Die Niederbergische Eisenbahn - NBE

  • Also ich habe mit meinem IPad keine Probleme die Bilder zu sehen, sie sind auch so in den Text eingebettet, wie Matthias es gedacht und gemacht hat.

    Viele Grüße

    Meinhard,
    der wohl immer noch nördlichste Nuller Deutschlands

  • Das Problem hatte ich vor kurzem auch, das hängt einfach an den verwendeten Browsern, ob auf PC, Mac, Ipad oder Antroid-Tablet/Smartphone.

    Aber nach und nach wird das Problem mit allen Bowsern auftauchen, also hilft nur die Aktivierung eines SSL-Zertifikates.

    Das war sogar in meinem Webhosting-Paket enthalten, nur noch nicht aktiviert.

  • Hallöchen,


    Trotz Urlaub, oder gerade deswegen geht es mit der Moba weiter.


    Ich hab mir mal Gedanken zum Thema Warenströme gemacht. Dazu mal alle bisherigen drei Anschließer meiner NBE betrachtet.


    Fangen wir mit J&O Farben an.


    Angeliefert werden pro Woche:

    Als Hersteller von Farben und Lacken empfängt J&O drei vierachsige Kesselwagen (Rivarossi) mit Basisstoffen für die Herstellung, sowie zwei kleine Kesselwagen (Oscale) mit Zuschlagstoffen.

    Darüber hinaus in 2 G‐ oder Ks-Wagen Fässer, Säcke und Kanister mit weiteren Produktionsmitteln und, fast vergessen Verpackungen 1 G/Ks-Wagen mit Kartons oder leeren Blechdosen.


    Abgefahren werden pro Woche:

    2 G- oder Ks- Wagen mit Farben und Lacken in Dosen auf Paletten.

    Und ca 20 Kleincontainer Marke Eigenbau, die zu einem Großabnehmer gefahren werden.

    Diese Kleincontainer in Form von Tanks im Rahmen fassen ca. 3m³. Zu diesen Kleincontainern später mehr.


    Jetzt die Kontrollrechnung:

    Anlieferung ca. 3×30t +2×18t =126t

    Abfuhr ca. 20×3t +2×20t = 110t

    Die Differenz wird mit LKW abgefahren.


    Ach ja, die leeren Und vollen Kleinkontainer müssen mit Rungen oder Niederbordwagen leer an und voll abgefahren werden....

    Ein zweifachser trägt max 5 Kleinkontainer, ein vierachser max 8 Stück, da kommen also pro Woche nochmal 3-4 Wagons dazu.


    Soweit zur J&O.


    Bei der Finte AG ist's einfacher.


    Pro Woche 6 Wagenladungen Rundstahl auf Ssy hin = 300t.

    10 Wagenladungen a 25t gehen ab.

    45 t werden per LKW abgefahren und die ganzen Drahtenden landen im Schott, der alle 2 Wochen abgeholt wird.


    Die Kima betrachten wir im nächsten Beitrag.

    Als Großkunde betrachten wir dort den täglichen Wagenlafungsverkehr, dank der Lektüre von OOK's "Rangieren aber richtig" und der Fahrt auf den Pfannenberg...


    Bis später

    Matthias

  • So, widmen wir uns nun der Kima.


    Diese erhält 7-12 Wagenladungen Coils pro Tag (per Würfel bestimmt)


    Auf Grund der Steigung zwischen Langenberg und der Kima können max 5 Wagen transportiert werden, das ist bei 25‰ das Max für BR50 oder V160 (und für meinen Lift)


    Also verbleiben 2-7 Wagen in Langenberg, und müssen, mangels genügend Abstellgleisen bei der Kima später hochgefahren werden.

    Die Zustellung übernimmt in der Regel die DB -Lok.

    Nur wenn 1-3 Wagen in Langenberg verbleiben, übernimmt das die NBE (noch, denn stärkere Loks sind bestellt)


    Somit erreichen im Mittel 500t Blech pro Tag die Kima. Angenommen 100t werden in Form von langen Blechen per Rungenwagen abgefahren bedeutet das, das bei einer Tragfähigkeit von ca 25t pro 2achsigem G-Wagen oder Schiebedach/wandwagen 400t also 16 Wagons abgefahren werden müssen.


    Das sprengt die Kapazität der Laderampe, und die anderen Gleise sind selten frei für die Verladung von Paletten in Schiebewandwagen.


    Da kommt mir dann der "verhasste" LKW gerade recht.

    Denn rund um die Kima gibt es natürlich Abnehmer für die Blechhalbzeuge. Die sind ja gerade dafür verantwortlich, daß die Kima mittlerweile so ein Frachtaufkommen hat.


    Also reduzieren wir um 50%.

    200t werden mit LKW abgefahren, eine Menge, denn wir reden hier nicht über moderne 40Tonner.


    Den Teil des Werks muss ich zum Glück nicht gestalten, für mich bleiben 8 G- bzw Ks-wagen pro Tag. Eine stolze Zahl, immer noch, aber da drei gleichzeitig an die Rampe passen, sollte das gehen.


