im Stand in die Mittelstellung „AUS“, dann gehen die Ampereanzeigen (gelbe Pfeile) auf Null. Der Motor geht aus.


    11. Rückwärts fahren im Betriebszustand Vorausrichtung: Fahrhebel auf 1 od. 2 rückwärts legen, dann fährt der VT langsam rückwärts. Ist nur für das Rangieren gedacht, kurzes Zurücksetzen. Der Tf wechselt dabei nicht den Führerstand.


    12. Will man die Rückfahrt antreten, muss der Führerstand gewechselt werden. Dazu den Fahrhebel in die „0 Position“ rückwärts bringen, ein blaulila farbiges Symol (Wechsel-Symbol) öffnet sich links neben dem Fahrhebel mit zwei Pfeilen, darauf drücken. Dann schließen sich automatisch die beiden Holzrollos und öffen sich automatisch wieder im anderen Führerstand. Man hat somit die Triebfahrzeugseite gewechselt. Der Motorsound geht dann dabei aus. Der Fahrhebel ist dann in „AUS“ Position. Der Bremshebel ist dann in Lösen-Poition. Den Fahrhebel in 0 Position vorwärts legen oder mit F3 den Sound zuschalten. WICHTIG: BREMSHEBEL muss jetzt bewegt wegen, es müssen 5 bar an der Bremluftleitung in der Anzeige anstehen. Sonst geht gar nichts.

    Tipp: Wenn die Webasto Standheizung an ist, bleibt ein typisches Geräusch an. Somit ist er soundmäßig dann nicht ganz aus, wen das stören sollte.

    Und nun geht das Spiel von vorne los.

    Die Fahrtlichter lassen sich auch über die Wippschalter ein- und ausschalten, 3 Stück zeigen dann zusammen-hängend nach unten, wenn eingeschaltet.


    Bemerkungen:

    - Es ist auch wunderbar, dass man aus seiner Fotobibliothek Bilder seiner Anlage als Hintergrund verwenden kann. Nur die Positionierung hakelt für mein Empfinden noch etwas. Sollten wir alle an Roco mitteilen, bei denen das auch hakelt. Vor etlichen Jahren hatte ich Roco bereits darum gebeten, einen Führertand eines VT 95 oder VT 98 zu entwickeln. So ganz hat das nicht geklappt, es wurde jetzt halt ein Akku-Triebwagen anstelle des Dieseltriebwagens. Aber immerhin schon mal ein Triebwagen. Kann ich mit leben. Aber die Mitteilungen als Feedback sind wichtig.


    - Zum Üben ist es empfehlenswert, wenn man eine Rundstrecke hat. Punkt zu Punkt Anlagen mit ca. 6 m Länge bieten nicht den Auslauf durch alle Fahrstufen.


    - Sehr schön sind die Schaltgeräusche, wenn hochgeschaltet wird.


    - Und klar: Der VT 98 ist kein Akkutriebwagen. Trotzdem lässt er sich damit steuern.


    Unterm Strich: Eine coole Sache, belebt den Fahrspaß ungemein. Der VT98 setzt sich sehr langsam in Bewegung und das Aufschalten im unteren Bereich geht geschwindigkeitsbezogen langsam voran. In echt wird er wahrscheinlich flotter in Bewegung zu setzen gewesen sein, wie ich mich erinnere.

    Aber es ist ja auch ein AkkuTriebwagen-Führerstand, kein Diesel-VT Führerstand. Ob sich der Effekt ändert, wenn man an CV 2 und CV 3 rumspielt, habe ich (noch) nicht ausprobiert.


    Viel Spaß beim Ausprobieren und vor allem Freude beim Fahren wie ein Tf.


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    Gruß
    bahnboss :thumbup:^^ :thumbup:

    Edited 7 times, last by bahnboss ().

  • bahnboss

    Changed the title of the thread from “Fahrpulte” to “Fahrpulte und Führerstände”.
  • Hallo,


    Angeregt durch bahnboss (siehe oben) habe ich die MausZumQuadrat bestellt, ausprobiert und zusammen mit der WLANmaus in ein Gehäuse aus einfach zu beschaffenden Komponenten eingebaut.



    Bei StillerTec ist die MausZumQuadrat auch mit einem anderen Gehäuse als Fertiggerät (ohne WLANmaus) erhältlich. Die Modifikation der Maus kann auch für die kabelgebundene MultiMaus erfolgen.


