Problem Lötzinn?

  • Hi Norbert, hi Alle,


    Zitat Thomas:

    "... die Gleise müssen auch ohne Lötzinn in ihrer (knickfreien, planen) Lage bleiben!"


    Genau. Lötverbindungen sind zur sicheren Stromübertragung gedacht, nicht zum Fixieren der Gleislage. Auch ich vermute dazu noch Spannungsauswirkungen der unterschiedlichen Unterbauaterialien und der Gleise.


    Mir sind solche (gutgemeinten) Dämm/Isolier ect. unterfütterungen sowieso schon immer suspekt. Da ist einfach zu viel "von allem mit allem" verquickt.


    Wer mal in meinen Trööt schaut: Ich habe durchaus sehr komplexe und komplizierte Gleiskonfigurationen. Seit nahezu 17 Jahren bombenfest, verzugsfrei, unverrückbar, entgleisungssicher - auch in den Schabas. Methode: Tischlerplatte meist 16 mm oder mehr (Trasse), Gleis vollflächig mit Pattex Classic direkt auf Trassenbrett kleben, nach guter Ablüftung (ca. 1 Tag) ,Schienen und Schwellen mit Farbe nach Gusto behandeln - gut trocknen lassen, Schotterbett(formung), Prilwasser Sprühnebel setzen, das berühmt berüchtigte schmutzig grau/bräunliche Farbe/Ponal/Pril/Wassergemisch (recht fett = ca. 1/5 Farbe, 1/5 Wasser, 3/5 Ponal, 2 - 3 Tröpfchen Pril) mit 100er Perfusorspritze und dicker Nadel reichlich zwischen die Schwellen und an den Rändern einträufeln, gut durchrocknen lassen, fertsch.


    Ich verkompliziere im Leben schon auch das Eine oder Andere. Es stellt sich meistens immer wieder heraus wie auch hier: "KEEP IT EASY!"

  • Hallo Robert,


    Ja, inzwischen habe ich auch die Dämmmatten in Verdacht.

    Mittlerweile habe ich zwei Stellen beseitigt - läuft (bis auf zwei Wagen, die sich auf der Lenz-Kupplung abstützen :/ )

    Ich hoffe, dass im Sommer das Ganze nicht in die andere Richtung geht.

    Ich lasse mich überraschen, und mein Trööt heißt ja nicht umsonst "Dauerbaustelle" :D

  • Hallo Norbert.

    Aus welchem Material besteht die Laminatdämmung. Wenn sie aus styroporähnlichen Material besteht, kann es durch den kontakt mit der Antirutschmatte ausgasen und auflöhsen.

    Gruß

    Matthias

  • Hallo

    Genau. Lötverbindungen sind zur sicheren Stromübertragung gedacht, nicht zum Fixieren der Gleislage.

    Und selbst das funktioniert nicht immer, wie ich nach einigem Suchen schon feststellen konnte: Nach etwa 2 Jahren hatte sich im Stoß ein Haarriss im Lötzinn gebildet und 30 cm Gleis hatten zeitweise (!) keinen Kontakt mehr. :wacko: Ich löte jetzt an jedes Stück Schiene eine Einspeisung.

    Dagegen hatte ich noch nie Probleme mit Gleis an Schrauben gelötet, vermutlich größere Fläche und Scher- statt Druck/Zugkräfte. Da funktioniert das Fixieren der Gleislage durch Löten.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo Norbert,


    das sieht gut aus, so wird das hoffentlich halten. :thumbup:

    Vor dem Schottern die Schrauben matt schwarz/dunkelgrau anmalen, dann sieht man die nicht mehr.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

    Edited once, last by H3x ().

  • Hallo Norbert,


    also bei Schienenstößen/-übergängen, Segmentübergängen und auch Neigungsänderungen gab es bei mir einige Kernkriterien mit Nulltoleranz - besonders in nicht leicht zugänglichen Bereichen:

    - niemals einen Versatz der Schienen, sowohl horizontal als auch vertikal

    - niemals einen vertikalen Knick und möglichst keinen horizontalen Knick

    - sofern nicht an Segmentübergängen erforderlich, Schienenstöße nicht an Stoßstellen von Trassenbrettern oder Dämmstreifen anordnen

    - wenn irgend möglich frühzeitig eines der größten evtuellen Wunschmodelle (z. B. 5-Kuppler) beschaffen/ausleihen, um damit diese kritischen Stellen zu testen (Drehgestellloks taugen dafür nicht), vor allem bei Neigungsänderungen (Beinchen heben ausschließen!) - Schienenversatz war ja schon zuvor ausgeschlossen worden (hoffentlich).


    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei Deiner Sanierung.


    LG

    Günter

  • Hallo Günter,


    Da hast du genau eines der Probleme beschrieben.

    Ich hatte die ganzen Probefahrten mit der 50er und den Rheingoldwagen gemacht, weil ich mir

    genau dasselbe dachte. Dann kamen Drehgestellloks, alles super. Erst jetzt, mit den (wie ich

    dachte) problemlosen kurzen Wagen, tauchen die Probleme auf. Von den 3-Achsern nicht zu

    reden. Aber mit Geduld und Spucke wird das schon.

  • Die beiden 3-Achser von Menne haben stark seitenverschiebbare Achsen.

