Hack Brücken

  • N Abend,


    Mario, die Brücke misst stolze 75cm und macht damit schön was her. Sie lässt sich sicherlich sowohl kürzen als auch verlängern um ca 1/3. Das wäre dann ein ganzer Meter Brücke ;)


    Gruss, Dirk

  • N Abend,


    Mario, die Brücke misst stolze 75cm und macht damit schön was her. Sie lässt sich sicherlich sowohl kürzen als auch verlängern um ca 1/3. Das wäre dann ein ganzer Meter Brücke ;)


    Gruss, Dirk

    Hallo Dirk,


    die 75 cm brauche ich auch für meine Kanal-Radweg-Überquerung. Gefallen tut mir die Brücke. Allerdings habe ich löttechnisch keinerlei Erfahrung. Und schon lange das Bild vor Augen, wie die beiden Kastenbrücken hintereinander, eine gerade, eine leicht schräg den Kanal überspannen. Das will ich an der Stelle einfach so haben.


    Ein Modul mit der Höllental-Brücke kann ich mir sehr gut vorstellen. Dafür muss ich aber erst noch löten lernen ??


    Viele Grüße

    Mario

  • Wenn man schon den Gedanken an eine Brücke im 3D Druck aufnimmt, dann fällt mir folgende Idee ein:


    Wenn man die Brücke so druckt, dass man einen hochkant stehendes Vierkant-MS Rohr unsichtbar einschieben kann, dann wäre auch das Stabilitäts-Problem kein Thema mehr.

    Das heisst, ich drucke die Träger oder die Gurte so, dass in einem passenden Hohlraum darin, einfach ein MS-Rohr eingeschoben werden kann.


    Ich stelle mir vor, dass z. B. ein MS-Vierkantrohr mit 5 x 20 und 1 mm Wandstärke hochkant eingesetzt eine gute Verstärkung darstellen müsste ...

    Solch ein Rohr sollte ich in einer Brücke doch bestimmt unterbringen lassen und hält doch schon eine Menge Gewicht aus.


    Nur mal so als Idee, wenn man den 3D Druck weiterverfolgen möchte.

  • Hallo Thoralf,


    die Idee hatte Torsten auch direkt. In Mischbauweise bekommt man über Druck / Guss die Detaillierung sehr gut hin. Und über Metall an passender Stelle die Stabilität.


    Wir durchdenken da gerade was :-).


    Viele Grüße

    Mario

  • Hallo Leute,

    Wenn man die Brücke so druckt, dass man einen hochkant stehendes Vierkant-MS Rohr unsichtbar einschieben kann, dann wäre auch das Stabilitäts-Problem kein Thema mehr.

    Soetwas nennt man im Fachjargon "Angsteisen" und bezeichnet Bauteile, die man verwendet, wenn man der statischen Berechnung nicht traut. Bei Wenz gibt es eine ganz gut aussehende Kastenbrücke, bei der "Angsteisen" integriert sind:


    https://wenz-modellbau.eshop.t…Shop00671/Products/WM0922


    Anzumerken ist jedoch, daß Verstärkungsprofile nicht bei allen Brückenbauarten möglich sind. Die klassischen Stahlbrücken sind offen und man könnte zwischen den Fahrbahnbauteilen "einen Hut durchwerfen", da sind massive Profile undenkbar. Bei geschlossenen Fahrbahnen, evtl. sogar mit durchgehendem Schotterbett, ist der Einbau einer Verstärkung leichter möglich, ohne dass es groß auffällt.


