Nachbildung von sandigem Boden

  • Guten Morgen Zusammen,


    baue einen Kleinbahnhof im Brandenburgischen. Dort kommt sandiger Oberboden vor.


    Kennt sicher der eine oder andere, besonders im Sommer, wenn alles trocken ist, sinkt man dort auf den Wegen mit dem Fahrrad ein und gibt dann schließlich schiebend auf. X/


    Nun muss ich auf meiner Annlage vorbildgetreu mehrere solcher Wege nachbilden.


    Ich habe schon etwas experimentiert, nur zufrieden bin ich irgendwie nicht.


    Vogelsand verklebt und sieht dann irgendwie kristallin, glänzend aus.


    Und farblich behandelte Spachtelmassen/Gibswege sind mir auch nicht so recht gelungen.


    Hat da jemand Tipps, Materialempfehlungen, Anleitungen?


    Bilder sind auch immer nett.


    Dank Euch schon mal!



    Gruß, Zander

  • Hallo Zander,

    Auf meiner ehemaligen H0 Anlage habe ich Asche von Braunkohle Brikets benutzt.

    Sie ist sehr fein und passt auch von der Farbe.

    Ich hatte sie glaube ich mit Holzleim vermischt.

    Gruß Andi

  • Moin Forum, Moin Zander,


    auf Bramloge verwende ich feines Lehmpulver, Beispiele in den Bramloger Bezugslinien,, Verklebeanleitug auch, abschließende Farbgebung mit Pulverfarben.

    Grüße

    Thomas

    Bramloger Modellbau...

    ....weniger ist mehr

  • Moin.

    Ich nehme oft den Staub wenn ich die Halle ausfege, ab sieben und sieht schon Natürlich aus. Ach in Neubauten wenn man dort den Betonstaub nimmt, ist auch sehr gut zu Verwenden ansonsten Natürlich Sande aus der Region und dessen Kiesgruben.

    schöne Grüße

    hein

    Ich baue nach dem Grundsatz " meine Anlage wird nie fertig " :thumbup:

  • Hallo Zander,


    Brandenburger Sandboden bilde ich mit brandenburger Sand nach. Vor Jahren habe ich einen 5kg Putzeimer voll Sand aus unserer Koppel geholt, reicht bis ans Lebensende. Durch ein Teesieb auf die mit Weißleim bestrichene Fläche aufbringen und nach dem Trocknen absaugen oder -bürsten. Ggf nochmal wiederholen. Kleine Steinchen drücke ich dann in den noch feuchten Boden.


    Hier mal drei Beispiele, damit Du Dir ein Bild davon machen kannst:





    Der frühe Vogel kriegt den Wurm, aber die zweite Maus erhält den Käse

  • Moinsen,



    in einer Hobbyzeitschrift hatte ich mal eine Anleitung gefunden die mir in Erinnerung geblieben ist, die ich selbst mal probieren möchte. Hierzu wird feiner Sand- oder Kiesstaub benötigt, den fegt man sich am besten an der Ein- und Ausfahrt einer Kiesgrube oder eines Steinbruches zusammen. Durch die vielen schweren LKW wird das Zeug wirklich feinst gemahlen.


    Die Fläche mit anderen Erdstoffen mit ein bisschen Struktur versehen, dann mit stark verdünntem Leim satt beträufeln und diesen feinen Staub einstreuen. Die Bilder welche in dem Artikel gezeigt wurden, sahen absolut Spitze aus.


    Leider weiß ich grad nicht ob ich diese Anleitung in einem gedruckten Heft oder einer elektronischen Ausgabe gesehen habe, auch weiß ich nicht mehr welches Helft es war. Ich fand die Bilder jedenfalls so interessant, dass ich mir das gemerkt habe. Eigentlich war da bereits 2019 ein Besuch beim Steinbruch bzw. in der Kiesgrube geplant, irgendwie nicht dazu gekommen.


    Sobald ich da mal zu komme, will ich das auf jeden Fall ausprobieren wie das wirkt. Bei meinen Straßenbahngleisen würde bei einem entsprechenden Erfolg auch ein ganzes Stück so gestaltet werden. Da hat es halt den Dreck von der benachbarten Straße bei Regen in den letzten 40 Jahren ins Gleis gewaschen. Eine ordentliche Entwässerung ist ja nicht vorhanden.


    Mangels eigenem Versuch kann ich leider noch nicht mit Bildern dienen.



    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

    "Straßenbahnen" von Dipl.-Ing. August Boshart (1920)

    -----

    § 13

    Vorfahrt

    [...]

    (6) Straßenbahnen ist in jedem Falle die Vorfahrt zu gewähren. Die Vorfahrt der Straßenbahnen untereinander regelt sich nach den Absätzen 1 bis 5.


    (DDR-)Verordnung über das Verhalten im Straßenverkehr (Straßenverkehrs-Ordnung – StVO –)
    vom 26. Mai 1977

  • Hallo Zander,


    eigentlich ist das einzelne Korn vom Sand in 1:45 mit 0,04 mm Korngröße gar nicht mehr zu erkennen, das ist etwa 400er Schmirgelpapier. Da sieht man eher eine raue Oberfläche, das sollte man im Modell anstreben. Je nach Landschaft können natürlich auch Kiesel dazwischen sein.

    Mit Vogelsand und ähnlichen Produkten habe ich auch zuerst probiert, hat mir nicht gefallen. Dann habe diverse Spachtelmassen aus dem Künstlerbedarf oder Mobahandel probiert. Teuer und sah alles wie Paste mit Sand drinnen aus.