    Was fehlt ist ein Höhenausgleich. Ich will versuchen die Achslager auszufräsen, dass ein Langloch in der

    Höhe entsteht.

    Ich habe vorerst die mittlere Achse entfernt, trotzdem sind sie anfällig und entgleisen gerne. Da muss

    ich mir mal die Spurkränze ansehen. Hat aber vorerst keine Priorität.

  • Moin die Herren,


    nun ergeben sich gerade in Spur 0 ein paar geometrische Probleme gerade in engen Gleisbögen wie Lenz R2 oder gar der zu vermeidende R1. Sprich, sobal etwas in einem engen Radius liegt und dann auch noch in einer Neigungsstrecke, wird es schwierig. Gerade an den Übergängen, so man keinen Platz für einen grosszügigen Übergangbogen hat, neigt der Unterbau zum verdrehen. Das dann verlegte Gleis tut das selbe und die Probleme sind da. ich hoffe, mich nicht zu verdriesslich ausgedrückt zu haben....;)


    Ich teste solche Stellen gern mit dem längsten 2-Achser mit festem Radstand, in meinem Fall ein Glr/Glt. Ganz vermeiden lassen sich solche Übergänge bei beengten Platzverhältnissen leider nicht, zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass für einen ausreichend langen Übergangsbogen kein Platz da ist. Hier kommt ein präziser und vor allem stabiler Unterbau ins Spiel. Und dann vor dem endgültigen Einbau testen testen testen.


    Eine Lenz 50 ist da von ihrer Fahrwerkkonstruktion her ein sehr empfindsamer Kandidat. Wenn aber da schon eine Achse das Gleis verlässt taugt der ganze Unterbau nix. Die Lok steht auf der 4. Kuppelachse als Antriebsachse, diese fest im Rahmen gelagert und auf der 1. Kuppelachse, welche um einen mittleren Drehpunkt leicht kippen kann, sprich zusammen mit der 4. Kuppelachse eine Dreipunktlagerung bildet. Das wäre dann auf die Länge der Lok eine verdrehung im unterbau von mehr als 1mm....geht garnicht.


    Gruss, Dirk

  • Hallo Dirk,


    Du hast diese Aspekte sehr gut beschrieben. Die (notwendige) Verwindung der Trassenbretter selbst hatte ich nicht mehr auf dem Schirm (lang ist es her), kann mich aber wieder gut daran erinnern. Dagegen helfen dann Pendelachsen etwas, leider haben nicht alle Wagen solche und bei 3-Achsern wird es noch schwieriger/komplizierter.

    Ideal ist deshalb ein vielfältiger/schon kompletter Fahrzeugpark (leider selten schon vorhanden!), und dann testen, testen ... in allen Kombinationen und Betriebszuständen.


    LG

    Günter

  • Hallo,


    Dirk hat das Problem treffend beschrieben.

    Um es noch schlimmer zu machen: Bei einer Gleisverwindung im Bogen dürfen die Radsätze bogenaußen durch kippeln nicht ganz entlastet werden, sonst nützt auch ein Spurkranz nichts mehr. Das Rad wird durch die Querkraft trotzdem aufklettern.

    Herr Nadal hat das 1908 für das Vorbild als Entgleisungskriterium Y/Q beschrieben, ich bin der Meinung, dass das aufs Modell weitgehend gleich zutrifft.

    Entgleisungsursachen

    Gleichung nach Nadal

    Dreiachsige Wagen brauchen neben ausreichen Seitenspiel des mittleren Radsatzes auch ein vertikales Spiel mit einer Federung.


    Jetzt hoffe ich sehr, dass mir jetzt kein Fachmann Besserwisserei unterstellt. Ich wollte nur etwas zu den Ursachen erläutern.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo Löter, Gleisachsenverschieber und Dreiachserentgleisugslasser,


    also von selbst "butterweich und entgleisunsfrei" fährt meine Bahn auch nicht - wenngleich der Anspruch " die Lok/der Zug hat butterweich und entgleisunsfrei zu fahren" schon in mir wohnt. Wenn z. B, was rumpeln soll, wie z. B. bei der Schmalspurbahn, dann nicht weil es verbastelt ist, sondern erst butterweich zu funktionieren hat und dann mit voller Absicht "verrumpelt" wird. Also erst mal perfekt bauen und dann anschliessend mit Absicht wieder "auf alt" versauen. Wer jetzt den Eindruck hat, dass ich eisenbahntechnisch meine Neurosen auslebe - der liegt, sagen wir mal - nicht ganz falsch ;):P^^.


    Wie ich, weil z. B. nicht daran gedacht, unvorhergesehenen Schwierigkeiten begegne und was ich dagegen unternehme zeige ich am Beispiel "3 - achser" sowohl beschrieben als auch bebildert in meinem Trööt "Moritz von der BTB auf Reise - Bericht # 426 Bilder 12/13/14, In diesem Fall ist mir das sogar so gelungen, dass optisch im sichtbaren Bereich keinerlei Auffälligkeiten eines Eingriffs zu sehen sind. Jetzt fahren die 3 -achser wie geschmiert, ruckfrei und geschmeidig - so wie ich das will, auch über z. T. besch..... Lötstellen im Schaba.

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited 3 times, last by BTB0e+0 ().

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!