Fracht- und Wagenhandling bei Halb-"Virtuellem" Betrieb

  • Hallo zusammen,


    da dieses Unterthema - gegebenenfalls - etwas umfangreicher werden kann, gliedere ich das Thema mal aus.


    bei realen (Modul-)Treffen werden verschiedene Frachtsysteme eingesetzt, die alle mehr oder weniger ähnlich sind.

    Beim FREMO zum Beispiel gibt es Bahnhofsdatenblätter, einen Arrangementplan, einen Fahrplan, Güterzugbildungsvorschriften, Lokeinsatz- und Wagenumlaufpläne. Daneben noch Lok- und Wagenkarten und am Ende die eigentlichen Frachtzettel.

    Alles "fassbar" und real.


    Einen "virtuellen" Schritt weiter geht der Fracht Agent oder der große Bruder Ship it. wobei beide Systeme in meinen Augen etwas zu viel Output erzeugen und damit nicht sonderlich übersichtlich sind und eigentlich "nur" die Zugzusammenstellungen maschinell übernehmen. Der Input ist ansonten identisch zum "fassbaren" System des FREMO.


    Man könnte mit den beiden Systemen sicherlich einen halb-virtuellen Betrieb durchführen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich zufriedenstellend funktioniert.


    Ich bin also auf der Suche nach einer Lösung, die den halb-virtuellen Betrieb vernünftig abbilden kann.

    Da es bisher - meines Wissens nach - nichts gibt, da halb-virtueller Betrieb wohl insgesamt Neuland ist, ist wohl Eigeninitiative gefragt.


    Ich hoffe darauf, dass - wenn alles läuft - es noch mehr verrückte Modellbahner wie mich gibt, die den halb-virtuellen Betrieb ebenfalls umsetzen und man dann gemeinsam entsprechende Betriebssessions auf den verschiedenen Anlagen starten kann.

    Frei nach dem Motto: "Hallo Leute, wer hat morgen Abend ab 18:00 Uhr Lust auf eine Fahrplansession bei der RüKB?"

    ...und dann wird gefahren! Halb-virtuell; vielleicht sogar aus Australien, der Schweiz oder Peru.


    Es gibt gewisse Anforderungen die schwer über das FREMO-System und die Programmgestützten Varianten Fracht Agent und Ship it abzubilden sind.

    Wie kann ich z.B. Wagenkarten untereinander austauschen oder diese mit Frachtzetteln versehen wenn ein Zugführer in Wilhelmshaven und einer in Hamburg sitzt? (...wenn es zeitnah erfolgen soll!)

    Woher weiß ich, welchen Wagen ich von der Ladestraße abziehen muss, wenn ich hier die Wagenreihung nicht weiß und visuell nicht erkennen kann?

    Welche Informationen sind wirklich wichtig für den Betrieb, um nicht in einer Datenflut zu ersticken?

    Kann man Daten für Anfänger und Profis unterschiedlich anzeigen lassen? (Der eine möchte vielleicht die Bremshundertstel wissen, der andere nur, wo er die Ladestraße im Bahnhof xy findet)

    Wie bekomme ich die Daten(flut) so an meinem Arbeitsplatz angeordnet, dass es übersichtlich ist und gut zu handhaben ist?


    Wie sieht der halb-virtuelle Arbeitsplatz (derzeit) aus?


    Bei der RüKB gibt es 4 stationäre Kameras (für jeden Bahnhof eine, der Fiddle Yard hat (noch) keine, da er manuell von einer Person bedient werden muss)

    Man muss nicht alle Bahnhöfe im Blick haben, sondern nur den, in dem man sich als Lokführer befindet. Also nur ein Bild.

    Die Auflösung ist derzeit auf 640 x 480 Pixel eingestellt. (muss ja auch alles gestreamt werden)


    Das nächste ist die Lokführerkamera. Ein weiterer Stream 640 x 480 Pixel in einem weiteren Browserfenster parallel zum Bahnhofsblick.


    Zusätzlich ist Rocrail mit dem Gleisbildstellpult offen, um die Weichen und Signale stellen zu können.


    Der Rocrail-Fahrregler zum Steuern der Lok nimmt nicht allzu viel Platz weg.


    Die Rocrail-Uhr kann gut über dem Fahrregler platziert werden.


    Das Telefon für die Zugmeldungen liegt neben der Tastatur.


    ...und jetzt fehlen noch die Unterlagen und Infos die man für den Betrieb benötigt.


    mit einem Monitor kommt man langsam an seine Grenzen wenn man den Überblick behalten möchte. (Bisher ging es, aber wir sind ja auch noch in der Test und Aufbauphase)


    Wie kann man nun die Unterlagen und Infos in das System integrieren und für jeden aktuell verfügbar machen?

    (Bei Listen und Zetteln müsste man diese "analogen" Infos wohl irgendwie digital aufbereiten, so dass eher eine digitale Lösung sinnvoll erscheint.)


    Hat jemand vielleicht Ideen dazu?



    Gruß

    Joachim

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