Diesellok Deutz-Henschel Nr. 1

  • Zur Eisenbahnausstellung in Seddin 1924 hatten Deutz und Henschel eine neue 3 achsige dieselhydraulische Stangenlok vorgestellt.


    Diese Lok wurde aber kein "Verkaufsschlager" sondern fristete sein Dasein bis ca. 1940 im Werksdienst bei Henschel(?).


    Ich habe nur 2 Photos gefunden, schräg von vonre links und rechts. Das Henschel Archiv konnte mir bisher auch nicht mit weiteren Bildern, Daten oder Zeichnungen weiterhelfen.


    Frage in die Runde der Experten:


    Wer kann mir weiterhelfen mit sachdienlichen Informationen, die den Nachbau dieser Lok gestatten würden?


    Ideal wäre natürlich eine Zeichnung oder Stichmaße oder wenigstens ein unverzerrtes Seitenphoto.


    Mit den besten Wünschen für 2012


    Reinhart Uhde


    Ha, ha, hat keiner den Zahlendreher gemerkt? soll natürlich 2021 heißen!

  • Hallo Nullotto,


    Google wirft auch das Bild noch aus:


    Leider ist das Bild nicht größer zu finden, aber es zeigt die andere Seite Deiner gesuchten Lok. Dieses Bild ist auch einiges größer im Buch "Eisenbahntechnische Ausstellung Seddin 1924" von Alfred B. Gottwald, erschienen im Franckh-Verlag, auf Seite 77 zu finden.


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Dankeschön an euch für die Reaktionen!

    Ja, diese beiden Bilder links und rechts habe ich auch, auch das Buch von Gottwald.

    Bei Zander und Henschel Museum ist angeklopft... bisher noch ohne Reaktion.

    Durch die perspektivische Darstellung auf dem Photo ist das genaue Ermitteln der Maße sehr fehlerbehaftet.

    Anklänge an die Maße der V20 kann ich mir vorstellen; die V36 erscheint mir aber größer zu sein.

    Vielleicht findet ja jemand noch was .

    Mfg

    NU

  • Moin NU

    Im Buch " Die Diesellokomotiven der Wehrmacht" von Stefan Lauscher EK Verlag S. 14 wird die o. g. Lok mit einem etwas größeren Foto gezeigt.

    Demnach war es wohl so, das Deutz, Henschel und die Maschinenbauanstalt Humboldt sich 1923 zur Öllokomotiv Gesellschaft mbH zusammengeschlossen hatten, um Öllokomotiven zu bauen.

    Die gezeigte Lok blieb jedoch ein Einzelstück, es gab wohl zu große Schwierigkeiten mit dem verbauten Lentz Getriebe. Auch wurde die Lok nicht verkauft, sondern lief noch bis Ende der30er bei Henschel und wurde dann zerlegt. Das Fahrwerk ähnelt übrigens doch sehr der V36.3 von DWK....

    Viele Grüße

    Thomas Bwloehne1

    Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.(Ringelnatz) :thumbup:

  • Hallo Leute,


    von der Grundstruktur ähnelt die Lok sehr der V40 -> drei Treibachsen und dann die Blindwelle! Jedoch sieht die V40 vom 'Gehäuse' eher eckig wie die V36 aus. Also insgesamt ists wohl etwas dazwischen ... ?!


    LG Ciccio

  • Moin,

    wenn man sich mal die Mühe macht und mit Zirkel, Lineal und Rechner die Proportionen ermittelt, kann man zu dem Verdacht kommen, dass das Fahrwerk sehr stark der V20 ähnelt. Statt Blindwelle ist die Mittelachse vorhanden und die Blindwelle ganz hinten angeordnet.

    Vorstellbar wäre, dass der Rahmen der Nr. 1 als Vorlage zur V20 gedient hat. Ein modernerer, leichterer Motor und evtl. höhere zulässige Achslast gestatten eine zweiachsige Version, die dann zur V20 geführt haben könnte.

    Tatsächlich kann der V20 Rahmen mit den alten Bildern der Nr.1 zur Deckung gebracht werden - mit ein bischen Kreativität.

    Das pdf-Bild im Anhang als Versuch.

    WINCAD - HEN-DEU3.pdf

    Grüße von Nullotto

  • Hallo Nullotto,


    der Entwurf sieht ganz stimmig aus. Da man immer mit dem vorhandenen Wissen und den Möglichkeiten eine Entwicklung macht kommt meist auch ein ähnliches Produkt heraus, jedenfalls bei der konservativen Bahntechnik.


    Ich bin auf die nächsten Schritte gespannt.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Wenn man sich die Bilder genauer ansieht, fällt auf, dass offensichtlich keine Kühlanlage für die Verbrennungsmaschine und Hydraulikgetriebe vorhanden - oder zumindest versteckt oder gar unterdimensioniert ist. Der Lüftungsaufbau auf der Haube erscheint mir nicht als ausreichend für eine 400PS-Maschine die immerhin für ca. 800Ps Wärme erzeugt.

    Vielleicht reichte das für die Ausstellung; ähnliches ist mir auch bei der in Seddin konkurrierenden Ausstellungslok der BMAG aufgefallen.

    Ich bin sicher, falls ich das Modell bauen sollte und fertig bin, schießen plötzlich alle aus dem Boden, die das alles ganz genau gewußt haben.:P8o

    Grüße,

    Nullotto

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