Was für ein Jahr ...

  • Das Modellbahnjahr 2019 wurde in der IG Miniatur-Münsterland ein "stilles" Jahr genannt. Es zeichnete sich durch abgesagte Fahrtage und nur zwei Ausstellungsteilnahmen aus. Das 2020 ein „totes“ Jahr werden würde, war damals noch nicht abzusehen. Und nun im November ein Lockdown Light und im Dezember wieder ein harter Lockdown. Das IG-Leben liegt wie im Frühjahr brach.


    Im Rückblick bleibt dieses Jahr das Gefühl, dass wir nur mit angezogener Handbremse unterwegs waren. Unsere Projektliste für 2020 ist kaum abgearbeitet. Dazu kommen verschobene und später endgültig abgesagte Fahrtage und Veranstaltungen. Die Corona-Epidemie lässt auch die notwendigen jährlichen Einnahmen für die IG ausfallen. Immerhin konnten wir zwei interne Fahrtage mit Freunden durchführen und zwei neue Fördermitglieder gewinnen.. Die regelmäßigen Treffen mit Gleichgesinnten und langjährigen Modellbahnfreunden werden zum Jahresende immer stärker von uns vermisst.


    Trotzdem haben wir vor dem erneuten Lockdown ein neues Projekt begonnen – den Bau des Bahnhofs Havixbeck. Den aktuellen Bauzustand könnt ihr in unserem Bautagebuch (http://miniaturmuensterland.de/index.php/Bautagebuch.html) sehen.


    Im Spätsommer haben Matthias, Lukas und Marcus einen Film über die „Germaniabahn“ gedreht. Ebenfalls eine interessante Vorbildstrecke im Münsterland. Die Anschlussbahn der Germania-Brauerei ist wie für das Rangieren gemacht. Das Ergebnis von unserem Junior-Filmemacher findet Ihr hier unter dem Web-Link:

    https://youtu.be/AGfdo6oqqe4


    Wir wünschen Euch viel Spaß beim Betrachten. Und hoffentlich sehen wir uns 2021 gesund und munter bei einem unserer Fahrtage und auf anderen Ausstellungen wieder!



    Grüsse von den Münsterländern



    Marcus und Ralf

    Ralf, Mitglied der IG Miniatur-Münsterland


    An jedem 1. Freitag im Monat (wenn nicht ein Feiertag!) veranstalten wir ab 18.00 Uhr einen Fahrabend, zu dem auch Gäste mit ihren Fahrzeugen herzlich eingeladen sind.

  • Hallo Marcus und Ralf,


    ich denke dass euere Geschichte vorbildlich ist für viele andere Vereine. Mehr oder weniger vergleichbar haben die die Fahrtage oder Tage der offenen Tür vorbei gehen lassen müssen. Und trotzdem wurde, sei es beschränkt oder beschränkter, weiter gemacht mit kleinere oder grössere Projekte. Darüber wurde hier dann berichtet, zur meiner Freude, aber -nehme ich an- auch zur Freude andere Forummitglieder. Ein Beweis das trotz Corona, weiter gemacht wird. Das (Vereins)leben bleibt aufrecht erhalten.


    Und ich denke dass Weitermachen, trotz allem, auch gilt für viele individuelle 0-Bahner. Oder vielleicht sogar Dank allem, weil mann verplichtet zu Hause sein müsste?


    Ich habe auf jeden Fall weiter gemacht. Obwohl mir immer deutlicher Wurde dass dieses Jahr die Vorführungen der Scheesseler Mühle (Münster, Menden und Anfangs 2021 Osterholz-Scharmbeck) nicht statt finden würden.


    Wenn ich zurück schaue auf meine Termine dieses Jahres, fallen sie zusammen mit kein, mehr oder weniger Corona:

    - 12. Jan Osterholz-Scharmbeck (kein Corona)

    - 25. Jan Winterfahrtag Hagen (kein Corona)

    - 9. Feb Spur 0&1, Maarn (kein Corona)


    Und dann hörte es auf, bis:

    - 22. Aug Interne Fahrtag Münster (weniger Corona, Lockerung der Mass nahmen)


    Und danach hörte es schon wieder und für dieses Jahr entgültig auf. (zweite Welle).


    Also, dieses Jahr für mich kein Rheinberg, kein Tetz, kein Sande, kein Solingen und auch kein Dortmund, kein Köln, kein Houten, kein Ontraxx und, und, und.


    Ich hoffe dass alle Vereine sich aufrecht erhalten können. Marcus und Ralf haben erwähnt dass sie den jährlichen Einnahmen vermissen. Das wird sicher auch für andere Vereine gelten.


    Marcus und Ralf sagten, dass sie den regelmässigen Treffen mit Gleichgesinnten und Modellbanfreunden immer mehr vermissen. Ich denke dass das jedes Forummitglied oder Forumsleser zutrifft. Auf jedenfall gilt das für mich. Es gibt fast nicht schöneres als mit Gleichgesinnten zu fachsimpeln! Keiner der sagt: "Hast Du schon wieder eine schwarze Lok gekauft? Die sehen alle doch gleich aus?", sondern "Hast du die Version mit oder ohne Glocke?".


    Ist dieses Jahr damit verloren? Nein, aber unvorstelbar und unerwartet anders.


    Was für ein Jahr......? Zumindest ein Jahr worüber wir noch lange reden werden.


    Gruss,

    Walter

  • Hallo zusammen,


    der Überschrift und dem Beitrag von den Münsterländern Marcus und Ralf können wir als Vorstand des "Spur-0-MEC Niederrhein e.V." nur zustimmen!


