Waldbahn in Spur 0n30

  • Halo.


    der Winter naht und damit endlich die Zeit sich mit dem Bau der Anlage zu beschäftigen.

    das ist ein erster Entwurf des Gleisplanes.

    Am unteren Ende der Anlage bin ich mir noch nicht schlüssig ob es eine Wendeschleife oder ein Fiddle Yard wird.

  • Hallo!


    Eigentlich braucht eine Waldbahn weder-noch (Wendeschleife, Fiddle Yard). Aber erst eine Frage: Willst du eine US-Bahn bauen (ich frage wegen der Bezeichnung 0n30 statt 0e)?

    Die Waldbahnen, die ich kenne, transportieren vor allem Stammholz von den Schlagplätzen ins Sägewerk. Ich würde vor allem auf die Drehscheibe verzichten, da sie eigentlich keinen Zweck erfüllt (1. wurden die Loks von Waldbahnen eher nicht gedreht und 2. müsstest du dann am anderen Ende die Lok händisch oder über die viel zu viel Platz verschlingende Wendeschleife drehen). Sinnvoller wäre der Platz für das Sägewerk genutzt.

    Ich würde auch das wieder nach oben führende Gleis (auf dem linken Anlagenschenkel) weiter bis in die Ecke zu einer Holzstammverladung führen. Wenn ein ausreichender Höhenunterschied besteht, wirkt das auch nicht sonderbar (Steigungen von bis zu 11% (ja 11!) waren in den USA zu finden, 6% fast schon normal), Außerdem würde ich das nach unten führende Gleis als reines Spitzkehrengleis nutzen, und auch das nach oben führende mit einer weiteren Weiche als Spitzkehre ausbauen, so dass du einen noch größeren Höhenunterschied zu einem Holzfällerlager ganz unten bekommst.

    Warum ich einen Fiddleyard etc. für überflüssig halte? Waldbahnen waren schon aufgrund ihrer Spurweite und meist Abgeschiedenheit in sich geschlossene Systeme, die meist nur einen "Anschluss", sprich Umlademöglichkeit, zu einer Vollbahn hatten. Da fuhren keine Züge in die "weite Welt" wie bei einer Vollbahn. Oft lag das Sägewerk dann auch direkt an diesem Anschluss, und wenn nicht, dann kann dein Gleis nach unten (wo du den Fiddleyard geplant hast) einfach in einem Tunnel verschwinden und du brauchst eigentlich nur ein Gleis, auf dem du die zum Umladen fahrenden Waggons per Hand entladen kannst. Der Leerzug kann dann ruhig wieder Richtung Sägewerk von der "Zug"-lok geschoben werden (Es war sowieso eher normal, dass die Lok einen Zug eine Steigung hinauf schob und nicht zog).

    Am Sägewerk (rechter Schenkel) würde ich dann noch einen kleinen Schuppen für Lokinstandhaltung planen, sowie Unterkünfte (z.B. Bunk-Cars) für das Personal. Ein kleiner Zweirichtungstriebwagen würde das "höherwertige" Personal vom Vollbahnanschluss (wenn vorhanden) zum Sägewerk transportieren, die Waldarbeiter würden einfach auf Flachwaggons mitfahren.


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Hi schmaler,

    zum Thema Bau einer Waldbahn im 0-Maßstab hat der Videoableger des ModelRailRoader eine ganze Serie gemacht. Die Story der OLYMPIA LOGGING RAILROAD ist allerdings hinter der Bezahlschranke. Inzwischen ist die Serie bei der 3. Staffel.


    Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Moin

    Es gibt ein wirklich tolles Buch zum Thema Waldbahnen in Amiland, das mir mal von einem Clubkollegen in die Hand gedrückt wurde.

    Da war die Eisenbahn selbst fast noch der langweilige Teil des Waldbahnenthemas. Dort wurden auch Verladetechniken etc. beschrieben, wo heute jeder HSE-Manager für in den Knast gehen würde :)

    Wenn ich es richtig weiß, ist der Avatar "nullkommanull". Vielleicht liest er gerade mit und kann den Titel nennen.

