Eine leere "Leinwand" in 200cmx40cm

  • Hallo zusammen,


    nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen auch Zuhause eine Möglichkeit zu schaffen, um zumindest meinen kleinen Rangierloks etwas Auslauf zu gönnen.

    Also kurzerhand Material gesichtet, Säge raus und 2 Stunden später gibt es einen Modulkasten in 200cmx40cm (mehr Platz hab ich nicht :() der auf den Gleisbautrupp wartet.


    Als Gleismaterial habe ich noch einiges von Peco Code 143. Auf dieser Basis ist folgender erster Entwurf entstanden:



    Die Szene ist quasi die Hälfte eines kleinen Bahnhofs auf dem Land in EP III. Das Gleis unten rechts ist für den Personenverkehr und bekommt einen Bahnsteig, der per Holzübergang mit dem EG verbunden wird. Die beiden Gleise darüber sind Güter-/Abstellgleise, mit einem Güterschuppen am oberen Gleis. Links bleibt auf beiden Gleisen noch etwas Platz zum abstellen eines Güterwagens beim rangieren.


    Eigentlich bin ich mit dem Layout schon ganz glücklich, da ich denke, dass man mit einer Köf II und ein paar Wagen einiges an Möglichkeiten hat. Einzig eine Umfahrmöglichkeit fehlt mir. Könnte man natürlich mit einer zweiten Lokomotive lösen, aber irgendwie bin ich mir nicht sicher...


    Hat jemand vielleicht noch etwas Inspiration?

  • Baue doch statt dem Bahnübergang eine angedeutete Strassenbrücke und darunter ein kleine Schiebebühne.

  • Hallo Andreas,


    wenn Du auch nur jeweils einzelne Güterwagen mit der Köf aus dem Bahnsteiggleis in die beiden

    darüber liegenden Güter-/Abstellgleise zustellen möchtest, brauchst Du links vom Bahnübergang

    noch wenigstens 25 cm an Ausziehgleis. In Deinem Entwurf hast Du links von der Weiche

    allenfalls noch Platz für die Köf (ohne Wagen).


    Beste Grüße

    Arnold

  • Hallo Andreas!

    Gute Idee! Weniger ist oft mehr, und Meine Plane sind auch minimalistisch. Nur frage, hattest Du nicht überlegen über

    Möglichkeit Deine , nja, Anlage, als Teil Industrie oder Werksbahn bauen? Heisst das entsprechende Wagenpark, praktisch

    keine Personenzüge, aber?

    Grüsst Werksbahner

    Vladimir

  • Hallo Andreas!

    Hatte Ich für Dich eine foto geknipst für bessere vorstellung. Meine Anlage istin L, hier linke schenkel 200x60 cm.

    Rechte Gleis mit Rampe endet bei Wand, Linke durch Tor in Glaswerk. Tor nur kulisse.Rechts Gleise für Feldspurige

    Werksbahn. Mein Vorteil ist Platz für schiebebühne Tram, Normalspur u. Feldspur 80x60 cm.

    Gtüsst

    Vladimir

  • Hey, da ist schon einiges an super Ideen zusammengekommen. Danke an alle.


    Das Ausziehgleis links ist in der Tat zu kurz. Ich hatte irgendwie nur die Gleise rechts im Blick.

    In Kombination mit der Straßenbrücken-Schiebebühnen-Idee würde sich das gut anpassen lassen


    Im Grunde spricht auch nichts gegen das Thema Industriebahn, ich habe mich mit dem Thema allerdings noch überhaupt nicht beschäftigt, daher fehlen mir dazu die Ideen.


    Ich mach morgen mal einen weiteren Entwurf.


    Spur Null Galerie: Schade dass du das Bild rausgenommen hast, mir hat’s gefallen.

  • Hallo Andreas!


    Arnold hat Recht, so kannst du nicht rangieren. Auch eine Schiebebühne würde daran nichts ändern. Du musst also auf jeden Fall die Gleise rechts kürzen, um links mehr Länge vor der ersten Weiche zu bekommen.

    Dann der Personenverkehr: Er könnte eigentlich nur aus einem (dumm :)) rumstehenden Personenwagen oder Triebwagen bestehen, denn wo sollte der "Zug" hinfahren?

    Vladimirs Idee eine reinen Industriebahn macht da mehr Sinn. Der "Zug", eher die Übergabe steht auf Gleis 2 (dem mittleren rechts). Von dort werden die Waggons auf die anderen beiden Gleise verteilt (das untere ist dann kein Personenzuggleis mehr, sondern ein Anschluss irgendeines Unternehmens oder auch einfach Freiladegleis/Rampe) bzw. von dort abgeholt. Das dürfte allein schon durch den beschränkten Platz recht knifflig (und damit vielleicht interessant) werden.

    Der fertige "Zug" wird dann von der Lok (angenommenerweise nach rechts) geschoben oder weiter nach links gezogen.

    Eine Umfahrung brauchst du nicht, weil alle Gleise, die bedient werden müssen, in die selbe Richtung zeigen. Und wenn das Gleis unten links keine Umfahrung ist, bekommst du dort auch keinen Waggon hin, außer er würde von der Lok in den Rangierbereich geschoben, was z.b. bei uns im Hafen manchmal passiert.

