Endbahnhof Schultheim - es geht weiter...

  • Hallo interessierte Leser,


    nach mehr als zweieinhalb Jahren Enthaltsamkeit im Forum möchte ich heute wieder einen Neuanfang starten und vom Weiterbau meiner Anlage berichten.

    Durch familiäre und berufliche Veränderung, verbunden mit einem Umzug von NRW nach Bayern blieb mir nichts anderes möglich, als eine Modellbahn-Pause einlegen. Im neuen Heim steht mir jetzt aber ein Hobbykeller zur Verfügung, der mir die Möglichkeit bietet, sogar noch etwas großzügiger zu bauen. Das wird allerdings in sehr kleinen Schritten vonstatten gehen. Der Weg ist dabei das Ziel…


    Die Ursprüngliche Gestaltung des Gleisplanes und der Anlage hatte ich im Thread „Schultheim – ein kleiner Endbahnhof entsteht“ in der Rubrik „Modulbau“ beschrieben, da die Grundkästen aus einzelnen Modulkästen bestehen und es auch angedacht war mit Gleichgesinnten Modultreffen zu veranstalten.


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    Links schließt sich direkt der Fiddleyard an.

    Die beiden roten Lenz-Bogenweichen werden durch Bogenweichen mit großzügigerem Radius von Peco getauscht.


    Ich bleibe zwar grundsätzlich beim modularen Aufbau, beabsichtige aber nicht mehr die Anlage für Treffen zu zerlegen. Somit bin ich etwas flexibler beim Aufbau (besonders des Bogens zum Fiddleyard). Die Rubrik wechsle ich jetzt aber weg vom „Modulbau“ hin zu „Anlagenbau 2: Ausgestaltung“

    Im neuen Plan unten ist zu sehen, dass der Fiddleyard um 90 Grad weitergedreht wird und eine längere Zufahrt erhält. Der Grundaufbau des Bahnhofes bleibt erhalten, erhält aber ein drittes Gleis als Umfahrung. Lokschuppen sowie Laderampe verschieben sich weiter nach rechts.


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    Die hellgelb hinterlegten Module sind aus altem Bestand, grau markiert neue Segmentteile.


    Beste Grüße

    Torsten

  • Hallo Torsten,


    es freut mich wieder Etwas von Dir und dem Comeback von Schultheim zu lesen!


    Der Wermutstropfen ist, aus meiner und sicher weiterer Hobbykollegen Sicht, daß Du emigrieren "musstest" ;-)

    Das es Dir dort gut ergehen möge versteht sich von selbst, gerade "in diesen Zeiten"!


    Das Du etwas mehr Fläche zur Verfügung hast entschädigt wiederum ein wenig, so kriegen wir noch mehr von Deiner Modellbaukunst zu sehen. Es ist also wie immer...Alles hat was für sich.


    Ich wünsche Dir einen guten Neustart und freue mich auf das was Du uns nach und nach berichten wirst. :):thumbup:

  • Moin


    Bleibt die alte Gleisverbindung am Bahnsteig im gelben Bereich bestehen? Im Moment finde ich die dann nämlich überflüssig.


    Gruß Ralph

    Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

  • Willkommen zurück!


    Der Gleisplan sieht mehr als spannend aus
    Und was das anlangt, ...

    Bleibt die alte Gleisverbindung am Bahnsteig im gelben Bereich bestehen? Im Moment finde ich die dann nämlich überflüssig.

    ... so denke ich, dass diese auf den ersten Blick "unnötige" Gleisverbindung in manchen Betriebssituationen durchaus ihre Vorteile haben könnte.
    In diesem Fall würde die (für manche österreichischen Bahnhöfe sogar typische) "Längsteilung" beispielsweise die Möglichkeit eröffnen, dass im linken Teil des Bahnsteiggleises ein kurzer Personenzug steht und am rechten Teil dieses Gleises Rangierbewegungen stattfinden.

