Lasercut - Ziegelfugengravur

  • Moin!


    bei den mir bekannten Steuerprogrammen für Lasercut mussten die Muster entweder Bilder oder Flächen sein.


    So jedenfalls mein Wissensstand.


    Wenn das Flächen sind - hat einer einen Tipp wie er diese alle gezeichnet hat. Wird das nicht sehr groß in den Zeichnungen?


    Nutze AutoCAD.


    Jan

  • Moin,

    weiß nicht, ob ich das Problem richtig verstehe, aber es gibt doch in den CAD Programmen Funktionen um Elemente zu kopieren bzw. zu vervielfältigen, das ist doch der Vorteil der EDV.


    Z. B. eine Reihe mit Fugen zeichnen und dann entsprechend dem Verband versetzt dran kopieren, oder, oder...


    A bisl Arbeit machts schon, aber man ist deutlich schneller als mit lineal und Rittzwerkzeug


    Gruß Zander

  • CAD- oder 3D-Programme sind dafür nicht erste Wahl. Ein schlichtes Grafikprogramm liefert hier schneller ein universelles Ergebnis.

    Diese Arbeit muss man ja für jeden Ziegelverband nur einmal machen (Läuferverband, Kreuzverband ...): waagerechte Linien im errechneten Abstand duplizieren, senkrechte Linien duplizieren und versetzt einfügen.

    Die Grafiken, die dabei entstehen, sind nicht gerade klein. Da es sich aber sowieso nicht empfiehlt, die Strukturen als Vektorgrafiken zu exportieren und dann mit dem Laser zu markieren, kann man am Ende des Prozesses das Ganze in eine 1-Bit-Bitmap umwandeln und diese Fläche dann gravieren.

    Das hat den Vorteil, dass man eine definierte Linienstärke gravieren kann; anders als beim Vektormarkieren, wo dann ja die vorgegebene Schnittbreite des Lasers markiert wird. Und die ist mir zumindest bei meinem Laser für Ziegelfugen zu fein.

    Wenn beim Gravieren die gesamte Fläche zeilenweise abgefahren wird, ist das zwar theoretisch langsamer als das Vektormarkieren, aber praktisch macht das bei einer Ziegelstruktur mit dem Start-Stopp und Verfahren zum neuen Einsatzpunkt wegen der vielen kurzen Striche nur einen marginalen Unterschied.


    Gruß — Jürgen

  • Hallo,


    so pauschal wie Jürgen sehe ich das nicht, es kommt darauf an.;)

    Komplizierte Sachen zeichne ich immer im CAD, bevorzugt in 3D. Das Mauerwerk kommt dann als 2D darüber. Ich bin nämlich zu doof mir 3D-Sachen in 2D ohne Fehler vorzustellen und richtig zu zeichnen. Bei einem Teil vergesse ich immer die Wandstärke. ^^;( Außerdem bin ich an die CAD-Bedienung gewöhnt, in Grafikprogrammen fehlen mir immer wieder Funktionen.


    Bei meinem Hobby-Laser passt die Laserbreite super zur Fugenbreite - ich muss also nur die Vektoren zeichnen. Dank CAD ist eine Wand in wenigen Sekunden mit dem passenden Linienmuster belegt. Die entstehende Vektordatei (DXF oder SVG) ist nur ein paar kB groß und wird vom Laser-CAM schnell verarbeitet. Dafür ist der Laser nicht so schnell wie bei Profis - ist für mich egal. Übrigens ist bei meinem Laser der Start-Stopp-Betrieb kein Geschwindigkeitsproblem.


    Jan, es hängt davon ab, für welche Maschine du zeichnest. Für die Maßhaltigkeit spielt sogar das Material eine Rolle, da je nach Laser der Abbrand unterschiedlich ist. Bei neuem Material lasse ich immer ein Testmuster für die Parameter laufen.


    So sieht das fertige Mauerwerk aus:

    Laser_12.jpeg


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

    Edited once, last by H3x: Was ergänzt ().

  • Hallo,


    Das ist MDF, grundiert mit grauer Wandfarbe - Schöner Wohnen Moon - und mit Acrylfarbe Terakotta von Schmincke mit einem Schwämmchen getupft.

    Die Fugen noch ein wenig mit Pigmenten variiert.

    Beschreibung mit Bildern


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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  • Das sieht ja wirklich sehr gut aus! Meines Wissens (aber ich bin nicht vom Fach) haben Ziegel auch vom selben Hersteller nicht notwendig genau dieselbe Farbe, weshalb die Fachwelt vor dem Mauern die Ziegel mischt. Ich weiß aber von einem größeren Wohn- und Geschäftshaus, bei dem die Fachkräfte das nicht beachtet haben; das buntscheckige Ergebnis war dann nicht nach dem Geschmack des Bauherrn. Freunden unfreiwilligen Humors anempfohlen.


    Herbert

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