    Mein Gehäuse habe ich um ein "Gerüst" herumgebaut, welches Reichelt liefert. Die Gehäusekomponenten bestehen aus einer Keystone Wandhalterung (Delock 43303) und einer Kabeldurchführung (Delock 66287). Diese Teile werden mittels M6 Schrauben verbunden.



    Da die Maße jetzt bekannt sind, würde ich M6-Gewindestangen verwenden. Damit auch die WLANmaus in das Gehäuse passt, sind vier Gewindestangen mit jeweils ca. 140 mm Länge erforderlich. Die Bedienelemente sind mit dem "Gerüst" fest verschraubt. Vorn wird die Bedienelementplatte durch 45mm lange M3 Abstandsbolzen gestützt. Rückwärtig habe ich einen L-Winkel aus einer Kunststoffleiste (20 x 30 x 3 mm) mit der Komponente Kabeldurchführung verschraubt. Die Gerätefüße sind ebenfalls aus dieser Kunststoffleiste gefertigt, da der Fahrhebel nach unten Bauraum benötigt und so der Abstand zur Auflagefläche erreicht wird. Die WLANmaus ist lediglich eingeklemmt.


    Die MausZumQuadrat besitzt drei Bedienelemente:


    Fahrhebel

    Als vorbildorientiertes Feature sind beim Zurücknehmen des Hebels zwei fühlbare Stellungen vorhanden. Zunächst wird die Stellung der kleinsten Fahrstufe erreicht. Mit dem weiteren zurückziehen wird die Hürde überwunden und die Fahrstufe Null ist erreicht. Zweckmäßig ist die Einstellung der WLAN-Maus mit der Display-Ausgabe der jeweiligen Fahrstufe.


    Richtungsschalter

    Der Schalter besitzt drei Stellungen, Vorwärts, Null und Rückwärts. In der Nullstellung ist der Fahrhebel ohne Wirkung. Eine fahrende Lok stoppt mit dem Bewegen des Richtungsstellers auf null. Wird der Richtungssteller weiterbewegt, fährt die Lok in der Gegenrichtung ohne Bewegen des Fahrhebels. Das Verhalten ist für den Rangierbetrieb nützlich.

    Das Umschalten des Richtungsschalters mit Fahrhebelstellung null kann eine geringe Bewegung der Lok 2 bis 5 mm bewirken. Die Decoder verhalten sich hier unterschiedlich, manche Loks reagieren nicht. Durch die Anpassung von CVs (z.B. CV2) lässt sich die Bewegung abstellen.


    Lichttaste

    Die Lichttaste dient zur Unterstützung der realen Lichteinstellung in Abhängigkeit der Einstellung des Richtungsschalters. Um das korrekte Front- und Rücklicht einzuschalten muss die Lok nicht mehr kurz anfahren. In der Regel genügt das Umlegen des Richtungsschalters, Lokdecoder reagieren jedoch unterschiedlich. Mit einem kurzen Tastendruck schaltet das Licht korrekt um, ohne dass der Fahrhebel bewegt wird.



    Mit dem Anstecken der MausZumQuadrat ist der Drehknopf der WLANmaus bzw. der MultiMaus außer Funktion, alle anderen Funktionen bleiben erhalten. Das StillerTec Fahrpult ist mit der WLANmaus mobil, das Fahrzeug wird beobachtet, die Hand kann beim Fahren am Hebel bleiben. Mir gefällt besonders die Eindeutigkeit der Bedienung. Die einfache Bedienung der meisten Fahrregler erfüllt dies nicht, denn das Drehen in dieselbe Richtung kann sowohl Verzögern als auch Beschleunigen bedeuten.


    Weil es zu diesem Thema passt, noch ein Hinweis zum Update 1.09 der WLANmaus. Der Richtungswechsel bei dem Stillstand der Lok ist ohne kurze Lokbewegung möglich, wenn die Shift-Taste während des Richtungswechsels mit dem Drehknopf gedrückt bleibt.


    Die Gehäuseplatten bestehen aus Baumarktmaterial, 3 mm hobby color Platten der Firma Guttagliss. Die Platten sind in mehreren Farben erhältlich, biegsam und leicht zu bearbeiten. Die Bedienelemente sind mit dem "Gerüst" verschraubt und deshalb unnachgiebig.


