Bestehendes 3d-Projekt in Fusion360 importieren bzw. rollendes Material zum Download?

  • Moin und hallo,


    sehr erfreut sehe ich, dass der 3d-Druck im Eisenbahnmodellbau schon Einzug gehalten hat. Ich bin relativ neu im Thema 3d-Druck und modelliere mit Fusion 360. Meine Erfolge dort sind recht überschaubar, bisher habe ich erfolgreich eine Menge Staubsaugeranschlüsse für Handwerksgeräte modelliert und mit meinem Ender 3 gedruckt. Funktioniert prima… ^^Vor komplexeren und realitätsnahen Eisenbahnmodellen schrecke ich bisher zurück, dafür fehlt es noch sehr an Übung. Da ich das alte Hobby Modellbahn zusammen mit dem neuen Hobby 3d-Druck aber eher aufnehmen will, als meine Fähigkeiten in Fusion so weit sind, war ich auf der Suche nach herunterladbaren Modellen, die sich vielleicht zu druckbaren Modellen im passenden Maßstab verwandeln lassen.


    Auf meiner Suche habe ich dieses schöne Projekt, eine BR01, von Herrn Pröckl entdeckt. Dessen 3d-Modell lässt sich für jeden aus der Autodesk Gallery herunterladen. Leider kann ich die Datei aber nicht in Fusion öffnen, jegliche Konvertierungsversuche mit browsergestützten Umwandlern geben Fehlermeldungen aus. Das Modell wurde wohl in Autodesk Inventor erstellt und ist nicht ohne weiteres kompatibel mit Fusion. Für meine Versuche „ich will mal gucke was sich machen lässt“ ist mit die Inventor Lizenz zu teuer, das kommt derzeit nicht in Frage. Kennt jemand von euch A: eine Möglichkeit die Dateien in Fusion zu öffnen und/oder B: eine Quelle für 3d-Modelle von rollendem Material, mit denen ich rumspielen könnte?



    Link: https://gallery.autodesk.com/p…ocomotive-german-class-01



    Das Projekt lässt sich mit den Stichworten „autodesk gallery Livesteam locomotive german class 01“ finden.

  • Hallo Jannes,


    nu bin ich zwar nicht in der Autodesk-Welt unterwegs, kann aber vielleicht was zu deinem Verständnis beitragen.


    Die Datei auf der von Dir angegeben Seite ist ja eine DWF-Datei.


    Wenn Du nicht weißt, ob und wie sich dieses Format in deinem CAD-System öffnen lässt würde ich mal den Gockel befragen - so einfach mit dem Suchbegriff DWF-Format - hab ich auch gemacht.


    Da finde ich dann sehr schnell:

    DWF / DWFx-Dateien sind "digitale Plotdateien", die nur Objekte mit geringer Intelligenz enthalten. Sie ist nicht als Austauschformat für Zeichnungsdateien vorgesehen und kann nicht vollständig wiederhergestellt oder in eine Standard-Zeichnungsdatei zurückgeändert werden.

    Quelle: knowledge.autodesk.com/de/support/autocad/learn-explore/caas/sfdcarticles/sfdcarticles/DEU/how-to-convert-dwf-files-to-dwg-format.html


    oder:

    DWF- und DWFx-Dateien sind stark komprimierte Dateiformate und daher besser als DWG-Dateien für die Verteilung über das Internet zur Überprüfung geeignet. Sie können einzelne oder mehrere Zeichnungen und Plansätze in einer DWF- oder DWFx-Datei exportieren oder veröffentlichen.

    Die Überprüfer müssen AutoCAD zum Überprüfen von DWF- und DWFx-Dateien nicht installieren. Stattdessen können Sie das kostenlose Programm Autodesk Design Review zum Anzeigen, Markieren, Drucken und Verfolgen von Änderungen installieren. Sie können die Markierungen in AutoCAD lesen, Ihre Zeichnungen ändern, den Markierungsstatus ändern und erneut in DWF oder DWFx zur weiteren Überarbeitung publizieren.

    Quelle: knowledge.autodesk.com/de/support/autocad/learn-explore/caas/CloudHelp/cloudhelp/2018/DEU/AutoCAD-Core/files/GUID-DFC086F4-E98C-4FF7-A55E-67FC35007DE5-htm.html


    Es gibt da auch noch ein paar andere Links u.a. nach CAD.de wo explizit nachgefragt wird, wer das Format nutzt und wie damit umgegangen wird.


