Superung Lenz V 100 1133

  • Hallo zusammen,


    nachdem bei mir die Entscheidung gereift ist, auf die Schraubenkupplung zu setzen, habe ich mir mal Vorbildfotos der besagten V 100 1133 bzw. 211 133-4 zu Rate gezogen.


    Laut EK-Baureihenbuch sind nur V 100 008 - 1063 wendezug- bzw. mehrfachtraktionsfähig und haben dementsprechend die Bremsschläuche jeweils links und rechts doppelt angeordnet. So wie das Lenz-Modell 1133.
    Nur passt eben die Betriebsnummer nicht in das Schema von 008 bis 1063.


    Vorbildfotos im Netz belegen das. Die 211 133-4 hat nur jeweils einen Schlauch. Zudem hat die Pufferbohle beim Vorbild zwei große und zwei kleinere kreisrunde Löcher.


    Siehe dazu: http://www.bahnbilder.de/1024/…lingen-280591--357827.jpg


    Also hilft wohl nur manuelles Anpassen der Betriebsnummer oder der Pufferbohle.


    Zudem gab mir Jürgen (jrgnmllr: Danke!) bereits den Tipp mit der Dampfheizkupplung, die man ja auch nachrüsten kann. Nur finde ich die bei spur-0-bw.de von Herrn Kurzawa nicht auf der Website.


    Außerdem würde ich gerne die Inneneinrichtung farblich neu gestalten. Dazu habe ich zwei Rastnasen an der Unterseite entdeckt. Ist das alles, mit dem das Führerhaus befestigt ist?


    Daher mal die Fragen in die Runde:


    Wer zeigt mir mal seine umgebaute V100 in Frontansicht?


    Gibt es alternative Anbieter der Dampfheizkupplung?


    Liege ich mit einem vorbildgerechten notwendigen Umbau der V 100 1133 richtig?


    Danke für eure Unterstützung!


    Bis dann Carsten

  • Moin Carsten und Mitleser,


    bezüglich der Zurüstteile solltest Du Herrn Kurzawa telefonisch "kontaktieren".


    Das Führerhaus allein lässt sich nicht demontieren, weil es außer durch die Rastnasen auch durch die Vorbauten gehalten wird: Die Vorbauten sind jeweils mit 4 Kreuzschlitzschrauben befestigt, an die Du am besten herankommst, wenn Du vorher die Drehgestellblenden abgebaut hast; es besteht sonst die Gefahr, dass die Blenden durch den Schraubendreher beschädigt werden.


    Wenn alle 8 Schrauben gelöst sind (die Befestigung des Aufstieges gehört nicht dazu), beide Vorbauten anfassen und vorsichtig vom Rahmen abziehen; das Führerhaus wird dabei mitgenommen.



    Viel Erfolg :thumbup:


    Jürgen (HH)

    Generaldirektion der REEB

  • Hallo Carsten,


    ich kann dir leider keine Tipps geben, wie man die Lok öffnet, oder was im Vorbild richtig war.


    Zum Thema Superung finde ich allerdings, dass das Führerhausinnere förmlich nach Farbe "schreit"!


    Denn wenn man die viel zu grelle Innenbeleuchtung schaltet, dann sieht es dort doch sehr trist aus und mein erster Gedanke war,
    da irgendwann in Zukunft mal was zu machen. Wäre gut zu wissen, wie man da ran kommt 8o


    Zusammen mit den Tipps, die Stefan schon in seinem Magazin gegeben hat (siehe Ausgabe 5, April/Juni 2011).


    Hierzu habe ich noch die Frage, in welcher Ausgabe der untere Bereich abgehandelt wurde (wenn ich dies hier mal ot fragen darf :rolleyes: ?


    Ich hab nämlich noch nicht alle Hefte komplett...


    Danke & viele Grüße,


    Christoph

  • Guten Morgen zusammen,


    eine Menge Umbauteile für die V100 gibt es bei Krüger-Modellbau , u.A. auch die sogenannte "Verschleißpufferbohle".