    Besser als der gerade Stiftstecker wäre ein gewinkelter Stecker, dann schaut vorn kein störendes Kabel heraus. Mit zwei M3-Ösenschrauben links und rechts ließe sich das Gerät auch zum Umhängen einrichten. Ggf. ist noch ein Haken für das Einhängen in den Gürtel zweckmäßig.


    Das Fahrpult MausZumQuadrat ist ein weiterer Zwischenschritt zu einem Fahrpult mit einem Bremshebel. Dies habe ich 2018 im SNM-Beitrag Heft 33 dargelegt, siehe auch

    forum.spurnull-magazin.de/thread/17863-fahrpult-am-x-bus



    Viele Grüße

    Fritz

  • Hallöchen,


    aus aktuellem Anlass will ich mal kurz darstellen, wie das Fahren mit Führerständen bereichert werden kann.

    Wenn man die passende Lok zum entsprechenden Führerstand verwendet, erhöht sich der gefühlte Spielspaß gleich noch mal.


    Wer genau hinsieht, erkennt, dass am Fahrhebel der dicke Knebel rechts gerade leuchtet, also weiß dargestellt ist. Das heißt, die Lok-Pfeife habe ich gerade betätigt.

    Das Fahren erfolgt mit dem Fahrhebel, das Bremsen mit der E-Bremse (Fahrhebel zu sich hin ziehen), der Wagenbremse links obere Hebelarmatur oder in Lok-Alleinfahrt mit der Lokbremse darunter.

    Das funktioniert alles, auch die Zuordnung der Funktionen zu den vorgesehenen Hebeln bringt dann Spaß, weil man die richtigen Schalter dann bedient.

    Man muss das am besten selbst mal ausprobieren, ist schon eine coole Sache und erhöht den Fahrspaß ungemein.

    Ich verstehe es eben als Variante der Lokbedienung. Manchmal habe ich ein richtiges Bedürfnis danach, die Lok damit zu steuern, weil es dem Original halt näher kommt.


    re66fhrerstand04ksn.jpg

  • Hallo,


    wie sieht es bei Euch so aus?


    Im Bereich der Modelle jagen wir im allgemeinen jeder Detailtreue hinterher. Beispiele gibt es zu Hauf.


    Wehe dem, da ist ein Detail nicht hundertprozentig dargestellt bzw. umgesetzt worden.


    Im Bereich des Steuerns kann ich diese Beobachtung nicht machen. Da wird mit Fredys, Einfach-Handreglern und möglichst günstigen Digitalkomponenten gefahren.

    Eigentlich komisch, denn auch eine echte Lok muss erst aufgerüstet werden und die Bedienung erfolgt mit Fahrstufenschaltern und Bremshebeln bzw. Reglerhebeln und separaten Bremsen.

    Eigentlich müssten wir doch eine “Batterie” von Fahrpulten an der Anlage stehen haben, ein E-Lok Fahrpult (modern-Drehstrom + klassisch mit Handrad als Stufenschalter), ein Diesel-Fahrpult und natürlich ein Pult, das einem Dampflokpult nachempfunden ist.


    Ich bin eigentlich etwas verwundert, dass sich in der gesamten Branche spur-übergreifend nur mit “Spielhandreglern” vergnügt wird. Selbst in den Fachzeitschriften ist dies im allgemeinen so gut wie kein Thema und noch nicht entdeckt worden.


    Eine neue Tummelwiese für Digitalhersteller, wie ich finde. Haben die aber noch gar nicht entdeckt, oder?


    Und: Ich selbst habe zum Beispiel auch richtig Spaß daran, eine Lok so in Betrieb zu nehmen, als ob es eine echte Lok wäre. Bei E-Loks ist es ganz einfach zu verstehen, da gibt es eine Reihenfolge von Bedienschritten, die halt im Modell auch Sinn geben und möglichst eingehalten werden sollten, Führerstandslicht einschalten, Maschinenraumbeleuchtung an, Hauptlufthähne öffnen, Panto aufbügeln, Hauptschalter reinnehmen, Trafoölpumpe, Fahrtlichter einschalten, Lüfter, mit Kompressoren Luftleitungen füllen, etc…

    Und dann Fahren mit den Steuerhebeln einer entsprechenden Lok…..


    Die Maus zum Quadrat ist ein erster Schritt dahin. Und die fotorealistischen Führerstände der Z21….