    So - da steht also nicht es sei ein Austauschformat - so wie STEP, IGES, Parasolid oder native-Formate.

    Da ist nicht mit gemeint, lade die Datei in ein anderes CAD-Werkzeug (in deinem Fall Fusion) und sei in der Lage aus einem Fußball einen Flugzeugträger zu erstellen.*


    Sondern nur guggn, messen und markieren - jedenfalls hab ich es so verstanden.

    Vielleicht geht ja auch mehr . . . .


    Wenn Du die CAD-Daten haben möchtest - dann kontaktiere doch Herrn Prockl und frage nach - vielleicht ist er bereit seine Konstruktion so einfach zu teilen.

    Wenn Du bei mir nach CAD-Daten fragen solltest - würde ich aber auch schon die Antwort kennen.


    * nettes Wortgeplänkel beim Betatest einer CAD-SW zwischen dem CAD-Produktmanager und einem Consultant in Cincinnati anno 1994.


    Grüße

    dry

    Edited 4 times, last by dry ().

  • Danke für deine ausführliche Antwort. So in etwa habe ich das tatsächlich auch gelesen. Mein Ansatz war, 'was die Graka aus der Datei als 3d-Objekt wiedergeben kann, muss auch in der Datei an Information stecken'. Und somit, so meine Hoffnung, gibt es irgendein Tool um diese Info an andere Programme und überarbeitet schlussendlich an den 3d-Drucker weiterzugeben. So wie es auch schon Programme gibt, mit denen sich pdf-Dateien eben dann doch anschließend wieder ändern lassen, auch wenn das dem eigentlichen Sinne der PDF widerspricht.


    Quote from dry

    Wenn Du bei mir nach CAD-Daten fragen solltest - würde ich aber auch schon die Antwort kennen.

    Eben die Antwort erwarte ich. Wobei ich da eher der Fraktion der open source-Freunde und des (nicht monetären) Gewinns für möglichst viele angehöre. Ich habe keinen Nachteil dadurch, dass nicht nur ich einen Waggon 3x aus dem 3d-Drucker ziehe, sondern viele andere evtl. auch spaß dran haben. Das natürlich nur so lange man selbst keinen wirtschaftlichen Ansatz verfolgt, sondern es Hobby bleibt. Aber das ist natürlich jedem selbst überlassen.


    Meine Staubsaugeranschlüsse gibt es für jedermann auf Thingyverse ;)

  • Hallo,


    selbst wenn man eine Step-Datei (mit das haltbarste für den Austausch) hat, bedeutet das nicht automatisch, dass man damit etwas sinnvolles in Fusion machen kann. Grafikdateien sind oft keine geschlossenen Volumenkörper sondern nur die sichtbare Oberfläche wg. der Performance, das kann man nicht drucken.


    Ob man Modelle online stellt ist die eigene Entscheidung. Meine Erfahrung: Andere verdienen Geld damit (mehrfach erlebt), man bekommt Beschimpfungen per E-Mail, weil jemand zu Blöd ist seine Software/Drucker zu bedienen, Dank gibt es quasi nie.


    Wie wäre es, wenn du dich an kleinen Projekten hocharbeitest - gleich eine riesige Lok drucken dürfte in einem Desaster enden.

    Es gibt so viel zu tun: Ladegut, Wohnungseinrichtung, Details für Führerstände usw.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Meine Staubsaugeranschlüsse gibt es für jedermann auf Thingyverse ;)

    Hallo Jannes,


    super, jetzt muss ich mir nur noch die passenden Geräte für deine Adapter zulegen:S...

    Nee, schon klar: Solche Teilchen können äußerst nützlich sein, und warum jedesmal das Rad neu erfinden?