    Die Heizkupplung bekommt man z.B. auch bei Bauer ... genauso wie viel andere Teile.




    Gruß und einen schönen 4. Advent


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Hallo Carsten,


    Wer zeigt mir mal seine umgebaute V100 in Frontansicht?


    Schau Dir mal diesen Umbau an. Es ist vielleicht nicht gerade Deine Wunschlok nach der Benummerung, aber sehens.- und anregenswert. Übrigens wie ich finde, die ganze Seite von diesem Erbauer und mit google kann die Seite auch übersetzt werden.


    Zudem gab mir Jürgen (jrgnmllr: Danke!) bereits den Tipp mit der Dampfheizkupplung, die man ja auch nachrüsten kann. Nur finde ich die bei spur-0-bw.de von Herrn Kurzawa nicht auf der Website.


    Leider steht nicht immer alles auf einer Webseite, aber das muss nicht automatisch bedeuten, das damit dieses Teil bei diesem Lieferanten auch nicht zu bekommen ist. Ein Telefonat, wie @jrgnmllr bereits schrieb, kann das sicherlich klären. Ich kann es Dir nur empfehlen.


    Viel Erfolg beim Nachrüsten und Supern wünscht,


    Thorsten

  • Moin Forum, Moin V 100 Interessierte


    @ V 100 untenrum im SNM (Bodenbahners Frage):


    als damaliger Autor wird der zweite Teil sicher kommen, die Bilder sind auch schon von Stefan K gemacht worden, aber die berühmte höhere Gewalt:




    Vor vier Wochen ist uns einer unserer Strohböden abgebrannt und alles andere geniesst zur Zeit weniger Priorität. Momentan bring ich eben jede freie Stunde auf dem Traktor hinter mich, bitte nicht böse sein....


    Grüße, Weihnachten fällt diesess Jahr bei mir irgendwie aus...


    Thomas

  • Hallo Geiswanger und Andere.


    Die besagte Dampfheizkupplung gibt es z.B. auch bei SCHNELLENKAMP 0-MODELL im Spur 0 Kaufhaus



    http://www.spur-0-kaufhaus.de/…m=cid%3D1%26aid%3D1280%26


    Allen Mitlesern ein Frohes Weihnachtsfest und ein Gutes Neues Jahr 2013

    Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen.

    Friedrich Dürrenmatt (1921-1990)


    Beste Grüße aus Mittelhessen ;)

  • Hallo Thomas,


    oha, das ist natürlich übel und klaro verstehe ich, dass du die Prioritäten nun anders setzt, völlig verständlich ;)


    Ich hoffe und wünsche dir, dass du/ihr das alles wieder gut hinbekommt.


    Ist auch kein Problem, wenn der Artikel erst später kommt, dann hat man noch was, worauf man sich freuen kann :D



    Hallo Thorsten,


    danke für den Link, das Teil ist ja mal echt genial geworden, gefällt mir sehr sehr gut.


    An die anderen auch schon mal danke für die Tipps und Links.


    Viele Grüße,


    Christoph

  • Hallo Thomas,
    das ist ja wirklich eine schlimme Nachricht, die du hier eingestellt hast - aber auch die Erklärung, warum du in der letzten Zeit "von der Bildfläche verschwunden" bist! Ich wünsche dir viel Kraft für den Wiederaufbau, aber genau so, dass du bei all der Arbeit zumindest an den Festtagen einige besinnliche Stunden verbringen kannst. Und ich hoffe natürlich auch, dass du in 2013 deine Fan-Gemeinde wieder mit Wort und Bild über das Geschehen "am Wasser" informieren kannst ...
    Mit den besten Wünschen und Grüssen
    Dieter

  • Hallo Thomas,


    ich wünsch dir erst einmal gutes Gelingen nach diesem Schlag und hoffentlich trotzdem die nötige Muße für das Weihnachtsfest.


