Der Zwischenbahnsteig von Eisfeld

  • Hallo Spur 0-Freunde !

    Da ich meine Anlage von hinten nach vorne baue,war es mir bis zum jetzigen Zeitpunkt verwehrt,im Bahnhof Eisfeld alle Gleise verlegen zu können.

    Doch nach nun fast 20 Jahren konnte Gleis 3 angeschlossen werden.Dieses Gleis war beim Vorbild der Beginn der Strecke von Eisfeld nach Sonneberg.

    Zwangsläufig erfordert die Situation einen Zwischen-oder Inselbahnsteig.Beim Vorbild wurde dieser damals mit Hilfe von genieteten Stahlpfosten überdacht.

    Doch bevor die Arbeiten begannen,mussten noch auf der Bahnhofswestseite Signale und Gleissperre gebaut werden.Auch Ausfahrt Ost erhielt Formsignale.

    Dazu die Schotterarbeiten und Gittermasten - ach und so weiteres Getöns....

    Gerade noch vor Beginn des Baus,bemerkte ich,daß die Gleislage etwas entschärft werden muß.Aber dann ging es los.Und ohne viele Worte folgen nun ein paar Fotos,die den Zustand bis zum heutigen Tage zeigen.



    Die Ausgangssituation.



    Das Ausmessen und Aufreisen der Bahnsteigbreite.



    Die Erschaffung der Bahnsteigkante mit Fliesenkleber.



    Gestaltung der Ausfahrt West.



    Gestaltung der Ausfahrt Ost.



    Belag für Bahnsteig (Quarzsand) vor dem Einfärben.



    Einsetzen der Bahnsteigunterführung.



    Einsetzen von Schaumplatten für die spätere Pflastergestaltung (Prägen) des überdachten Bahnsteigteils.



    Bisheriger Stand der Dinge.

    Viele Grüße,Stephan



  • Hi Stephan,

    die Grossaufnahme mit der Stütze des Bahnsteigdaches ist der absolute Knaller. Das Bauteil ist Dir phänomenal gelungen, vor allem die Nietenreihen, die Schelle des Abflussrohres und die Betonfarbe. Ich hoffe auf eine kurze Notiz wie Du das gemacht hast...

    Gut, dass Du Deinen Gleisverlauf harmonischer gestaltet hast, Foto #6 macht die neue Linienführung deutlich sichtbar.


    Deine Anlage wird immer toller...


    Begeisterte Grüße. Jay, the K.


    PS bewegte Bilder einer Zugfahrt auf Gleis 3 hätten auch was ;)

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Hallo Stephan,

    das ist ja endlich mal ein Bahnsteig, der eine vernünftige Breite hat und nicht so schmal ist wie auf vielen anderen Anlagen. Und die Überdachungsstützen sind absolut perfekt.

    Tolle Anlage, ich bin total begeistert.

    Viele Grüße aus Flensburg von

    Meinhard,
    der wohl immer noch nördlichste Nuller Deutschlands

  • Moinsen,


    Eisenbahn-Modellbau vom aller Feinsten, gar keine Frage. Aber was mir noch viel mehr imponiert: 20 Jahre bei einem Thema, da verneige ich mich ganz tief.


    Weiterhin ganz viel Spaß.


    Christoph

  • Hallo an Alle !

    Danke für die netten Kommentare und Bewertungen.

    C_h_o_p_i_n :Das mit der Bahnsteigkante war wieder so eine Idee,die sich in meinem Kopf festgesetzt hatte.Ich glaube,so ist damals auch der Fiat Multipla entstanden -der ist optisch sehr gewöhnungsbedürftig,aber wir entwickeln das Ding jetzt weiter.

    Eigentlich nimmt man da Holzleistchen oder L-Profile oder fertige Modelle diverser Hersteller.Aber ich wollte das mal probieren.

    Ich befestigte von oben an der Bahnsteigkante ein 3 mm stark aufgeschäumtes Selbstklebeband.

    Dann flexiblen Fliesenkleber mit einem kleinen Spachtelmesser von unten nach oben an die Senkrechte aufziehen.Ein paar Millimeter Stärke reichen.Einen Tag später das Klebeband abziehen.Jetzt steht die "Fliesenkleberwand" 3 mm höher,als der Bahnsteig.Sie bildet praktisch die vordere senkrechte Ansichtseite der Bahnsteigkante.Nun wieder das Klebeband von oben in einem Abstand daneben kleben,welcher die Breite der Steinkante ergeben soll.Den Abstand von vorderer Kante zum KLebeband mit Fliesenkleber füllen.Nach dem Trocknen das Band entfernen.Die Kante ist fertig zum Bemalen und steht drei MIllimeter höher,als der Bahnsteig.Nun kann man sich Beläge für den Bahnsteig überlegen.Sie müssen allerdings diese 3 mm Stäke aufweisen.

    Viele Grüße,Stephan


  • Hallo Stephan,


    Deine Bahnsteigkanten sind der Hammer, das ist echt einmal eine sehenswerte Alternative, auch farblich sensationell gelungen! Ich habe nur nicht ganz verstanden - die Fugen hast Du händisch in den harten Fliesenkleber geritzt? Die Hartschaumplatten hast Du dazu aber wieder herunter genommen?! Es sieht sehr aufwendig aus, die Fugen und Steine etc. wirken sehr echt. Alles in allem, auch mit dem Bahnsteigbelag und dem ganzen Equipment, ein grandioses Ergebnis!

  • Hallo Stefan,hallo Reinhold !

    Im Gegensatz zu Gips,den man nach dem Aushärten nur noch mit Gänsehaut und Ohrenpfeifen gravieren kann,geht das Fugenritzen bei Fliesenkleber (nicht Fugenmasse !) auch nach Tagen wunderbar.Dafür ist die Gipsoberfläche etwas feinporiger.Der Fliesenkleber kann ohne Anfeuchten auf festes Material aufgebracht werden und verbindet sich sehr haltbar mit dem Untergrund.Wie gesagt,der Untergrund sollte sich nicht biegen oder schwingen,denn dann kann es zu Rissen kommen.Auch ein nachträgliches nahtloses Anfügen oder Auftragen auf alte Schichten klappt wunderbar.Mein Viadukt ist aus Holz und hat seit Jahren glücklicherweise keine Verletzungen.




    Zum Einfärben gehen z.B.stark verdünnte Acrylfarben oder washes.

    Viele Grüße,Stephan

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