Fingerhakeln bei der Plettenberger Kleinbahn

  • Dry hatte ja über die Montage des G-Wagen PKB Nr. 30 berichtet.

    Zurecht beanstandete er, dass der Verriegelungsmechanismus der Tür nicht dem Vorbild entspricht. Ich hatte interpretiert, was ich auf den Fotos mit nicht allzu hoher Auflösung zu erkennen glaubte ... und lag daneben.

    Als Türriegel musste da der übliche Dreifingerhaken hin, der es erlaubt, die Tür komplett zu schließen oder spaltweise geöffnet zu verriegeln.

    Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich dafür eine Lösung gefunden habe, die sich realisieren lässt, ohne dass der Bausatz dadurch verteuert werden muss: Aus 0,5 mm starkem Kraftplex habe ich den Haken gelasert, die Aufnahmeöse für den Haken wird, je nachdem, ob die Tür geschlossen oder geöffnet montiert werden soll, auf den entsprechenden Zapfen geschoben und verklebt. Nach dem Montieren empfiehlt es sich, den Haken noch einmal mit Sekundenkleber zu bestreichen, um ihn gegen Verformung zu schützen.

    image.jpg


    Die bisherigen Käufer des Bausatzes müssen sich nicht grämen: Wer den Wagen nachrüsten möchte, schreibt eine kurze PN und bekommt die kleine Platte mit den Haken in einem Briefchen kostenlos zugeschickt.

    Ist allerdings nichts für Grobmotoriker: Die Öse auf den Zapfen aufzuschieben, schaffe ich nur unter der Lupenlampe mit zwei guten Pinzetten.


    Gruß --- Jürgen

  • Einem besten Freund ein ""Preiswürdig" zu verleihen, mag ein wenig klebrig wirken. Aber es musste sein. Ich wusste nicht, dass Jaffa Detlef Rackys Kritik so ernst und wichtig nehmen würde und bin selber erst hier auf der Seite mit dem Ergebnis konfrontiert worden. Und bin wirklich begeistert vom Ergebnis. Jaffa hat sich wieder mal als würdiger Nachfolger des Räubers Hotzenplotz erwiesen, der da zu sagen pflegte: "Bei mir ist alles möglich, was unmöglich ist".

    Natürlich hat es Dreifingerhaken schon vorher gegeben, aus Ms-Guß und aus Kunststoffspritzguss. Aber nicht gelasert. Und das ist in diesem Falle wichtig, weil es den Bausatz nicht verteuert.


    Gruß


    Otto

  • Die ersten Umschläge sind gepackt und frankiert und gehen morgen zur Post.


    Kurz zur Erläuterung: Wegen der filigranen Kleinteile, die einem gerne mal aus der Pinzette flutschen, sind auf der Platte nicht 2, sondern 3 Hebel enthalten und die noch »gefährlicheren« Ösen sind in der doppelten Anzahl vorhanden.


    Ich habe denHebel einfach aufgeklebt. Wer es noch perfekter machen will, kann den Hebel mit einer Achse Ø 0,4 mm befestigen. Die Bausätze sind dafür aber bisher noch nicht mit einer Bohrung an dieser Stelle versehen.


    Gruß --- Jürgen

  • Moinsen!


    Natürlich hat es Dreifingerhaken schon vorher gegeben, aus Ms-Guß und aus Kunststoffspritzguss. Aber nicht gelasert. Und das ist in diesem Falle wichtig, weil es den Bausatz nicht verteuert.

    Da habe ich ehrlich gesagt so meine Zweifel ... etwas bestehendes zu verwenden ist sicher nicht teurer als das Rad neu zu erfinden. Zudem dürfte ein Ms-Gussteil deutlich stabiler sein.


    Was aber die Nahaufnahme zeigt, ist das die gelaserten Profile m.M.n. nicht das Maß der Dinge sein können. Da dürfte eine andere Technologie sicher besser geeignet sein, so hat das für mich eher einen etwas "abschreckenden" Charakter. Ein MIx mit Fahrzeugen anderer Hersteller ist so im Grunde ebenfalls nicht möglich, denn die optische "Uneinigkeit" wäre zu offensichtlich.


    Ein Zitat von Michal Sonntag möchte da vielleicht zum Nachdenken anregen: "Die Freude an guter Qualität hält länger an, als die über einen günstigen Preis."



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • An dem Gedanken vom Werkelburger ist sicherlich etwas dran. Auch ich bin der Auffassung, dass Lasercut nicht überall dass Maß der Dinge ist.


    Andererseits finde ich den Ansatz von Jaffa richtig, "alles aus einer Hand" anzubieten. Wer es detaillierter mag, der greift halt auf exklusive Zurüstteile zurück. So habe ich meinen Plettenberger PwPost mit einer Saugluftbremse aus Gußteilen von Armin-Hagen versehen, und weil mir dieses exklusive Detail so gut gefällt, kommen mir Jaffas Papp-Bremsen auch bei den zukünftigen Wagen nicht drunter. Nichts für ungut, Jürgen 😉


    Grüße


    Jörn

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