Die Niederbergische Eisenbahn - NBE

  • Mahlzeit zusammen,


    Nachdem der nächste Baubericht von nycjay ja angemahnt wurde, liefere ich natürlich....


    Was hat sich getan - nun, ich sitze im wahrsten Sinne des Wortes am Bahnhof Langenberg. Wie oben schon beschrieben sollte es ja an den Hintergrund gehen. Dafür hatte ich das Segment ausgebaut und wenn es schonmal draußen ist, kann man auch direkt die Servoantriebe einbauen....mal eben. Davon gibts keine Bilder, da war ich zu sehr beschäftigt.


    Und wenn das Modul schonmal auf nem Tisch steht, könnte man ja schottern....und dann kam der Jay noch mit seiner Gewässergestaltung.....Dazu dann gleich mehr.


    Fangen wir mal mit den Hintergrundgebäuden an. Da hat sich einiges getan. Ein bisschen Farbe ist ins Spiel gekommen

    Langenberg010.jpg



    Die Alte Stützmauer wurde auch farblich angepasst und die ersten Wasches sind drübergelaufen

    Langenberg011.jpg


    Dann kam das Herausnehmen eines Segmentes. Ein paar optimierungen am Gleisverlauf waren nötig, und der Einbau der Weichenantriebe.

    Und dann ging es ans Schottern....und man lernt sich in Geduld und Gleichmut zu üben - warum mache ich das nochmal ?

    Ach ja, in der Trocknungsphase ann noch am Hintergrundgebäude weitergearbeitet...

    sgLangenberg012.jpg


    Und vorne das Modul mit einem Stück Bachlauf versehen - der Platz im Tal ist halt beengt - typisch bergisches Land.

    Die Stützmauer ist gebogen aus Gips gegossen.

    Noch komplett in Grau die Kabelkanäle für die Weichenantriebsatrappen und eine weitere kleine Stützmauer am Abstellgleis

    Langenberg013.jpg

    Der erste Schotter ist aufgebracht - jetzt folgt die Feinarbeit mit dem Pinsel


    Leider ist das Ausformen der Mauer nicht ohne Schäden abgelaufen - das wird noch beigearbeitet.

    Ich freue mich schon drauf die Gewässergestaltung a la nycjay auszuprobieren.

    Langenberg014.jpg


    Jetzt erkennt ihr auch den Grund für den Bach - der Bauraum neben dem Gleiskörper musste verringert werden um das Reiterstellwerk glaubhaft zu machen.

    Die Ausführung erfolgt sehr nah am Vorbild ides Reiterstellwerks in Wuppertal Elberfeld

    Langenberg016.jpg


    Das Stellwerk wird als Scenischer Trenner das Gleisvorfeld und den eigentlichen Bahnhof trennen, es fehlt natürlich noch die Stütze in Form einer Stahlkonstruktion. Ob ich das Stellwerk in verputzter Bauart oder als Fachwerkbau ausführe weiß ich noch nicht.

    Langenberg019.jpg

    Der Blick in Richtung Bahnhofseinfahrt, der eigentliche Bahnhof liegt im Rücken des Fotographen.


    Das Gebäude ist komplett aus Depafit-Platten entstanden, bei denen die eine Kartonseite entfernt wurde.

    Der Sockel ebenso, das Mauerwerk wurde geprägt. Mal schauen wie ich die Dächer decken werde.

    Langenberg020.jpg


    Die Fensterausschnitte sind übrigens passend zu fertigen Fensterrahmen entstanden, die ich mal irgendwann in einer "gemischten Tüte" erstanden habe.

    Was mir beim Betrachten auffällt, geplant war an der Stirnseite des Stellwerksraumes über den Gleisen ein Balkon mit Geländer - der ist beim Ausschneiden der Teile wohl irgendwie vergessen worden - Naja, das wird schon.

