Gleisstopfmaschine Duomatic 07 – 16 in Regelspur 0

  • Moin Ralf,


    also ich würde auch eine nehmen:-)


    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

  • Hallo Leute


    Da versuche ich mal die Fragen zu beantworten die gestellt sind:


    Als erstes Jürgen: an Material verwende ich Polystyrol (ABS).

    Kurz erklärt: das Normal Polystyrol ist weicher und das Polystyrol ABS ist etwas härter.

    So was kennen wir ja auch beim Messing und für den Fräser ist es auch besser zu Händeln.

    Zum Kleber, In laufe der Jahren habe ich mich auf den Fallerkleber 170492 und auf Methylenchlorid eingeschossen. Dieses bekommt man in Apotheken zu kaufen. Kann aber in andere Bundesländer anders gehandhabt werden. Bitte selber nachfragen.

    Ansonsten verwende ich noch Revellspachtel um Fugen damit zu schließen.


    Bahnboos: Danke erstmal für die schönen Bilder von der Ausstellung.

    Ja das sind schon Fahrzeuge die nicht jeder hat und bauen würde.


    Bahnboss, Hendrik, Ingo, Sebastian:


    Leider muss ich Euch eueren Traum platzten lassen.

    Mal ehrlich: ein Hersteller würde nie so was machen, weil einfach die Stückzahlen nicht kommen würden.

    Mal dazu einige Zahlen. Die kleine Stopfmaschine (Tamper) ist aus ca. 1800 Teilen gebaut worden. Der Preis des Materials liegt bei 500,00 Euro. Die große Stopfmaschine 07-16 wird am ende bei 3500 Teilen liegen und das ist sicherlich noch untertrieben, der Preis wird auch bei ca. 800,00 Euro sein. Sicherlich könnte auch einiges mit 3D gemacht werden oder in anderen Techniken, das ist aber immer eine Frage des Preises. Auch müsste ein Antrieb neu gemacht werden, den der von Hollywood Foundry gibt es ja nicht mehr. Und zum Schluss noch gesagt, wer möchte die Bauanleitung schreiben, bei den vielen Teilen.

    Ich habe noch eine zweite in arbeit die aber nur Rollfähig wird.

    Des Weiteren habe ich noch einen Zweiwegebagger mit Antrieb in arbeit.

    So, ich hoffe alles beantwortet zu haben und wünsche noch viel Spaß beim weiteren Lesen.


    Mit freundlichen Grüßen Ralf

  • Hallo Leute


    Links und Rechts von der Halterung wurden die Hydraulikkolben für heben und senken eingeklebt. Diese sind beweglich,

    so kann ich immer mal wieder Kontrollstellungen ausprobieren.



    Danach habe ich an dem Hauptrahmen für die Rüttelarme die Befestigung der Halterung Links und rechts angeklebt.




    Jetzt habe ich die Hydraulik für die Rütteleinheit zusammen geklebt und bei der Haupthalterung das Loch entsprechend gebohrt. Danach wurde überprüft ob alles passt.





    Jetzt kommen weitere Teile, die etwas knifflig sind, dazu.


    Danke an meinen Fräser für die folgenden Teile die nicht einfach waren zu fräsen.

    Damit auch eine Vorstellung aufkommt habe ich mal einen Niet in der Größe 0,5 x 2,5 mm beigelegt. Links die beiden Teile sind wie so immer nichts geworden. Diese habe ich versucht mit Methylenchlorid zu kleben. Da ja das nichts geworden ist habe ich auf den bewerten Fallerkleber zurück gegriffen.



    Eine Nacht liegen gelassen und im Anschluss verputzt und das Loch nachgebohrt, konnten diese Teile an die Hydraulikkolben angeklebt werden.




    MfG Ralf

  • Hallo Leute


    Habe die Teile der Rüttelarme mir zu Recht gelegt. Die Befestigung für die Hydraulik der Rütteleinheit ist schon vorbereitet worden. Dazu habe ich 0,6 mm Sechskantschrauben eingeklebt, zu sehen in der Mitte vom Bild.



    Um weiter Teilen anzukleben, habe ich die Rütteleinheiten in die Halterung soweit es geht zusammen gebaut.



    Und mal das ganze von Oben ins Bild gesetzt.



    Weitere Teile sind an das Rüttelelement angebaut worden.

    Auch habe ich das ganze Mal eingehangen in die Stopfmaschine um zu sehen ob alles passt.

    Des Weiteren sind zwei Hytraulikleitungen fertig gemacht worden und zur Probe aufgesteckt.







    MfG Ralf

  • Hallo Leute


    Heute berichte ich mal weit voraus.