    Wie auch immer - viel Spaß und Erfolg beim Planen und Weiterbauen!
    Grüße aus Wien

    Martin

  • Hallo Torsten,

    ein schöner Gleisplan. Die Längenunterteilung im Bahnhof würde ich auf jeden Fall beibehalten. Sie ermöglicht dir viele spannende Rangiermanöver und der Bahnhof ist damit äusserst flexibel für die verschiedensten Betriebsitationen. Beim großen Vorbild war diese Unterteilung aus den vorher gechilderten Gründen sehr oft zu finden. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden dann schon beim Wiederaufbau diese Weichen entfernt, z.T. aus Materialersparnis und auch zur Einsparung von Unterhalt. Die Ära Mehdorn sorgte dann für eine ganz gründliche Entfeinerung von noch liegen gebliebenen Weichenverbindungen. Die Auswirkungen bekommt heute jeder Fahrgast mehr oder weniger täglich zu spüren.

    Ich bin schon gespannt auf deine Bauberichte,

    viele Grüsse und bleib negativ

    Dieter

  • Hallo Torsten,


    toll wieder was von dir zu hören und zu lesen.

    Ich schließe mich Dirks Worten an und wünsche dir privat und beruflich alles erdenklich Gute in der neuen Heimat.

    Das du das beste aus allem machen wirst, da habe ich bei deinen Fähigkeiten keinerlei Zweifel daran.

    Ich freue mich sehr auf die nächsten Berichte von dir.


    Passt auf Euch auf und bleibt gesund


    P.S

    Schade nur, dass du deine Anlage jetzt der Öffentlichkeit nicht mehr zugängig machen möchtest. Was ich aber bei der neuen Konzeption total verstehe.

    Wenn man deine Baukünste in TT noch vor Augen hat, dann ist die Spur 0 aus deinen Händen mit absoluter Sicherheit auch ein Garant für Erfolg.

    Darüber hinaus konnte man deine Baukünste in 0 auch schon bewundern. Besonders fällt mir da dein Modell Schweineschnäutzchen ein:P

    Ich denke dabei natürlich sofort an Gießen, wo man eine Anlage auch mal ausstellen könnte. Aber wer weiß, evtl. baut man ja dafür etwas Kleines Separates.......vielleicht;)

    Kommt Zeit, kommt Rat. Auf jeden Fall erstmal schön, dass du wieder an Bord bist:thumbup:

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen. Das gibt gleich noch einmal extra Ansporn die "dunkle" Jahreszeit zu nutzen um einen guten Baufortschritt zu erzielen.

    Die Gleisverbindung im Bahnhofsbereich kam mir anfangs auch zu viel vor. Näher betrachtet ermöglicht sie mir aber mehr Rangiermöglichkeiten und wie Martin schon anmerkte, einen kurzen Personenzug oder mein Schweineschnäutzchen abzustellen und trotzdem rangieren zu können. Außerdem erspare ich mir betriebssicheres und geschottertes Gleismaterial wieder rückzubauen.

    Wenn ich morgen dazu komme, stelle ich die ersten Bilder vom Planungs- bzw. Baufortschritt ein.

    Bis dahin: bleibt gesund!


    Grüße Torsten

  • Guten Abend zusammen


    hier die ersten Bilder vom aktuellen Bauzustand.


    Auf der linken Anlagenseite sind die alten Gleise und Weichen entfernt worden. Das war im übrigen eine Mordsarbeit. Ich hatte es mit der Verklebung der Gummimatten wohl zu gut gemeint. Zerstörungsfrei war da nichts zu retten.

    Die neuen Weichen liegen aber schon und alle Verbindungs-und Abstellgleise sind verklebt.



    Jetzt muss verkabelt werden. Außerdem steht der Einbau der Weichenantriebe auf dem Plan.


    Auf der rechten Anlagenseite liegt schon mal der ausgedruckte Gleisplan. Allerdings müssen dafür noch die zusätzlichen Segmentkästen gebaut werden.



    Beste Grüße Torsten

  • Hallo zusammen,


    Anfang der Woche traf die Lieferung der Bausätze für die Erweiterungen des Bahnhofs ein.

