Scharfenbergkupplung für Spur 0/0m

  • Hallo Kollegen


    Wie bereits in meinem Beitrag „Scharfenberg- contra LENZ-Kupplung“ erwähnt werde ich in loser Folge über

    die Entwicklung und den Bau meiner jetzt in der Testphase im Anlagenbetrieb mit langen und schweren Zügen
    stehenden Scharfenbergkupplung berichten.


    Bereits vor 20 Jahren hatte ich mich mit den div. Kupplungssystemen in Spur 0 beschäftigt und dazu 2002 den
    beiliegenden Artikel in der ARGE veröffentlicht gehabt. Den darin erwähnten Beitrag von F. Wagner, Ausgabe 2/2001
    kann ich im Moment leider nicht finden, aber vielleicht kann ihn jemand anders beisteuern.


    Es hatte dann aber 20 Jahre gedauert bis ich jetzt dank der neuen Möglichkeiten wie 3D Druck und Lasertechnik

    endlich meine eigene Kupplung so bauen konnte, dass sie nicht nur wie gewünscht funktioniert, sondern auch durch

    wenig geübte Bastler problemlos zusammengebaut werden kann.
    Wie üblich habe ich das Funktionsprinzip aber nicht erfunden, sondern wie bei meinen Antrieben bestehende Konstruktionen
    vorallem weiterentwickelt
    und eben optimiert. So stehen jetzt alle möglichen Optionen offen für die Aufnahme

    im Original Kupplungs- als auch auch im NEM-Schacht.
    Unter Beibehaltung der Funktion kann sie optisch dank der neuen Technologien aber auch jederzeit für die Schmalspur
    angepasst werden.


    Zusatz:
    Diese Kupplung ist weniger als Rangierkupplung gedacht, sondern dient dem einfachen und schnellen Kuppeln
    von Fahrzeugen, auch wenn damit Rangieren durchaus möglich ist.


    Bis dahin möchte ich hier einfach mal die div. Versuche, Entwicklungsstufen und Fehlversuche dokumentieren.


    Gruss

    Peter Lehmann

  • Fortsetzung:

    Weil es mit meinen vorhandenen Fähigkeiten und Hilfsmitteln zu schwierig

    war mögliche Kupplungsköpfe in Serie herzustellen, hatte ich mir auch

    Überlegungen betreffend dem Einbau von doch unauffälligen H0 Kupplungsköpfen

    gemacht. Solche konnte ich dann mal in Buchloe etwas testen und es funktionierte

    bei 2 Wagen sehr gut. Ob sie dann grösseren Zuggewichten standgehalten hätte

    weiss ich nicht.
    Aber leider ist so ein ROCO Kupplungskopf nicht Kinematik tauglich, da sich keine

    starre Kupplungsverbindung ergibt.


    So ähnlich sah es mir der eigentlich sehr gut passenden Märklin Kupplung aus,

    die ebenfalls nicht richtig kurzkupplungstauglich war.


    Gruss

    Peter Lehmann

  • Hallo Peter,

    mit den H0 Kupplungen hatte ich auch bereits vor einigen Jahren experimentiert.
    Mit dem gleichen Ergebnis wie du. Funktioniert nicht wirklich.

    Mit einer Ausnahme. Siehe Foto.


    Das ist die Piko-I-Kupplung. Auch für H0, aber damals seiner Zeit weit voraus. Sehr zierlich, weiches einkuppeln, auch im Bogen.

    Aber das Beste ist die Möglichkeit der Vorentkupplung im Ziehen oder Schieben.

    Die Bilder zeigen die Kupplungen an meinen alten Spur 0 Lima Wagen.

      


    Die Kupplungen werden immer wieder bei Ebay angeboten.

    Für mich zur Zeit der beste Kompromiss aus Optik und Funktion.

    Mit ein klein wenig Aufwand kann man die Kupplungen anpassen, so das diese in die original Kupplungsaufnahme passen.

    Also eine Alternative zur "Fummelei" mir der Originalkupplung.

    Aber natürlich nichts für die Kurzkupplungskulisse, da hier keine starre Verbindung vorhanden ist.


    Gruß Jörg

  • Hallo Thomas


    Bei Krois lese ich zur stromleitenden Kupplung:


    "...Sehr hohe Kontaktsicherheit durch Stecker- Buchsensystem (Industriestandard)..."

    D.h. dass es sich aber überhaupt nicht um eine automatisch kuppelnde Verbindung handelt

    und diese von Hand zusammengesteckt und getrennt werden muss.

    Verstehe ich das richtig?


    Gruss

    Peter Lehmann

  • Hallo Leute.

    Ich habe den Hr. Krois eine kurze Zeit geholfen.