    Bei Thingiverse findest du durchaus einiges an Fahrzeugdaten (normalerweise STL-Format) die sicherlich auch Fusion weiter verarbeiten kann. Das sind dann aber halt nur Oberflächenmodelle, d.h. alles wird durch kleine Dreiecke approximiert. Wenn die Teile "wasserdicht" sind, kannst du die drucken (lasssen), mit den Daten zu arbeiten ist aber meist mühsamer als die Teile neu zu konstruieren. Das STL oder OBJ-Zeugs von Turbosquid oder cgtrader (dort gibts einige auch frei zugängliche Sachen mit vielen Details) taugt als Konstruktionshilfe im Hintergrund, aber für "richtige" CAD-Bearbeitung eher nicht. Wenns gut geht, sind die Daten in Baugruppen zusammengefasst, die man einzeln von Oberflächen zu Volumenmodellen wuppen kann. Aus den Oberflächen kann man aber halt nicht automatisiert (und händisch nur mit Phantasie und Glück) die ursprünglichen Konstruktionselemente wiederherstellen.

    Lange Rede kurzer Sinn: Ich kenne keine Quelle für kostenlose und vollwertige CAD-Daten.

    Viele Grüße aus Südhessen


    Alexander

  • Hallo Jannes,


    sicher Interessant, nur wer macht soetwas. Eine CAD oder STL..Datei sind 2 verschiedene Schuhe.

    Entwickeln kostet Zeit...egal ob Freizeit oder Arbeitszeit.


    Dateien zum direkt Drucken, findest hier auch...Anpassungen sind meistens über dein Slicerprogramm nötig.


    Wenn man ein Gemeinschaftsprojekt startet sieht das ganze eventuell anders aus. Da gehört natürlich auch einiges mehr dazu.


    Jeder wie er mag.:)

  • Hi Rainer, ja, ich sehe ein, fertige Fusion360-CADs zu bekommen ist wohl etwas zu optimistisch. Wobei es schon vieles in der Fusion360-Gallery gibt, da wird sich vermutlich früher oder später vielleicht auch eine (Dampf-)Lok hin verirren.


    Aber ich habe inzwischen eine unerschöpfliche Quelle für 3d-Dateien gefunden, welche sich als .obj-Mesh in Fusion importieren lassen und skaliert als Basis dienen könnten, um sie druckbar nachzuzeichnen. Vielleicht das Richtige, um den Umgang mit Fusion zu üben.



    Auch ein paar druck-optimierte .stl-Dateien habe ich gefunden, welche skaliert für den einen oder anderen Probedruck herhalten könnten: https://www.prusaprinters.org/…as-freight-wagon-h0/files

    Gefunden hier: https://blog.prusaprinters.org…zuege-und-gebaeude_32212/


    Dazu gibt es noch einige Modelle auf Thingiverse, wie diese BR78 hier, vielleicht ist das für mich ein Anfang, da der Maßstab stimmt und sie für FDM-Drucker erstellt wurde: https://www.thingiverse.com/thing:3746604

  • Hallo JannesM-Sp,


    danke für Deine interessanten Zeilen!

    Aber ich habe inzwischen eine unerschöpfliche Quelle für 3d-Dateien gefunden, welche sich als .obj-Mesh in Fusion importieren lassen und skaliert als Basis dienen könnten, um sie druckbar nachzuzeichnen.


    Darf ich Dich bitten, mir diese unerschöpfliche Quelle zu verraten?


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Ja, ich mag die Spur 1 nicht!

  • Hallo,


    Meshes importiert hat mit parametrischem CAD so viel zu tun wie das Pizzataxi mit italienischer Küche. :S


    Warum nicht besser selbst was zeichnen, das du auch mit deinem FDM-Drucker gut gedruckt bekommst? Wie wäre es mit ein paar Kisten als ladegut? Parametrische gezeichnet kannst du davon viele Varianten drucken.


    Ja, klingt langweilig, aber wir haben in Mathe auch mit 1+1=2 angefangen.

    Ach ja, mein erstes 3D-Modell war ein Weinglas und ein Donut. :D;(


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Moinsen!

    Aber ich habe inzwischen eine unerschöpfliche Quelle für 3d-Dateien gefunden, welche sich als .obj-Mesh in Fusion importieren lassen und skaliert als Basis dienen könnten, um sie druckbar nachzuzeichnen.

    ... und dabei alle Fehler mit zu übernehmen? Was ist eigentlich so verkehrt daran etwas selber zu zeichnen? Vielleicht erst mal etwas kleiner (und bescheidener) anfangen? Für die gängigen CAD Programme gibt es zudem unzählige Tutorials, Lern-Software, etc. ... aber das ist wieder zu einfach, richtig?



