• Hallo alle,


    Möchte gern mal mein Gleisplan ins Forum bringen. Ich bin neu in der Spur null (HO ist mehr als 50 Jahre her….), will gern euere Bemerkungen und Kritik hören.


    Ich habe 4.40m x 1,50m zur Verfügung, also eine L-formige anlage. Am Ende (an der kurze Seite) kann noch ein Fiddleyard angeschlossen werden.



    Geschichte von Nullerburg.

    Der Bahnhof Nullerburg ist der Endpunkt von der eingleisigen Strecke der bei Talhausen anfangt. Nullerburg ist ein Stätdchen mit eine intakte mittelalterliche Stadtmauer. Außerhalb der Stadtmauer war damals eigentlich nicht genügend Platz für ein Bahnhof vorhanden und darum wollte man ein Teil der Stadtmauer abrissen. Wenn die gesamte Strecke von Talhausen bis kurz vor Nullerberg bereits fertiggestellt war (1908), wurde deutlich das der Besitzer der Obstgarten direkt hinter der Stadtmauer, weigerte um sein Grundstuck zu verkaufen. Am Ende wurde dann beschlossen den Bahnhof stark zu verkürzen und die Stadtmauer stehen zu lassen.



    Gleisplan.


    Der Gleisplan hab ich mit Anyrail entworfen. Werde Lenz Gleise gebrauchen.


    Das Ganze ist nicht besonders kompliziert, am Ende ist eine kleine Drehscheibe, lang genug für ein Köf mit ein Güterwagen. Nur kleine loks (T3, BR70 etc.)


    Es wird sicher noch ein Jahr dauern bevor ich mit der Bau anfangen kann. Weil ich die Inszenierung von Landschaft und Gebäude nicht 1:1 ausprobieren kann hab ich der Plan schematisch in 3D Programm umgesetzt um eine bessere Eindruck zu haben wie das aussehen könnte.


    Marcel Keijzer



  • Hallo Marcel,


    auf mich wirkt das sehr schön durchdacht - ich kann mir vorstellen, dass es auch durch die vielen Ladestellen nicht langweilig wird.

    Auch die Geschichte passt und erklärt prima die Situation - wobei die Situation eigentlich nur für Dich stimmig sein müsste ;).


    Weiter viel Spaß und viele Grüße,

    Stefan


    PS: - das Stellwerk (?) dort wo sich die Ladegleise kreuzen würde ich weglassen. Bei so kleinen Bahnhöfen ist oftmals nur das Einfahrsignal und maximal noch die Weichen ferngestellt, die für die Fahrstraße benötigt werden damit der Zug aufs richtige Gleis einfährt - der Rest ist ortsgestellt. ( Diese 2..3 Hebel sind dann oft in einem Vorbau im/am Bahnhofsgebäude untergebracht - bei Fahrdienstleiter) Ich vermute mal, dass sowieso alle Zugfahrten am Hausbahnsteig beginnen und enden ?!

  • Hallo Stefan,


    Du hast recht, das war geplant als Stellwerk. Wenn die Hebel irgendwo am Bahnhofsgebaude untergebracht werden gehen von dort aus auch die Kabelkanale zu dem Weichen? Die Weiche bei den Fabrik liegt auf eigenem Grundstuck, werd also nicht zentral bedient.


    Die zugfahrten beginnen und enden am Hausbahnsteig.


    Danke fuer dein Kommentar!

    Grüße,

    Marcel

  • Hallo Marcel,


    die meisten deiner Anschlussgleise gehen nach rechts ab. Wenn jetzt ein Zug auf Gleis 1 (Hausbahnsteig) einfährt, dann müssten die nach rechts zu liefernden Waggons nach links vom Zug abgezogen werden - reicht dafür (Lok+mindestens 1 Waggon) die Drehscheibe aus?