  • Hallo


    danke für die Tipps.

    Ich bin ein Freund der "Gallows" Varianten von Drehscheiben. Die Drehscheibe ist schon fertig.

    An den beiden kurzen Gleisenden der Drehscheibe sollte ein kleiner Lokschuppen bzw, Unterstand oder Werkstatt entstehen.

    Die Idee mit den Spitzkehren auf den Weg zum Holzfällerlager finde ich gut.

    Ist leider auf der langen Seite schlecht zu realisieren, da unter einer Dachschräge.

    Das muss ich mir noch mal Gedanken machen.

    hier die Situation beim Bau der vorherigen Anlage

    Grüße Peter

  • Hallo Peter,


    ja, diese blöden Dachschrägen - gut gegen Schnee, aber schlecht für die Modellbahn :)

    Nur so aus Interesse: Warum hast du deine vorige Anlage abgebaut?


    Tschüß

    Utz (der jetzt an einer Alternativ-HO-On30-Anlage baut)

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Hallo Peter,

    ich persönlich finde das sehr gedrückt unter dem Schrägen ... vielleicht gäbe es die Möglichkeit, den langen Schenkel etwa 20cm vom Schrägen her abzurücken damit da etwas "Luft" zur Dachschräge ist - und um den Bereich an der Stirnseite des Hauses zu erreichen dann einen Kehrtunnel zu verwenden ( ... der ja dann bis weit unters Schräge gehen kann ) ... das verlängert dann automatisch auch die Fahrstrecke ...


    Grüße,

    Stefan

  • Hallo Utz,


    die alte Anlage war eine Schmalspuranlage in Spur H0e.

    aber da im Alter ( ich gehe auf die 70 zu ) die Augen nicht besser werden habe ich die Anlage verkauft

    und wende mich einen größen Maßstab zu. Da der Platz für eine "richtige" Spur 0 Anlage nicht ausreicht

    entstand die Idee mit der amerikanischen Waldbahn.

    Werde mich in den nächsten Tagen noch mal intensiver mit dem Gleisplan beschäftigen.


    Grüße Peter

  • Hallo Peter,


    kannst du das nicht einfach umdrehen und rechts das Sägewerk mit Drehscheibe tiefer gelegt darstellen? Dann hast du eine schöne Steigung zum Lager auf der linken Hälfte des hinteren Schenkels und kannst evt. sogar im Vordergrund die Steigung vom Sägewerk zeigen, statt sie in einem (langen) Tunnel verschwinden lassen zu müssen.


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Hallo Peter,


    der Vorschlag von Utz klingt vernünftig, kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Waldbahn einen Tunnel gebaut hat.

    Das war für eine flexible Gleisverlegung und die sehr kurze Betriebszeit (bis die Bäume weg waren) viel zu aufwändig.

    Grüße aus dem Odenwald


    Andreas :)

  • Hallo Utz,


    diese Lösung würde ich auch besser finden.

    Bin über den Tunnel nicht glücklich.

    Aber mal ein paar Bilder zu meiner räumlichen Situation.

    Vor bzw. unter dem rechten Teil befindet sich eine Treppe.

    Bin da also im der Tiefe eingeschränkt.

    Bin offen für gute Ideen

    Gruß Peter

    .

  • Hallo Peter,

    mit dem nötigen Mut - über dem Luftraum über der Treppe - da in der Ecke ... ist jede Menge "nutzbarer" Platz.


    Um das zu konkretisieren - zum entlang fahren - oder - für eine offene oder verdecke Wendel.

    Das "Volumen" ist eh da - den Kopf stößt man sich auch nicht - da ist man ja schon die Treppe runter.

    (ich hab mal nen ganzen Kleiderschrank in so einen Luftraum gebaut ).