    Inzwischen habe ich die Zeit gefunden schon mal zwei Segmente zusammen zu bauen. Trotz der schwierigen Geometrie der Kästen passen alle Teile perfekt und es ist eine Freude die Kästen zu bauen. Alle meine Wünsche wurden von rbs-modellbau berücksichtigt und umgesetzt. Vielen Dank an dieser Stelle dafür!

    Hier das erste Bild.



    Ich hoffe nächste Woche das verbleibende Segment bauen zu können. Dann noch spachteln, schleifen, lackieren...


    Beste Grüße

    Torsten

  • Hallo zusammen,

    heute gibt es ein kurzes Update zum Baufortschritt in Schultheim.

    Nachdem ich das Sideboard durch Amputation der Füße auf (fast) Anlagenhöhe bringen konnte, war die Möglichkeit zum Weiterbau der Kurve zur Schiebebühne gegeben.




    Die zwei "Füllstücke" links und rechts davon habe ich mir dann entsprechend passend zusammengebaut. Für die rechte Seite habe ich es mir selbst schwer gemacht, da ich (warum auch immer) unbedingt eine Brücke mit einbauen will. Die Tür des Sideboardes sollte ja auch noch geöffnet werden können…

    Die Kurve geht von der Schiebebühne mit Radius 120cm in einen 90 Grad Bogen um dann mit größer werdendem Radius bis zu den Bogenweichen an der Bahnhofseinfahrt anzuschließen. Dabei habe ich mit Gleisbettungen von „Lokliege“ gearbeitet, die eine Gleisüberhöhung in dem Bogen bieten.


    Jetzt muss noch alles verkabelt werden und dann kann die erste Probefahrt beginnen.


    Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und bleibt schön gesund!

  • Hallo und ein frohes neues Jahr zusammen,


    wie im vorhergehenden Beitrag schon erwähnt, soll das eine Kurvenfüllstück eine Brücke erhalten. Das Trassenbrett ist fest auf dem Segment verbaut. Die Brücke wird also darunter gesetzt. Das macht es einfacher die Konstruktion zu erstellen und später farblich zu gestalten.

    Hier die erste Konstruktion:



    Zurechtgeschnitten und verklebt (Stecknadeln halten die einzelnen Bauteile in Position) aus Styrodurplatten.



    Da das Bauwerk eine Bogenbrücke aus Sandstein darstellen soll, habe ich aus dünnen Styrodurplatten unterschiedlicher Dicken "Steine" geschnitten und einzeln aufgeklebt.



    Nach einer ersten Grundierung in beige-gelb kommt ein Wash bzw. Dreckbrüh zum Einsatz um die Fugen abzudunkeln.



    Nach weiterer farblicher Behandlung mit beige und weiteren verschiedenen Acrylfarben hier das erste Zwischenergebnis.



    Zufrieden bin ich mit dem farblichen Ergebnis noch nicht ganz. Die Vielfältigkeit des farbigen Sandsteins fehlt mir noch. Ich werde weiter berichten...


    Beste Grüße

    Torsten

  • Hallo zusammen,


    heute gibts ein kleines Update zur Farbgebung der Brücke.

    Dankenswerterweise hat mir Tobias (Hexenmeister) einige Originalbilder seines Brücken-Modulbauprojektes gesendet.

    Darin zeigte es sich noch einmal deutlich, daß es große Unterschiede in der Sandsteinoptik gibt. Von fast weiß über gelb, rötlich bis hin zu fast schwarz reicht die Farbpalette. Also mehr Farbe ans Objekt:



    Aber eigentlich ist mir eine Brücke mit gealtertem dunklen Sandstein lieber. Nachdem ich der Brücke mit reichlich Pulverfarben zu Leibe gerückt war, empfand ich das Ergebnis eher ernüchternd. Alles verwaschen und zu dunkel.

    Also nochmal ran. Etwas aufhellen und einzelne Steine mit verdünnter Acrylfarbe nacharbeiten...

    Bevor es noch vollends in die Hose geht möchte ich das (End-) Ergebnis meiner Malerei vorstellen. Es kommt meinen Vorstellungen schon sehr nahe und wird wohl auch so bleiben. Es warten ja noch genügend andere Baustellen auf mich.