    Wir reden hier nicht von Modellen aus Messing oder Neusilber, man kann aber sagen, dass in unserem Maßstab bei fachgerechter Ausführung auch Polystyrolprofile als Bauteile statisch ausreichend sein dürften; statische Überschlagsrechnungen haben das bestätigt. Allerdings könnte es bei größeren Brücken Verformungs- und auch Stabilitätsprobleme geben, da sich die E-Moduli von Stahl rsp. Messing und PS doch sehr unterscheiden. Was dann noch bleibt, ist (siehe oben) die Angst vor der eigenen Courage oder das Misstrauen in alle Klebenähte etc., die man ja schlecht röntgen kann. Als Lehrlinge (in einer altehrwürdigen Brückenbauanstalt - lang ist's her) haben wir für unsere Märklin-H0-Bahn Brückenmodelle aus Zeichenkarton gebaut, natürlich genau vorbildgerecht mit allen Schotten, Rippen und sonstigen Aussteifungselementen. Diese Brücken erwiesen sich als sehr stabil, auch bei den schwersten Märklinlokomotiven!

  • Hallo,


    neben dem Bau aus Messingprofilen und -ätzteilen sehe ich auch die Möglichkeit solche Fachwerk-Brücken aus Karton und Pappe zu bauen. Die dafür erforderlichen Teile könnten per Laser hergestellt werden. Nur wäre es dann natürlich sinnvoll, wenn eine gute Bauzeichnung dazu vorliegen würde, damit nicht wieder ein "halbe" Lösung entsteht.


    Günter Fromm hat in seinem Buch "Modellbahn-Bauten" den Bau einer Fachwerkbrücke aus Pappe und Holz sehr gut beschrieben.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    die Variante "lasern" finde ich auch gut! Es gab mal eine Blechträgerbrücke bei Zapf, die war eine gute Grundlage für eine anständige Brücke... ich habe noch 2 Fotos aus dem Baustadium gefunden:



    Das Problem ist bestimmt die geringe Stückzahl, die zu erwarten ist...


    Gruß

    Thomas

  • ... ihr wisst aber schon, dass es diese Kastenbrücke von Hassler fix und fertig zu kaufen gibt ? Und mit etwas Selbstvertrauen und bissi Übung schafft auch ein Anfänger den Bausatz der Brücke an einem Nachmittag fertig zu löten ... ?!


    Nur mal so


    Stephan

  • Liebe freunde des Modellbaus in Spur 0,


    bei der Recherche zu Stahlbrücken bin ich auf diese Firma gestossen:


    https://www.solidsmack.com/fab…-3d-printed-steel-bridge/


    Ist jetzt etwas offtopic, aber so verrückt, ich war echt baff, als ich es gesehen habe. Eine geschweißte Stahlbrücke, die nur aus Schweißnaht besteht. Ein 3D-Drucker Modell "Wurstleger", der Stahlbrücken "druckt". Irre.


    Na, wer baut die nach?


    Wie Mario schon sagte, wir überlegen uns mal was.


    Gruß

    Torsten Frieboese.


    P.S.: Habe gerade diese schöne Quelle gefunden und ziehe mich jetzmal mit dem Lapptop aufs Sofa zurück...

    https://archive.lib.msu.edu/DM…e%20beim%20enthwerfen.pdf

  • Hallo Torsten,


    zu der gedruckten Brücke fällt mir nur ein Wort ein: Oberaffengeil! Es wird jedoch noch ein Weilchen vergehen, bis in Natura der erste Zug über eine solche Brücke fährt!


    Die antike Literatur ist ja ein tolles Dokument aus der absoluten Frühzeit des Eisenbrückenbaus, die Verwendung von Stahl war zu der Zeit noch ein Novum. Der Eiffelturm wurde auch um die Zeit errichtet, was zu einem regelrechten Boom auf dem Gebiet führte. In der Speicherstadt des Hamburger Hafens wurden gleich mehrere Brücken errichtet, von denen zwei in dem Buch erwähnte, der Kibbelsteg und die Kornhausbrücke, heute noch existieren und in Betrieb sind. Vor einigen Jahren konnte ich für eine weitere dieser Brücken, der 1887/88 errichteten Brooksbrücke, eine Sanierungsplanung durchführen - eine hochinteressante Aufgabe. Bemerkenswert ist aber auch, dass einige in dem Buch großen Raum einnehmende Bauarten, z. B. das Netzwerkfachwerk und die Gelenkbolzenbrücken gemäß "Eiserne Brücken" von Schaper zwanzig Jahre später schon überholt waren. Also sollte man nicht zu tief in den alten Schinken hineinschauen, aber viele Methoden etc. haben auch heute noch ihre Gültigkeit. Und noch vorhandene Netzwerkbrücken sieht man in Frankreich und England gar nicht mal so selten.

