Laderampen: ja oder nein?

  • Moin,


    ich plane (und baue parallel), also planbaue, aktuell mein Hauptgebäude für mein Anlage. Eine Lager-/Versandhalle für eine Fabrik. Länge um die 1 Meter, mit 3 Toren. Dafür brauche ich mal was Input.


    Ich überlege aktuell wie ich die Verladung Richtung Güterwagen gestalte. Spricht Laderampe am Tor oder nur das Tor. Gerade letzteres sieht man bei amerikanischen Bahnen oft, also ein Tor = 1 Spot für einen Güterwagen. Die Idee ist erst mal gut, finde ich, denn so muss man je nach Wagenlänge den Zugverband trennen und jeden Wagen einzeln parken.


    Eine Rampe je Tor ist aber auch schick. Eine durchgängige Rampe würde das Trennen der Güterwagen unnötig machen.


    Wenn aber Schiebewandwagen ins Spiel kommen, reicht so ein einzelnes Tor nicht, da wäre eine Rampe besser um den Vorteil der Wagen, Beladung über die gesamt Breite, ausnutzen zu können.


    Leider ist mir in der Realität kein deutsches Vorbild bekannt, wo in der Hallenwand einfach Tore sind, ohne Rampe an denen die Wagen rangiert werden. Einzelne Rampen pro Tor schon eher.


    Marc

  • Hallo Marc,


    Tore ohne Laderampe? Klar gibt es das. Leider habe ich kein besseres Foto, da die Bäume machen, was sie wollen!

    Anschlussgleis der Fa. Eichhorn Wellpappen, da wurden Schiebewandwagen beladen.


    Es gibt auch die Variante mit einer schmalen Rampe (50cm) um entlang laufen zu können. Hatte ich mal an einem Arbeitsplatz im Kölner Rheinauhafen.


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Moin Marc,


    ich glaube da sind amerikanische Entwürfe nur schlecht mit europäischen zu vergleichen. Hier ist einfach die Varianz der Fahrzeuge viel größer was die Längen der einzelnen Güterwagen betrifft ... gerade wenn Du mal über die Vielfalt der "G" Wagen schaust. Ich meine mich daran erinnern zu können, dass Rampen - Teils überdacht - hier eher die Regel sind - sowie breite Rolltore, damit mehrere Stapler gleichzeitig stapeln können ...


    Ein Aspekt ist auch die Art der Waren ... ist es immer das Gleiche - z.B. Europaletten mit xyz drauf - oder Stückgut variabler Größe.


    Den Zugverband trennen .... ich glaube das möchte man sich (in der Wirklichkeit) eigentlich sparen - macht man aber sicher hier auch wenn unterschiedliche Anlieger am Gleis residieren.


    Wie wäre es denn die große Lagerhalle in drei unterschiedlich große einzelne ( und damit drei Unternehmen ) zu trennen - das könnte das Trennen des Zugverbandes begründen.


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Also ich glaube das kannst Du machen wie Du willst, aber Trennen der Züge mag zwar schön sein zum Spielen, ist aber in Wirklichkeit sehr unwirtschaftlich. Da wären wir wieder bei der Frage ( die jetzt keiner beantworten muss ;)) wie nahe an der Realität willst Du ran? Ich persönlich finde Laderampen schön, da man auch diese ausschmücken kann mit Palletten, Ladegut, ein oder zwei "verlorene" Kartoffeln oder in was Deine Waren halt verpackt sind. Macht das Ganze etwas lebendig.

  • Hi Marc,

    der Güterschuppen von Besigheim hatte keine Laderampe (Foto kommt später). Im gleichen Bahnhof gab es auch einen Lagerschuppen mit Kurzrampen nur an den Toren.


    Viele Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Danke für eure Antworten. Ich hab da auch noch ein Beispiel. Leider komme ich da aktuell eher selten bis gar nicht vorbei. Und leider nur ein schlechtes Foto aus Google Earth.


    Gemeint ist das Gebäude mit dem dunklen Dach, 4 Laderampen vorhanden, jede einzeln.



    Marc

  • Hallo,


    noch der Hinweis, dass man gekuppelte Wagen mit einer Winde, einem Unimog, Trecker, Rangiergerät oder per Hand passend verschieben kann.


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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    Edited once, last by H3x: Blöde Autokorrektur auf dem Telefon ().

  • Hallo,


    Rampe finde ich gut, weil Zugtrennungen bei uns eher unwirtschaftlich sind, rampenlose Güter- bzw. Fabrikanlagen eher die Ausnahme sind, als Model gut weil:


    - Raum bzw. Platz f. gestalterische Darstellungen wie Arbeiter, Stapler, an die Wand gelehnte Europaletten ect. vorhanden ist

    - Rampen sehr individuell als "unaufällig auffälliger Hingucker" gestaltet werden können

    - Flair von Maloche und "Rampenatmosphäre" gut dargestellt werden kann


    P.S.