    An alle anderen:


    Hatte heute wenig Zeit, ist ja auch klar warum. ;)


    Zunächst vielen Dank für die vielen tollen Tipps, klasse Fotohinweise, Händlerinformationen und und und...


    Ich werde mir alle Infos mal durch den Kopf gehen lassen und komme dann mit weiteren Fragen.


    Doch ich wollte auf jeden auf diesem Weg danken!


    Ein schönes Weihnachtsfest, Ruhe und Besinnlichkeit sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!

  • Hallo zusammen,


    Weihnachten ist ja schon wieder vorbei. Ich hatte jetzt mal die ganzen Informationen von euch durchgesehen, recherchiert, mit Bildern verglichen usw.


    Fragen bleiben trotzdem:


    1. Verschleißpufferbohle kannte ich noch überhaupt nicht. Jetzt die erste Frage, warum es diese Verschleißpufferbohle überhaupt gab? Materialknappheit? Hatte die Lok vorher einen Schaden? Dazu die Frage, ob schon jemand von euch diese Verschleißpufferbohle von Krüger angebaut?


    Hintergrund: Ich traue mir fertigungstechnisch als gelernter Maschinenschlosser schon was zu, nur leider hapert es noch an meinem privaten Maschinenpark. Eine Fräse (wenn man mal einen Dremel nicht dazu zählt) nenne ich nicht mein Eigen.


    Daher müsste der Austausch der Pufferbohle mit Schleifen, Feilen und Sägen möglich sein...machbar?


    2. Sehr reizvoll finde ich ebenfalls den Lüfter von Krüger, den man sogar mit einem Motor antreiben könnte. Hat das hier schon einer gemacht? Da ich die Lok noch nicht geöffnet habe (Danke für das How-To Jürgen), hätte da ein Miniaturmotor ohne Fräsarbeiten Platz?


    3. Dampfheizschlauch. Da scheint mir der von Krüger vorbildlich zu sein und der von Schnellenkamp obwohl detaillierter eher nicht. Das sind doch zwei unterschiedliche Systeme oder nicht?


    4. Die Instrumente zu beleuchten, ja evtl. sofort auch die Führerhausbeleuchtung zu dimmen, wäre ebenfalls ein feiner Hingucker. Ganz so wie es Edwin im holländischen Forum gezeigt hat. Hat das hier einer nachgebaut?


    Danke an Christoph für den Hinweis auf Heft 5, was ich mir mal bestellt habe.


    Und bevor ein falscher Eindruck aufkommt: Mir ist schon klar, dass ich letztlich selbst das Objekt der Begierde aufmachen und ausmessen und austesten muss. Meine Fragen nach anderen Umbauern zielen lediglich darauf ab, Ansprechpartner für später zu finden oder wie jetzt überhaupt ein Füllhorn von Informationen zu sammeln. Bauen muss ich schon noch selber. Obgleich ich einen solch großen Umbau noch nie vollzogen habe.


    So weit zum jetzigen Zeitpunkt


    Vielen Dank alle Tipp- und Ratgebern


    Carsten

  • Hallo an alle Umbauer


    hat einer von Euch einen Tipp wie man die falschen Seitenfenster ersetzen kann ? ?(


    Die Innenraum Umgestalltung von Edwin aus dem holländischen Forum ist klasse :thumbup: , hat jemand ein Bild vom Innenraum einer echten DB V 100 ?
    Welche Farben wurden da verwendet ? ?(
    Innenraumlicht Dimmen geht auch über einen regelbaren Vorwiederstand oder weiß jemand ob man den Lichtausgang von dem Lenzdecoder per CV Einstellungen
    dimmen kann ?


    Jedenfalls werde ich den Innenraum auch mit beleuchteten Instrumenten umbaue, super Idee und echter hinkucker. 8o


    Gruß
    Uwe

  • Hallo Uwe,


    was du mit falschen Seitenfenstern meinst, erschließt sich mir noch nicht. Denn die passen mit der neuen Einteilung mit meinen Vorbildfotos zusammen.