    Die ersten Hydraulikleitungen sind verlegt worden. Diese sind 1 mm stark.

    Beim betrachten war ich mir nicht so sicher ob das so bleiben konnte.




    Dazu habe ich mir noch mal die Bilder in meinen Ordner angeschaut und siehe da es fehlte noch eine Brücke mit Verteilern. Also habe ich wie so auch immer aus Resten mir die Brücke mit den Verteilern gebaut. Danach alle oben verlaufenden Leitungen in der Stärke von 1mm verlegt, Bilder gemacht, um später nach dem lackieren wieder an die richtige Stelle zu bringen.



    Für dieses Bild musste die Arbeitkabine mal abgeschraubt werden.

    Und so sehen die anderen Leitungen aus wenn sie verlegt sind.






    Die restlichen Leitungen werden in einer stärke von 0,6 mm verlegt, dazu später


    MfG Ralf

  • lieber Ralf,


    jetzt nimmt der Modellbahn-Wahnsinn seinen Lauf. Ich bin gespannt, wo das noch hinführt mit Deiner Stopfmaschine. Auch wenn sie nicht aus Messing ist, es ist ein supergeiles Modell, das einige sich zu Weihnachten wünschen würden. Du hast aber recht, 3500 Einzelteile richtig zusammenzufügen ist auch für einen noch so geübten Modellbauer ohne detaillierte Bauanleitung nicht möglich. Der Aufwand dafür eine Bauanleitung zu schreiben ist nicht zu rechtfertigen, da das aktive Modellbahner-/Modellbauerleben dafür viel zu kurz ist. Es wird einmal ein phantastisches Einzelexemplar sein, das der Eine oder Andere auf einer Ausstellung an Deinen Modulen betrachten und sich daran erfreuen kann. Man muß nicht alles haben, man kann sich auch an Dingen anderer erfreuen.


    Grüße aus VAI

    Armin.

  • Hallo Leute


    Heute zeige ich mal wenn man zuviel Bilder von vielen Maschinen hat und dabei einen groben Fehler gemacht hat in der Zeichnung zum fräsen, als auch beim Bau.


    Nachdem ich alle Teile für den weiter Bau des Stopfaggregates mir hingelegt habe und auch schon angefangen habe diese Teile zusammen zukleben, hat mein Modellbahnfreund geschrieben, nachdem ich Ihm Bilder gesendet habe, das ich die 07 – 32 gebaut habe anstatt die 07 – 16. Das ist dabei raus gekommen:






    Verdammt dachte ich und schnell das Messer genommen und die Teile vorsichtig abgeschnitten. Sofort die Datei der alten Maschine gelöscht und neue Bilder vom Stopfaggregat im Netz besorgt bzw. meinen Freund gebeten auch die richtigen Bilder per Mail zu senden. Im Anschluss die neuen Teile angeklebt und so sieht das richtige Stopfaggregat aus:



    Zwischen dem Stopfaggregat und der Hebeeinrichtung sitz noch eine Messeinheit.

    In welchen Zusammenhang diese in der Funktion steht muss ich noch erfragen.

    Man kann ja nicht alles wissen, wird aber nachgeholt bei der nächsten Recherche.

    Das was ich auf den Bildern im Original gesehen habe, habe ich jetzt angefangen umzusetzen.

    Die Teile dazu habe ich von Resten genommen oder auch selber angefertigt.





    Was jetzt noch fehlt ist die Hydraulik links und rechts.


    MfG Ralf


    PS.: zum Abschluss noch mal meinen Dank an alle die diesen Baubericht lesen und bewerten.

    Ansonsten schöne Weihnachten und bleibt Gesund.

  • Moin Ralf,



    also die Messeinrichtung müsste theoretisch die Ist-Lage vor dem Stopfaggregat überwachen. Die Reihe 07 dürfte theoretisch noch nicht mit einem MKS (Mehrkanalschreiber) ausgestattet gewesen sein, die hat da eher noch den Vorlläufer verbaut gehabt. Selbst bei der 08 war ja ursprünglich noch alles händisch einzustellen. Bei Weichen ist das heute immer noch so. Gleise lassen sich it einem EM-SAT aufmessen, die Messdaten werden an die GSM übermittelt, die stopft das Gleis dann genau auf Solllage. Eine andere Möglichkeit ist, einen kleinen Laserwagen vorauszufahren, anhand der Signale stopft die Maschine dann auf den Laserwagen. Bei den Reihen 08 und 09 von Plasser ist das Standard. Die Reihe 07 - habe ich so nie gesehen und seit Jahren sind die auch schon weg aus den Einsatzbeständen der Baufirmen.