    Und ich hab ja noch ein Ass im Ärmel, ein ansetzbares Abstellgleis, welches das Rangieren erleichtert....


    So, ob der vielen Zahlen erstmal genug.

    Das ganze werde ich dann zuhause mal durchspielen, und ggf korrigieren.


    Einstweilen ist damit eine Basis geschaffen.

    Die Überlegungen und Berechnungen haben über eine Woche verteilt mehrere Stunden in Anspruch genommen....


    Und ein weiterer Gedanke nimmt langsam Formen an, die drei Betriebe brauchen ja auch Betriebsstoffe, nicht unbedingt im Wagenladungsmasstab, man könnte.....


    Dazu später mehr, das muss erst sacken.


    Gruß

    Matthias

  • Hallöchen zusammen,


    Heute Gammeltag auf dem Campingplatz in Dänemark.



    Und wer es mag, noch ein bisschen Theorie:


    Alle drei Betriebe erhalten ja bestimmt mal Betriebsstoffe, die nicht unbedingt eine volle Wahenladung sind.


    Wenn ich Langenberg einen Güterschuppen spendieren (angedacht war der im nicht gestalteten rechten Teil), so könnten dort die Paletten Kisten und Fässer ankommen.


    Die NBE bietet dann den Service einen Stückgutwagen mit dem täglichen NG bei allen drei Anschließern zuzustellen, und nach kurzer Entladezeit, beim nächsten Kunden vor der Tür zu stehen....


    Das brächte nochmal etwas zusätzliches Rangieren.

    Außerdem müsste man dann wirklich gut planen, wann man diesen Wagen Zustellung, ohne das restliche Rangiergeschäft zu blockieren.


    Das wäre dann eine zusätzliche Aufgabe, die vielleicht nur zweimal pro Woche ansteht, oder nach Bedarf, mal schauen wie ich das Einbaue.


    Gab es sowas im Original eigentlich?

    Stückgutwagen von Bahnhof zu Bahnhof ok, aber was ist mit Teilladungen die vom/zum Anschließer gingen, wurden die zusammengelegt, oder war das zu unwirtschaftlich?


    Gruß

    Matthias

  • Matthias,

    bei der Iserlohner Kreisbahn gab es einen regelspurigen kreisbahneigenen G-Wagen der dann -auf einem Rollwagen verladen- zu den einzelnen Güterkunden des Nettetals gefahren wurde.

    So wurde das von der DB übernommene Stückgut verteilt bzw. eingesammelt.


    Gruß

    Dirk

  • Hallo mattes56,


    interessante Sache, wie Du mit den Warenströmen planst! Das ist eine gute Basis für einen vorbildgerechten Rangierbetrieb! Bin gespannt, wie es weiter geht.

    Gab es sowas im Original eigentlich?

    Stückgutwagen von Bahnhof zu Bahnhof ok, aber was ist mit Teilladungen die vom/zum Anschließer gingen, wurden die zusammengelegt, oder war das zu unwirtschaftlich?

    Stückgutwagen von Bahnhof zu Bahnhof wurden mit der Einstellung der LeiG-Züge abgeschafft, seitdem wurden die Stückgutwagen vom Güterschuppen mit dem nächsten Übergabe- oder Nahgüterzug zum nächsten Knotenbahnhof abgefahren, von dort zum nächsten Rangierbahnhof weiterbefördert und dort umrangiert zum vorgesehenen Stückgut-Umladebahnhof. Dort wurde dann alles ausgeladen und in Güterwagen für die Zielregion umgeschlagen. Von dort ging es entweder mit durchgehenden Stückgutzügen zum Stückgut-Umladebahnhof in der Zielregion oder als Einzelwagen über das normale Güterzugnetz. In der Stückgut-Umladung in der Zielregion wurde das Stückgut wurde ausgeladen und in Stückgutwagen zum Zielbahnhof umgeladen. Diese wurden dann wieder zum Rangierbahnhof befördert und dort auf die Züge zu den Knotenbahnhöfen umrangiert. Ab da ging es dann wieder Übergabe- oder Nahgüterzügen zum Zielbahnhof, wo die Stückgutwagen zum Güterschuppen rangiert wurden. Also nichts mehr mit Stückgutwagen vom Bahnhof zum Bahnhof.


