Blanke Schienen, warum?

  • Hallo zusammen,


    für mich kommen blanke Schienen nicht in Frage. Gehe hier aber so vor das ich erst nach dem Schottern die Schwellen rostig streiche (Revell auf wasserbasis). Nehme einen schmalen Pinsel in die eine Hand und in der anderen Hand ein Bauwolltuch (gerne ein altes Trockentuch) über den Finger gespannt. Streiche die Schienen dann komplett ein und ziehe mit dem Trockentuch auf dem Finger über die Lauffläche ab. Das geht sehr schnell. Schaffe da locker 1m in 15 - 20 Minuten. Ich achte allerdings darauf auch die Befestigungseisen mit zu streichen. Noch nie Kontaktproblemen gehabt. Wenn einem das standardrostig von Revell zu hell ist mischt man etwas schwarz hinein




  • Hallo,


    zum Blankmachen der Laufflächen schabe ich mit einem Stück Holz mit der Kante kräftig über die schon leicht getrocknete Farbe (verdünnte Abtönfarbe + ganz wenig Holzleim + auch schon mal ein Tropfen Spülmittel) - klappt wunderbar, nur bei den Weichenzungen muss man etwas vorsichtig sein.


    LG

    Günter

  • Hallo Günter,

    vielleicht noch als Ergänzung. Wenn auf der Lauffläche der Schiene trotz sorgfätligen abziehen mit dem Tuch etwas Farbe drauf bleibt kannst du auch im durchgetrocknetem Zustand einfach mit einen Schienenreinigungsgummi drübergehen. Die Farbe geht ganz leicht ab. Zumindest bei der Revellfarbe auf wasserbasis. Wie sich das bei anderen Farben verhält kann ich nicht sagen

    Gruß Nullbahner

  • Hallo,


    Ich habe mir vor Jahren abgewöhnt von Roco & Co die Schienenreinigungsgummis zu benutzen. Diese schleifen die doch recht glatte Oberfläche des Schienenkopfes an, vergrößern dadurch die Oberfläche so dass noch mehr Schmutz anhaften kann. Vor Jahren bei meiner Spur Z Eisenbahn habe ich die Schienen auch immer so gereinigt, hatten hinterher immer toll geglänzt, habe mich aber gewundert warum die Gleise umso schneller verdreckten. Die Idee den Schienenkopf mit einem Stück Holz abzuziehen ist gut wahlweise kann man auch ein mit Feuerzeugbenzin getränktes Stück Filz benutzen. Nach dem Lackieren ein bis zwei Stunden warten bis der Lack leicht angezogen hat und dann den Schienenkopf reinigen.


    Gruß

    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

  • Hi zusammen,

    ich neble meine kompletten Gleise mit Braunschwarzer Farbe aus der Dose ein. Davor fahre ich mit einem Labello-Fettstift die Lauffläche der Schienen entlang. Sobald die Sprayfarbe angetrocknet ist und haftet, lässt sich Lauffläche mit einem Küchentuch ganz einfach sauber wischen. Die endgültige Rostschicht bringe ich dann aus einer Farbpigment (Kreide) Isoalkoholmischung in cremiger Konsistenz mit dem Pinsel auf.



    Rostige Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die vielen Beiträge, Fotos und Tipps zum Anmalen. Da sind einige für mich neue Methoden, Geräte und Ansichten dabei.

    Dank auch dafür, dass meine Frage nicht als Überheblichkeit gegenüber den Nullern mit (noch) blanken Gleisen verstanden wurde.

    Die Beweggründe kann ich jetzt besser nachvollziehen - wie immer gibt es einen ganze Menge an Gründen und da beim Hobby nur die eigene Zufriedenheit wirklich zählt sind alle gleich gut.;)

    Mir gefallen gefärbte Schienen besser, aber ich werde blanke Schienen, Schachtelfahrzeuge oder Golfrasen auch weiterhin nur im passenden Kontext kritisieren.

    Eventuell motivieren die vielen Beispiele hier ein paar Modellbahnende zum Bemalen, das wäre ein netter Effekt der Frage.


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Schienen brünieren - nochmal nachgefragt


    Liebe Leute,

    mir geht es um die Lauffläche der Schienen. Bei befahrenen Gleisen blank, bei kaum befahrenen Gleisen rostig - klar.


    Meine Frage: Welche Brüniermittel könnt ihr empfehlen? Welche geben einen schönen Rostton, bei welchen bleibt die Leitfähigkeit weitmöglichst erhalten? Wie ist es mit der Handhabbarkeit (z.B. echtes Rosten von eisenhaltigen Nägeln...).


    Hier gab es ja einige schöne Beispiele zu sehen. Welche Mittel wurden benutzt?

    (Sollte ich etwa überlesen haben, dann Entschuldigung!)


    Herzliche Grüße

    Kallisto

  • Moin

    Da es wohl keine Stahlschienen sind, wird es eine andere Farbe beim Brünieren werden. Oder kann man Neusilber und Konsorten mit irgendwas rotorange verrosten lassen?

    Bei brünieren würde ich ein blauschwarz oder braunschwarz erwarten?

    Hängt bestimmt auch vom Brüniermittel ab, sowie der Einwirkzeit.

  • Hallo Kallisto,


    habe Deine Frage leider erst heute gesehen. Ich habe in der letzten Zeit etwas mit Brünieren und Galvanisieren herumexperimentiert (Beiträge hier im Forum zu finden).


    Habe verwendet:

    - Ballistol Schnellbrünierung

    - Creartec Metallflächenpatina

    - Betzmann Schwarznickel


    Bei allen 3 wird das Neusilber der Schiene und auch Messing (z.B. von Kleineisen) zu schwarz. D.h. man muss dann nochmal mit stark verdünntem Braun drüberlackieren. Sehr gute Erfahrungen habe dabei ich mit Weinert Supercryl-Farben gemacht (z.BV. 2665 Rost Hauptstrecke). Zusammen mit der etwas rauen Oberfläche der Brünierung oder Galvanisierung ergibt das einen sehr haltbaren Überzug.


    LG, Ernst

  • Hi Mobahner,


    Für etwas ältere, leicht angesiffte Gleise:


    Basis Humbrol/Revel div. braun-, rost-, schwarz-, ocker Töne, zum Auftragen tw. mit Zigarettenasche u./o. Isoprop grob und unregelmässig verrührt, Schienen fett incl. Kleineisen eingeschmiert. Gut durchtrocknen lassen, dann z.T. mit 1200er Schmirgel überschliffen, tw. mit Univerdünning etwas "aufziehen" lassen, nicht entstauben und das Ganze nach Durchtrocknung ganz dünn mit farblich undefinierbarer Pinselauswaschbrühe granieren. Lauffläche mit Holz abziehen - nix Gummi, nix schleiffen - blos nicht!!! Fertsch.

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