Neuheit: BR 56

  • Moin


    Was für eine schöne Lok, die Lenz da produziert hat. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich mit meinen beengten Platzverhältnissen mal auf die Idee kommen könnte, mir eine Dampflok mit Schlepptender kaufen zu wollen, aber bei der 56 werde ich wohl über kurz oder lang schwach werden....


    Was mir neben vielem anderen gut gefällt ist, dass jetzt auch eine Lenz Dampflokomotive die Möglichkeit bietet, mit der Taste F9 in den Leerlauf umzuschalten, so wie es Brawa und Leo Soundlab schon länger machen.


    Könnte nicht einer der stolzen Besitzer einer 56 mal ein kurzes Filmchen einstellen, in dem die Lok vielleicht mit ein paar Dampfschlägen anfährt und dann in den Leerlauf wechselt und weiterfährt? Oder auch mal nur im Leerlauf fährt...?


    Ich jedenfalls würde mich darüber freuen.


    Viele Grüße

    Frank

  • Die Anleitungen von Lenz sind wenig hilfreich, zu losen Schrauben bzw. Schrauben nachziehen wird nichts geschrieben. Es gibt keine Zeichnung mit Markierungen, keine Angaben zum benötigten Werkzeug - SW, Inbus o.ä.; dass es nicht mitgeliefert wird - Schwamm drüber. Ein falsch angesetzter Schraubendreher hat auch schon feine Teile so beschädigt, dass man sie gar nicht mehr drehen kann!

    Hallo Günter,

    ich vermute, dass die Zurückhaltung von Lenz, Angaben über Schlüsselgrößen und Wartungsmarkierungen, geschweige denn Anleitungen zum Öffnen der Loks der Sorge geschuldet ist, die Käufer überhaupt erst zum "Herumschrauben" zu verleiten. In der Serviceabteilung dürften mit Sicherheit einige abschreckende Beispiele eingetroffen sein, die ein derartiges Verhalten rechtfertigen. Andrerseits verwechseln hier einige offenbar die notwendige turnusmäßige Wartung mit "Kaputtreparieren".

  • Hallo Michael,


    ich weiß nicht mehr, wo/in welchem Thema es genau stand, aber da hat jemand beklagt, dass ein 1,3 mm Inbus schwer ging/nicht exakt passte, und er bekam von prominenter Stelle den Hinweis, ganz leicht die Kanten zu brechen, dann passt das schon.

    Also wird doch "Selbsthilfe" zumindest suggeriert und nicht "Finger weg, Ihr könntet was kaputtreparieren."

    Wie ich auch schon an derer Stelle angemerkt habe: ein ganz heikles Thema!

    Denn hier sind viele vertreten, einige äußern ihre Meinung: die 2-Linkshänder, die Dickdäumigen, die Vorsichtigen (so etwa meine Fraktion), die Mutig-Drauflosen und natürlich (hier reichlich vertreten, zumindest vom Anteil der Beiträge her zu vermuten) die Könner, die sich (mit Recht) überall drantrauen.

    Aber für mich gilt: Ohne Grund und klare Ansage (z. B. in der BA mit Hinweis wo, wie und womit) - oder nach einer "Telefonkonferenz" mit dem Hersteller - gehe ich bei Modellen dieser Preisklasse nirgends dran. Bei "Altgerät" und "Billigware" habe/hätte ich auch keinerlei Hemmungen. Damit habe ich zu diesem Thema genug gesagt.


    LG

    Günter

  • Hallo zusammen,

    bei meiner neuen BR 56 (tolle Lok übrigens!) möchte ich das unter F14 zu schaltende Geräusch "Feuer bearbeiten" eliminieren und die auf derselben F-Taste belegte Feuerbüchse ohne das Geräusch lodern lassen.

    Auf Seite 12 der Bedienungsanleitung heißt es:



    Leider finde ich auf der Lenzseite nichts dergleichen. Habe ich etwas übersehen bzw. gibt es eine CV Liste zum Mappen der Funktionen und Geräusche?

  • Hier ist ein 2-Minuten Filmchen mit dem Neuzugang BR 56 362, viel Spaß beim Anschauen:

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  • Hallo die Herrschaften gepflegter Preussen,


    gestern kam nun meine 56.2 in der richtigen :P DR Ausführung ohne Dachaufsatz als 56 438 des Pw Pasewalk an. Die Lok fuhr auch bis Eberswalde und wurde auch kurz hier im Bw geführt, zumindest als Gastlok - grossen Dank an die Firma Lenz für diese tolle Lok und die Vorbilauswahl.



