E22 001 der Linzer Lokalbahn - Von Anfang bis Ende

  • Guten Abend allerseits!


    Ich bin ja schon lange Fan der LILO. Da ich ja vor kurzem die Spur 0 für mich entdeckt habe und vieles selbst bauen möchte, hab ich mir als Thema praktischerweise die LILO ausgesucht. Ich wohn ja nur ein paar Kilometer von der Strecke entfernt. So kann ich, wenn ich Naturmaße brauche, schnell losfahren... Als Anfangsprojekt habe ich mit 2 Triebwagen und eine Lokomotive ausgesucht. Den Anfang mach ich mit E22 001. Einer Güterzuglokomotive. Der Prototyp wird erst mal aus 3mm Polystyrol geschnitten. So kann ich sehen ob die Proportionen stimmen und Konstruktionsfehler erkennen. Danach soll das Material dünner werden. Idealerweise sollte am Ende eine Lok aus Messing vor mir stehen. Aber bis da hin ist es noch ein sehr weiter Weg. Schließlich habe ich noch nie ein Modell selbst gebaut.


    Im Anhang ein Foto mit den ersten Proben...


    LG


    Arnold

  • Hallo Arnold,


    Jetzt weiß ich auch welche Lok ich fotografiert habe.
    In meinem Sommerurlaub habe ich die Loks kurz vor Wels abgestellt gesehen, vermute ich.
    Sehr schönes Vorbild, wo ich mir für meinen Umbau einer E69 was ankucken wollte.
    Meine Fotos brauchst Du dann sicher nicht.
    Wären aber schön für Andere, die sich nur unter der Bezeichnung nichts vorstellen können.


    Gruß aus Deutschland


    Hannes

  • Hallo allerseits,


    gestern habe mal den Lokkasten aus 2mm Polystyrol gefräst. Schaut besser aus. Mittlerweile haben sich aber viel Fragen gestellt.


    Die Details wie Nieten, Leisten usw. Wie macht man das beim Polystyrol? Nieten aus Messing hätte ich. Ich habe mir eventuell auch gedacht, dass mann die großen Flächen in kleinere teilt um so Vertiefungen reinzubekommen.


    Irgendwie lässt mich der Gedanke nicht los, die ganze Lok aus Messing zu bauen, die Frage ist nur wie dick sollte das Messing sein, damit es stabil ist. Auch Leisten und Nieten könnte man leicht anlöten. Und die Rundungen könnte man auch schöner formen als mit Polystyrol...


    Werd wohl mal meine Fräse mit Messing testen...


    LG


    Arnold

  • Hallo Arnold,


    für meine Messingloks verwende ich folgende Blechstärken:

    • 1 mm für Rahmenteile
    • 0,5 mm für den überwiegenden Aufbau
    • 0,3 mm für ganz feine bzw. nicht belastete Teile

    Vor allem musst Du darauf achten, dass die Bereiche an denen die Lok hochgehoben wird, am stabilsten ausgelegt sind. Etwa durch zusätzliche Versteifungen, Querspanten, Aufdoppelung, etc., damit die Bleche dort beim Anfassen nicht eingedrückt werden (hängt natürlich in erster Linie vom Lokgewicht ab).


    Du bekommst aber recht schnell ein Gefühl dafür, wenn du anfängst mit Messing zu bauen. Es geht da eigentlich nichts über eigene Erfahrung (Trail & Error).


    Auch die Verwendung der verschiedenen Messinglegierungen MS 58 und MS 63 macht einen Unterschied bei der Verarbeitung und der Steifigkeit. Einfach Ausprobieren!


    Gruß Ralf

  • Hallo Arnold, hallo Ralf,
    es ist schon ausgesprochen interessant zu beobachten, wie ihr an ein neues Projekt herangeht! Ich kann nur hoffen, dass ihr eure Bauberichte auch mit entsprechenden Fotos weiter führt und uns über die jeweiligen Fortschritte auf dem Laufenden haltet. Selbst ein absoluter Laie auf dem Gebiet des Fahrzeugbaus in Messing kann sicher einiges von euch lernen, auch durch die von Ralf zitierte "trial & error" Methode!. Vielen Dank!
    Euch alles Gute für 2013 und beste Grüsse
    Dieter

  • Irgendwie lässt mich der Gedanke nicht los, die ganze Lok aus Messing zu bauen, die Frage ist nur wie dick sollte das Messing sein, damit es stabil ist. Auch Leisten und Nieten könnte man leicht anlöten. Und die Rundungen könnte man auch schöner formen als mit Polystyrol...


    Hallo Arnold,
    ich habe diese E-Lok in 0f auf 0,3mm Messing ätzen lassen. Die Nieten sind von hinten angeätzt und dann nach vorne durchgedrückt. Alles bombenstabil.