    Viele Grüße, Stefan

  • Moin Peter,


    der Entwurf gefällt - als Anregung - wenn Du auf dem linken Schenkel ganz unten noch eine Umfahrmöglichkeit schaffst, wirkt es glaube ich noch natürlicher. Sonst müsstest Du eine (mMn) zu lange Strecke "geschoben" wieder bis zum Betriebsmittelpunkt fahren wenn Du Holz aus dem Wald ( ich tippe mal das hintere Gleis auf dem linken Schenkel führt in den "Wald" ) abholst ... Auch könntest Du an der Umfahrung noch ein kurzes Abstellgleis anfügen, auf dem z.B. Versorgungsgüter(-wagen) für ein denkbares Holzfällerlager hin rangiert werden können.

    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo Peter, hallo Stefan!

    Moin Peter,


    Sonst müsstest Du eine (mMn) zu lange Strecke "geschoben" wieder bis zum Betriebsmittelpunkt fahren wenn Du Holz aus dem Wald ( ich tippe mal das hintere Gleis auf dem linken Schenkel führt in den "Wald" ) abholst ..

    Es war bei US-Waldbahnen nicht unüblich, dass vor allem bergauf die Lok hinter dem Zug fuhr und ihn auch über längere Strecken schob. Die Geschwindigkeiten der (oft Geared-Engines wie Shay, Climax, Heisler) Lokomotiven war gering (15 - 25 km/h).

    Insgesamt gefällt mir dein neuer Plan auch gut, ich würde halt nur mehr Rangiermöglichkeiten (und damit Abwechslung) einplanen:

    Was Steigungen angeht nehme ich mal an, dass das Gleis vom Sägewerk zum Abzweig ins Einschlaggebiet mehr oder weniger eben verläuft. Die Steigung setzt dann ab Abzweig zum hinteren Gleis ein. Wenn du, Peter, jetzt das Gleis zum Fiddleyard etwas abfallend baust und nach hinten an die Schräge verlegst, könntest du mit einem weiteren Abzweig, wie auch Stefan vorgeschlagen hat, ein weiteres Holzfällerlager (am besten mit einer weiteren Steigung Richtung Fiddleyard und zwischendurch einer Flußquerung, hinter deren Brücke man die "Haupt"-Strecke wieder sehen kann) einplanen.

    Das vordere Stumpfgleis am Sägewerk (ich nehme einfach mal an, dass der Logpond vor diesem Gleis im nicht gebauten "Loch" der Treppe liegt und etwa dort auch das Sägewerk, oder alternativ der Lagerplatz für gesägtes Holz, das abtransportiert werden soll) würde ich von der anderen Seite, also direkt hinter der ersten Weiche der Umfahrung, anschließen, sonst könntest du, ohne die Drehscheibe zu nutzen, nur einzelne Wagen und keinen ganzen Zug dort hinein und hinaus fahren.

    Wenn du das hintere Gleis zum Holzeinschlag etwas nach vorne verlegst, könnte es dort eine weitere Abzweigung zu einem (nur als Staging dargestellten) zweiten/dritten Holzeinschlag geben, das Gleis würde hinter dem bisherigen Gleis verlaufen und einfach stumpf (und verdeckt) vor der Schräge enden. Selbst wenn du da nur Platz für zwei oder drei Waggons hast, wäre es eine Betriebsbereicherung und außerdem ein Grund, zwei Lokomotiven in dem Bereich einzusetzen (eine Streckenlok, die den Zug vom unteren Abzweig hier hinauf schiebt, und eine zweite, die die Waggons für den weiteren Einschlag zustellt und von dort abholt und dann an den bergab fahrenden Zug anhängt. Evtl. könntest du (angenommenerweise wegen des Gewichts des Gesamtzugs) diese Lok auch am anderen Ende des Zuges lassen und so einen Schub-verkehr (eigentlich, das es ja bergab geht, einen Bremsverkehr :)) realisieren. Das würde auch das von Stefan angesprochene Problem des über eine längere Strecke geschobenen Zuges lösen, falls du das willst.


    Tschüß und sorry für die langen Ausführungen

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Hallo Peter,


    den neuen Plan finde ich richtig gut, vor allem, da er auch die vielen Verästelungen einer typischen US-Logging Railroad wiedergibt (und trotzdem unter deine Dachschräge passt).


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

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