    Das Jahr 2020 begann wie ein normales Jahr und direkt nach unserem März-Fahrtag mussten wir unser Clubheim schließen - nicht nur für Besucher, sondern auch für uns Mitglieder.


    Wie es weiterging, habt Ihr sicher mitbekommen: Von Monat zu Monat haben wir unsere öffentlichen Fahrtage absagen müssen und als erste Sonderveranstaltung fiel unser geplanter Flohmarkt den Corona-Regelungen des Landes NRW zum Opfer. Im Sommer erlaubte das Ordnungsamt Rheinberg dann wieder, dass wir unter Auflagen unser Clubheim für die Mitglieder öffnen könnten, aber nur unter Beachtung eines Hygiene-Konzepts (was selbstverständlich ist). Seitdem trafen wir uns, achteten darauf, dass nicht mehr als 10 Mitglieder im Clubheim waren und gingen unserem Hobby maskiert nach - wir haben das hier auch im Bild vorgestellt.


    Die Regeln vom 02.11.20 sorgten dann dafür, dass wir unser Clubheim offiziell wieder schließen mussten und seit Mitte November treffen sich zwischen 3 und 8 Mitglieder jeden Freitag in einem virtuellen Clubraum im www, sodass wir uns wenigstens (unmaskiert) sehen und uns direkt austauschen können. Aber das ist kein Ersatz für den von Walter im Beitrag über unserem angesprochenen direkten Austausch - aber wir halten Kontakt.


    Walter hat es angesprochen: Der Clubbetrieb ist durch die Corona-Regeln empfindlich eingeschränkt und die Folge ist, dass wir relativ hohe Einnahmeverluste zu beklagen haben, während unsere Miete und die Nebenkosten weiterlaufen. Leider ließ sich der Vermieter nicht davon überzeugen, uns Mietnachlass zu gewähren. Einnahmeverluste haben wir, weil wir unsere Küche schließen mussten und somit an den Vereinsabenden keine Einnahmen mehr generieren können. Ebenso fehlen uns die monatlichen Besucher. Und unser Sommerfest ist auch ausgefallen, welches unserer Clubkasse auch immer gutgetan hat. Wir wollen nicht jammern, aber mittlerweile geht es an die Substanz und wenn sich die Situation in Jahresfrist nicht bessert, wird es für unseren Club schwierig, die Krise zu überleben. Unterstützung von der Stadt oder der Sparkasse (ein Förderer vieler Vereine) gibt es trotz Jugendarbeit auch nicht, da wir zwar ein eingetragener Verein, aber nicht als gemeinnützig anerkannt sind. Und nur gemeinnützige Vereine werden unterstützt - zumindest hier in Rheinberg.


    Um die Krise besser zu überstehen, haben wir in diesem Jahr noch ein paar ferngesteuerte Bahnsteigkarren als Bausatzaktion aufgelegt und derzeit entstehen die letzten Bilder und die Bauanleitung zu unserer nächsten Bausatzaktion, die wir wohl in Kürze vorstellen können. Diese ist ein Produkt der guten Zusammenarbeit hier im Forum, denn die Idee dazu ist hier entstanden und letztlich ist nach einer Diskussion eine 3D-Zeichnung entstanden, die wir als Verein drucken und verkaufen dürfen - dafür danke an dieser Stelle an alle Beteiligten. Wir reden von der Propan-Weichenheizung der Deutschen Bundesbahn, die ab Ende der 50er Jahre in Betrieb genommen wurde. In der Nähe unseres Vereinssitzes, im Bahnhof Geldern, haben wir sogar noch ein Exemplar vorgefunden, aber die Heizung ist nicht mehr in Betrieb. Aber das zeigt, dass sie bis in die Jetztzeit verwendbar ist. So sieht die Weichenheizung zur Zeit aus:




    Die grüne Fläche gehört nicht dazu, sie soll nur den Platzbedarf von 12 x 2,5 cm darstellen. Die Bilder zeigen die montierten und lackierten Modelle, der Bausatz wird nicht lackiert und nicht montiert geliefert werden.


    Aber wir möchten hier keine Werbung machen, wir möchten nur aufzeigen, wie wir versuchen, die Krise zu überstehen. Derzeit sind noch eine Dampfspeicherlok (die wird aber noch was dauern) und ein Tiefladewagen, der auch für kleine Anlagen geeignet ist, in Vorbereitung. Wir werden Euch hier informieren, wenn wir so weit sind.


    Zurückschauend war es kein gutes Jahr für unseren Club, aber wir "leben" noch und sind dankbar, dass bisher nur ein Mitglied mit Corona Kontakt hatte. Wir als Vorstand schauen (noch) optimistisch auf das kommende Jahr. Aber die Corona-Zeit hat unseren Club verändert.


    Im Jahr 2021 wollten wir eigentlich unser 40jähriges Jubiläum feiern - jetzt sieht es so aus, als wenn wir kein Jubiläums-Sommerfest mit geplanten Überraschungen mit unseren Freunden und Besuchern feiern können. Schauen wir mal, wie unser Jubiläumsjahr werden wird.

    Nun wünschen wir Euch im Namen unserer Mitglieder ein frohes und besinnliches Fest sowie einen guten Rutsch in ein hoffentlich besseres neues Jahr 2021! Bitte passt auf Euch auf und bleibt gesund!


    Für den ganzen Verein,


    Rainer und Stefan

    2. Vorsitzender 1. Vorsitzender

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