    Der Pessimist sieht das Schwarze im Tunnel
    Der Optimist sieht ein Licht am Ende des Tunnels
    Der Realist sieht den Zug kommen
    Der Lokführer sieht drei Deppen im Gleis sitzen :D

  • Hallo Arnold, hallo Ralf,
    es ist schon ausgesprochen interessant zu beobachten, wie ihr an ein neues Projekt herangeht! Ich kann nur hoffen, dass ihr eure Bauberichte auch mit entsprechenden Fotos weiter führt und uns über die jeweiligen Fortschritte auf dem Laufenden haltet. Selbst ein absoluter Laie auf dem Gebiet des Fahrzeugbaus in Messing kann sicher einiges von euch lernen, auch durch die von Ralf zitierte "trial & error" Methode!. Vielen Dank!
    Euch alles Gute für 2013 und beste Grüsse
    Dieter


    Hallo Dieter,


    auch für mich ist der Lokbau absolutes Neuland. Daher bin ich über jeden Tipp sehr dankbar. Was ich allerdings versprechen kann, ich werde sicher die einzelnen Schritte beschreiben... Auch wenn mal was in die Hose geht, hier wird mans lesen :) Als kleine Vorinfo, es gibt bald 2 neue Anleitungen von mir zum Thema bauen mit Gips und Altern von grünen Lokomotiven. Die Anleitungen sind alle fertig, werden aber erst am 9. Jänner verfügbar sein, da es eine gekürzte Version als gedruckte Ausgabe geben wird und ich da auf den Verlag rücksicht nehmen will.


    LG


    Arnold

  • Hallo Arnold,
    ich habe diese E-Lok in 0f auf 0,3mm Messing ätzen lassen. Die Nieten sind von hinten angeätzt und dann nach vorne durchgedrückt. Alles bombenstabil.



    Hallo koefschrauber (Christoph?)!


    Das ist ein tolles Modell. Das mit den Nieten klingt interessant, da scheint Ätzen eine gute Methode zu sein... Wie hast Du denn die Drehgestelle gemacht? Ist das ein 3D Ausdruck? Ach ja, und wie hast Du die Umrandungen der Fenster gemacht?


    LG


    Arnold

  • Hallo Arnold,
    danke für das Kompliment.
    Zu Deinen Fragen: Für die Drehgestelle habe ich aus Polystyrol ein Urmodell gebaut und dann davon eine Silikonform erstellt. Damit konnte ich dann aus Resin mehrere Abgüsse gießen.
    Die Fensterrahmen sind ebenfalls aus 0,3mm Messing geätzt, für eine zweite Lok hab ich die dann aus 0,2mm Neusilber ätzen lassen.
    Angetrieben wird die Lok von Roco V100 Getrieben und einem Faulhaber Motor.
    Die Nieten habe ich mit einem Körner duruchgedrückt, das Blech lag dabei auf einem Pappelsperrholzbrettchen.
    Ich bin sehr gespannt auf Dein Werk, denn bei mir steht noch eine vierachsige Elok des AEG Typs Gummersbach auf dem Plan!
    Gruß Chris

    Der Pessimist sieht das Schwarze im Tunnel
    Der Optimist sieht ein Licht am Ende des Tunnels
    Der Realist sieht den Zug kommen
    Der Lokführer sieht drei Deppen im Gleis sitzen :D

  • Hallo Arnold,


    toll, daß noch jemand aus Österreich Modelle baut. Zu den Nieten hätt ich einen Vorschlag, bzw. auch gleich ein praktisches Beispiel. Dünne Messingfolie (0,3mm) läßt sich schön durchdrücken, wenn das mit einer CNC-Fräse gemacht wird, dann schaut das sicher gleichmäßig aus. Das Blech würde ich dann ordentlich versteifen, dann hält das schon. Evtl. einfach aufdoppeln von 0,5mm-Blech. (das hab ich noch nicht gemacht, Versteifungen und 0,3mm-Blech sind am beiliegenden Foto zu sehen. Die Nieten wurden mit Lineal und Reißnadel durchgedrückt)
    Den Führerstand meiner BR-78 muß ich noch aufdoppeln, mal sehen wie das funktioniert.


    Schöne Grüße Gerhard

  • Guten Abend,


    herzlichen Dank für die vielen Tipps! Ich bin gerade dabei, einen Messinghändler aufzutreiben. Bei Conrad gibts ja auch Messingplatten. Ich möchte aber auch 5mm Blöcke und weichere Legierungen zum Biegen... Mal sehen was sich da ergibt. Zum testen habe ich ein paar 0.5 mm Nieten bestellt. Mit der CNC Fräse werde ich dann 0.3mm dicke Messingstreifen fräsen und die Nietenlöcher auch gleich bohren. Mal sehen wies aussieht...


    LG


    Arnold

  • Hallo Arnold,
    Das schaut Super aus mit deiner CNC, was hast du da für eine Software für diese Maschiene?
    Lg Fritz :)

  • Guten Abend!


    Derzeit gibts nicht viel herzuzeigen. Auch ei n Landschaftsbauprojekt bremst meine Fräsaktivitäten etwas...


    Letzte Woche habe ich mir Metallfräser gekauft. Auch ein dünnes Blech habe ich zum Testen besorgt. Jetzt fehlt noch eine 5mm MDF Platte als unterlage, die ich am Frästisch fixieren muss. Die Platte werde ich mir im Baumarkt besorgen. Kühlschaum gibts aus der Dose. Mal sehen ob Kühlung überhaupt notwendig ist...


    Bis demnächst...


    LG


    Arnold

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