Halb-"Virtueller" Betrieb

  • Inzwischen ich mir einen Industrie-PC (Zotac ZBOX PRO CI329 nano) besorgt, der als RocRail-Server dienen soll und mit dem sich über VPN mehrere Clients gleichzeitig mit der Anlage verbinden können.


    2020-12-17-01.jpg



    Auf dem PC habe ich Windows 10 Pro 64Bit installiert und ihn für Wake on LAN eingerichtet, so dass er irgendwo unter der Anlage verschwinden und still und heimlich seinen Dienst verrichten kann.


    Wake on LAN ist bei neueren PCs in der Regel möglich und muss gegebenenfalls im BIOS aktiviert werden. Bei der ZBOX ist es von vornherein aktiv. Ich musste also nichts im BIOS einstellen. Super! In Windows selbst mussten noch in den Eigenschaften des LAN-Adapters unter dem Reiter Energieverwaltung alle Auswahlfelder aktiviert werden.


    2020-12-19-01.png



    Im Reiter Erweitert musste zusätzlich noch die Einstellung „bei Magic Packet aufwecken“ aktiviert werden. Zuvor musste ich noch den passenden LAN-Treiber installieren. Die beim Aufsetzen von Windows installierten Treiber decken nur die Grundfunktionalität ab, wozu Wake on LAN wohl nicht gehört.


    2020-12-19-02.png



    Zur Sicherheit habe ich noch mit dem PowerShell-Befehl powercfg /hibernate off den Schnellstart deaktiviert.


    Häufig wird für einen RocRail-Server ein Raspberry Pi verwendet. Da ich jedoch keinen blassen Schimmer von Linux habe, ein wenig Reserve haben wollte – da der Server ja für den Distanzbetrieb mit mehreren Personen vorgesehen ist – und der PC sich auch noch um andere Aufgaben wie Geräuschkulisse und Beleuchtung kümmern soll, habe ich mich für die ZBOX entschieden, da sie geräuschlos läuft und zwei Netzwerkkarten hat und somit im Modellbahnnetz und Heimnetz integriert werden kann.


    Als Wake on LAN Tool setze ich MagicPacket von DecaTec ein, welches im Microsoft Store kostenlos angeboten wird und seine Aufgabe wirklich super meistert.


    Als nächstes habe ich RocRail auf dem PC installiert. Das Einrichten von RocRail und einem VPN wird eine Weile dauern.



    Gruß

    Joachim

  • Neben dem ganzen Computergedöns muss auch einiges an meiner Anlage für den Distanzbetrieb aufgerüstet werden.


    Ich habe mich daher mal am - ersten - Schalter probiert, der es ermöglicht zwischen analogem und Distanzbetrieb zu schalten.


    Um nicht kilometerlange Kabel ziehen zu müssen, soll jede Weichenbetätigung für sich geschaltet werden. Das hat zur Folge, dass die Schalter irgendwo sinnvoll untergebracht werden müssen, wo sie leicht einer Weichenbetätigung zugeordnet werden können. Sie sollen aber auch nicht stören und dezent im Hintergrund verschwinden. Sie müssen also in der Weichenbetätigung selbst untergebracht werden.


    2020-12-19-04.jpg



    Der Platz in den OUTBUS-Betätigungen ist eng bemessen. und das eckige Loch in die Betätigung zu bekommen grenzt an eine Sisyphos-Arbeit! Ich habe ca. eineinhalb Stunden für den ersten Schalter benötigt. Vorsichtig, gaaanz vorsichtig habe ich mich Millimeter für Millimeter vorgetastet, da ich die genaue Position nur schätzen konnte. Die nächsten Schalter sind (hoffentlich) schneller eingesetzt.


    2020-12-19-05.jpg



    Auf dem Bild sieht man wie wenig Platz für den Schalter vorhanden ist und dass die Pins etwas bearbeitet werden müssen, damit genügend Luft vorhanden ist, alles passt und kein Kurzschluss entstehen kann.