  • Hallo bahnboss,


    für manche Anlagen (adW, wie z.B. meine momentane) wäre ein fest installiertes Fahrpult unpraktisch, da ich mit dem Zug mitgehen muss (um Weichen zu stellen - alle handgestellt - oder zu entkuppeln). Die Maus zum Quadrat könnte zwar in einer Art Bauchladen eingebaut werden, ähnlich einer Funksteuerung im Original (das wäre schon mal was), würde aber nur mit Funkübertragung Sinn machen, die ich für das Lenz-System nicht habe (arbeitet diese Maus auch mit den alten Funk-Systemen (nicht Wlan!) von Roco zusammen?).

    In den USA gibt es einen (natürlich für US-Dieselloks vorgesehenen) recht kleinen Funkhandregler, der die wichtigsten Betriebsschalter etc. nachbildet (u.a. Fahrstufenschalter, Licht, Glocke etc.), aber in Europa (auf Grund der CE-Bestimmungen) wohl nie erhältlich sein wird. Etwas ähnliches könnte ich mir auch für Deutschland von einem hiesigen Hersteller vorstellen. Es heißt ProtoThrottle und hier sieht man seine Benutzung:

    ProtoThrottle im Betrieb


    Die restlichen "Vorbereitungsschritte", die du genannt hast, wären mir zum Spielen dann doch zu viel, aber das soll schließlich jeder halten, wie er es will (die Amerikaner kopieren z.B. auch den umfangreichen Schriftverkehr verschiedener Streckenkontrollarten zwischen Fahrdienstleiter (Dispatcher), Operator (z.B. Stellwerk) und Lokführer).


    Mich würde ein prototypähnlicher Fahrregler jedenfalls sehr interessieren.


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad (H0) und Laclede Timber & Coal (0n30)

  • Die Maus zum Quadrat könnte zwar in einer Art Bauchladen eingebaut werden, ähnlich einer Funksteuerung im Original (das wäre schon mal was), würde aber nur mit Funkübertragung Sinn machen, die ich für das Lenz-System nicht habe (arbeitet diese Maus auch mit den alten Funk-Systemen (nicht Wlan!) von Roco zusammen?).

    Hallo Utz,


    Genau das mit dem Bauchladen bietet die "Maus zum Quadrat" auch an. Die Überlegung ist also bereits geklärt.


    DIe "Maus zum Quadrat" funktioniert drahtlos, solange Du ein XpressNet verwendest und dabei die Roco WLAN MultiMaus verwendet wird. Somit kannst Du Dich in dieser Kombination frei bewegen.

    Mit dem MD XP Multi Baustein als Übersetzer kannst Du die Kombination dann auch drahtlos an der Lenz LZV betreiben, weil das Funkmodul ja in der schwarzen WLAN Multimaus verbaut ist. Das MD XP Multi macht dann die Anbindung an die Lenz LZV 100 oder 200 Zentrale.

    Wenn Du die Z21 als Zentrale nutzt, brauchst Du keinen MD XP Multi.

    Wenn Du ZIMO als Zentrale nutzt, auch nicht. Auch da würde das drahtlos mit der WLAN Roco Multimaus funktionieren, weil die Roco WLAN Multimaus mit der ZIMO MX 10 drahtlos kommunizieren kann.


    DIe rote Roco Multimaus mit Kabel kann man auch benutzen, wenn einen das Kabel nicht stört, das dann in die Buchse an der Zentrale (expressNet) einzustecken ist.


    Ich finde es schon auffällig, dass sich hier kein Hersteller spurübergreifend der Thematik angenommen hat und das Thema aufgegriffen hat.

    Uhlenbrock hat sein Fahrpult vor Jahren aus dem Markt genommen, dieses ließ sich aber leider auch nur am LocoNet betreiben.


    Das ProtoThrottle im Betrieb kannte ich noch nicht, daher besten Dank für die Erweiterung. Ja, so ähnlich könnte das Prinzip sein.

  • Hallo,


    also ich finde so ein mobiles Fahrpult muss über WLAN an eine Zentrale angebunden werden, zum Beispiel Digikeijs DR5000 oder Z21 und damit offen für die Protokolle Loconet und Xpressnet sein.

  • Hallo zusammen,


    ich sehe so wie UtzRK : Ich bin gern auf der Höhe der Lok, auch zum Kuppeln. Schon ein Handregler am Draht kann dabei stören, meine Funk-Daisy schätze ich da sehr. Bliebe, wenn man nah am Vorbild bleiben will, nur der Rangierer-Bauchladen, der beim Vorbild nur für Rangierfahrten zulässig ist und eher zu den neueren Epochen passt.