    Die MK Kupplungen Sind mit einer Spule und einem Magneten Ausgerüstet. Zum schalten braucht man entweder eine zeitschaltung oder einem decoder, womit man die kupplung für kurze Zeit mit Strom belegt. Bei Dauerstrom brennt die Spule ab.

    Für Märklin gibt es einem kupferbügel.


    Die stromführenden Kupplungen sind händisch zu bedienen.


    LG

  • Hallo Peter,

    du schriebst "So ähnlich sah es mir der eigentlich sehr gut passenden Märklin Kupplung aus,

    die ebenfalls nicht richtig kurzkupplungstauglich war" ("weil sich keine starre Kupplungsverbindung ergibt").

    Ich bin bestimmt kein Fan von H0 Kupplungen für die Spur 0 (Ausnahme siehe oben Piko-I), da m.E. das Einkuppeln aufgrund des seitlichen Spiels der Fahrzeuge nicht richtig funktioniert. Aber warum soll die Märklin Kupplung nicht steif genug sein?

    Die Brawa Spur 0 Kupplung hat mindestens genauso viel Bewegung, also "unsteifheit", wie die Märklin Kupplung. Einfach mal testen.


    Gruß Jörg

  • Hallo,


    mir gefällt die Roco i Kupplung auch sehr gut. Ich kannte sie schon durch eine Empfehlung von Jörg.


    Nach meinen Recherchen dazu, erlaube ich mir, hier weitere Informationen zur Verfügung zu stellen:


    http://www.bockerl.de/mod_aloj.htm


    http://www.rbd-breslau.de/71-t…nativ/i-kupplung-001.html


    Schaut Euch mal diese Links genauer an, da wird das Prinzip ganz vorzüglich erklärt und in Kurz-Videos gezeigt.


    Das wäre doch auch eine gute Wiedergeburt. Ich finde auch, dass wäre geeignet, weiterentwickelt zu werden.


    Und einzigartig ist die Vorentkupplung beim Schieben ODER Ziehen. Also beides geht! Das ist ein Novum.


    Die Krois Kupplung ist ab und an im Gartenbahnbereich auch anzutreffen. Halte ich aber nicht für so zielführend. Ist eine elektrische Magnetkupplung.

  • Hallo,


    zwischen meinem 0e Triebwagen und Beiwagen verwende ich die stromführende PEHO Magnetkupplung: http://peho-kkk.de/mshop/index…stromfuehrend-2-pole.html


    Vorteile: klein, zierlich und betriebssicher auch in engen Kurven mit beweglicher Führung


    Vorteil automatisches Kuppeln und Stromführung in den Beiwagen zur Innenbeleuchtung. Diese wird vom ESU Decoder im Triebwagen über eine AUX ein- und aus geschaltet.

  • Hallo Michael,


    aber nicht alle Güterwagen beispielsweise haben Stromführung. Daher ist dies eher eine Einzellösung wie in Deinem Fall.


    Als Standard für mein Empfinden daher nicht eine nicht allgemeine Lösung.

  • Hallo Zusammen


    Das mit der stromführenden Kupplung war mir lange Zeit auch nicht aus dem Kopf
    gegangen und hatte meine Entwicklungen 2009 auch nicht einfacher gemacht. Auch

    hier war wieder eine Fertigung das Hauptproblem gewesen.

    Die Idee war ebenfalls gewesen, dass man ab der Lok die Beleuchtung der Personenwagen
    hätte ein- und ausschalten können.


    Und die Bauart einer Scharfenbergkupplung mit den 2 Bolzen (Männlein/Weiblein) wäre

    natürlich prädestiniert für eine 2-polige elektrische Verbindung ähnlich wie es hier schon
    für H0 erwähnt und gezeigt wurde.

    Aus diesem Grunde konnte ich auch nicht auf der Ha&We Kupplung aufbauen, da deren

    Bauweise wegen dem Fallhaken einen Kurzschluss verursachen würde.


    Aber bis zu Prototypen war ich schon mal gekommen und die elektrischen Anschlüsse

    wären eigentlich kein Problem gewesen.


    Gruss

    Peter Lehmann

  • Hallo Peter,


    Deine Variante einer Scharfenbergkupplung finde ich SCHARF ?. Gefällt mir auch sehr gut. Chapeau!


    Vom Design finde ich sie sehr gelungen und auch ziemlich elegant unter all unseren Kupplungen. Die Roco i ist im Grunde auch noch sehr dezent und gefällt mir auch, hatte ich ja weiter oben geschrieben.

  • Hallo Peter,


    deine Scharfenbergkupplung gefällt mir auch sehr gut.

    Optisch nicht so ein dicker Brocken, wie eine Lenzkupplung, ist sie elegant und sieht sehr stabil aus. Dazu noch die Möglichkeit einer 2-poligen Stromübertragung. Wirklich gut!:thumbup:

    Die PIKO - I - Kupplung hat m.E. sehr dünne Blechbügel, die sich evtl. verbiegen, wenn ein schwerer Zug beim Bremsen und Beschleunigen die Bügel auf Zug und auf Druck belasten.