    Wenn der Zug auf Gleis 2 einfährt wird es nicht weniger kompliziert. Der Zug selbst blockiert zunächst einmal alle Weichen zu den Anschlussgleisen. Erst einmal könnten nur Waggons am Zugschluss an der Möbelfabrik zugestellt werden (indem der ganze Zug rangiert). Dann müsstest du den Zug umfahren, die Waggons für das Ladegleis vom Restzug holen (über das Streckengleis oder, falls möglich, eins der Möbelfabrikgleise ausziehen) und im Ladegleis zustellen. Dann müsstest du wieder den Zug umfahren und zuletzt den Güterschuppen bedienen.

    Wenn das alles für dich in Ordnung geht, okay. Ansonsten müsstest du dir über die Gleisanordnung noch ein paar Gedanken machen.


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad (H0) und Laclede Timber & Coal (0n30)

  • Hallo Utz,


    weshalb "müssen" die Wagen nach links abgezogen werden (?) ... ins Streckengleis zurück drücken und mit der Köf abholen.

    Und "Eng" & "Kompliziert" ist doch das "Salz" in der Suppe ;)


    ... und das ist doch auch eine super "Begründung" für eine zweite Lok vor Ort. Sonst würde man an so einer "kleinen" Betriebsstelle doch keine Ortslok stationieren ...


    Viele Grüße,
    Stefan

  • Moin,

    das Zustellen und Abfahren der Güterwagen kann durchaus funktionieren (auf die Schnelle):

    • Die abzufahrenden Wagen werden vor Ankunft des Ng auf den Gleisstummel neben dem Streckengleis abgestellt.
    • Nach Ankunft des Ng fährt die Lok auf das Abstellgleis an der Drehscheibe
    • und dann stellt die Köf die Wagen nacheinander zu, Reihenfolge im Zug kann beliebig sein
    • Köf holt die abgehenden Wagen nach Gleis 2
    • Lok kommt von ihrem "Parkplatz" vor den Zug.
    • Jetzt könnte vor Abfahrt noch ein Personenzug in Gleis 1 einlaufen.
    • Abfahrt Ng

    Ich finde den Plan Klasse.

    Johann

  • Hallo,

    es gab eine derartige Vorbildsituation in Cranz in Ostpreussen. Ich glaube, dort liefen alle Gleise am Ende in die Drehscheibe...

    Gruß Derek D.


    Ich fahre in Epo.II, was sonst


    mir wurde heute erklärt," Männer werden maximal fünf Jahre, dann wachsen die nur noch" .....8|


  • Hallo Stefan,


    ich sehe hier kein Argument für eine Köf, schließlich schiebt (bzw. kann schieben - ich weiß nicht, welche Lok das bei dir macht) die Zuglok den Zug auf die Strecke zurück (mal wieder ketzerisch gefragt: Warum fährt er dann überhaupt erst in den Bahnhof ein? Die Rangieranweisungen kann sich das Personal doch auch abholen, wenn der Zug noch vor der ersten Weiche steht ;)). Dann kann die Zuglok ja auch gleich die Rangierarbeiten durchführen.

    Und ganze Züge zum Rangieren auf der Strecke vor dem Bahnhof abstellen ist wohl auch nicht unbedingt gängige Praxis (mal ganz abgesehen davon, dass ein Teil des Zuges dann hinter der Möbelfabrik praktisch noch im Fiddleyard steht.


    Ich wollte auch nur auf mögliche Probleme hinweisen, deren sich Marcel bewusst sein sollte.


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad (H0) und Laclede Timber & Coal (0n30)

  • Hallo Marcel,


    gefällt mir gut, Dein Bahnhofsentwurf! Auch die Volldrehscheibe (statt häufig gewählter Segmentdrehscheibe) vergrößert die Rangieröglichkeiten enorm, der Platzbedarf ist nur geringfügig größer! Dadurch ist auch der Einsatz von kleinen Schlepptenderdampfloks (Br 24) möglich etc.. Wg. der vielen Anschließer fehlt eigentlich noch eine Umfahrmöglichkeit ...


    Halte uns auf dem Laufenden!

  • Hallo Utz,


    und im Zweifelsfall holt die Zuglok die vollen Wagen von den Ladestellen weg und macht sich auf den Weg zurück in die Große weite Welt, während sich die Ortslok um die Zustellung der Wagen zu den Ladestellen kümmert.