    Das Vorbild hat aber ganz andere Anforderungen, welche Funktionen könnt ihr an den Modellloks denn nachbilden und kann man mit so einem Bauladen überhaupt im Modell sinnvoll fahren?


    Die Lösung von Roco ist eigentlich nur mit einem Kamerabild sinnvoll?


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo Freunde im Forum,


    so ein 'Rangierer-Kastl' wie von H3x oben gezeigt, fände ich schon neckisch! Alleine weil man zwei Hände frei hat.


    Auch wenn manche Schalter nicht wie in der Realität ausgeführt werden könnten, wärs doch was, was man sich anlachen könnte.


    In der Realität funktionieren die gut. Na ja, abhängig vom jeweiligen Rangierer, der 'Umfangsmäßig' die Gurte anpassen muß ... :)


    LG vom Ciccio

  • DIe "Maus zum Quadrat" funktioniert drahtlos, solange Du ein XpressNet verwendest und dabei die Roco WLAN MultiMaus verwendet wird. Somit kannst Du Dich in dieser Kombination frei bewegen.

    Hallo Bahnboss,


    und damit fällt die Maus zum Quadrat für mich leider flach, denn ich habe eben nicht die WLAN-Maus sondern die alte blaue Funkmaus. Aber danke für die Klärung.


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad (H0) und Laclede Timber & Coal (0n30)

  • Hallo Utz,


    Deine Vermutung könnte richtig sein. Wenn Du die alte blaue Funkmaus hast und meinst, die ja auch einen eigenen Namen hat(te) und als multiMauspro (10812) bezeichnet wird, wird sie dafür nicht zu verwenden sein, wenngleich sie auch am ExpressNet arbeitet. Aber die Funk-Verbindung wurde auf Basis der 2,4 GHz Frequenz hergestellt, also nicht WLAN.

    Korrektur am 01.07.2021: Meine Vermutung ist offensichtlich falsch. Auch die blaue MultiMauspro könnte umgebaut werden von StillerTec, wahrscheinlich genauso wie die rote und schwarze Multimaus.


    Roco hat die Zentrale multiZentralepro (10830) mit der blauen multiMauspro ca. 2010 in den Markt gebracht und in Folge späterer Entwicklungen die Produktion dann vor Jahren bereits eingestellt.


    Inwieweit es jetzt irgendwelche Signalübersetzer geben könnte, entzieht sich meiner Kenntnis. Also vom 2,4 GHz Band in ein WLAN Signal. Dürfte - wenn überhaupt - nicht ganz einfach sein und sich nach meinem Verständnis wahrscheinlich gänzlich ausschliessen.

    Korrektur am 01.07.2021: Dieser letzte Absatz von mir ist falsch. Also bitte nicht weiter beachten. Ich lösche ihn nicht, damit man den Fortgang der Beiträge und Diskussionen nachverfolgen kann. Die blaue MultiMauspro mit der dazugehörigen multiZentralepro benötigt keine Signalübersetzer!

    Gruß
    bahnboss :thumbup:^^ :thumbup:

    Edited 2 times, last by bahnboss ().

  • KORREKTUR ZU BEITRAG 12


    Hallo Utz,


    ich glaube - ich habe mich jetzt selbst bei meiner Antwort oben - völlig verrannt.


    Du kannst die blaue MultiMauspro auch mit dem „MauszumQuadrat“ betreiben.


    Die Funkübertragung ist dabei egal, solange Du Deine multiZentralepro(10830) verwendest. Egal, ob mit WLAN, 2,4 Ghz oder 433 MHz oder Bluetooth, die Übertragung wird bei der „MauszumQuadrat“ nicht verändert und spielt keine Rolle bei dem Fahrpult von Herrn Stiller.


    Am besten, Du wendest Dich direkt an www. fahrpult.com


    Sorry für die falsche Auskunft in meinem Beitrag 12.

    Gruß
    bahnboss :thumbup:^^ :thumbup:

    Edited 2 times, last by bahnboss ().

  • Und es geht weiter…


    hier schon mal der neueste Entwurf der “MausZumQuadrat”.


    img_20210630_1921391plk85.jpeg


    - Pult in schwarzer Farbe

    - das Pultgehäuse ist kleiner geworden

    - die Bedienelemente sind jetzt näher zusammen

    - die Frontplatte kann abgeschraubt werden uns somit könnte man sie auch auf ein

      anderes Pult aufschrauben oder integrieren.