    Wer als Schüler in den Ferien täglich 10 bis 12 Std. am Güterbhf. auf der Rampe gearbeitet, Güterwagen beladen hat und die Mentalität vom Hallen- und Rampenpersonal kennt wir das nie vergessen und heute noch förmlich spüren und riechen können - auch noch nach Jahrzehnten (z.B. Danler&Cie, Transportlader u.a.). So etwas gibt es glaube ich heute garnicht mehr.

  • Also alle Möglichkeiten offen, was ja schön ist. Das Argument mit den identischen Längen von US-Box-Cars ist richtig. Ich finde ohne Rampe wäre gestalterisch mal was anderes, mit Rampe halt mehr Ausgestaltungsmöglichkeiten.


    Eine Möglichkeit wäre es noch, erst mal ohne Rampe zu bauen, gucken wie das wirkt und zur Not nachträglich eine Rampe anzusetzen.


    Marc

  • Marc, bei dem Raiffeisen-Lagerhaus, bei dem ich regelmäßig am Weg zur Arbeit vorbeikomme, gab es gleisseitig ursprünglich eine durchgehende Rampe in Betonbauweise. Vor einigen Jahren wurden die jedoch fast vollständig entfernt und nur kurze Stücke im Bereich der Ladetüren belassen.


    Entladen werden werden dort bis zu drei zweiachsige Schiebewandwagen. Zwei Ladetüren finden sich im passenden Abstand, sodass die zwei Wagen miteinander gekuppelt beigestellt werden können. Das dritte Ladetor ist ein Stück entfernt. Wenn dort ein Waggon beigestellt wird, muss er in jedem Fall von den anderen abgekuppelt werden. Der Abstand zum "Nachbar" beim nächsten Tor ist dann etwa eine Wagenlänge.


    Es gibt also wohl (fast) alle denkmöglichen Varianten.


    Albert

  • Hallo zusammen,

    bei Rampen vor Gebäuden sollte man bedenken, dass man mit Gabelstapler und Ladegut auch um die Ecke kommt.

    Bei meiner ehemaligen Arbeitsstelle war die Rampe - Baujahr 190x, rund 3,5 m breit.


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Oder auch nicht ;)


    In meiner Ausbildung war ich im Teilelager meines lokalen VW Betriebes, der bis zu meinem Ausbildungsbeginn Großhändler war, eingesetzt.

    Dort war die Rampe so schmal, dass man so gerade mit einer Gitterbox - aber größer als die Gitterboxen auf Europalettenbasis - die Rampe lang fahren konnte. Das war ganz schön haarig :)

  • Hallo Marc,

    ich habe heute ein paar Bilder in Altenburg gemacht.

    Zuerst der Güterschuppen.



    Der Güterschuppen ist mit Rampe. Ich habe gemessen, diese ist 2 m breit, das Dach endet hier am Gleis, heißt also der Überhang ist mindestens 4 m breit. Die Güterwagen standen beim Ladevorgang immer im Trockenen.





    Im Prinzip schräg hinter diesem Güterschuppen stehen diese Gebäude.



    Was die Gebäude früher für Firmen beherbergten, entzieht sich meiner Kenntnis. Das sie aber Einzelkunden der Bahn, mit wahrscheinlich hohem Frachtaufkommen gewesen sein müssen, davon zeugen diese Bilder. Nur Tore im Gebäude, der Wagen hielt exakt vor der Tür, Überfahrblech und los ging der Be-/Entladevorgang.




    Nun kannst Du entscheiden, was Dir besser gefällt.


    Gruß Jörg

    Ich kenne keine andere Firma, bei der alles so durchdacht ist wie bei der Staatsbahn.

    Alles verläuft pünktlich auf die Minute, alles ist genau geplant, alles ist vorbereitet, ein wahres Vergnügen.

    (Egon Olsen in "Die Olsenbande stellt die Weichen")

  • Hallo Marc,


    die Version mit der kurzen Laderampe habe ich auch nachgebaut:

    Laser_13.jpeg


    Das Gebäude ist Hintergrundkulisse und ich habe nur etwa 3 cm, das war mir zu schmal für eine durchgehende Rampe + Gebäude. Die Rückseite vom Tor ist gleichzeitig das Ende der Welt. Die Betonrampe ist aus einem rechteckigen Rest MDF, der einfach ins ausgeklinkte Mauerwerk gesteckt ist. Beim Ankleben nach oben drücken, dann ist der Spalt von meinen Bastelkünsten unten, wo er nicht auffällt. Der Rest wird mit Moos getarnt :whistling::saint:


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo Marc,


    das MDF hat ungefähr 5 mm, ist aus einer Verpackung gepurzelt und so etwas werfe ich natürlich nicht weg.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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