    Der einzige Grund, den ich für eine Schiebebühne sehe, wäre, einen Waggon von rechts auf das Gleis unten links zu ziehen und die Lok dann weiter auf die Schiebebühne vorzuziehen, damit sie nicht eingeschlossen wird. Für diesen Vorgang verschenkst du aber Platz für Szenerie (diese immer wiederkehrende Brücke ist inzwischen so was von langweilig ...); der Bahnübergang, den du vorgesehen hast, wäre hingegen etwas, wo auch was passiert (die Schranken müssten zum Rangieren geschlossen werden, das Rangieren müsste vielleicht unterbrochen werden, damit Autos (endlich) mal wieder die Gleise überqueren können etc.). Das untere linke Gleis müsste dabei nicht unbedingt auch über den Bahnübergang geführt werden (außer man nimmt an, dass dahinter noch ein Anschluss an diesem Gleis ist, was aber für das eigentliche Rangieren keinen Unterschied macht).


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad (H0) und Laclede Timber & Coal (0n30)

  • Moin Andreas,

    also ich finde deinen Plan ziemlich gut.

    Eine Köf mit G10 o.ä. braucht 35cm für umsetzen, da fehlen 2...3 cm wenn das Raster stimmt. Mach 5..10 draus und es gehen auch längere Güterwagen.

    Das vordere linke Gleis wäre ein gestaltetes Aufstellgleis für eine geschobene Übergabe (oder einen VT alternativ). Verteilung der Üg dann Wagen für Wagen. Ob die Übergabe gleich wieder abgefertigte Wagen mitnimmt (wird interessant) oder das eine separate Üg ist, muss man sehen.

    Ob links nichts, eine Schranke oder eine angeschnittene Brücke gebaut wird, ist eine reine Gestaltungsfrage.

    Viele Grüße,

    Johann

  • Hallo Andreas,

    um mehr Gleislänge auf der linken Seite zu bekommen, würde ich die Weichenverbindungen komplett streichen. Eine Schiebebühne ( auch mehrgleisige) wäre dann als Ersatz sehr hilfreich, mit dieser könntest du alle Gleise bedienen. Zur Tarnung wäre eine Straßenbrücke - wie schon von den Kollegen vorgeschlagen- und /oder eine Fabrikhalle möglich. Kennst du die Minianlagenbeiträge von Carl Arendt - da gibt es jede Menge Anregungen für solche Fälle.

    ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Planen und Bauen,

    viele Grüße aus dem tief verschneiten Schwarzwald,

    Dieter

  • Hallo zusammen und nochmal Danke für die vielen Tipps und Anregungen!


    Im Nachhinein ist der Einwand mit dem Personenverkehr sehr berechtigt (zumal ich nicht einen Personenwagen oder Triebwagen besitze... :S).

    Das Thema ländlich spielt in sofern eine Rolle, als dass ich schon gerne etwas Landschaft gestalten würde. Über das Thema Industriebahn bin ich auf etwas ähnliches, ländliches gestoßen: Einen Landhandel im Stil einer Baywa oder Raiffeisen. Daraus ist dieser Entwurf entstanden:



    Meine Überlegungen dazu:


    Durch den Landhandel haben sowohl Gedeckte- als auch Silo-Wagen ihre Berechtigung auf der Anlage. Mit der Rampe kommen offene Wagen dazu. Im vorderen Bereich bleibt noch Platz für etwas Gestaltung. Die Wagen werden auf dem unteren Gleis angeliefert und dann auf die oberen beiden verteilt. Ein Umsetzen ist dadurch nicht nötig. Links könnte man noch, außerhalb der Anlage, einen Fiddle Yard anschließen.

    Den Bahnübergang habe ich aus oben erwähnten Grund übernommen. Mit öffnenden/schließenden Schranken ist etwas mehr Leben auf der "Anlage".

    Die Idee mit der Schiebebühne unter einer Straßenbrücke ist zwar gut, aber auf einer Länge von 2m 20-40cm Fläche unter einer Brücke zu verstecken ist mit etwas zu viel.


    So richtig sicher bin ich mir allerdings noch nicht...

  • Auf die Schnelle:



    Wenn du eine Dreiwegweiche nimmst und den Gleisplan drehst kommst du oben auf eine komplette Flexgleislänge, etwas mehr als 90cm. Rechts das Gleis hat 40cm. Wäre ein klassischer Inglenook. Wenn man etwas mit der Gleislänge rechts spielt kann man mehr oder weniger Wagen rangieren.


    Marc

  • Hallo Andreas,


    hier noch ein Versuch, wenn du das Zwischenstück zwischen den Weichen weglässt, gewinnst du rechts und links einige Zentimeter für die Gleise.

    weiterhin viel Spaß beim Planen

    Grüße aus dem Odenwald


    Andreas :)

  • Hallo Andreas,


    Marcs Vorschlag mit der Dreiwegweiche ist wirklich gut (warum du dafür die Anlage aber spiegeln müsstest, ist mir nicht klar). Du erhältst dann mehr Länge entweder für den linken Teil oder die Gleise rechts.

    Und wenn du links einen Fiddleyard anschließt, dann sollte der "Zug" auch von links kommen, und zwar mit geschobenen Waggons für die nach rechts endenden Gleise und einen gezogenen für das nach links führende Gleis. Du musst dann nur zusehen, dass du die Waggons vor der Lok erst einmal irgendwo abstellst, bevor du den linken Waggon zustellst (bzw. von dort einen abziehst). Da macht das Rangieren gleich noch mehr Spaß (und Denkarbeit), als wenn alle Gleise wie beim Inglenook in die selbe Richtung zeigen.


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad (H0) und Laclede Timber & Coal (0n30)

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