    Innenbeleuchtung ist nicht über CV änderbar, Vorwiderstand wäre schon eher eine Idee.


    Was ein Foto von der Inneneinrichtung angeht, gibt es zumindest mehrere vom Bedienpult im EK-Baureihenbuch, welches ich habe. Hier z.B. als Steilstreckenvariante auf S. 61 oder normal auf S. 111. Ist aber eine schlechtere Seitenansicht mit der nomalen Nabe des Fahrstufenrades.


    Oder suchst du noch andere Inneneinrichtungsfotos?


    Was die Farben angeht ist das Fahrstufenrad schwarz. Ebenso die 3 Rundinstrumente oberhalb des Rades. Ob die anderes Hebel schwarz oder teilweise rot waren läßt sich aufgrund der Schwarzweiß-Aufnahme schlecht sagen.


    Soweit erst mal...
    Carsten

  • Hallo Carsten,


    gerne ;) Freut mich, das es ein hilfreicher Hinweis war.


    Ich denke, ich werde an meiner V100 auch was machen, aber erst mal nur die farbtechnischen Dinge.


    Hallo Uwe,


    soweit ich weiß, sind die falschen Fenster nur in der 1. und 2. Serie verbaut worden (korrigiert mich, wenn sie schon eher geändert wurden). In der 3. Serie sollten sie vorbildgerecht sein.


    Was das Dimmen der Führerstandsbeleuchtung betrifft, hab ich ja diesen Thread eröffnet: Kurze Frage: Führerstandsbeleuchtung dimmbar?


    Vielleicht hilft dir das weiter. Ich werde dank HaJo es zunächst mit der Folie versuchen.


    Viele Grüße,


    Christoph


    PS: Carsten und ich haben die V100 der 3. Serie, von daher stellt sich für uns nicht die Frage mit den Seitenfenstern. Vielleicht kann da jemand anderer helfen ;)

  • Hallo Uwe,

    hat einer von Euch einen Tipp wie man die falschen Seitenfenster ersetzen kann ? ?(

    möchtest Du einen Tipp wie man die Seitenfenster ersetzt oder einen Tipp wo man Seitenfenster bekommen könnte?


    Bei zweitem würde ich Dir vorschlagen, einmal Kontakt mit Jürgen Wedekind 05556 999067 aufzunehmen. Vielleicht hat er ja noch etwas auf Lager.


    Rainer

  • Hallo Carsten und Mitleser,

    1. Verschleißpufferbohle kannte ich noch überhaupt nicht. Jetzt die erste Frage, warum es diese Verschleißpufferbohle überhaupt gab? Materialknappheit? Hatte die Lok vorher einen Schaden? Dazu die Frage, ob schon jemand von euch diese Verschleißpufferbohle von Krüger angebaut?

    Verschleißpufferbohlen waren kein Teil des Lokrahmens und wurden mit diesem auch nicht verschweißt, sondern verschraubt. Bei einem unsanften Aufprall verformte sich die Verschleißpufferbohle und nicht gleich der Lokrahmen, und die verbogene Pufferbohle konnte einfach ausgetauscht werden.


    Da bei der Lenz V 100 die Pufferbohle ein separates Bauteil ist (mit zwei Schrauben am Rahmen befestigt), läßt sich verhältnismäßig einfach - mit Säge und Feile - die eigentliche Pufferbohle entfernen und durch die Verschleißpufferbohle von Krüger ersetzen - auch ohne Fräsbank; wir als Maschinenschlosser haben sicherlich keine Probleme, mit einer Feile richtig zu arbeiten. 8)



    Gruß


    Jürgen (HH)

    Generaldirektion der REEB

  • Aktueller Stand heute:


    Drehgestellblenden demontiert, Gehäuse ist demontiert, Lenz-Kupplungen demontiert, Führerstand demontiert.