    Nachdenkliche Grüße


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Meshes importiert hat mit parametrischem CAD so viel zu tun wie das Pizzataxi mit italienischer Küche. :S

    Hi H3x,

    dem kann ich uneingeschränkt zustimmen :D Aber die Auflösungstiefe ist für mich zum Nachzeichnen glaube ich geeignet, so lange die Proportionen stimmen. Aus einer grob vermassten 3-Seitenansicht bekomme ich vermutlich nicht mehr Informationen raus als der Ersteller des Meshs, der vermutlich mit gleicher Grundlage gearbeitet hat.

    Über die Schwelle Kisten zeichnen bin ich zum Glück schon hinaus. Aber genau, so geht's in der Regel los.:thumbup:


    Darf ich Dich bitten, mir diese unerschöpfliche Quelle zu verraten?

    Aus der Sim-Spiele-Ecke gibt es eine große Zahl an frei verfügbaren Addons, welche die reduzierten 3d-Modelle enthalten. Die PC-Spiele kommen durch Shader mit relativ wenig Polygonen zu visuell fließenden Rundungen.

  • Hallo JannesM-Sp,


    danke für Deine Rückmeldung - an diese Szene hatte ich noch nicht gedacht. Allerdings sehe ich da (für mich) Probleme beim Konvertieren/Importieren der Dateien. Aber damit beschäftige ich mich, wenn es mal akut werden sollte.


    Ansonsten lass Dich von den Anwürfen nicht irritieren und mach "Dein Ding"!


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Ja, ich mag die Spur 1 nicht!

  • Die PC-Spiele kommen durch Shader mit relativ wenig Polygonen zu visuell fließenden Rundungen.

    Ja, das Mapping machts - aber dummerweise nur auf dem Monitor. Ohne Oberflächentextur siehts visuell meist schon nicht mehr so doll aus und materiell (so richtig 3D zum begrapschen) eher bescheiden.

    Aber lass mal bei Gelegenheit sehen, was mit frei verfügbaren Datensätzen (wie) machbar ist. Nur das bringt Erkenntnisgewinn. Ich bin gespannt.


    OT: Mit Fusion und CAD hat das jetzt nichts zu tun, aber für Dünnbrettbohrer (wie mich) nicht unspannend: Meshmixer. Relativ simples Copy&Paste von STLs mit ein paar elementaren Bearbeitungsfunktionen. Ist für Fahrzeuge (nahezu) ungeeignet, aber für Figuren durchaus brauchbar. Also nix für Ingenieure, eher was für die Kreativabteilung.

    Viele Grüße aus Südhessen


    Alexander

  • Die Modelle aus der SIM Szene sind nach vollkommen anderen Grundlagen gebaut. Dort benötigt man ein möglichst optimiertes Mesh mit einer hochauflösenden Textur.


    Sowas habe ich mal vor knapp 15 Jahren gebaut. Inzwischen sind zwar deutlich mehr Freiheiten und durch individuelle Shader auch mehr Möglichkeiten vorhanden, aber das Grundproblem besteht nach wie vor. Ist mein Modell zu komplex schade ich damit der Performance der Simulation... .


    Die Modelle sehen aufgrund der Texturen brauchbar aus, aber das 3D Modell ist nicht wirlich als Basis für einen Druck zu nutzen.



    Ansicht einer Stadtbahnstation in Trainz.


    Das ist jetzt ein Renderbild aus 3D-Max. Aber sah im Spiel auch nicht so anders aus. Die Fototextur wurde aus ca 50 Bildern zusammengeschnippelt... .


    So sieht der Wagenkasten des TW2000 ohne Textur aus... .



    Der Vorteil gegenüber der Modellbahn, der Zug hat etliche Animierte Teile, und der Führerstand kann halt entsprechend des Originals umgesetzt werden.



    Ein funktionierendes IBIS System habe ich jedenfalls in 1:45 noch nicht gesehen... . Leider ist der Fahrstand nie wirklich fertig geworden, aber er hatte schon mehr als 100 aktive bedienbare Elemente... .



    viele Grüße

    Karsten

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!