    Die beiden Schalter werden mit der Stromquelle (Fleischmann 6706, 14 V Wechselstrom) , dem Weichenmotor (mtb MP5) und einem Decoder (Decoderwerk 10101) verbunden. (...und die Weichenbetätigung natürlich wieder eingebaut.)

    Den Schaltplan hierfür verdanke ich H3x

    Getestet wurde das ganze hier.


    2020-12-02-01.png


    ...und jetzt wartet nur noch ein kleines "Häufchen" Schalter auf mich! =O


    2020-12-14-03.jpg



    Gruß

    Joachim

  • Inzwischen geht es an die Umsetzung des Projekts. Die ersten Schalter sind eingebaut und verkabelt und auch wieder in der Anlage integriert.


    2020-12-28-01.jpg



    Den Decoder habe ich etwas weiter von der Betätigung weg montiert um Digitalstrom (rot, blau) und Wechselstrom (grün) nicht kreuzen zu müssen.


    Ich weiß jetzt zumindest, warum ich bisher immer gegen digitalen Betrieb war.

    Der Verkabelungsaufwand geht hier deutlich über die vielgepriesenen 2 Kabel hinaus!



    Gruß

    Joachim

  • Ich suche auch noch eine vernünftige WLAN Mini-Kamera zum Einbau in die Triebfahrzeuge

    Derzeit experimentiere ich mit einem ESP32 CAM und der passenden Kamera (OV2640).


    Gibt es vielleicht eine Kamera die mindestens genauso klein ist und ggf. ein besseres Bild (höhere Bildübertragungsfrequenz für ruckelfreie Bilder) liefert und sich möglichst einfach ins WLAN integrieren und (am besten einfach über einen Browser) ansprechen lässt?



    Gruß

    Joachim

  • Hallo Joachim,

    vielleicht hilft Dir ein WLAN-Repeater im gleichen Raum für bessere Übertragungsqualität. Die für die ESP32 CAM angebotene externe Antenne dürfte für ein Triebfahrzeug zu groß sein:


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  • Hallo Michael,


    tja, das ist auch mein Problem.

    Die ESP32 CAM ist recht klein und leicht zu integrieren, bring aber nicht das beste Bild mit. Daher suche ich auch eine Kamera mit den gleichen oder besseren Eigenschaften wie die ESP32 CAM mit einem besseren Bild.


    Im Überwachungsbereich gibt es wohl einige Kameras, die ähnliche Eigenschaften mitbringen, aber wenn ich dann für eine Kamera 300,- Euro ausgeben soll, hört für mich der Spaß auf.

    Wohlgemerkt für eine!


    Die ESP32 CAM kostet gerade man 2,50 Euro.

    Selbst wenn man jetzt noch die Kamera mit längerem Kabel dazurechnet liegt man knapp über 4 Euro.


    Es muss doch auch Kameras geben, die irgendwo dazwischen liegen.



    Gruß

    Joachim

  • Hallo Joachim, hallo Michael,


    ich habe mich noch nicht mit dem Thema intensiv befasst, aber es steckt auch für mich ein bestimmtes Potenzial

    dahinter. Denn auch ich sehe Möglichkeiten an meiner Anlage ähnliche Nutzungsmöglichkeiten.

    Anbei ein Link, der eine ganze Reihe von Möglichkeiten anbietet, ohne das ich den Nutzen für Euch bewerten kann.

    https://www.pollin.de/baueleme…cklerboards/raspberry-pi/

    Michael@spur-0-fan vielleicht komme ich in den nächsten Tagen oder Wochen noch mal diesbezüglich auf Dich zu.


    Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und bleibt gesund.


    Harry

    Rund um Wupperburg


    Eisenbahnfreunde Solingen
    Nächste Veranstaltung


    Fahrtage finden erst wieder statt, sobald sich die Pandemische Lage entspannt und

    ein normaler Betrieb möglich wird. An dieser Stelle und im Kalender wird dann auch

    ein entsprechender Hinweis dazu erscheinen.


    jeden 4. Freitag im Monat Fahrtag von 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Gast Fahrzeuge sind gerne Willkommen.

    Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wo: Aufderhöher Straße 106, in 42699 Solingen





  • Hallo Harry,


    dem Raspberry Pi stehe ich derzeit etwas skeptisch gegenüber, werde ihn aber mal testen.

    Das Bild soll wohl besser als beim ESP32 CAM sein, aber die Platine ist größer, die Kamera selbst ist größer, der Raspi braucht eine SD-Karte für das Betriebssystem und er muss gebootet und sauber herunter gefahren werden.

    Erst einmal viele negative Dinge, denen einzig das bessere Bild gegenübersteht.


    Bild und Übertragung müssen mich daher echt überzeugen.


    Vielleicht gibt es noch andere Alternativen...



    Gruß

    Joachim

  • Inzwischen funktioniert auch die Darstellung im Webbrowser.


    2020-12-29-03.png



    ...und man soll es nicht glauben, aber das Problem saß dieses Mal tatsächlich nicht vor dem Computer. ;)

    Es war ein Programmfehler, der inzwischen behoben wurde.



    Gruß

    Joachim

  • Hallo Joachim,


    die Kamera des Raspberry Pi hat eine HD Kamera. Bilder sind Klasse. Ich habe 2 Pi mit Kamera im Ausseneinsatz. Die anderen Nachteile, die Du genannt hast, bleiben. Da die Kamera an einem längeren Datenkabel befestigt ist, kann man des Raspberry Pi auch ein wenig entfernt von der Kamera lagern. Eine kleinere Alternative ist die Raspberry Pi Zero Cam.

    Für Interessenten ein sehr gutes Tutorial:

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  • Michael,

    Vielen Dank für den Videolink.

    Das im Video verwendete motionEyeOS ist für unsere Zwecke eher ungeeignet, da Motion immer zwei Bilder vergleich, um zu schauen, ob eine Bewegung stattgefunden hat. MJPG-Streamer benötigt weniger Ressourcen, da kein Vergleich stattfindet.


    Ich experimentiere noch mit den verschiedenen Kameras, wobei ich derzeit am ehesten zum Raspberry Pi tendiere, auch wenn sich hier einige Nachteile auftun, die letztlich irgendwie umschifft werden müssen.


    Hier mal ein Vergleich der Kameramodule (v.l.n.r. Raspberry Pi Zero, China-No-Name-Kamera, ESP32):


    2021-01-09-01.jpg



    Kleines Update und Ergänzung zum Artikel Virtuelle Betriebstreffen im SNM 43.


    Inzwischen sind wir in der Lage über den direkten Zugriff auf den RocRail-Server mit mehreren Mitspielern gleichzeitig Betrieb machen zu können. Anydesk, Teamviewer oder ähnliche Lösungen fallen weg.


    Die Kommunikation während des Betriebs findet derzeit über Jitsi statt, da Jitsi anscheinend etwas schonender mit vorhandenen Ressourcen umgeht als Skype, zumindest haben wir eine stabilere Verbindung als mit Skype.


    2020-01-17-01.png



    Die Kameraansicht kann auch vergrößert werden.


    Michael hat inzwischen zwei (China-No-Name-)Kameras in eine Lok eingebaut und probeweise die Stromabnahme (für die Kameras) über die Schienen verwirklicht. 2 Kameras (und deren Technik) passen also in eine Schmalspurlok. Das ist das Positive!


    Daneben gibt es auch nicht ganz so positive Ergebnisse zu vermelden bzw. traten hier neue Herausforderungen zu Tage. Der verwendete Stromwandler wandelt den Strom hauptsächlich in Wärme um, ist also nicht zu gebrauchen. Außerdem mögen die Kameras keine schmutzigen Gleise (Stromunterbrechungen) wie wir schmerzlich "erfahren" durften, so dass ein Puffer oder eine "USV" mit an Bord muss.


    Zusätzlich soll die Kameraansicht zukünftig auch im Fahrregler eingebunden werden, um auch hier ein weiteres (Kommunikations-)Tool einsparen zu können.


    Um auch einen Gesamtüberblick über die Anlage zu gewährleisten, experimentiere ich gleichzeitig noch mit dem Raspberry Pi als Überwachungskamera. Die Bildübertragung soll dann komprimiert erfolgen (4 Kameras als ein Stream), um Ressourcen zu sparen.