    Thema Schraubenkupplung:


    Außer der Lenz-typischen Schraubenkupplung, wie sie bisher dabei lag, habe ich einen OSM-Kesselwagen hier. Da ich den idiotischerweise zu früh auf Lenz umgebaut habe, hab ich von dem 2 Kupplungen, die mir optisch und funktionell besser gefallen.


    Ich habe gelesen, dass Addie diese Kupplungen wieder führt. Sehen optisch gleich aus: Artikel BT-60150-10. Ein erster Test sieht gut aus. Vor allem ist die Kupplung kürzer, schleift nicht über die Gleise und hat einen dickeren Schlegel oder wie der Griff zum Verspannen genannt wird.


    Oder hat einer eine noch bessere Alternative?


    Bis jetzt keine Abbrüche. Gott sei Dank. Allerdings fiel mir bei einer Kupplungsprobe und kurzer Fahrt auf dem Gleis auf, dass der Lautsprecher leichte Geräusche wie Funkstörungen abgibt. Aber nur in einer Richtung.


    Das einzige, was passiert ist, dass ich beim Kopfstand des Modells eine der 8 Gehäuseschrauben verlor und diese durchgefallen ist, direkt auf den Lautsprecher auf die Metallmebrane. Diese hat optische aber keinen Schaden erlitten.

  • Hallo zusammen,


    es gibt Erfolge zu vermelden. Ich bin mit meiner Superung erst einmal fertig, sofern nicht eklatante Fehler auftauchen.


    Bevor ich nun in zahlreichen Bildern die Vorgänge näher beschreiben, vielleicht noch dieses vorweg:


    Es ist mein erster Umbau in Spur 0. Ich maße mir nicht an, mit den Umbauprofis hier im Forum mitzuhalten. Mir ging es darum, die V100 authenischer der Betriebsnummer entsprechend zu modifizieren, dabei fällige Arbeiten zu erledigen und die Lok ein wenig mit Alterungsspuren zu versehen. Letzteres war hier in letzter Zeit öfter Thema. Jeder hat hier seine Technik, seine individuelle Lernkurve, Mißerfolge und Erfolge sowie unterschiedliche Geschmäcker was den Grad der Alterung angeht. So ist es völlig normal, wenn so manch einem meine Lok nicht gefallen wird, anderen dafür schon.


    Thema Vorbildrecherche:


    Ich habe seit Monaten das EK-Baureihenbuch über die V100, das Sonderheft V 100 des Eisenbahn Journal 1/2010, das Heft "Damals auf der Nebenbahn" von BahnExtra sowie das SNM Nummer 5 aus 2011. Dazu über 300 Fotos in allen Farben und Positionen (und trotzdem Schwierigkeiten, aber dazu später mehr). Desweiteren 17 Fotos der Original-V100 1133 bzw. 211 133-4.


    Edith: Habe die genauen Heft-Titel nachgetragen.


    Die Demontage:


    Als Anfänger in der Spurweite musste ich mich erst einmal orientieren. Jürgen gab mir schon den Tipp, die Drehgestellblenden vorher abzuschrauben, bevor diese durch den Schraubendreher beschädigt werden könnten. Irgendwie verwechselte ich die Blenden mit den kompletten Drehgestellen, so dass ich nach Ansicht des Unterbodens meinte, dass die Drehgestelle dran bleiben könnten. Also Schraubendreher dabei und zack, schwarze Farbe von einer Blende abgekratzt. Man sollte auf Ratschläge hören... ;( Da aber das Drehgestell schnell mit schwarzer Farbe wieder geflickt und später gealtert werden kann, ist das Unglück klein.


    Nachdem die Drehgestellblenden abgeschraubt sind, kommt man bequem an die 8 Schrauben der Befestigung für die Aufbauten. Diese werden dann am Stück alle 3 Teile zusammen vorsichtig abgehoben. Dabei auf das Kabel achten, welches am kurzen Aufbau an der Heckplatine für die Innenraumbeleuchtung abzweigt. Zum Glück hat Lenz diese mit einem Stecker versehen. Die 3 Teile des Aufbaus lassen sich leicht trennen. Die "Glasscheiben" sind eingeklebt, was insofern wichtig ist, wenn man das Modell noch altern will.


