Fragen zu Sandstrahlen und Sandungsventilen

  • Hallo zusammen,


    ich habe zwei Fragen an die versammelte Kompetenz, hat beides mit Sand zu tun, aber es gibt keinen direkten Zusammenhang :)


    Die Ventile der Sandstreuereinrichtung verwirren mich. Wie herum kommen die an den Sanddom? Aus Fotos bin ich nicht schlau geworden, den Bereich kann man meist nur schlecht erkennen. Und wo gehen die Druckluftleitungen hin? Sind die getrennt für die Fahrtrichtung?


    Die Lötarbeiten der ELNA neigen sich dem Ende zu und ich habe die Teile ein warmes Bad im Ultraschall nehmen lassen.



    Das Flussmittel ist jetzt weg, aber vor dem Grundieren würde ich die Teile gern Sandstrahlen. Bislang habe ich meist kleine Sachen gestrahlt und hatte auch nur einen Airbrushkompressor, mittlerweile habe ich einen großen Kompressor (ölfrei und mit Entfeuchter).

    Als Pistole habe ich diese hier:


    Das ist für größere Teile recht mühsam, da der Vorrat im Glas schnell weg ist und es ziemlich staubt (mache ich meist draußen).

    Was benutzt ihr zum Sandstrahlen? Gibt es Empfehlungen für Geräte und Kabinen? Benutzt jemand dieses Böhlergerät für den Staubsauger?


    Danke für eure Zeit zu Antworten.

    Schöne Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Moin Fremohikaner,


    hier bei den 3-Fachen kann man das evtl. besser erkennen:


    https://www.dcc4u.de/messing-b…/sandstrahlduese-3er.html


    Die Anschüsse für die Sandrohre liegen unten. Der Anguß repräsentiert die Befestigung am Dom.


    Null-Problemo8)


    P.S.: Sandstrahlen wäre ein eigenes Thema, das ich kurz und knapp nicht beantworten kann. Deine Lötarbeit sieht sehr sauber aus. Was willst Du da lange rumstrahlen? Sauber machen, Grundierung drauf und dann beurteilen ob noch etwas zu tun ist......

  • Hallo,


    danke für die Antworten. Das Sandventil ist damit klar.

    Zum Sandstrahlen: Das Modell von Logiblast sieht sehr interessant aus.


    Danke für das Lob zum sauberen Löten. Mir geht es hauptsächlich um die bessere Haftung der Grundierung - ich habe gute Erfahrung damit gemacht direkt vor dem Grundieren leicht die Oberfläche zu mattieren, dann sind Fettfinger, Formreste und Lotspratzer sicher beseitigt.


    Grüße


    H3x

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  • Hallo,

    ich habe bereits an anderer Stelle meine Erfahrungen zu Sandstrahlgeräten kundgetan.

    Ich kann mich, nachdem ich mindestens vier Varianten im Laufe der Zeit probiert habe, nur voll und ganz Wolfgangs Meinung anschließen.

    Etwas besseres als den Smart Nozzle habe ich noch nicht gesehen. Allein der recht niedrige Druck lässt auch unsere dünnen Bleche überleben und sorgt für absolute Sauberkeit vorm Grundieren.

    Inzwischen strahle ich alles, auch Kunststoffteile, vor dem Grundieren und habe beste Erfahrungen gemacht. Allerdings habe ich, nachdem ich zunächst eine günstige Kabine aus der Bucht benutzt habe,mir auch die Box von Logiblast gekauft - auch da liegen Welten dazwischen.


    Also, alles in allem, eine absolute Kaufempfehlung!!!


    liebe Grüße aus der Eifel und bleibt gesund

    Rainer

  • Hallo,


    nachdem ich fast 500€ ausgegeben hätte um die Smart Nozzle zu bestellen wollte ich mit dem Bausatz weiter kommen.

    Also habe ich die in https://blog.modellbahnfrokler.de/2014/02/sandstrahlkabine/ beschriebene Box nachgebaut.

    Box 10€, Handschuhe und zwei 15° DN110 Winkel 12€. Eine Absaugung wurde upgecycelt aus einer alten Dose und zwei Socken und einem Gummiadapter für Waschbecken. Alles zusammen keine 30€ und 1h Arbeit.