    Zu Deinem Fall: Hier reden wir von Stückgutverkehren vom Ziel-Stückgutbahnhof zum Empfänger, in diesem Fall ein großer Anschließer im Bahnhofsbereich. Ich kenne nur Fälle, in denen jeder Anschließer einen eigenen Pendelwagen für die Raltion Güterabfertigung - Anschluss und zurück hatte und diese im Rahmen der Rangierfahrten, die im Bedienungsplan definiert waren, zugestellt und abgeholt wurden - entweder mit DB-Lok oder mit einer Lok des Anschließers (sofern diese auf DB zugelassen war). Deine Idee, mit einem Pendelwagen mehrere Anschließer zu bedienen, habe ich so nicht kennengelernt, aber frei nach Toyota ("Nichts ist unmööööglich") sehe ich da kein Hindernis für solch ein Konstrukt, wenn sich eben alle Beteiligten einig sind: Warum nicht? Es sollte nur zum Verlade- bzw. Entladezyklus des Stückgutverkehrs passen, denn die Sendungen von der DB zu den Anschließern werden am Vormittag bereitgestellt, dann können sie mit dem Pendelwagen zugestellt werden und die neu aufzugebenden Sendungen müssen zum Annahmeschluss am Nachmittag bei der Güterabfertigung eingegangen sein, da muss der Pendelwagen wieder zurück sein. Wenn Du das irgendwie mit einplanst, dann passt das schon!


    Übrigens, die "Pendelwagen", an die ich mich erinnern kann, waren alte Güterwagen, manchmal noch älter als G10, meistens ohne Bremse, mit Anschriften "Pendelwagen Ga (Ortsbezeichnung) - Anschließername" und ansonsten fast ohne Daten. Auch alte Gm 30 ("Oppeln") habe ich so im Einsatz gesehen. Alle Pendelwagen, die ich gesehen habe, waren keine DB-Wagen, so dass Du hier auch noch einen interessanten Wagen basteln kannst. Farbe wie Du möchtest, nur verwittert und "runtergekommen" wirkt hier authentisch.


    Viel Erfolg beim Umsetzen!


    Gruß

    EsPe

  • Hallo Dirk,

    Hallo Espe,


    Danke für Eure Rückmeldung, das hört sich sehr reizvoll an.


    Zwei meiner Anschließer liegen räumlich eng zusammen, die könnten sich problemlos einen Pendelwagen teilen....


    Der dritte braucht dann einen eigenen, und entweder geht der Pendel dann mit dem Nachmittäglichen NG mit, oder mit der Werkslok zwischendrin....


    Oder die beiden Pendel laufen als planmäßige Übergabe mit einer Lok zum Bahnhof Langenberg zurück.


    Oh, das gibt viele Möglichkeiten, und Zwei alte G10 von Raimo als Bierwagen hab ich auch noch in der Bastelkiste....


    Also nochmals danke für die Info.


    Gruß

    Matthias

  • Hallo mattes56,

    Im Buch ,Die Kleinbahn Beuel-Großenbusch ,ist das folgendermaßen beschrieben ,bis Ende der 50er Jahre wurden Stückgüter im Beueler Güterschuppen in Kleinbahneigene G-wagen umgeladen. Danach liefen wohl DBeigene Wagen 2 mal am Tag über die Strecke wobei die Lok bzw Köf wohl am Wagen blieb und von einer Ladestelle zur nächsten fuhr bei größeren Mengen wurden Wagen morgens zugestellt und nachmittags abgeholt also du hast die Auswahl.

    Gruß Robert

  • So ihr Lieben,


    Bevor ich meine obigen Überlegungen teste, gibt's erstmal, wie vor dem Urlaub versprochen, Neues von dem umgebauten Gleisanschluss der J&O Farben.


    Diesmal als Video, also noch eine Premiere.

    Und ja, das Video offenbart Gleisbaufehler, so wie Fotos Fehler und Unstimmigkeiten ebenfalls gnadenlos aufdecken.....


    Trotzdem viel Spaß beim anschauen


    1. Bedienfahrt Werksanschluss J&O Farben


    Gruß

    Matthias

  • Hi Matthias,

    die bewegten Bilder Deiner Anlage sind toll. Als Betrachter bin ich mitten im Geschehen und die unaufdringliche Harmonie zwischen der gestalteter Anlage und dem gemaltem Hintergrund ist Dir phantastisch gelungen.


    Begeisterte Grüße. Jay, the K.


    PS Deinen Kanal habe ich abonniert, ich hoffe das motiviert Dich zu weitern Clips...

  • Hallo Mathias, Freunde des Flügelrades,


    einfach klasse diese KIMA. Entgegegen der langläufigen Meinung, daß man unbedingt viel Platz für Spur 0 haben muß, wird hier gezeigt, wie eine tolle Stimmung auf engstem Raum erzeugt werden kann. Und nicht diese leidigen Module, auf denen der BÜ genau in der Mitte aufgebaut wurde ( selbstverständlich steht natürlich ein, besser zwei Autos davor ), nix mit 6 Kühen auf der mittig angelegten 20cm² Wiese und auch die mittig eingebaute Brücke ist nicht zu sehen. Obwohl auf der KIMA alles recht beengt ist, kommt es für mich unwahrscheinlich realistisch rüber. So muß es wohl auch mit den vielen Anschließern bei der Altenaer Kleinbahn ausgesehen haben. Einfach nur SUuuUPER


    Eure Betriebsleitung der

    Naugarder Kleinbahn


    meine hooompätzsch: http://naugarderkleinbahn.jimdofree.com

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