    Sofort fällt der Blick auf den Führerstand:



    Man beachte die Position der 3 Steuerräder auf der Führerstandsseite, an der der Lokführer sitzt. Diese Räder sind beim Vorbild auf der Seite des 2. Führerstandes am kurzen Aufbau. Lenz hat die Inneneinrichtung zumindest in meiner Lok falsch herum eingebaut. Wer es recherchieren möchte, schaut sich die obere Zeichnung Teil 4 ganz vorne im Einband des EK-Baureihenbuchs an. Ob das schon länger unter Nullern bekannt ist, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Zudem gibt es im Eisenbahn Journal Heft eine DIN A3 Seite 10/11 als Ansicht, die hier als Unterlage für die Gestaltung dient:



    Dort kann man etwas ungenau "Führerstand 1" als Schildchen über dem Fahrstufenrad lesen. Richtig sind also die Temperaturanzeigen (die schwarzen Kästchen mit weißer Skala) für Fahrtrichtung vorne.


    Der Führerstand wurde von mir so wie oben gezeigt angemalt und mittels 0,5 mm Polystyrol-Rundstäben die Lampen oberhalb des Fahrstufenwählrades imitiert. Müsste halbwegs maßstäblich sein. Ich wollte vor allem, dass das Armaturenbrett nicht so flach wirkt. Die Sitzpolster waren auf meinem Foto auch schwarz, ich denke Kunstleder. Der Lenz-Sitz hat zwar eine andere Form, aber gut. Das Fahrstufenwählrad ist in der Tat zu groß, was man auch schön auf dem Foto der Unterlage sehen kann. Denn es schließt mit der Pultkante ab. In Ermangelung eines kleineren Rades habe ich die Räder weiterverwandt. Einer meiner Kompromisse.


    Thema Innenbeleuchtung:


    Dass sich die Führerstandsbeleuchtung nicht dimmen lässt, war aktuelles Thema im Forum. Wie an anderer Stelle bereits erklärt, nahm ich Butterbrot-Pergamentpapier als Diffusor und strich dieses mit orangenem Textmarker ein:



    Dieses sorgt für einen warmweißen Effekt und im Falle eines Falles kann man das Pergamentpapier entfernen und nicht ist an der LED:




    Die Beleuchtung war bei diesem Bild im Zimmer nicht ideal. Am Schluß gibts Finalfotos mit einem besseren Lichteindruck.


    Thema Lautsprecher:


    Auf Wunsch eines einzelnen Herrn hier ein Bild des Lautsprechers, wie er mit wenig Spiel im hinteren kurzen Aufbau sitzt:



    Man sieht, da passt kein größerer rein, sofern die Schallkapsel dafür größer werden muss.


    Nachher geht es weiter mit der Alterung und der Pufferbohle. Also dran bleiben. ;)

  • Hallo Carsten,


    ich würde dir für deinen Beitrag, also das Thema allgemein gesehen, eine Wertung geben, aber irgendwie ist das ausgeschaltet, bzw. kann ich das nicht tun :(


    Wie auch immer, ich danke dir recht herzlich für das Thema der Alterung für die V100.


    Es ist toll beschrieben und sollte mir bei dem Vorhaben als Neuling in dem Bereich eine wichtige Hilfe und Stütze sein.


    Freue mich auch schon sehr auf die Alterung der Lok. Bisher finde ich deinen Umbau gelungen. Auch, das Führerhaus sieht nun bedeutend besser aus und hat mehr Details und Tiefe. Das Einheitsgrau in der Serienlok ist nicht schön anzuschauen. Aber es ist ja gut, wenn man da noch selber ran kann und etwas basteln kann.


    Gut gemacht :thumbsup::thumbsup::thumbsup:


    Viele Grüße,


    Christoph

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