    Was soll ich sagen - funktioniert gut und dank Absaugung komplett sauber. Druck nehme ich etwa 4 Bar.

    Das häufige Nachfüllen nervt etwas, aber bei den paar Teilen geht es.


    Sollte ich mehr bauen würde ich aber doch die richtige Kabine kaufen.


    Grüße


    H3x

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  • Quote

    Druck nehme ich etwa 4 Bar.

    Meine Anlage läuft kompressorfreundlich mit 2 Bar. Das reicht auch völlig aus. Der Verschleiß ist nicht zu unterschätzen. Ich habe mal nachgeschaut. Incl. der wichtigsten Ersatzteile und dem verstärkten Schlauch und besserer Düse, Korund, Glasperlen und nützlichem Zubehör, kam meine Logi-Blast für € 340,- Netto.


    Null-Problemo8)

  • Hallo,


    ja, die Logiblast-Anlagen brauchen wenig Druck. Ich habe 4 Bar am Druckregler - da ich einen dünnen und recht langen Airbrush-Schlauch verwende vermutlich nur 3 Bar an der Pistole an. Der Kompressor springt selten an, ich habe einen mit 10 Bar, ich kann 1 Glas Korund mit der Badger leeren, dann läuft er an.

    Dein Kauf ist wohl schon eine Weile her. Aktuell kostet die kleinste Kabine 499€ brutto - das sind österreichische Netto 400€. Ohne jedes Zubehör.


    Für den täglichen Einsatz im professionellen Umfeld ist meine Lösung natürlich nichts.


    Das ist die Pistole: Badger 260


    Es gibt auch einen billigen Nachbau bei EBay für rund 25-30€. Damit könnte man für 50€ loslegen.


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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  • Hallo,

    ich brauche die Logiblast-Anlage bestimmt zwei- bis dreimal in der Woche und kann nur sagen, dass ich mir mit den genannten 2-3 bar Druck vorher schon so manches Blech verbogen habe beim Strahlen! Das ist mit dem logiblast nun nie mehr vorgekommen, so dass ich sagen muss, das sich die Ausgabe ganz sicher gelohnt hat. Das Strahlmittel habe ich übrigens im 50 Kg-Sack gekauft und immer wenn es die Farbe wechselt ( von den Lackierungen, die ich damit entferne) tausche ich es aus. So ist es auch recht preisgünstig geworden!


    .... aber natürlich jeder so, wie er will!

    liebe Grüße aus der Eifel und bleibt gesund!!!
    Rainer

  • Nachdem ich hier ja schon über meine Smart Nozzle geschrieben habe und heute mal etwas für ein neues Projekt zu strahlen hatte, habe ich meine Frau mal mit dem Handy neben mich gestellt, was ihr beim einschalten gleich einmal so gar nicht gefiel und die Videos nur zum Teil was wurden. Allerdings denke ich dass man sehr gut erkennen kann, wie gut das Teil arbeitet.

    Druck: 2 Bar

    Material: Korund FEPA 220 mit 75 µm (deswegen auch außerhalb der Box)


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    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

  • Hallo Wolfgang,


    Danke für die Filme, da geht gut was ab! Da brauche ich deutlich länger.


    Vladimir, schön gebaut. Hast du einen Staubsauger dran?


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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  • Danke für die Filme, da geht gut was ab! Da brauche ich deutlich länger.

    In der Box habe ich derzeit etwas gröberes Material, deswegen "in die Luft" strahlen. Außerdem habe ich die Box noch nicht mit einer Absprung versehen, somit würde ich mit dem feinen Strahlgut nicht viel sehen ;)

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

  • Naben Ernst,


    wie ich oben bereits geschrieben habe:

    Druck: 2 Bar

    Material: Korund FEPA 220 mit 75 µm

    Das Material ist so fein, dass es Oberflächen nur sehr wenig wie gar nicht angreift, zum entlocken und reinigen optimal. In der Box habe ich etwas gröberes, das wirkt mehr abrasiv und ist besser zum versäubern nach Lötarbeiten.

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

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