    Deinen Einwand möchte ich nicht gelten lassen - wenn man will, kann man Gründe für/gegen alles finden und das ist auch gut so.


    Was Deine "ketzerische Frage" betrifft - Mein Stand wäre, dass im allgemeinen "Zugfahrten" im Bahnhof ... und nicht davor enden - wobei ich nicht ausschließen will, dass es das nicht auch gibt.


    Letztendlich kann aber jeder seine Regeln selbst definieren.


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo,


    irgendetwas Kleines, V 60 oder kleiner, macht schon Sinn.

    Wir suchen doch immer nach mehr oder wenger sinnvollen Begründungen, Erschwernissen usw.

    Und natürlich geht eine/die Zugfahrt erst mal bis in den Bahnhof, der "Rest" kommt später - es will doch wohl niemand schnell fertig werden;)!


    LG

    Günter

  • Uiiii... sehr schöne Planung, da ziehe definitiv meinen Hut! Würde zudem auch prima in mein Zimmer mit 4,4m Länge passen. ;) Nein Quatsch, ich kopiere dein schönes Vorhaben nicht. Aber erlaub mir eine Frage: Wie soll das FY angeschlossen werden? Da ist doch eine Mauer im Weg?


    Danke und Gruß

    Djordje

  • Hallo alle,


    Vielen dank für alle Kommentare und Ideen! Gib mir ein bischen Zeit om das alles zu verdauen.

    Über den Gleisplan, natürlich kan das effizienter gemacht werden, etwas mehr Länge, ein extra Umfahrgleis. Aber für mich ist der Herausforderung (und vieleicht für viele ins Forum) um auf zu wenig Platz die Illusion zu schaffen von etwas das in der realen Welt sein könnte. Die Beschränkungen (noch einmal extra umfahren) sind doch das Salz in der Suppe, wie Stefan hat geschrieben.


    Der Betrieb hatte ich mich genau so vorgestellt als Johann analysiert hat.


    In eine frühere Version war noch ein Segmentdrehscheibe geplant, aber mit der Drehscheibe gibt es ein extra gleis wo ein Lok kann warten (kaffeepause für Lokführer und Heizer) weil der Köf fleiszig die Waggons hin und wieder schiebt/zieht. Die Drehscheibe ist lang genug für Köf mit Waggon, ist also möglich om Waggons nach links ab zu ziehen.

    @Johann. Der Idee om die/der/dem/den (??) Köf zu benützen für Holztransport vom Sägewerk zum Fabrik gefält mich.

    Günter. Ja, nur kleine Loks. V60 oder V36, T3, BR 70. In mein Fiddleyard ist Platz vor Züge bis 1.30m. Reicht für ein kleine Lok und 4 oder 5 Waggons. BR24 mit 3 Donnerbuchsen würde vielleicht auch noch passen....


    Nochmals, vielen dank für alle Kommentare. Hab jedenfalls der Eindruck dass ich in die richtige Richtung gehe.


    Grüße,

    Marcel

  • Hallo Djordje,


    Danke für deinen netten kommentar.

    Aus dem Sicht fährt der Zug durch das hintere Teil der Fabrik (R1 radius) und kommt dan Rechtsunten parallel an der Mauer wieder ins Licht. Hab ich nicht auf dem Gleisplan eingezeichnet.


    Heute gibt es Wahlen in die Niederlanden. Ein langer Abend Fernsehen mit Kommentare von Journalisten und Politiker :/. Morgen wieder ins Forum.


    Grüße,

    Marcel

  • Mein Gott, Stefan!


    Darf man eigentlich nicht auf etwas hinweisen, was einem auffällt? Ich hatte AUSDRÜCKLICH in meinem ersten Post geschrieben:


    Wenn das alles für dich in Ordnung geht, okay.


    und in dem zweiten NOCHMAL:


    Ich wollte auch nur auf mögliche Probleme hinweisen, deren sich Marcel bewusst sein sollte.


    Ich hatte NIRGENDWO geschrieben, dass sein Plan schlecht wäre.

    So, jetzt alles klar?


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad (H0) und Laclede Timber & Coal (0n30)

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