    Langenberg021.jpg


    Während dieses Segment nun trocknet, konnte ich an das Einschottern des zuvor bearbeiteten Segments gehen, welches bereits wieder an Ort und Stelle war.

    Hier hieß es Schottern was die Filmdose (als Dosierhilfe) hergibt. Da sich hier der Bahnhof von drei Gleisen im Gleisvorfeld auf 6 Gleise erweitert, waren ettliche Meter Gleis zu schottern und sieben Weichen. Im Hintergrund erkennt man das ein Lückenschluss stattgefunden hat. Das Gebäude mit dem Durchgang entstand in Eigenbau zusammen mit unserem jüngeren Sohn, ebenfalls ais Depafit - das Haus nicht der Sohn ;)

    Langenberg017.jpg


    Rein optisch hat sich das ganze schon gelohnt - endlich nicht mehr auf gelbem bzw. braun gespritztem Styrodur fahren... Ich feu mich schon wenn alles wieder eingebaut ist. Jetzt ist mir erstmal der Schaufelsplitt ausgegangen - Bestellung von Chinchillasand ist raus.


    Langenberg018.jpg

    Das ist die Perspektive , wenn ich auf die untere Ebene Schaue - dazu muss ich einen halben Schritt zurücktreten.

    Die Schotterfreien Plätze sind übrigens für die Antriebsatrappen...


    Und ja, die farblichen Ausrutscher an der Mauer werden noch nachgearbeitet.


    Soweit einstweilen, als nächstes wird das Segment mit dem Güterschuppen geschottert - das wird ja einfach, 6 gerade Gleise a 1,5m Länge, keine Weiche....ohne Worte. ^^


    Gruß

    Matthias

  • Hi Matthias,

    der Ausschnitt sieht schon jetzt echt krass gut aus und das Stellwerk wird der Hammer. Für die Idee mit dem Bach die Enge zu betonen gibt es einen „Länderpunkt“ extra.


    Was Du vor der Bachgestaltung auf jeden Fall machen solltest, ist den Holzuntergrund wasserfest zu versiegeln. Dadurch verschwindet dann auch gleich noch die Holzmaserung.


    Viel Spaß. Jay, the K.



    PS falls Du wegen der Plantscherei noch etwas wissen möchtest, melde Dich einfach.

  • Hi Matthias,


    Gleisverlauf und Bebauung gefällt mir ausgezeichnet, Vor allem hat das Stellwerk mein Interesse geweckt! Du solltest aber daran denken, daß unter der Fußbodenplatte des auskragenden Teils nicht nur das Tragwerk untergebracht werden muss, sondern, zumindest bei mechanischen Stellwerken, auch die Seilzugmechanik der Hebelbank! Da kommt schnell ein dreiviertel Meter Bauhöhe zusammen, was man auch bei den Vorbildern erkennen kann. Außerdem kommt man, statisch gesehen, so ganz ohne Stützen wohl nicht aus.

  • Hey Jay,


    Danke für den Länderpunkt ;) , und den Tip bzgl des Holzes....


    Reinhold suchst du ein Neues Betätigungsfeld, jetzt wo Jay unverschämter Weise in Richtung Fertigstellung sprinted?


    Sei mir willkommen ^^. Nur werde ich ectra-Aufträge nicht so postwendend umsetzen können wie Jay, bei vier Kids :/.


    Klar, da muss noch etwas Unterbau unter den "Brückenteil" des Stellwerks.

    Aktuell sind da 14cm von SO bis zum Boden des Brückenteils.

    Das sollte passen, da Oberleitungsbetrieb nicht vorgesehen ist.


    Und der Bahnhof ist mit elektrischen Weichen ausgestattet, aber Du hast insofern Recht, da das ja mal anders war...