    Gleich vorab, ich bin überaus begeistert von der Maschine! Mir ist zwar auf der Heizerseite gleich eine nicht ganz sauber montierte Griffstange an der Rauchkammer aufgefallen, die ist aber einfach nicht richtig in ihre Bohrung versenkt, was ein Kinderspiel ist aber der Klebechinese irgendwie grade nicht hinbekommen hat ;)


    Also ran ans Werk und gleich vom Brett geschraubt, unter Ausnutzung vorhandener Deckel durch Unbefugte,... und ab aufs Gleis zum Decoder einlesen. Auch das verlief vollkommen problemlos. Dann das übliche Prozedere bei einem Neuzugang:

    Lok aufs Kreuz gelegt und alle Schmierstellen mit einem Tropfen Öl versehen und auch den Anblick von unten mal genossen. Die 1. Kuppelachse ist federn und kippbar gelagert, Achse 2 und 4 sind gefedert, Achse Nr. 3 ist wie auch beim Vorbild die Antriebsachse und fest aber seitenverschiebbar im Rahmen gelagert. Die Vorlaufachse ist sehr angenehm stramm abgefedert. Auch der Tender verdient es genauer angeschaut zu werden, ist es doch das erste Modell dieser Vorbildbauart. Auch der Wasser und Kohleträger ist sehr gut gelungen, angenehm ausgewogen schwer und die mittlere Achse ist abgefedert.


    Dann gings aufs Gleis zur ersten Testfahrt. Zunächst ohne Sound, dann mit Sound und einige Meter hin und her zum Einfahren, wobei diese Lok das absolut nicht nötig hat, weil sie einfach hervorragend fährt. Meine quasi Steilstrecke ist immer ein super Zugkrafttest, auch hier schafft sie das was von einem D-Kuppler erwartet werden kann unter Last ohne Probleme. So richtig begeistert haben mich die absolut ruckfreien Langsamfahreigenschaften in beiden Richtungen...Hut ab!


    Den Sound und inbesondere die Pfiffe finde ich richtig Klasse gelungen. Auch und gerade die Zufallsgeräusche und Kohle schaufeln mit flackernder Feuerbüchse sind schon toll anzusehen. Heute Abend wird dann noch die Dunkeletappe folgen und die Leuchtstärke reduziert.



    Ich für meinen Teil freue mich schon riesig auf die 55, um dann beide in Doppeltraktion fahren zu können :) :) :)


    Grossen Dank an die Firma Lenz und hier inbesondere die Modellbauer für diese schicke Lok !!


    Gruss, Dirk


  • Hallo Dirk,


    vielen Dank für die neuesten Eindrücke der 56er in DR Ausführung.

    Das Modell steht bei mir auf Platz 2 der "Muss- ;) - ich-unbedingt-Kaufen-Liste", daher habe ich vor einigen Wochen bereits die DB Ausführung bei einem Freund bewundert.

    Er hat mich dabei auf eine kleine Sache aufmerksam gemacht, über die ich bisher in diesem Faden Nichts gelesen habe. Ich sehe aber auf Deinen Fotos ist es ebenfalls so.


    Es handelt sich um die rote Lackierung unter dem Umlauf, welche auf dem letzten Stück, ab den Zylindern in Richtung Rauchkammer bei allen Modellen - die ich auf Fotos und live gesehen habe, mitten drin endet:


    comp1b_lenzbr65farberdejbd.jpg


    Ist beim Vorbild die Lackierung auch nur bis zu diesem Punkt unter dem Umlauf vorgenommen worden?

    Oder ist es produktionsbeding, dass unter diesem Stück Umlauf keine Farbe ist?


    Mir geht es mit dieser Frage nicht darum an dem hervorragend gelungenen Modell herum zu mäkeln.


    Es stört mich nicht , lässt sich beheben, nur wundert es mich und es interessiert sowohl meinen Freund, als auch mich, was wohl der Grund sein könnte.

    Ich werde diese Lok kaufen und damit sicher jede Menge Freude haben.

    Die Lok läuft bei meinem Freund spitzenmäßig und bieten keinen Anlass für Kritik!


    Vielleicht hat ja jemand eine Erklärung dafür.

  • Hallo Dirk,


    gute Frage!


    Auf Seite 197 in "Die Eisenbahn in Giessen" vom EK-Verlag gibt es ein schönes (leider nur schwarz/weiß) Bild der 56 868. Die von dir markierte Stelle weist keine Kontaste (Graustufen) im Vergleich zu den Zylindern auf, was auf die gleiche Farbe wie an den Zylindern schließen lässt, also schwarz. Das ist leider das einzige Bild einer 56 von der Seite bei dem dieser Bereich nicht "absäuft". Zumindest liegt mir kein besseres Foto vor.


    Schau´dir mal die Bilder bei Weinert an. Auch hier ist der Bereich an dem H0-Modellen über den Zylindern excl. evtl. vorhandenen Leitungen schwarz.



    Null-Problemo 8)

  • Gude,


    drei Fotos im EK-Buch von 1976 auf den Seiten 214//251/260 von Lok, welche noch gut im Lack stehen weisen darauf hin, dass man sich an die Lackierungsvorschriften gehalten hat und die entsprechenden Teile unterhalb des Umlaufs rot lackiert waren, also auch der Träger des Umlaufbleches und das Umlaufblech von unten. Lediglich das am Umlaufträger angebrachte Verkleidungsblech vom Zylinder her war durchgehend schwarz. Wer es also ganz genau haben möchte, der muss wohl noch mit etwas roter Farbe ran.