    Gruß

    Joachim

  • Hallo Joachim,


    ich erinner mich, dass es Modellloks mit eingebauter Kamera gibt. Gehe noch mal zu Google und gebe die Stichwörter modelllok mit eingebauter kamera ein.


    Da gibt es sehr kleine Full HD Kameras und wenn die einen WLan Chip haben dürfte es auch kein Platzproblem geben. Ich würde auf jeden Fall die Speisung der Kamera über einen Akku vorziehen und nicht die Spannung aus DCC nehmen.


    Hier ist ein Beispiel von Roco

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    Diese Kamera dürfte sehr flexibel in eine Lok einbaubar sein:

    https://www.ebay.de/itm/Mini-W…id=p2349624.m46890.l49292

  • Michael,

    Die von Dir auf ebay verlinkte Kamera ist die (China-No-Name-)Kamera die auch im Beitrag #33 im ersten Bild mit dem Raspberry Pi Zero und dem ESP32 CAM verglichen wurde und in einer Lok verbaut wurde.

    Eine Kamera-Lok auseinander zu nehmen, um an die Kamera heran zu kommen ist nicht unbedingt effektiv.


    Inzwischen habe ich den Raspberry Pi ans Laufen bekommen.


    Raspberry Pi Freaks und Linux Nerds werde sicherlich die Hände über den Kopf zusammenschlagen oder nur mitleidig lächeln, aber für einen DAU wie mich war das schon eine Herausforderung, da es gefühlt eine Millionen verschiedene Anleitungen gibt (Google findet sogar noch mehr), aber nicht alle zum Ziel führen, war einiges an Trial and Error angesagt.


    Ich nutze den Raspberry Pi Zero W (EAN: 0707565827164) und die Kamera für Raspberry Pi Zero, 15cm (EAN: 4251266702092). Beides zusammen liegt bei etwa 30 Euro.


    2020-01-23-06.jpg



    Hinzu kommt eine SanDisk Ultra microSDHC A1 120MB/s Class 10 Speicherkarte + Adapter 32GB (EAN: 0619659184155), die mit 6,- Euro zu Buche schlägt und ein USB-Card Reader von ebay, der natürlich immer wieder verwendet werden kann.


    2020-01-23-02.jpg



    1. Aufsetzen des Raspberry Pi

    Das Aufsetzen des Raspberry Pi funktioniert sehr einfach und unkompliziert mit dem Raspberry Pi Imager. Das Tool findet man unter https://www.raspberrypi.org/software/. Nachdem das Programm installiert wurde, muss man es über den Dateimanager starten oder erzeugt einen Eintrag im Startmenü, der Taskleiste oder erzeugt eine Verknüpfung auf dem Desktop. Das wird leider nicht automatisch bei der Installation erledigt (einziger Kritikpunkt an dem Programm). Das Programm wird im Verzeichnis "C:\Program Files (x86)\Raspberry Pi Imager" abgelegt.


    2020-01-21-01.png



    Als Videostream-Betriebssystem reicht "RASPBERRY PI OS LITE (32-BIT)" aus. Das findet sich als Unterpunkt unter der Auswahl "Raspberry Pi OS (Other) ".

    Nachdem man die SD-Karte ausgewählt hat, folgt nach einem Klick auf die Schaltfläche SCHREIBEN das vollkommen automatische Erstellen und Überprüfen des Images auf der SD-Karte. Kein gesonderter Download von irgendwas oder sonstige Extras. Einfach und bequem und super für DAUs wie mich.


    Die SD-Karte kann dann in den Raspberry Pi eingelegt und Maus, Monitor, Tastatur und Netzteil daran angeschlossen werden. Der Rasberry Pi fährt sofort hoch und man kann sich als Standard-Benutzer "pi" mit dem Standard-Passwort "raspberry" anmelden. Achtung, am Anfang ist eine englische Tastatur voreingestellt und z und y vertauscht. Das ist nervig und wird daher als erstes geändert.