    Gruß

    Matthias

  • Hi Matthias,


    ich hoffe, Du nimmst meine Äußerungen wie Jay mit Humor! Dabei versuche ich lediglich, die Kollegen auf bautechnische Fehler hinzuweisen, was nicht bei allen gut ankommt. Ich enthalte mich dann meistens der Stimme und denke mir meinen Teil, obgleich es mir in den Fingern juckt!


    Bei der Vorbildtreue von Fahrzeugen gelten irgendwie andere Kriterien, stelle ich fest ...


    Aber wenn Du kein Problem damit hast, werde ich ggf. Deine Bauwerke - positiv - kritisieren. Dazu gehört auch das Stellwerk, das, wie gesagt, im Kragarmbereich Stützen benötigt. Und Dein Hinweis auf elektrisch gestellte Weichen und Signale in Ehren, die Brückenstellwerke stammen noch aus der mechanischen Zeit, meine ich.

  • Hallo Reinhold,


    Kein Problem, ich seh das alles nicht so verbissen.

    Bezgl. Des Stellwerks sind wir ja einer Meinung.

    Der jetzige Stand ist quasi ein Basismodell, um die Größe, Wirkung und technisch notwendige Durchfahrhöhe zu ermitteln.

    Es lässt sich problemlos noch auf nen kleinen Sockel von 5-10mm stellen.


    Trotz das das Vorbild eher klein ist, ist das Stellwerk schon ein ordentlich großer Bau, besonders an der Stelle der Anlage...

    Muss man sich dran gewöhnen.


    Gruß

    Matthias

  • Hi Matthias,

    unter Deinem Stellwerk würde ich das Lichtraumprofil so knapp wie möglich bemessen, damit es nicht zu hoch wird. Wenn ich es richtig gesehen habe, steht das Vorbild für Dein


    Reiterstellwerk (3.Bild v.l.)


    in WT-Elberfeld. Optisch abgeschätzt würde es mir reichen, wenn die Höhe des Tragwerks etwa der Brüstungshöhe unter Deinen Fenstern entspricht. Die Stütze aus Profilen ist schmal und gehört auf jeden Fall nachgebildet.


    Nun bau mal schön...

    Jay, the K.

  • Hallo Jay,


    So ähnlich schätze ich das auch ab. Ich plane gerade mit 15mm.

    Ausgeführt als Stahlblechträger mit außen liegenden Verstärkungen.


    Die beiden Hauptträger sind dabei schmaler als der auskragende Stellwerksraum.

    Der Boden wird von Querträgern gestützt, die außen am Hauptträger angemietet sind....


    Schwer zu beschreiben, ich mach mal ne Skizze...


    Vielleicht wird das so klarer...


    Oder sollten die beiden Hauptträger besser direkt unter die Außenwände...macht statisch mehr Sinn....

  • Matthias, nach den Vorbildfotos, die ich kenne, sind die äußeren Längsträger direkt unter den Seitenwänden. Durch den Balkon, den ich an Deiner Stelle bauen würde, sieht es eingerückt aus. Der Balkon wird über dreieckige Konsolen gestützt.


    Wegen der Statik würde ich auf die Expertise von Reinhold vertrauen.



    Viele Grüße. Jay, the K.

  • Hi Matthias,


    ich sehe das genau so wie Jay, Längsträger mind. 1cm hoch unter den Längswänden anordnen und den umlaufenden Balkon auf Konsolen. Da der Raum zwischen den Längsträgern sicher von der Stellmechanik benutzt wurde, ist es nicht sinnvoll, die Träger enger zusammen zu schieben; es wäre auch statisch ungünstiger. Da die Unterseite in den meisten Fällen mit Blechen verkleidet war, ergibt sich optisch nur noch ein flacher Kasten; wie die Querträger innen aussehen, bleibt unsichtbar.


    Und noch etwas, die Stützen sind ja etwas eingerückt, da sie zwischen den Gleisen stehen. Da sollte auf jeden Fall ein Kreuzverband eingebaut werden!

