V60 Spring Aufarbeitung und Tuning

  • Schon seit einigen Jahren liebäugle ich mit einer V60 von Spring, hatte sie aber auf Börsen, …. meisten komplett übersehen. Durch eine Anfrage vor einiger Zeit hier im Forum habe ich mich mal umgehört und durch Zufall bekam ich von einem guten Freund eine angeboten. Nach Erhalt des Modells hatte ich mir es mal genauer angesehen, im Großen und Ganzen ist es für die Jahre doch recht gut gemacht. Nach Rücksprachen mit ein paar weiteren Modellbahn Kollegen habe ich mir einiges zu dem Modell erzählen lassen und bekam auch bereits die ersten Tips und Bauteile für einen Umbau.



    Zuerst wurde die Lok in ihre Einzelteile zerlegt und in Bremsflüssigkeit eingelegt. Das meiste der schwarzen Farbe ging recht gut ab, das Rot allerdings erwies sich als sehr widerspenstig und ging so gut wie gar nicht ab.


    Trotzdem konnte ich schon einmal ein wenig mehr erkennen, zum Beispiel dass bei dem gegossenen Umlauf eine Ecke schlecht aus der Form kam.


    Die restliche Farbe habe ich letztendlich sandgestrahlt um nun den Rahmen und den Umlauf genauer unter die Lupe zu nehmen.






    Unterbau:

    Als erster gefällt mir schon mal der Rahmen mit seinen angegossenen Bauteilen, der Umlauf allerdings hat einiges das mir nicht gefällt. Zum einem hat das Original kein Riffel- /Rautenblech an der Oberseite sondern aufgeschweißte runde Platten, weiters befindet sich über den Pufferbohlen auch kein Blech sondern ein Gitter. Dann kommen noch die Tritte, die ebenfalls Gitter und keine Bleche sind. Die Stützen des Handlaufs über der Pufferbohle sind in eine Linie und nicht wie beim Modell die äußeren nach hinten versetzt. Mit Sicherheit habe ich noch nicht alles entdeckt aber das reicht schon mal für den Anfang.

    Um dies zu korrigieren muss ein neuer Umlauf erstellt werden, dazu habe ich schon mal zu grübeln begonnen und die ersten Ideen.


    Aufbau:

    Auch der Aufbau ist für sein Alter sehr gut gelungen, da habe ich schon einige Tuningteile erhalten: neue Fenster inkl. Rahmen, ein Abdeckgitter für die Stirnseite des langen Vorbau, …


    Antrieb und Räder:

    Die Räder sind mir etwas zu breit, der Spurkranz zu hoch, … da überlege ich noch, entweder Demko oder Heller. Dann fehlt nur noch der Antrieb, bezüglich Getriebe und Motor bin ich auch noch am überlegen.


    Alles im Allem also einiges zu tun, packen wir’s an ….

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

  • Hallo Wolfgang,


    denk mal dran, wie alt das Modell ist?


    Ich habe zwei V60 von Hübner. Ich habe sie nachträglich digitalisiert und mit Sound ausgerüstet. War zwar ein kleiner Aufwand, aber hat sich gelohnt.

    Mein Maschinen laufen mit dem Orginalantrieb eigentlich ganz vernünftig!


    Gruß Martin

  • Hallo Wolfgang,


    da geht mir ja fast das Herz auf!


    Auch mir schwebte mal vor, aus dem "hässlichen Entlein" einen "stolzen Schwan" werden zu lassen. Denn die Lok hat auch für

    mich "Potenzial". Durch ihr Gewicht und ihre Erscheinung, gibt sie für mich den Eindruck des "Dreibeins" sehr gut wieder.


    Bevor Du vielleicht vieles neu machst - kennst Du die Zurüst- und Umbauteile von di0rama /Michael?

    Damit hatte ich meinem Umbau begonnen. Dazu schwebte mir die Umsetzung von zu öffnenden FH Türen

    sowie Neugestaltung des Führerstandes vor. Auch sollte die Motorhaube zu öffnen sein. Die (noch nicht vorbildliche) Motorattrappe

    sollte den Motor mit Welle verbergen ... u.v.m. .






    Auch die Demko Räder wurden angeschafft. Sie sehen "gut" aus - wenn es Dich nicht stört, dass es sich hierbei nur um einen Radstern handelt, der 6x verwndet wird ... . Wenn Du Dich für sie entscheidest, achte auf die Lagersteine. Ich hatte 2x einen kompletten Satz mit Absatz. Was mir das Projekt letztlich verleidet hat war, dass die Achsauschnitte bei meinem Modell nicht parallel waren. Da waren dann meine "Küchentisch" Möglichkeiten am Ende ... .





    Aus der damaligen Zeit weiss ich, dass noch einige (angefangene) Umbau-Baustellen in den Schubladen schlummern. Wünsche Dir daher das Durchhaltevermögen, dass mir damals abhanden gekommen ist und Du vieles ändern kannst, was dieses Modell zeitgemäß werden lassen kann!!

    Werde Deinen Bericht weiter mit GROSSEM Interesse verfolgen!! Bis dahin "begnüge" ich mich mit meinem kleinen Projekt, dass ich damals von "lok-schrauber" /Ralf übernehmen durfte. Wer weiss vielleicht werde ich noch mal schwach ... . Teile sind in der Schweiz noch zu erhalten. ;-)))

    Wenn Du Vorbildaufnahmen etc. benötigst - melde Dich.


