Schrift auf Mauerwerk, wie? (gelöst)

  • Hallo Künstler,


    ich möchte an meinen Fabrikgebäuden neben den Toren Beschriftungen anbringen, zum Beispiel „Tor 1“ oder „Büro Versand“.

    Früher malte man so etwas oft mit Ölfarbe direkt auf die Wand, entweder weiß oder auf einem weißen Feld in Schwarz.

    Wie könnte ich das auf Ziegelmauerwerk nachbilden?

    Ich kann mich an eine Anleitung erinnern, finde die aber nicht mehr :(


    Vielen Dank für Tipps


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hi H3x,

    relativ einfach lässt sich das mit einem Tintenkleckser-Ausdruck auf dünnem Durchschlagpapier machen. Das klebst Du dann mit Weissleim auf das Mauerwerk und mit dem Fingernagel lässt sich der Ausdruck in die Fugen drücken. Das sieht dann aus wie gemalt. In diesem Verfahren mache ich alle meine „gemalten“ Fassaden...



    Grüße aus der Druckerei. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Hallo H3X,


    ein ähnliches Verfahren wie Jay es vorgeschlagen hat, kenne ich auch aus US-Zeitschriften: Ausdruck auf normalem Schreibmaschinenpapier, dessen Unterseite dann vorsichtig so dünn wie möglich schleifen (sehr feines Schleifpapier verwenden) und dann mit stark verdünntem Weißleim auf das Mauerwerk kleben (ähnlich wie ein Decal/Naßschiebebild).


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad (H0) und Laclede Timber & Coal (0n30)

  • Hallo,


    danke für die weiteren Tipps.

    Bevor ich das Potch-Material bestelle probiere ich die anderen Verfahren an einem Probestück Mauer aus.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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  • Aufputz geht auch.

    Motiv in den weiten des WEB suchen suchen und "fotografieren" ;)

    Papierfoto (soll es neben dem Händi noch geben, grins) in den Putz integrieren.





    (Aus einem alten Baubericht hier, neue Mitglieder könnte es interessieren)


  • UtzRK

    Hi Utz,

    George Sellios ist der Meister der Fassadenwerbung.


    Mit dem dünnem Durchschlagspapier ersparst Du Dir das dünner schleifen. Damit habe ich mir früher immer die Ausdrucke ruiniert...

    Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Günter Wittwer

    Hi Günther,

    ich habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht und einfach einen ganz normalen MG7150-Drucker und die Standarddruckstufe genommen.

    Bisher gab es auch noch keine Probleme. Da ich zur Sicherheit immer mehrere Versionen in leicht unterschiedlichen Grössen pro Seite mache habe ich genügend Material für die Fassadenbeschriftung, sollte der Druck unscharf sein...


    In Entwurfsqualität zu drucken ist eine gute Idee für leicht verblasste Ausführungen.


    Grüsse. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • wie nycjay schon geschrieben hat, ist das verblasste so gewollt. Ich habe mit einem Tintentrahldrucker auf dünnes Papier gedruckt

    und auf eine Plastikplatte wegen der Stabilität aufgeklebt, beigeputzt und farblich retuschiert.

    Es war mein erster Versuch und entsprach sofort meinen Ansprüchen.

  • Hallo,


    natürlich konnte ich nicht warten die Tipps auszuprobieren:)


    Da ich nur einen Laserdrucker habe bin ich auf die Idee gekommen die Druckfarbe mit Hitze zu übertragen. Laserdrucker machen das mit heißen Walzen, ich habe einen Lötkolben genommen:


    Bei 300°C und mit leichtem Druck über die Rückseite des Papiers streichen hat gut funktioniert. Das Papier klebt fest, mit Wärme abziehen, dann sieht es aus wie bei Tor 2. Gefällt mir schon gut, aber geht nur auf hellem Untergrund.


    Dann mal Papier dünn schleifen:


    Gegen das Licht sieht man, ob es gleichmäßig ist:


    Gefeuchtet und geklebt habe ich mit etwas verdünntem Buchbinderleim (links, Tor 1).

    Rechts (Büro) habe ich die Potch-Version probiert, ebenfalls mit Buchbinderleim. Besser ist wohl wasserfester Weißleim, wie ich inzwischen herausgefunden habe:



    Ach ja, Rubbeln löst auch die Pan-Pastel-Farbe :(


    Ich werde wohl die Dünnschleif-Buchbinderleim-Methode nehmen. Zum Andrücken habe ich ein Wattestäbchen genommen:


    Mit dem Skalpell habe ich das getrocknete Papier ein wenig geritzt.


    Die Fotos sind nicht so doll, am richtigen Modell mache ich bessere.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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  • H3x

    Changed the title of the thread from “Schrift auf Mauerwerk, wie?” to “Schrift auf Mauerwerk, wie? (gelöst)”.
  • Danke für Deine Versuchsreihe und die Fotos H3x. Deinen Beitrag finde ich mega hilfreich.


    Mit einem Hauch Ziegelfarbe überfischt lässt sich die weiße Farbe noch mehr verwittern und das Schild aufgemalter aussehen.


    Das letzte Foto sieht richtig Klasse aus!


    Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Ne, das dünne Papier ist nicht unbedingt eine Option, denn

    das bleibt im Drucker hängen! X/

    Ich habe gestern dünnes Papier gefunden, nach dem dritten Papierstau habe ich es drangegeben. Da geht ja Schleifen schneller. :huh:


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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  • H3x du musst das Durchschreibepapier mit Kleber auf ein 80 g Normalpapier auf der Einzugseite kleben! Dann solltest du keinen Papierstau bekommen


    meint

    Hans
    der Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - sowohl Regelspur als auch auf der Meterspur... ;) -

  • Hallo,


    Der Drucker hat leider keinen geraden Papierweg, sonst hätte ich das versucht. Ist so ein einfacher HP Mufu Drucker.

    Aber die Idee mit dem Transportpapier werde ich versuchen, was für einen Kleber nimmt man da?


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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