    Meine aktuelle Lösung sieht so aus: Die Landschaft mit Leichtspachtel oder Modelliermasse (Clay) vormodellieren, Spuren von Fahrzeugen oder Füßen eindrücken. Die noch feuchte Landschaft ggf. etwas anfeuchten und Fugenbunt mit einem sehr feinen Sieb als gleichmäßige dünne Schicht aufpudern. Dabei Staubschutz tragen.

    Trocknen lassen und absaugen (aber nicht mit dem Wohnungssauger, das gibt Ärger ;)).

    Mit Pigment oder besser geriebener Pastellkreide einfärben und mit Fixativ griffest machen.

    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo Zander!


    Versuche es mal mit den Produkten von MiniTec (http://www.sceneryproducts.eu). Bestes Material in verschiedenen Körnungen. Große Auswahl an unterschiedlichen Materialien zur Bodengestaltung. Bei mir seit Jahren erste Wahl!


    Für dein spezielles Vorhaben bietet sich zum Beispiel ein Materialmix aus Kleinschlag, Schaufelsplit und Planumssand (https://scenery.shop/catalog/c…r-130115/id/130115/?p=5an). Gibt es in zwei Farbtönen; Rostbraun und Rhyolit. Rostbraun dürfte vom Farbton der passendere sein. Ein Siebset wird zum Aufbringen benötigt. Als Leim nimm verdünnbaren Mattkleber (MiniTec oder Langmesser). Mischungsverhältnis Wasser und Kleber 1 zu 1. Und, wichtig, ein Sprühflasche mit entspanntem Wasser (Wasser mit Netzmittel/Fliessverbesserer) . Vor dem Aufbringen des Wasser-Leimgemisches gesandete Flächen damit einsprühen. Sorgt für eine gleichmäßiges Verlaufen des Gemisches und verhindert (!) die schönen Tröpfchenkrater beim Arbeiten (träufeln) mit der Pipette. Nach 24 Stunden durchgetrocknet und nun kann man nacharbeiten.


    Gruß,


    Sascha

  • Hi Zander,

    meine besten Erfahrungen habe ich mit Fugenmörtel aus dem Baumarkt gemacht. Das Material gibt es in vielen unterschiedlichen Farben und ich streue es durch einen Nylonstrumpf als Sieb auf. Den Untergrund mache ich mit Sculptamold oder DAS. Ich feuchte die Fläche vor dem verleimen mit Isoalkohol an und nehme als Scenic Cement verdünntes Mod Podge. Die endgültige Farbgebung erfolgt wenn alles trocken ist mit Pigmenten oder Kreidestaub.


    Sandige Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Guten Morgen,


    ich habe bisher bei meinen wenigen Abschnitten für die "Sandung" ASOA Kalksteinsplitt12011 für H0 genommen und nach Benetzung mit Wasser-Spüli durch vorsichtiges Aufträufeln mit Wasser-Ponal-Spüli verklebt - und war/bin damit zufrieden. Bei zukünftigen Aktionen werde ich allerdings die hier von mehreren Kollegen empfohlene Methode mit Isopropanol anwenden - mal sehen wie das Ergebnis bei mir/für mich ausfällt.


    Ich wünsche allen noch einen schönen Sonntag

    Günter

  • Hallo Jay,


    genauso praktiziere ich auch schon seit etlichen Jahren Landschaftsmodellbau, außerdem bin ich auch großer Fan von Luke Towan. Der Einsatz von Isopropanol eignet sich auch bestens beim Einschottern und vermeidet so Rosstäuschern aufzusitzen, die eh nur ihren stark überteuerten „Fließverbesserer“ an den Mann bringen wollen. Die Schotterpreise bei denen haben es auch in sich und kaufe seit 2002 deshalb nur noch MOBALIT. Mod Podge „Matte“ nehme ich ebenso beim Einschottern und Mod Podge „Gloss“ bei der Wassergestaltung.

  • Hallo Zander,


    für die sandige Altmarkbahn nehme ich Quarzsand und als Kleber den Tiefgrund von Bauhaus. Zum Schluß noch etwas farblich behandeln. Der Tiefgrund geht auch gut zum Einschottern, falls du Schotter verwenden willst!?

    Beim Schotter sind die Vorstellungen recht verschieden, ich würde mir Probepackungen zusenden lassen und dann den persönlichen Favoriten auswählen. Bei mir ist es eine Mischung aus Diabas dunkel und R10.



    Gruß

    Kpt. Blaubär

  • Hallo Zander, ich nehme Waldboden, von verschiedenen Stellen, trockne ihn und siebe ihn dann durch ein Küchensieb. Waldboden bietet verschieden Farbtöne. So hat der Boden von Nadelwald eine andere Farbe wie in einem Laubwald. Der Vorteil dabei ist, das es nichts kostet.

    Zum Verarbeiten streiche ich die Stelle mit verdünntem Ponal ein und streue dann den Boden darüber. Nicht haftender Boden wird dann mit dem Pinsel abgefegt und wieder verwendet.

    Gruß Micha :)

  • Moin


    Ich benutze dafür Quarzsand gemischt mit Wasserfesten Holzleim, und etwas Wasser.


    Diese Mischung lässt sich wunderbar verarbeiten......



    Grüße aus Nurfunxsiel :)


    Tom

  • Hallo zusammen,

    ich nutze auch Quarzsand. Färbe ihn sogar mir Abtönfarbe um die Randwege zu gestalten. Mein 5kg-Sack aus TT-Zeiten wird wohl noch für die nächste Generation halten. Aktuell gestalte ich damit Gebäudeputz, immer mit Wasser-Weißleim und ein Spritzer Fit. Von Chinchilla-Sand rate ich ab! Habe ich probiert, dieser ist zu leicht und schwimmt beim Verkleben oben auf, sieht hässlich aus und ist teurer als mein Quarzsand von BAHR (seht ihr mal wie lange der schon reicht.

    Viele Grüße Jörg

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