    Ich freue mich auf weitere Berichte von Dir und wünsche Dir ein frohes und geruhsames Weihnachtsfest, im neuen Jahr viel Gesundheit!


    Sebastian Woelk

  • Hallo Sebastian


    Danke für diese Info für den Messwagen.

    1974 auf der Messe in Leipzig wurde die 07-16 mit diesen Wagen vorgestellt und durch dummen Zufall selber ins Bild gesetzt im Jahre 1995 in Mühlhausen/ Thür. Die erste Variante kenne ich auch noch und gesehen 1980 im Bahnhof Saalfeld/Saale.



    Hallo Leute


    Mittlerweile wurde die Hydraulik links und recht eingebaut. Dabei musste ich achten das die Bewegung für hoch und runter funktioniert. Dieses war nicht gerade einfach, da die Hydraulik schräg auch sich bewegen musste. Habe vergessen noch zu schreiben dass die kleinen Radscheiben wieder von der Spur N genommen wurden. Laut Zeichnung sind diese 6,2 mm.

    Dazu mal wieder Bilder:




    Danach habe ich das ganze Mal auf die Schiene gestellt. Siehe da es klappt ganz gut.





    Jetzt kommen wir zur Halterung der Hebeeinrichtung.

    Dazu musste oben am Rahmen das Loch neu versetzt werden, was laut Zeichnung nicht ganz gestimmt hat. Den in der Realität sieht so manches halt anders aus.

    Die Teile habe ich selber angefertigt und hier musste ich darauf achten das alles im rechten Winkel steht. Aber seht selbst:




    MfG Ralf

  • Hallo Leute


    Ich habe die Stopfmaschine jetzt in ihre Einzelteile wieder auseinandergenommen.

    Angefangen wurde mit dem Stopfaggregat zu lackieren. Die Farbe habe ich selber eingemischt und hoffe das es reicht für alle Teile.

    Nach dem trocknen wurden die Stopfpickel ( die ich in 3D drucken lassen habe ) eingeklebt und mit schwarz bemalt. Zum Schluss sind die ersten 38 Hydraulikleitungen fest eingeklebt worden.






    MfG Ralf

  • Hallo Leute


    Auf dem nächsten Bild sind alle Teile für das Hebeaggregat zusehen.

    Es kommen aber noch einige Messingteile dazu, die ich wieder aus der Bastelkiste entnehme.



    Und so habe ich mal angefangen einige Teile zusammen zu kleben.

    Dieses dauert etwas länger beim Bau, da der Kleber von Faller länger zum trocknen braucht.



    Am Rahmen oben habe ich festgestellt dass einige Löcher für die Hydraulik versetzt werden müssen. Auch wo das Hebeaggregat dran kommt müssen noch einige Kleinigkeiten geändert werden. Und so hängt das erste Aggregat in der Halterung.




    MfG Ralf

  • Hallo Ralf,


    was mir auffällt: die Messingdrahtenden sind sehr schön ohne Grat. Machst Du das mit einer watfreien Zange, oder feilst/schleifst Du die Enden? Wenn Zange, welche ist das? Meine erzeugen keine so schönen Schnittenden.


    Ansonsten, ein wunderbares 3D-Puzzel. Weiter so.


    Gruß

    Klaus

    Der frühe Vogel kriegt den Wurm, aber die zweite Maus erhält den Käse

  • Hallo Klaus


    Generell benutze ich immer eine Trennscheibe und anschließend die Feile.

    Bis 0,8 mm auch eine normale Kneifzange, kommt aber auch da an was ich baue.

    So eine Zange wie Du beschrieben hast ist mir neu und danke für den Tipp.


    Hallo Thoralf


    Das ist soweit richtig mit der Decoderlitze. Da benutze ich die mit den Maßen 0,6 mm und

    1 mm. Mal mit Litze wenn sie gesteckt werden oder auch ohne. Des weiteren kommt Schrumpfschlauch 0,8 mm

    bis 2 mm auch zum Einsatz.


    Mit freundlichen Grüßen Ralf

  • Machst Du das mit einer watfreien Zange, oder feilst/schleifst Du die Enden? Wenn Zange, welche ist das? Meine erzeugen keine so schönen Schnittenden.

    Hallo,


    ich finde die Schnittkante mit watfreien Seitenschneidern auch nicht so toll. Zahntechniker verwenden spezielle Hartmetall beschichtete Frontschneider, die wesentlich stabiler sind und viel schönere Ergebnisse liefern. Und das beste: optisch nicht erstklassige Teile aus indischer/pakistanischer Fertigung werden bei ebay günstiger als ein watfreier Seitenschneider verkauft. Suche nach "Distal cutter".


    Sorry, off-topic...


    Michael

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!