Mit Drehstrom "Trifase" entlang der italienischen Riviera

  • Hallo Stephan,


    ich würde ;) , da das Vorbildmauerwerk hell ist, diesen Grundton mit reiner, aber farblich angemischter Acrylfarbe flächig auftragen.

    Wichtig: Acrylfarbe Immer vor dem nächsten Farbschritt vollständig durchtrocknen lassen! 24 Stunden.

    Es sei denn Du willst "nass in nass" Effekte erzielen, was aber als Grundierung nicht unbedingt Sinn macht. (Wäre aber auch möglich, wenn man eine zweite, oder dritte Farbnuance der Basisfarbe aufbringen will.)


    Diese Basisfarbe darf gut decken, d.h. wenig Wasser zusetzen. So das sie gut zu streichen ist, aber möglichst wenig durchscheinende, wässrige Stellen hinterlässt, aber auch nicht die Fugen zusetzt. bei hochwertiger Künstler ! Acrylfarbe besteht diese Gefahr aber nicht, da sehr kleine Pigmente enthalten sind.

    Nach dem Steichen kann ruhig die Farbe in den Fugen stehen, nach dem Trocknen ist die geritzte Struktur wieder vorhanden!

    Notfalls nach kompletter Durchtrocknung, nachbessern, oder komplett zweite Schicht aufbringen.

    Styrodur nimmt Farbe erst mal nicht gut an. Komplett durchtrocknen lassen!

    Farbe aus Billigmärkten würde ich nicht verwenden, da zu geringe Pigmentierung! Lieber aus dem Künstlerbedarf Farbe verwenden. Durch die geringere Menge die benötigt wird, ist es nicht so teuer wie es ggf. erscheint.


    Dann die einzelnen Steine mit den vorbildähnlichen Farbnuancen bemalen. Ebenfalls mit reiner, farblich angemischter Acrylfarbe. Wieder mind. 24 Std. durchtrocknen lassen.


    Dann die Fugen mit einem nicht zu schwachen Wash (selbst passend angemischt aus Acrylfarben), erdbraun oder was dem Vorbild nahe kommt, füllen. Eine Weile trocknen lassen - 1 - 2 Stunden, dann mit einem ausgedrückten, handfeuchten Schwamm oder fusselfreien Lappen (Schisser Feinripp Unterhemden sind da super :D ) stramm über den Finger gezogen flach abreiben, so dass die Fugen gefärbt bleiben. Eine dünne Schicht Restfarbe hier und da auf der Maueroberfläche stört nicht.

    Dann durchtrocknen lassen. ggf. mit Pigmentfarben trocken oder nass (H0 Fine Verdünner / Alkohol) die Pigmente auftragen wo es gewünscht ist (Moose, Rußspuren, Kalkauswaschungen etc.) und dann wenn diese angetrocknet ist !! mit einem härteren oder harten Borstenpinsel abbürsten bis der gewünschte Grad der Patinierung erreicht ist. Mit dem Lösungsmittel kann man, wenn es daneben ging alles wieder entfernen.

    An Stellen wo man nicht anfasst nicht nachlackieren mit Mattlack. Sondern so lassen.

    Das gibt eine minimale, aber realistische, stumpfe Struktur im Gegensatz zu einer lackierten Patinierung.


    Ich würde an einem Stück Styrodur zum testen ausprobieren welche der durch die Forenkollegen genannten Möglichkeiten der Farbgebung Dir liegt und gelingt.

    Ggf. die Methoden mischen je nach Ort und Motiv.


    Bin gespannt! Viel Erfolg! :thumbup:

  • Hallo Stephan,


    das sieht schon mal richtig, richtig gut aus ! Die Struktur des Naturstein Mauerwerks ist Dir schon mal super gelungen.


    Ich würde eine Grundfarbe Sandton von Revell auftragen und dann nur noch mit Pigmenten mit Wasser gemischt

    ( mal mehr mal weniger ) die verschiedenen Nuancen bearbeiten.

    Das Vorbildfoto ist perfekt , -daran würde ich mich orientieren.

    An den Fugen würde ich nichts machen, höchstens mit dunklem Ton einwaschen.

    Aber Du bist ja Künstler und solltest mit Farben Deine Erfahrung haben- vermute ich mal.


    Die Mauer im Hintergrund ist nach dieser Methode entstanden- wenn man das erkennen kann.


    Gruß und ich bin immer noch begeistert von dem Thema und der Umsetzung !


    Johannes

  • Hi Stephan,

    Deine Steinarbeit sieht vielversprechend aus und gefällt mir.

    Ich baue auch viele meiner Mauern aus Styrodur. Die Oberfläche bekommt als erstes zur Grundierung eine Schicht aus schwarzem Mod Podge und danach werden die Steine mit verschiedenen Braun- und Grautönen trockengebürstet. Ich habe das Verfahren hier ausführlich beschrieben


    Mauermalerei




    So sieht dann das Ergebnis aus.


    Viel Spaß beim Malen. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Wow ... !!!

    vielen herzlich Dank an alle, die mir hier mit Ihren Tips zur Seite stehen, echt überwältigend ...


    Ich werde mir einige Muster "ritzen" und dann die Vielzahl von Methoden ausprobieren, die für mich beste dann im Modell umsetzen.


    Halt euch auf dem Laufenden ...



    Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende


    Stephan

  • Hallo Stephan,

    ich möchte auch meinen Beitrag zu "Petrifzierung" von Hartschaum leisten.

    img_3603m2kax.jpg

    Das ist zwar ein H0-Modell, denn mit Magsthausen oder eigentlich Mühlhausen bei Schlüsselfeld bin ich auch in der Baugröße engagiert.

    Den blauen Hartschaum habe ich mit Farben von Citadel Miniatures angemalt. Die trocknen schön matt auf. Gemischt habe ich die Farben auf der Palette.

    Für die Fugen will ich Polak-Puder verwenden und diese mit einer Spiritus:Wasser-Mischung (2:1) einfließen lassen.

    So long,

    Andreas

  • Rückschläge waren ja zu erwarten,

    aber warum ausgerechnet ich, ... fragt sich wahrscheinlich jeder mal in seinem Modellbau leben ... ;(


    Trassenbau ging gut voran, auch die alte Schullern Bogenweiche konnte ich dank Herrn Völklein ( http://www.weichen-walter.de ), mit neuem Herzstück perfekt ins Modul integrieren und dann kam der Gleisbau ...


    Hatte gefallen an den Holzschwellen vom K-Modul Gleis aus der Schweiz und gleich ein paar Meter bestellt. Das Einfädeln der Schienenstühle ging recht leicht von der Hand aber das spätere Einstecken in die vorgebohrten Löcher auf den Holzschwellen war dann ein Desaster. Zu viel Druck und die Schienenstühle aus Kunststoff brechen. Natürlich hab ich die Löcher bearbeitet, trotzdem verabschieden sich 30% der Schienenstühle. Gibt's da einen Trick, hab ich was verpaßt?


    Die Optik find ich Klasse aber Vertrauen hab ich zu der Konstruktion keinen. Schließlich will ich später nicht den ganzen Oberbau wegreißen, wenn sich einmal die Weichmacher aus dem Kunststoff verabschieden, bau ja für die Ewigkeit ...


    Gibt's Alternativen für den Gleisselbstbau ... ?!






    Liebe Grüße und einen sonnigen Restsonntag


    Stephan

  • Hallo Stephan,


    ich hatte das gleiche Problem wie du heute auch. Neue K-Modul Kleineisen von Hassler und ein exakt auf 1,5mm Durchmesser großes, gelasertes Loch. Der Stift am Kleineisen misst knapp 1,5mm, d.h. müsste gut reinpassen. Hat es aber nicht! Ich musste sehr viel Druck ausüben. Mir sind aber nur 3 (von 48) Kleineisen kaputt gegangen.


    Ich vermute sehr stark, das es am Material liegt. Ich verwende aktuell Eiche Vollholz 3mm stark. Diese Probleme hatte ich mit Linde und Sperrholz nicht.


    Bei den nächsten Schwellen werde ich definitiv das Loch tatsächlich etwas größer gestalten, vermutlich 1,55m. Vielleicht sogar 1,6mm und dann von hinten einen Tropfen Sekundenkleber hinzugeben.


    Wenn du Laserschwellen brauchst, meld dich einfach bei mir.


    0m-15m-Joch-20211024-1.png


    0m-15m-Joch-20211024-2.jpg


    0m-15m-Joch-20211024-3.jpg


    Gruß

    Djordje

    "Die technische Schönheit der Dampflokomotive bleibt unübertroffen!"
    Die eindrucksvollste Aussage zu Dampflokomotiven die ich jemals gehört habe.

  • Hallo Djordje und Null Problemo,


    vielen Dank für eure schnelle und praktische Hilfe, aber nochmal ganz konkret ...


    Wie verhalten sich diese Kunststoffstühlchen nach Jahren auf den Modulen. Unterschiedliche Temperaturen durch Auf- und Abbauen, unterschiedliche Lagerorte. Die Profile werden sich, wenn auch nur wenig, ausdehnen und zusammenziehen. Da diese Kunststoffbauteile recht "sperrig" auf den Profilen sitzen befürchte ich "Brüche" mit der Zeit ... ??!


    Wünsch uns allen einen sonnigen Tag ... :)


    Stephan

  • Quote

    Wie verhalten sich diese Kunststoffstühlchen nach Jahren auf den Modulen. Unterschiedliche Temperaturen durch Auf- und Abbauen, unterschiedliche Lagerorte. Die Profile werden sich, wenn auch nur wenig, ausdehnen und zusammenziehen. Da diese Kunststoffbauteile recht "sperrig" auf den Profilen sitzen befürchte ich "Brüche" mit der Zeit ... ??!

    Kein Problem!


    Null-Problemo 8)

  • Buongiorno a tutti,


    Signore Stephan, dein ambitioniertes Trifase-Projekt mit Mittelmeer-Flair ist recht interessant.

    Ich selber war oft auf einer anderen Strecke Milano-Verona-Venezia mit dem Zug unterwegs, aber die klassische Gebäudearchitektur ueberall dort ist die gleiche. Nach Korona will ich Nizza-Genova probieren.


    Scusa, so als Anregung zu deinem Riviera-Zugbetrieb mit Epochenwechsel könnten einige meiner älteren TEE-Reisezugwagen passen, wie hier im alten Katalog auf Seite 3 auch mit neueren FS-Wagen abgebildet. Damals wurden sie aus Blech in verkuerzter Länge gebogen und gefaltet, heute werden sie in voller Länge laser-geschnitten und wer weiss, morgen vielleicht je nach Laune auch 3D-gedruckt.


    Ciao,


    Johannis

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