BR24 von Lenz gealtert bei YT

  • Moin!


    der KunstMichi hat einen Film über das Altern einer BR24 veröffentlicht.


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    Gruß Jan

  • Hallo allerseits,


    die im Film von KunstMichi gezeigt Alterung ist vom Ergebnis her sehr beeindruckend = vorbildnah. Auch seine Methode macht Appetit, so etwas selbst zu probieren!


    Beim Zusehen sind mir aber ein paar Gedanken durch den Kopf gegangen und haben Fragen aufgeworfen, die mir vielleicht die erfahrenen "Alterer" beantworten können.


    Im Film wurde gezeigt, wie diverse Stellen abgedeckt wurden, die keine Farbe abbekommen sollten. Aber was ist mit den Radreifen, die später wieder für eine einwandfreie Stromaufnahme sorgen sollen? Wie werden die hinterher wieder gereinigt, ohne die aufwändige Alterung der Räder zu beschädigen?


    Und was ist mit dem Gestänge und den Kolbenstangen? Verkleben die nicht durch die Farbe, so dass die Lok anschließend nicht mehr ruckelfrei läuft?


    Außerdem überdecken sich einzelne Teile der Steuerung je nach Stellung der Räder mehr oder weniger. Heben sich die überdeckten Stellen nicht beim späteren Betrieb und anderer Stellung der Steuerung vom Rest des Gestänges deutlich ab? Auch wenn der Farbnebel wahrscheinlich die verdeckten Stellen erreicht, was ist mit dem Pigment- und "Schmierfett"-Auftrag? Vor allem die Kolbenstangen bleiben doch völlig "unbehandelt", soweit sie in den Zylindern stecken?


    Abhilfe für diese Probleme könnte meiner Ansicht nach nur ein Verdrehen der Räder und damit der Steuerung während der Alterung bringen. Das geht aber ohne Strom bei Lokomotiven mit selbsthemmendem Getriebe (=Lenz) nicht. Wenn die Lok zwischendurch mit Strom versorgt wird, um die Räder in eine andere Position zu drehen, muss jedenfalls der Alterungsprozess unterbrochen werden. Das schadet beim Auftrag von Pigmenten und fast trockener Farbe sicher nicht. Aber was ist mit dem Auftrag durch Sprayen angesichts der im Film erwähnten teilweise langen Trockenzeiten?


    Mit ratlosen Grüßen

    Stephan

  • In Kurzform ein paar Antworten von mir:

    - Radreifen am Ende mit Wattestäbchen und Feuerzeugbenzin reinigen

    - Gestänge verklebt nicht, man verwendet oft Lasuren / wenn was verkleben sollte, wird es mit der ersten Fahrt "aufbrechen" ... Meist ist ja an den Stellen eh noch Öl , sodass die Farbe eh nicht richtig haftet. Wie gesagt, man arbeitet ja nicht mit dicken Lackschichten, sondern oft nur lasierend.

    - Klar, beim Fahrwerk altern die Lok zwischendurch mal eine viertel Umdrehung weiterfahren. kostet nur 10 Sekunden

    - Meine Farben von Vallejo haben eine sehr kurze Trockenzeit, ich kann quasi ununterbrochen durcharbeiten und dabei immer wieder die Farben wechseln. Auch Pigmente im Nassverfahren verarbeiten trocknet ganz schnell, weil der Alkohol ganz schnell verdunstet. Ledglich Mattlack sollte ne Weile trocknen.

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