    2. Grundeinstellungen vornehmen

    Über das Konfigurationsmenü kann der Raspberry Pi "eingedeutscht" und einige wichtige Einstellungen vorgenommen werden. Achtung, die englische Tastatur hat den Bindestrich auf der Taste "ß".


    sudo raspi-config


    ruft das Menü auf.


    2020-01-23-07.png



    Die für den Einsatz wichtigen Punkte werden nacheinander abgearbeitet. (bei Pi und Pi Zero unterscheidet sich das Menü etwas.)

    Zunächst werden unter dem Punkt "1 System Options | S1 Wireless LAN" die WLAN-Einstellungen vorgenommen.


    Select the country in which the Pi is to be used: "DE Germany"

    Please enter SSID: "[Name des WLAN]"

    Please enter passphrase: "[WLAN-Passwort]"


    Als nächstes wird unter "1 System Options | S3 Password" ein neues Passwort für den Benutzer Pi festgelegt.

    Dann bekommt der Raspberry Pi unter Punkt "1 System Options | S4 Hostname" einen eindeutigen Namen.

    Danach wird unter Punkt "3 Interface Options | P1 Camera" die Kamera aktiviert. ("Yes" auswählen und mit [Enter] bestätigen)

    Als nächstes wird unter Punkt "5 Localisation Options | L1 Locale" die Systemsprache auf Deutsch gesetzt.

    Hier werden zunächst die Sprachen Deutsch und Englisch (voreingestellt) ausgewählt. Englisch kann und sollte man belassen. Wenn ein Systemtext nicht übersetzt wurde, wird er in Englisch angezeigt (was wohl auch ohne die Auswahl stattfinden würde, aber schaden kann es nicht!)


    Locales to be generated: "de_DE.UTF-8" + "en_GB.UTF-8"


    Danach wird die Standardsprachauswahl auf Deutsch gesetzt


    Default locale for the system environment: "de_DE.UTF-8"


    Dann wird unter Punkt "5 Localisation Options | L3 Keyboard" die Tastatenbelegung eingedeutscht. Hier werden nacheinander folgende Einstellungen nötig:


    Keyboard: "Generic 105-key PC (Intl.)"

    Keyboad Layout: "Other"

    Country of origin for the keyboard: "German"

    Keyboad Layout: "German"

    Key to function as AltGr: "The default for the keyboard layout"

    Compose Key: "No compose key"


    Danach wird das WLAN unter "5 Localisation Options | L4 WLAN Country" optimiert:


    DE Germany


    Weiter geht es unter Punkt "5 Localisation Options | L2 Timezone" mit der Festlegung der Zeitzone. Hier wird zunächst das Gebiet umrissen


    Geographic area: "Europe"


    Und im nächsten Schritt die Position näher bestimmt.


    Time zone: "Berlin"


    Danach wird unter Punkt "6 Advanced Options - A1 Expand Filesystem" noch das Dateisystem optimiert und schlussendlich alle Einstellungen übernommen und das Konfigurationsmenü beendet.

    Nach demNeustart fühlt man sich gleich "heimischer" mit deutscher Tastatur und Systemsprache.

    Ab jetzt gilt das neu vergebene Passwort für den Benutzer "pi".


    Es kann auch nicht schaden das System zu aktualisieren:


    sudo apt-get update

    sudo apt-get upgrade

    sudo reboot


    Als nächstes wird nach dem erneuten Einloggen das System selbst aktualisiert und der Raspberry Pi nochmals neu gestartet, um auch hier die Aktualisierungen zu übernehmen. (Einige Webseiten raten einem tunlichst davon ab, aber bei mir gab es keine Probleme und die goldene Regel der Windows-Welt besagt, man sollte sein System immer aktuell halten. Diese Regel scheint in der Linux-Welt nicht so richtig zu gelten! Ich mache es trotzdem.;))


    sudo rpi-update

    sudo reboot



    3. Remotezugriff einrichten

    Der Schritt ist recht einfach. Man muss nur den XRDP-Server installieren. ...und zur Sicherheit wieder ein Neustart.


    sudo apt-get install xrdp

    sudo reboot


    Danach kann über die Remotedesktopverbindung unter Windows 10 remote auf den Raspberry Pi zugegriffen werden.