  • Hallo Reinhold,

    danke für Deine weiteren Erläuterungen aus der Praxis. Interressant. Netzfachwerkbrückensind halt überhauptnicht hinsichtlich der Biegelinie des zweifach aufgelagerten Balkens optimiert, da wird viel Material verschenkt. Hinsichtlich der Vorfertigung und der Montage vor Ort ist dieses Design aber wahrscheinlich ganz praktisch, weil die Einzelteie großteills identisch und relativ "handlich" sind.


    Danke auch für den Hinweis auf Herrn Schaper.


    Hallo Ralf,

    danke für den Hinweis auf die Atlas-Brücke.

    Die gibt es auch in D:

    https://www.rd-hobby.de/de/Catalog/Detail/28211

    https://www.rd-hobby.de/en/Catalog/Detail/28214


    Warum da wohl so unterschiedliche Preise aufgerufen werden? Bei dieser Brücke sind die Träger der Fußwege und die Geländerstützen aus Holz bzw. Hoznachbildung.

    https://www.legacystation.com/…3-rail-deck-girder-bridge


    Schönen Vatertag wünsche ich.

    Torsten Fieboese

  • Hallo Torsten,


    na ja, die Netzfachwerkbrücken waren eben ein früher Teil der Brückenentwicklung, da waren manche statischen Überlegungen aus heutiger Sicht recht ungewöhnlich, um nicht zu sagen naiv. Allerdings hat sich die Bauart in England für Fußwegbrücken durchgesetzt, weil das Geländer Teil des Tragwerkes ist und auf Füllstäbe o. dgl. verzichtet werden kann. Hierzu ein Bild meiner Fußwegbrücke im Spitzkehrenbahnhof St.Andreasberg:



    Das Teil ist ein gelasertes Modell von LCUT creative, von mir jedoch noch etwas gepimpt.

  • Hallo zusammen,



    Aus aktuellem Anlass kann ich einige Bilder zur aktuell längsten Hack Unterzug-Kastenbrücke

    in Spur 0 liefern. Ich habe diese kürzlich erworben um meine Dachluke zu überspannen. Die Länge beträgt 105 cm. Das ist schon ein ziemlich großer Brecher.

    Die Brücke ist robust ausgeführt und unter zusätzlicher Verwendung zweier Eisenstangen getarnt als Rohre sollte auch selbst bei Metall-Lokomotiven kein Problem auftreten.

    Natürlich werden viele "Nietenzähler" ;) schnell feststellen, das dieses Modell in seiner Bauweise zu einfach ausgeführt ist. Mich stört das nicht, aber es wird sicherlich den einen oder anderen geben, dem dieses Modell nicht zusagt. Das kann ich durchaus verstehen.

    Ich werde das Modell natürlich noch umspritzen müssen. Mir sagt ein Grünton eher zu.



    Ein paar Bilder anbei:














    Der vorgesehene Einbauort. Dazu wird ein Modulkasten zum einhängen konstruiert. Dazu dann irgendwann mehr wenn ich mich dem Projekt widme.




    Lg Daniel

  • Natürlich werden viele "Nietenzähler" ;) schnell feststellen, das dieses Modell in seiner Bauweise zu einfach ausgeführt ist.

    Apropos Nieten. An der Brücke sind ja gar keine Niete zu entdecken. Kommen da noch Nieten hin oder lasst du das gute Stück so nackig?


    Gruß

    Djordje

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