Kraansen - das Original von Cry Ensen

  • Moin Eckhardt,


    ich bin immer wieder von Deiner Anlage, der Gestaltung und in diesem Fall von dem Video beeindruckt und fasziniert. Sensationell!


    Übrigens: Zur Zeit lese ich auch das SNM-Buch über Deine Anlage und ihre Entstehung. Ich "verschlinge" das Buch aber nicht, sondern ich genieße es.


    Viele Grüße


    Rüdiger

  • Hi,


    auf der Insel (GB) werden verschiedene Magnetkupplungen angeboten, z. T. sogar elektrifiziert. Einfach "model railway magnetic couplings" bei Frau Google eingeben, oder gleich den hier anklicken: https://www.glrailways.co.uk/o…-link-couplings-679-p.asp .

    Die Angaben erfolgen allerdings ohne Gewähr zur Gebrauchsfähigkeit im Alltagsbetrieb! 8o

  • Moin,


    eigentlich wollte ich am Bahnhofsvorplatz etwas weiterbauen, aber beim Klettern auf die Anlage fiel mir auf, dass diese Perspektiven von oben bisher kein Besucher gesehen hat. Auch ich selbst war sonst immer mit dem Bau beschäftigt und hatte das mehr oder weniger nicht so richtig beobachtet. Also habe ich eine „Drohne“ steigen lassen und Züge und Rangierabteilung beobachten lassen.


    Es gibt noch genügend Perspektiven von oben, die ich für mich selbst aufnehmen möchte und hier mit Euch teilen werde, bevor ich mit dem „Striptease“ der Post, dem Wasserturm und dem Bahnhofsvorplatz beginne, damit der Weiterbau am offenen Herzen der Anlage erfolgen kann.


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    Grüße

    Eckhard

  • Moin,


    ein letzter Drohnenflug vor dem Weiterbau an der Anlage. Den Bahnbetriebsunfall wollte ich im Video eigentlich sofort wieder löschen, aber nun zeige ich ihn doch, wenn auch nur als abschreckendes Beispiel für Leute die meinen, dass man bis zu 4 Loks, Weichen, Signale und die Kamera gleichzeitig allein bedienen kann...


    Erstaunlich ist nur, dass weder Lok noch Drehscheibe auch nur den kleinsten Kratzer abbekommen haben.


    Aber nun genug der Videos, der Weiterbau an der Anlage lockt. Davon werde ich dann wohl keinen Bildbericht hier veröffentlichen – ich denke eher an einen Videobaubericht. Versuch macht kluch.


    https://www.youtube.com/watch?v=KCtdw2T8-iQ


    Grüße

    Eckhard

  • Hallo Eckhard,


    wieder ein super Video mit traumhaftem Fahrbetrieb in Kreiensen.

    Ohne Deinen speziellen Hinweis auf den Lokunfall in der Drehscheibe,

    hätte ich und vermutlich auch die meisten anderen, das gar nicht bemerkt.

    Man ist so fasziniert von dem Fahrbetrieb, dass man es nur aus dem Augenwinkel

    mit bekommt, das die Lok halb in der Drehscheibengrube steht.

    Der Dienstellenleiter und der Lokführer haben ja jetzt sicher ein Problem. 8o


    Das Problem, wenn man alleine Fahrbetrieb mit mehreren Funktionen und

    gleichzeitigem Filmen hin bekommen will, kenne ich auch sehr gut, obwohl

    meine Anlage ja einen Bruchteil der Größe Deiner Anlage darstellt.


    Mit den besten Grüßen aus dem Bergischen


    Harry

  • Hi Eckhard,


    super Drohnenflug, muss man neidlos anerkennen! Vor allem der schwere Erzzug mit Doppeltraktion und vorbildgerechten 1280 Tonnen (?) am Haken kommt richtig gut rüber, soetwas habe ich bisher nur in Natura gesehen, und das ist schon sehr, sehr lange her!

    Btw, das Ausfahrtsignal steht direkt vor den Gleiskreuzungen; wie sieht es denn da mit Durchrutschwegen etc. aus? Gibt es sowas auch beim Vorbild?

  • eins zwei drei voila----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    :P

  • PS:

    Es ging aber noch viel wilder zu beim Vorbild. Vor dem WWII waren 2 Ausfahrsignale sogar hinter der Kreuzung aufgestellt - da begann der Durchrutschweg (wenn es ihn damals denn überhaupt gab) erst hinter dem "gegnerischen" Zug...

  • Hallo Eckhard,

    ganz tolle Aufnahmen, man meint wirklich dabei zu sein.

    So ein Unfall ist damals in Flensburg mit einer 216 oder 218 auch passiert, daraufhin wurde die Drehscheibe ausgebaut und der Lokschuppen verfiel, bis er letztlich abgerissen wurde. Ich hoffe, das passiert bei dir nicht, denn ich möchte die Anlage doch nochmal so sehen, wie sie ist.

    Schöne Restpfingsten wünsche ich euch allen

    Meinhard,
    der wohl immer noch nördlichste Nuller Deutschlands

  • Hi Eckhard,


    vielen Dank für Deine famosen Fotobelege zu den Signalaufstellungen! Die fehlenden Durchrutschwege und Sicherheitsabstände lassen mir aber keine Ruhe, da muss ich wohl die Signalbücher von Carstens ein weiteres Mal befragen!