    4. Statische IP-Adresse vergeben

    Als erstes die Netzwerkkonfigurationsdatei im Editor öffnen


    sudo nano /etc/dhcpcd.conf



    2020-01-23-08.png



    In der Datei sind die Zeilen für die statische IP-Adresse glücklicherweise für DAUs schon vorhanden, aber als Kommentar deaktiviert. Durch das Entfernen der Kommentarkennzeichnung "#" vor den Zeilen und dem Ändern der beispielhaft eigetragenen IP wird die statische IP-Adresse nach einem Neustart aktiv und man kann den Raspberry Pi bzw. die Kamera unter der immer gleichen IP-Adresse erreichen.


    interface wlan0

    static ip_adress=x.x.x.x/24

    static routers=x.x.x.x

    static domain_name_servers=x.x.x.x


    Achtung: In der Datei ist als Interface beispielhaft "eth0" angegeben. Da der Raspberry Pi Zero aber nur WLAN von Haus aus mitbringt, muss "eth0" durch "wlan0" ersetzt werden. x.x.x.x ist jeweils durch die entsprechenden IP-Adressen zu ersetzen.

    die Datei wird mit [STRG]+[O] und anschließendem [Enter] gespeichert, [STRG]+[X] schließt den Editor.


    sudo reboot


    nicht vergessen!


    5. MJPG-Streamer installieren

    Zunächst müssen die nötigen Tools installiert werden:


    sudo apt-get install build-essential git imagemagick libv4l-dev libjpeg-dev cmake –y


    Danach wird der Programmcode des MJPG-Streamer in das Verzeichnis /tmp heruntergeladen


    cd /tmp

    git clone https://github.com/jacksonliam/mjpg-streamer.git

    cd mjpg-streamer/mjpg-streamer-experimental


    Als nächstes wird der Quellcode kompiliert und das Programm installiert.


    make

    sudo make install


    So, jetzt sollte die Kamera funzen. Überprüfen kann man das mit dem Befehl:


    /usr/local/bin/mjpg_streamer -i "input_uvc.so -r 1280x720 -d /dev/video0 -f 30" -o "output_http.so -p 8080 -w /usr/local/share/mjpg-streamer/www"


    Damit geht der Raspberry Pi in den Streaming-Modus und ist zumindest direkt nicht mehr ansprechbar (Zumindest habe ich noch nicht herausgefunden wie). Man kann dann nur noch Remote auf den Raspberry Pi zugreifen und hier das Streamen mit folgendem Befehl beenden:


    sudo killall mjpg_streamer


    ...oder mit der Tastenkombination [STRG]+[ALT]+[ENTF] einen Neustart erzwingen.


    Das Kamerabild kann man sich nun im Browser anschauen, indem man folgendes eingibt:


    http://[IP-des Raspberry Pi]:8080


    oder


    http://[IP-des Raspberry Pi]:8080/?action=stream


    Ersteres zeigt eine Testumgebung, das zweite nur den Stream (also das was ich eigentlich haben möchte).


    Nach einem Neustart Läuft der Streamer (noch) nicht und man muss sich normal am Raspberry Pi anmelden. Das ist etwas uncool.


    6. MJPG-Streamer automatisch starten beim Booten

    Um den Streamer beim hochfahren des Raspberry Pi automatisch zu starten ohne das man sich anmelden muss, sind folgende Einstellungen nötig:


    sudo nano /home/pi/startcam.sh


    In der Datei sind folgende 2 Zeilen einzugeben:


    #!/bin/bash


    mjpg_streamer -i "input_raspicam.so -x 640 -y 480 -rot 180 -fps 30" -o output_http.so


    Mit [STRG]+[O] und dann [Enter] und anschließendem [STRG]+[X] zum Beenden wird die Datei gespeichert. Die Werte hinter "-x" und "-y" stellen die Bildauflösung dar. "-rot" dreht die Kamera um 180 Grad und "-fps" stellt die Bildwiederholfrequenz dar. Man kann hier eingeben was man möchte.