    Wenn ich Deinen Hermann - Wagen mit der Schaku sehe, sieht man die seitlich erweiterte Kupplungsführung, damit die Schaku in Kurven und auf Weichenstraßen seitlich ausschwenken kann.

    Wie in Beitrag #1 von Dir bebildert, ist hinter den Kupplungsköpfen eine kleine Kulisse am arbeiten, was Kurvenfahrten bis runter auf R1500 überhaupt erst ermöglicht. Begrenzt wird der seitliche Ausschlag der Kupplung von den Rechteckpuffern der gezeigten Personenwagen. Läge die Schaku - Kupplung tiefer als die Puffer, könnten sie vermutlich noch um einiges weiter ausschwenken, der mögliche Gleisradius wäre noch kleiner.

    Wenn man die elektrischen Kontakte der Kupplungen z.B. an einem Güterwagen nicht braucht, aber die stromführenden Leitungen am Wagenboden von vorn nach hinten durchlegt, hat jeder eingefügte Wagen die Möglichkeit, Strom für Innenbeleuchtungen oder Zugschlußlaternen hier anzuzapfen.

    Mir gefällt das System!:thumbup:


    Viele Grüße

    Norbert

  • Hallo Norbert


    Wie in Beitrag #1 von Dir bebildert, ist hinter den Kupplungsköpfen eine kleine Kulisse am arbeiten, was Kurvenfahrten über R1500 überhaupt erst ermöglicht.

    Ich verstehe nicht ganz was Du eigentlich sagen willst :/

    Tatsache ist aber, dass es sich um eine Kurzkupplungskinematik von Josef Aschermann selig handelt.

    Und die macht ja nur das wofür sie ja gedacht ist, nämlich dass man in der Geraden Puffer an Puffer

    fahren kann. Ich vermute dass Du das meintest.


    Mit R1500 hat das nichts zu tun. R1500 ist wie Du schon erwähntest einfach der kleineste befahrbare

    Radius bei massstäblich langen Reisezugwagen (wie z.B. von HERMANN, Rivarossi, KISS und anderen)
    wenn die Kurzkupplung auf Pufferhöhe resp. im Originalschacht eingebaut ist.


    Baut man sie tiefer ein wie das LENZ und andere tun, dann kann man auch kleinere Radien verwenden.

    Ob man aber seine langen Reisezugwagen wirklich durch solch kleine Kurven zwängen will, ist dann

    wiederum Geschmacksache.

    Aus diesem Grunde ist meine Scharfenbergkupplung im Originalschacht eingebaut, einfach an Stelle

    der Schraubenkupplung. Dies ist dann je nach Pufferabstand mit oder ohne Kinematik möglich, denn

    teure Wagen oder auch Loks möchte man ev. nicht unbedingt umbauen. Somit lässt sich auf einfachste
    Weise und je nachdem ohne Umbauten alles beliebig kuppeln. Und mit dem Adapter kann man solche

    Fahrzeuge natürlich auch mit der Schraubenkupplung verbinden.


    Hier noch Bilder einer anderen Variante meiner Entwicklungsstufen. Sie funktioniert seit Jahren zwar

    einwandfrei zwischen 2 Loks, aber die Herstellung war in meinen Augen eine zu grosse Fummelei =O


    Gruss

    Peter Lehmann

  • Eine Weiterentwicklung in einfacherer Bauweise und mit dem "Handstock" als Kupplungshaken
    hatte ich dann mal in Güterwagen verbaut gehabt.
    Sie sieht zwar einfach aus, aber das passgenaue fertigen dieses "Handstocks" in Sachen Biegen,
    passgenauem Ablängen, Anschrägen und mit einem Anschlag zu versehen ist wiederum für eine

    Serie eine zu grosse Fummelei und Geduldsprobe.

    Aber auch für den Kupplungskopf selber hatten mir die passenden technischen Mittel resp. mein

    Knowhow als Nichtmechaniker gefehlt.


    Bis zur heutigen Lösung in 3D Druck und Lasertechnik, die ich später mal noch präsentieren werde,

    hatte es dann wiederum ein paar Jahre gedauert. Vorallem bis endlich die zündende Idee dieses Jahr

    im Januar die Lösung brachte.


    Nur vorab:

    Meine Scharfenbergkupplung kann sowohl im Original Kupplungsschacht als auch im NEM-

    Schacht anstelle von z.B. LENZ verwendet werden.


    Und an der passenden Kinematik bin ich auch dran...wobei der gezeigte Kopf noch eine alte Variante

    darstellt.


    Gruss und einen schönen Feiertag
    Peter Lehmann

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