    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Hallo,


    Holger überarbeitet das Rad von Lenz. Es bleibt nur der Radkörper übrig, der hinterdreht und somit schmaler wird. Dann gibt es neue Radreifen aus Edelstahl inkl. Radzentrierung in der Narbe. Wenn man dann noch das Gewicht der mittleren Achse aufdoppelt hat man eine richtig schöne Räder für die V60. Wenn dann auch noch der Versatz der Blindwelle angepasst wird (die der Räder passen nach der Überarbeitung ja eh), fährt auch die erste Version ruckelfrei. Dann noch ein paar Zutaten von Petau und...und...


    Habe ich hier mal gezeigt: V60

  • ...jaja, Du SRINGinsfeld.


    Es ging mir um die Räder...komm Du mir mal bald mit Deiner Kleinlok im Büro vorbei, ob Du allerdings wie immer einen Kaffee bekommst, überlege ich mir noch... :)


    Als Springinsfeld (von ich springe ins Feld) bezeichnet man einen unbekümmerten, meist auch leichtsinnigen und übermütigen jungen Menschen oder aber auch ein lebhaftes, fröhliches Kind.

    (Quelle: Wikipedia)

  • Ein weiteres Detail was mich schon am lackierten Modell störte und das ich dann im entlackten Zustand genauer analysieren konnte, sind die freistehenden Umlaufstützen. Die standen knapp 1mm vom Umlauf ab, was ja gar nicht geht. Zudem sind die Böden, die von unten eingesetzt wurden komplett schief eingelötet, wodurch sie unterhalb der Seite sichtbar sind:



    Also musste alles was ich an Flammen habe an den Umlauf um alles einmal komplett zu trennen.


    Jetzt sah ich auch warum die Umlaufstützen nicht am Umlauf anlagen, die Nut für den Rahmen ist am Umlauf nicht richtig ausgegossen wodurch die Rahmenwagen eher auf den seitlichen Stegen auflagen. Den Rahmen selbst kann ich leider nicht mehr trennen, da er inkl. der Stirnwand und Pufferbohle hart gelötet wurde:


    Resultat und neue Erkenntnis der heutigen Aktion: ich brauche neue Rahmenwangen aus der Schweiz, die Stirnwand und die Pufferbohle werde ich neu machen, gefällt mir auch nicht wirklich. Der neue Umlauf erhält eine Nut wo die Rahmenwange genau passt, dann liegen auch die Träger richtig auf.


    Dann waren da noch die Räder, ich habe jetzt zwar welche von Heller, feiner als die originalen, allerdings passen die nicht wirklich, die Gegengewichte sind nicht verschoben sondern mittig, alle gleich groß, .... also ein weiteres Thema das eine Klärung bedarf ...

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

  • Tach Forum,

    Moin Wolfgang

    da Du grad den Rahmen so schön sauber hast: ersetz doch noch die unteren Laternen durch minimal größere:


    jetzt sind oben und unten- annähernd-gleich groß.



    auch die andere Seite gewinnt ... ansonsten Spurkränze runtergedreht, schwarze Stangen, noch einige Kleinigkeiten- schöne Wirkung..

    Viel Erfolg bei Deinem Umbau,

    Grüße

    Thomas

    Bramloger Modellbau...

    ....weniger ist mehr

  • Thomas: das sehe ich mir wenn es soweit ist mal an, Danke


    Inzwischen wurden die Pufferbohlen und Stirnwände mit dem Hartlötgerät entölten, danke nochmals an Jörg ;) , dazu aber später mehr.


    Bei dem Rest hat sich auch einiges getan, der komplette Umlauf wird neu gemacht, das Deckblech geätzt, das Grundblech gefräst, ebenso kommen die Seitenteile und die durchbrochene Bühne neu. Bei der Bühne habe ich noch ein Problem mit der Form, kann man auf der Zeichnung an der linken Bühne erkennen. Ich habe 2 Varianten der Abschrägen gefunden, einmal wo es mittig gleich abgeschrägt wird (links unten) und einmal wo es noch ein Stück gerade geht und dann schräg nach hinten geht (links oben), das muss noch geklärt werden.

    Die Ätzteile gehen nächste Woche zum ätzen, die Frästeile kann ich mir nebenbei mal machen :/


    Da die Rahmenwangen nun auch soweit fertig sind, kommen die neuen Stirnwände und die neuen Pufferbohlen mit Bestückung auch nächste Woche dran ..

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

  • Da deer neue Umlauf auch neue Stirnplatten und neue Pufferbohlen usw. benötigt und ich heute die Fräse in Betrieb hatte, wurden gleich die Pufferbohlen konstruiert, gefräst und gelötet. Diese wurden mit Schrauben- und Bolzenimitaten mit einer SW von 0,8 mm und dem restlichen noch Teilen bestückt:



    Morgen kommen dann die beiden Pufferbohlen in die Stirnwände und vielleicht auch gleich auf die Rahmenwangen,

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

  • Hier mal ein Vergleich mit dem Original, wo man die Pufferbohle sehr gut erkennen kann. Bei der Lok wurden anscheinend die Hebel der Bremsarmatur nach innen verlegt, an alten Fotos aus den 50ern waren sie jedoch nach außen zeigend:

    V60 Pufferbohle

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

    Edited once, last by DT1 ().

  • Hallo Wolfgang,

    hätte man die Luftschläuche nicht einfach vertauschen können? Ich sehe da nirgends ein Detail was mir rechts oder links aufzeigen würde, wenn ich vor der Entscheidung stünde.

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