  • Hallo Matthias,

    können Dir diese beiden Bilder von einem Reiterstellwerk helfen? Wenn ja, kann ich in der nächsten Woche noch Detailaufnahmen machen.





    Gruß Jörg

    Ich kenne keine andere Firma, bei der alles so durchdacht ist wie bei der Staatsbahn.

    Alles verläuft pünktlich auf die Minute, alles ist genau geplant, alles ist vorbereitet, ein wahres Vergnügen.

    (Egon Olsen in "Die Olsenbande stellt die Weichen")

  • Hallo Matthias,

    anderes Stellwerk, lange abgerissen, aber es zeigt die Stützen und den Metall"kasten" recht gut.

    Viel Spaß beim Planen und Bauen.





    Gruß Jörg

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    (Egon Olsen in "Die Olsenbande stellt die Weichen")

    Edited once, last by jörg: Rechtschreibung ().

  • Hallo Matthias,

    es macht keine Umstände, sonst hätte ich nicht gefragt. Wird in den nächsten zwei Wochen auf jeden Fall, je nach Wetter und Laune meines Disponenten.


    Gruß Jörg

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  • Hallo Matthias,

    um Deinen schönen Faden hier nicht abschweifen zu lassen, habe ich meine Gedanken zum Stellwerk in Halberstadt hier untergebracht: Baudenkmale der Bahn


    Für dich als Ergänzung ein paar Bilder wie von Dir gewünscht. Leider ließ sich gegen den Himmel und Sonnenschein schlecht fotografieren, aber es ist zu erkennen, der "Reiter" liegt auf zwei hochkant gestellten Doppel T Trägern, die dort wo sich der Fußboden des Stellwerks befindet mit wahrscheinlich U-Eisen zusammengehalten werden. Unten ist ein Knotenblech (auf der Länge vom Reiter zwei Knotenbleche), dieses wird durch Streben zusammengehalten.





    Die Stütze ist sicher mal teilerneuert, jetzt ist da verzinktes Doppel T Material verwendet worden, welches die Abmessungen von 200 x 200 mm hat. Ich habe auch ausgemessen die beiden Stützen stehen Mitte zu Mitte 3,75 m auseinander und das Fundament, parallel zum Gleis ist sehr lang.


    Viel Spaß beim Bauen.


    Gruß Jörg

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    Alles verläuft pünktlich auf die Minute, alles ist genau geplant, alles ist vorbereitet, ein wahres Vergnügen.

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  • Hallöchen zusammen,


    Es gibt ein kleines Update in Form eines Video - hier klicken.


    Es hat ewig lange gedauert, alle Segmente auszubauen, Servos für die Weichen drunter, schottern, Verkabelung überarbeiten....


    Aber es hat sich gelohnt, wenn es auch einen kleinen Rückschlag gab, dazu beim nächsten Mal mehr.


    Genießt das schöne Wetter


    Gruß

    Matthias

  • Für Deine Schotterorgie hast Du Dir nicht nur einen Fleißpokal verdient Matthias, sondern das sieht auch richtig gut und eisenbahnatmosphärisch aus.


    Und mal wieder ein Video Deiner Anlage zu sehen hat meinen Tag gerettet.


    Das Schottergleiswüstenproblem hatte ich auch.


    Als Gegenmittel habe ich nicht auf subtile Farbunterschiede gesetzt, sondern den Schotter deutlich unterschiedlich gemacht.


    Im Bahnhof Altenstadt ist es grau, hellbraun und dunkelbraun.


    Im Kehrbahnhof habe ich grauen Schotter und schwarze Schlacke verwendet. Zusätzlich findet sich noch verlorene Ladung, Befestigungen und Zivilisationsmüll zwischen den Gleisen. Ein, zwei Pfützen helfen ebenfalls.


    Das Stellwerk und die Straßenbrücke als Abschluss werden echte Sahnestückchen.


    Begeisterte Grüße. Jay, the K.

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