    Übrigens, das Foto #1.195 (!!!) könnte fast auf Deiner Anlage gemacht sein, es fehlen lediglich ein paar Gleise ... :/

  • Hallo Reinhold,


    die Carstens-Signalbücher sind eine gute Literatur-Quelle, aber Deine Frage beantwortet sich nicht wirklich aus diesen Werken, da der Schwerpunkt der Carstens-Bücher bei den reinen Signalen und nicht bei den dazu wichtigeren Betriebsführungsstrategien liegt. Ein Stichwort sei der Wechsel von der Wegesignalisierung mit ihren Abstufungen hin zur Geschwindigkeitssignalisierung. Parallel dazu wurden auch die Grundsätze, nach denen die Signale aufgestellt wurden, immer wieder angepasst. Als Ergänzung zu den Carstens-Werken empfehle ich Dir "den Pottgießer": Hans Pottgießer, Sicher auf Schienen.



    Dann schau Dir das letzte Bild von DVst HK mal näher an. Du wirst an den Kreuzungen aus allen für Zugfahrten relevanten Richtungen Gleissperrsignale als Flankenschutz finden. Damit sorgt zwar die Aufstellung eines Hauptsignals bei Ausnutzung der Fahrstraße bis dahin zwar zur Blockade der Querfahrmöglichkeiten, aber der Fahrweg war sicher. Und wenn der Zug dann am Bahnsteig stand, reichte das Sperrsignal zur Sicherung der Kreuzung. Deswegen also immer die alten Bilder im Kontext mit den zum Aufnahmezeitpunkt geltenden Regeln betrachten und nicht die heutigen Regeln zugrunde legen - das insbesondere auch bei den Regeln für Durchrutschwege!


    Gruß

    EsPe

  • Moin,


    erstmal nochmals lieben Dank Eckard für die Videos aus der Flugdistanz! Den Öler in der Drehscheibengrube hat doch keiner geehen. ;) Aber Züge, Weichen, Signale und Kamera als Oneman-Show ist schon fast Stress.


    Mal was zu den Durchrutschwegen; Die sind schon im Kontext der zu entsprechenden Fotozeiten geltenden gefahrenen Geschwindigkeiten zu sehen. Es gab sie auch schon bei den Standortplanungen für Signale bei der KPEV, dort aber halt noch sehr kurz. Daher finde ich auch aus historischer Sicht das Bild aus Reichsbahnzeiten wunderschön.


    In Bahnhöfen wurden natürlich an Durchrutschwege andere Masstabe angelegt als auf freier Strecke. Bei Kreiensen als Kreuzungsbahnhof muss man dann noch über in der Bahnhofsfahrordnung als Durchfahrtsgleise 8also im Sinne des Worten Durchfahrten ohne Halt oder mit Halt) ausgelegt oder nicht unterschieden werden. Da hier beide Einfahrseiten über Weichenstrassen führen, dürfte max 40km/h zulässig gewesen sein. Dazu käme noch, dass bei der Fahrstrasseneinstellung bei Kreuzungen wohl immer Ein- und Ausfahrt stehen musste, sonst lies sich die Fahrstrasse nicht einstellen und die Einfahrt war nicht frei. Somit wäre einem möglichen Durchrutschen schon Genüge getan.


    Gruss, Dirk

  • Hi EsPe,


    das sind schon richtig fundierte Erklärungen und Literaturhinweise, die Du den Kollegen und mir gibst, vielen Dank dafür! Allerdings wird es einem Nicht-Eisenbahner wie mir nie vergönnt sein, alle Regeln und die zugehörigen Interpretationen zu begreifen, ist vielleicht auch ganz gut so. Aber so ganz befriedigt mich die Sache nicht!


    Gibt es eigentlich in Deutschland noch weitere Bahnhöfe mit derartigen Streckenkreuzungen?

  • Moin,

    also ganz stimmt das nicht mit den Gleissperrsignalen überall...


    Auch im Plan von 1936, der schon wieder einen anderen Zustand gegenüber dem letzten Bild zeigt, steht vor dem angesprochen Ausfahrsignal T kein Sperrsignal zur Sicherung der Kreuzung. Wie die Sicherung gegenüber anderen Fahrten über die Kreuzung erfolgte, ist mir nicht bekannt - ich kann nur vermuten, dass andere Fahrten dann verboten waren. Der Grund für diesen Standort war, dass sowohl bei Fahrten nach Göttingen wie auch bei Fahrten nach Holzminden die Dampfloks noch am Wasserkran halten konnten, der im Plan kaum erkennbar neben der Kreuzung vor dem Signal T stand (wie auch auf meiner Anlage) und dadurch zudem die nutzbare Bahnsteiglänge erhöht wurde, da sonst das Tenderende in Höhe der Bahnsteigunterführung gestanden hätte.


    Interessant ist aus demselben Gründen auch die Aufstellung des Sperrsignals hinter dem Ausfahrsignal P am Gleis 1ost (später Gleis 101 Süd - wie auch auf meiner Anlage). Welche örtlichen Betriebsregeln für das Vorziehen am Halt zeigenden Ausfahrsignal P vorbei bis zum Sperrsignal galten, sind mir leider auch nicht bekannt.



    Grüße

    Eckhard

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