    Mit dem folgenden Befehl wird die Datei ausführbar gemacht:


    sudo chmod a+x /home/pi/startcam.sh


    zum Schluss muss in der Datei "/etc/rc.local" noch ein Eintrag gesetzt werden, damit der Kamerastream beim Booten des Pi gestartet wird.


    sudo nano /etc/rc.local


    Man muss hier den Verweis auf die Datei "/home/pi/startcam.sh" direkt über dem Befehl exit 0 einfügen. Mit [STRG]+[O] und dann [Enter] und anschließendem [STRG]+[X] wird die Datei wieder gespeichert.


    Jetzt nur noch den Rasberry Pi neu starten...


    Die nächste Herausforderung ist nun die unterbrechungsfreie Stromversorgung im Triebfahrzeug.


    Ab und an liest man, dass man den Benutzer Pi umbenennen oder gar löschen soll. Das was auf den Websites so beschrieben wird, ist recht kompliziert, so dass ich davon zunächst abstand genommen habe. Ob es sinnvoll ist oder nicht, konnte ich noch nicht herausfinden.



    Gruß

    Joachim

    Edited 8 times, last by JoachimW: ein paar Tippfehler und ein paar andere Fehler korrigiert ().

  • Hallo Joachim,

    für Deinen Bericht sind leider nicht genug Pokale vorhanden. Danke für diesen Umfänglichen und dennoch verständlichen interessanten Bericht.

    Zumindest ich (wenn auch absoluter Laie) fühle mich damit angesprochen und tendiere darüber nachzudenken.:/

    Also sehr spannend.


    Beste Grüße

    Harry

    Rund um Wupperburg


    Eisenbahnfreunde Solingen
    Nächste Veranstaltung


    Fahrtage finden erst wieder statt, sobald sich die Pandemische Lage entspannt und

    ein normaler Betrieb möglich wird. An dieser Stelle und im Kalender wird dann auch

    ein entsprechender Hinweis dazu erscheinen.


    jeden 4. Freitag im Monat Fahrtag von 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Gast Fahrzeuge sind gerne Willkommen.

    Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wo: Aufderhöher Straße 106, in 42699 Solingen





  • Hallo Joachim,

    den Benutzer Pi des Rapsberry solltest Du nicht umbenennen, lediglich das Passwort.


    Ja es gab und gibt unzählige Anleitungen, da sich immer wieder das Betriebssystem und die verwendeten Module im laufe der Jahre geändert haben.


    Mache auf jeden Fall ein Backup von Deiner microSD, denn schnell ist es passiert, dass man selbst etwas "verbastelt". Die Vorgehensweise ist je nach Betriebssystem OS X, LINUX oder Windows 10 unterschiedlich.

  • Inzwischen habe ich weiter experimentiert und bin bei der Recherche auf einen weiteren Streamer gestoßen, der auf mich einen sehr guten Eindruck macht und mind. ein Problem teilweise lösen kann: python3-picamera.


    Für die Installation auf einem Raspberry Pi sind zunächst wieder die grundlegenden Schritte 1-4 aus Beitrag #35 zu erledigen. Wenn das erledigt ist, geht es weiter mit Schritt 5.


    5. python3-picamera installieren

    Zunächst wird das Programm installiert:


    sudo apt install python3-picamera


    Danach muss ein Skript zum Starten des Programms erstellt werden.


    cd

    sudo nano startcam.sh


    In der Datei sind folgende Zeilen einzugeben:


    #!/bin/sh

    cd /home/pi/WIOpi/cam

    python3 cam.py


    Mit [STRG]+[O] und dann [Enter] und anschließendem [STRG]+[X] zum Beenden wird die Datei gespeichert. Danach wird das Skript ausführbar gemacht.


    cd

    sudo chmod +x startcam.sh


    6. WIOpi installieren

    Als nächstes wird für die Kommunikation mit rocRAIL WIOpi installiert. Mit WIOpi kann der Kamera-Stream direkt in einem rocRAIL-Fahrregler angezeigt werden. (Die Lösung für das oben genannte Problem.) Leider wird das Kamerabild (bisher) nur lokal angezeigt. :(

    Interessant wäre es, wenn der Stream für den Remote Betrieb auch übertragen würde.