    Edit: Verdeutlichung im Text, um Missinterpretationen vorzubeugen.

    Mit Gruß vom Nick

    Edited 2 times, last by Nick ().

  • Moin!


    In der EJ Sonderausgabe III/1990 wurden die Baureihen 55 und 56.2 vorgestellt.

    Auf den Farbfotos darin kann man erkennen, daß eigentlich die Kante unter dem Umlauf bis vorne rot war, außer im Bereich der Zylinder bzw. dort verdeckt das Verkleidungsblech die Kante unter dem Umlaufblech.


    Das gilt nicht für das senkrechte Blech unter der Rauchkammertür, welches keine rote Kante hatte, aber die davor liegende Stufe mit dem Riffelblech auf dem die Laternen stehen eigentlich schon.

    "Eigentlich" deshalb weil dieser Bereich vorne offenbar besonders von Schmutz bedeckt war, so daß man die rote Farbe wirklich nur schwach erahnen kann, eigentlich sieht der Umlauf vor den Zylindern auf allen Bildern sehr schwarz aus - nicht nur bei der 56.2 sondern auch bei der 55, im Gegensatz zur Pufferbohle, welche deutlich rot ist.


    Gruß,

    Ralf

  • Null-Problemo

    Nick

    Sh0wtime


    Hallo Oliver,


    vielen Dank für Deine Hinweise und Antwort. Ich werde mir die von Dir genannten Ausführungen mal ansehen. Ich habe fast angenommen, dass es kein Zufall ist das die Ausführung so erfolgt.

    Dann muss nicht "nachgebessert" werden, was mich freut.


    Hallo Nick,


    auch Dir vielen Dank für Deine Verweise (leider besitze ich kaum Literatur, daher auch meine Frage hier) und den Hinweis auf das Verkleidungsblech unter dem Umlauf.


    Hallo Ralf,


    auch Dir vielen Dank! Drei Hinweise auf das schwarze Verkleidungsblech und den Schmutz in den genannten Bereichen auf Originalfotos, sollten Klarheit geben, dass die Ausführung der BR 56 so stimmig und korrekt ist.


    Euch Allen, auch im Namen meines Freundes dem dies auffiel, vielen Dank für die prompten Antworten und Erklärungen. :) :thumbup:


    Auch wenn ich noch eine Weile warten muss bis ich die 56er mein eigen nennen kann, freue ich mich schon darauf!


    Viele Grüße,

    Dirk

  • Moin,


    aufgefallen ist mir das schon aber ich muss dazu erstmal noch etwas Literatur wälzen und dann ggf. den Pinsel nehmen, Aus meiner Sicht ist das nicht dramatisch, schwieriger wird es eher, hier entsprechende Farbaufnahmen der jeweiligen Maschine zu finden.


    Es schmälert aber nicht die Erscheinung dieser wunderschönen und auch technisch sehr gelungenen Maschine aus dem hause Lenz :)


    Gruss, Dirk

  • Einen wunderschönen guten Tag



    Wenn man solch ein Modell entwickelt und ein Layout für die Beschriftung und Lackierung für eine Fertigung festlegt , schaut man wie dies beim Vorbild anhand von Fotos vom Vorbild gewesen ist. Auch schaut man in die Literatur ob es irgendwelche Vorschriften für die Lackierung gab.

    In dem Bereich welcher hier genannt wird wurde dieser schwarz lackiert. Dazu gibt es auch Farbaufnahmen die dies belegen. Es kommt aber beim Vorbild vor dass es auch da Abweichungen gab , aber man nimmt immer die Version welche da gang und gebe beim Vorbild gewesen ist .




    dampflokomotivarchiv.de


    dampflokomotivarchiv.de



    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • In dem Bereich welcher hier genannt wird wurde dieser schwarz lackiert. Dazu gibt es auch Farbaufnahmen die dies belegen.

    Nee, die verlinkten Aufnahmen aus den letzten Betriebsjahren bei der DB zeigen nur wie sehr der Bereich vorne verdreckt war, nicht dagegen wie die Lok frisch aus dem AW lackiert war.

    Das ist das generelle Problem, gute Farbaufnahmen gibt es meistens nur aus den letzten Jahren als sich keiner mehr so recht um die Pflege der Lok gekümmert hat. Als die Loks vor dem Krieg noch festen Personalen zugeordnet waren, hätte man eventuell das Rot noch gesehen, aber aus der Zeit gibt's halt keine Farbfotos.


    Im schon oben von mir zitierten EJ Sonderjournal sind Farbaufnahmen enthalten, welche belegen, daß die Unterkante frisch ab Werk mal rot lackiert gewesen sein muß, es aber schon bald nicht mehr zu sehen war bzw. nur wenn man mit der Nase dicht heranging.

    Also theoretisch - und nach Lackiervorschrift - rot aber im Einsatz nicht mehr zu sehen mangels Pflege.


    Wer eine vorbildliche Farbgebung seines Modells möchte, der sollte die ganze Lok entsprechend farblich "altern". Dann stimmt's.


    Gruß,

    Ralf

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