    Beste Grüße

    Torsten

  • Hallo Torsten,


    so wie es aussieht, bist du mit einem schwarzton und der Airbrush zuletzt über die Steine gegangen.

    Du schreibst, dass du mit Pulverfarben vorher dran warst. Hast Du die nur trocken mit dem Pinsel aufgebracht?


    Ich würde mal folgendes probieren:

    Nimm mal verschiedene Pulverfarben (schwarz, rost, grau, ...) und bringe Sie in der Nass-Technik auf:


    D. h. kleine Menge Pulverfarbe auf einen Deckel geben, dann Pinsel in aromatenfreies Waschbenzin tauchen.

    Dann damit die Pulverfarbe auf dem Deckel zu einer recht dünn flüssigen Suppe vermengen.

    Dann diese mit dem Pinsel auf die Steine streichen oder stupfen, das sieht erstmal ziemlich doof aus.

    Aber jetzt den Pinsel wieder in das Waschbenzin tauchen und die auf den Steinen haftende Pulverfarbe verstreichen.


    Damit kannst Du die Pulverfarbe auf den Steinen schön immer wieder anlösen und nach belieben verteilen. Je dünner Du das auf den Steinen machst, desto mehr verläuft das und du kriegst Nuancen hin. Außerdem läuft die dünne Suppe auch gut in die Fugen.

    Das Ganze geht natürlich auch mit mehreren Farbtönen, die Du so schön nass-in-nass aufbringen kannst.


    Auspassen musst du nur, dass du nicht an einer Stelle Zuviel und Zulange mit dem Waschbenzin arbeitest, das könnte ggfs. die Grundfarbe anlösen.

    Wenn man das leicht flüchtige Waschbenzin in vielen kleinen Arbeitsgängen verwendet, passiert meist nix. Das Waschbenzin verdunstet immer recht schnell


    Probier es mal, vielleicht an einer kleinen Stelle zunächst. Ich bin mir sicher, dass Du damit noch bessere Wirkung erzielst.


    Ich verwende Pulverfarben fast nur noch nass, vor Allem beim Altern von Fahrzeugen.

  • Hallo Thoralf,


    prima Tipp - nur eine Frage: Verträgt sich Waschbenzin mit Styrodur?

    Ich habe das bislang immer mit Isopropanol gemacht, daher die Frage.



    Edit: Ausprobiert, hier ist nichts passiert, Styrodur ist auch nach 10 Minuten noch ganz.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

    Edited once, last by H3x ().

  • Hallo zusammen und vielen Dank für die vielen Reaktionen und die Antworten.


    tokiner

    Die Airbrush ist nicht zum Einsatz gekommen. Ich habe die Pulverfarben trocken aufgetupft und verrieben. Dabei mit der Pulvermenge aber offensichtlich etwas übertrieben. Deshalb auch dieser verwaschene Eindruck.

    Danke für den Tip mit dem Waschbenzin. Werde ich auf jeden Fall auf der Rückseite probieren. Ich hoffe nur das dabei kein Glanz auf der Oberfläche entsteht.


    Wulfdasfliegerass

    Ich habe Platten mit 12 und 10 mm Stärke verwendet. Für den Bogen dünneres Material um die Rundung hinzubekommen. „Steine“ sind aus 2, 3 und 5 mm starken Platten entstanden.

    Da das Gleisbrett fest am Holzsegment verbaut ist, musste ich in diesem Fall nicht auf besondere Stabilität achten. Die Brückenkonstruktion stützt da Gleisbrett so eigentlich nur gegen durchbiegen.


    Beste Grüße Torsten

  • Hallo Torsten, Hallo Thoralf,


    ich nehme bei solchen Dingen eine aromatenfreie Verdünnung vom Baumarkt,

    weiß aber gerade nicht ob es da einen Unterschied zum Waschbenzin gibt :/.

    Geht aber sehr gut, vor allen Dingen beim Altern von Wagen und anderen

    Kunststoffteilen. Alles in Verbindung mit Pigmentfarben.


    Grüße Reinhard

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