    Schaun mer ma, was da so zukünftig noch geht...


    cd

    mkdir WIOpi

    cd WIOpi

    wget https://wiki.rocrail.net/rocrail-snapshot/WIOpi-ARMHF.tar.gz

    tar xf WIOpi-ARMHF.tar.gz

    rm WIOpi-ARMHF.tar.gz


    Danach wird die benötigte INI-Datei erstellt.


    /home/pi/WIOpi/startwiopi.sh


    Irgendwann wiederholt sich die Ausgabe auf dem Bildschirm. Dann bricht man den Vorgang einfach mit [STRG]+[C] ab.

    jetzt muss der rocRAIL-Server in der INI eingetragen werden. Dazu wird die INI-Datei aufgerufen.


    sudo nano /home/pi/WIOpi/wiopi.ini


    ...und in der folgenden Zeile [Servername] durch die IP oder dem Namen des rocRAIL-Servers ersetzt.


    <wiopi server="[Servername]" serialdev="/dev/ttyAMA0" pulselength="5" options1="206" options2="0" options3="0" iocnf1="iiiiooooiiiibbbb"/>


    Mit [STRG]+[O] und dann [Enter] und anschließendem [STRG]+[X] zum Beenden wird die Datei wieder gespeichert.

    Als nächstes werden die Autostart-Einträge gesetzt.


    crontab -e


    In der Auswahlliste wird Punkt [1] ausgewählt und folgende Einträge gesetzt:


    @reboot /home/pi/WIOpi/startwiopi.sh

    @reboot /home/pi/startcam.sh


    Mit [STRG]+[O] und dann [Enter] und anschließendem [STRG]+[X] zum Beenden wird die Datei wieder gespeichert.

    zum Schluss noch


    sudo reboot


    Nach dem Neustart meldet sich der WIOpi an der Zentrale an und der CAM Stream ist verfügbar.

    Der Stream kann im Browser mit dem Befehl x.x.x.x:8081 angezeigt werden (x.x.x.x durch die IP-Adresse des Raspberry Pi ersetzen).


    In rocRAIL trägt man die IP-Adresse und den Port unter Kamera zum jeweiligen Fahrzeug ein.

    (Hier als Beispiel ein Video-Link https://www.youtube.com/watch?v=m98xVihozfg wie das Ganze dann aussieht)


    Wenn der Stream jetzt noch remote übertragen würde...



    Gruß

    Joachim

    Edited 2 times, last by JoachimW: Kleine Ergänzungen und Fehler korrigiert ().

  • Man kann in der Datei "cam.py" die Einstellungen für die Kamera bzw. den Stream den eigenen Bedürfnissen anpassen. Geöffnet wird diese mit dem Befehl:


    sudo nano /home/pi/WIOpi/cam/cam.py


    hier kann man dann die Auflösung, Bidwiederholrate, Rotation (falls man die Kamera schief oder falsch herum in die Lok einbaut ;)) usw. einstellen.

    Für die Auflösung gibt es zwei Zeilen:


    <img src="stream.mjpg" width="320" height="240">


    und


    picamera.PiCamera(resolution='320x240', framerate=12) as camera:


    Die erste regelt die Darstellung im Browser. Die zweite die Darstellung im rocRAIL-Fahrregler. Nach den Änderungen wieder mit [STRG]+[O] und [Enter] und anschließendem [STRG]+[X] zum Beenden die Datei speichern.


    für python3-picamera gibt es diverse Dokus im Internet. Die ersten Google-Einträge waren in Englisch. da habe ich dann nicht weiter geforscht, da mir auch die Einstellungen zum Ändern der Auflösung, Rotation, Bildwiederholrate und des Titels reichen. Daher von meiner Seite keine Link-Empfehlung hierzu.



    Gruß

    Joachim

    Edited 2 times, last by JoachimW: Fehler korrigiert ().

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