    - das Kabel steht jetzt nicht mehr vorne über, sondern verschwindet direkt im Pult.


    Alles in allem: so gefällt es mir deutlich besser. Ich finde, die Entwicklung kann sich sehen lassen.


    Meines werde ich dann nach dem Urlaub Ende Juli / Anfang August erhalten. Melde mich dann wieder.


    Die rote Multimaus kann natürlich auch durch die schwarze WLAN MultiMaus ersetzt werden, beide gehen.

    Selbst die blaue MultiMauspro könnte voraussichtlich entsprechend umgebaut werden.


    Wenn Utz (UtzRK) , siehe Beitrag #11 und davor, seine blaue MultiMauspro mal öffnen würde und vom Innenleben ein Foto an christian.stiller(at)stillertec.com schicken würde, könnte das schnell geklärt werden.


    Die-MausZumQuadrat

    Gruß
    bahnboss :thumbup:^^ :thumbup:

    Edited 4 times, last by bahnboss ().

  • Hallo Bahnboss,

    ich würde die Maus ja gerne öffnen, aber wie? Ich will sie ja nicht kaputt machen.

    Die Schraube hinten (unter der Öffnung zum Aufhängen) habe ich rausgedreht, kann jetzt auch die Mitte leicht anheben, aber der Rest sitzt fest. Wie geht es weiter?


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad (H0) und Laclede Timber & Coal (0n30)

  • Hallo zusammen,

    das von Bahnboss gestartete Thema finde ich sehr spannend. Gibt es doch vielerlei Möglichkeiten und Vorlieben, Loks und Züge zu steuern.


    Meinen eher bescheidenen Low-Tec-Part möchte ich auch dazu beitragen: Für dieses "Führerstands-Feeling" nehme ich meine Digitrax-Zentrale DCS51. Diese bietet mir einen Regler für die Geschwindigkeit und einen Schalter für Vorwärts - Bremsen - Rückwärts. Alle Funktionen der Lok werden mit den Drucktasten gesteuert.

    Für mich ist das schon ein "Führerstands-Feeling". Das kommt natürlich nicht an die hier schon gezeigten High-Tec-Teile ran.




    Gruß Rainer

  • Hallo Rainer,


    ja, prima, Digitrax ist bei diesem Thema schon viele Jahre vorangegangen. Der Weg ist da auch schon mal eingeschlagen worden, wenngleich halt noch etwas “modellbahnhaft”.


    Würde es DCC nicht geben, wäre ich wahrscheinlich auch bei den Amis mit Digitrax gelandet.


    In der “Schatzkiste” über die verschiedenen Varianten, die es gibt bzw. mal gegeben hat, sieht es grundsätzlich interessant aus. Eine Kleingruppe um “bremsprüfer” hat die mal zusammengetragen.


    Zu einem späteren Zeitpunkt dazu sicher mal mehr.

  • Hallöchen,


    und hier schon mit Tragegurt und Erklärung:

    Im nächsten Monat werde ich Euch mal meinen Betrieb damit zeigen.


    Die Multimaus wird zum einen zur Auswahl der Lokomotive benötigt (Adresseingabe), die Funktionstasten können ganz normal bedient werden. Der Drehregler ist dann ohne Funktion.

    Wird die WLAN Multimaus entfernt, kann sie wieder normal mit Drehregler benutzt werden. Das gleiche gilt natürlich auch für die rote Multimaus.

    Gefahren und gebremst wird in dieser Kombination mit dem grossen stufenlosen Fahrhebel mit Nullstellungshürde.

    Die Richtung der Lok wird über den Richtungswendeschalter geändert.


    Da das ganze umgehängt werden kann, sind die Hände frei, wenn man händisch kuppeln will und vor allem, somit ist man mobil und kann sich frei an seiner Anlage bewegen.


    mzqtogo2m1ckei.jpeg


    mzqtogobeschr2mykjki.jpeg

  • Hallo Utz,


    hier findest Du eine bebilderte Anleitung zum Öffnen Deiner blauen MultiMauspro:


    https://www.fahrpult.com/gallery/Anleitung%20MausUmbau.pdf


    Sieh selbst, geht ganz einfach (hoffe ich für Dich). Das Öffnen der schwarzen WLAN MM dürfte genauso funktionieren wie bei Deiner blauen…

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