Ausgestaltung Enkel/Opa-Anlage "Friedrichstal"

  • Hallo,


    nach Fertigstellung der Signalbrücke und deren genaue Standortermittlung, konnte nun die Fahrleitungsmeisterei mit der weiteren Her- und Aufstellung der Fahrleitungsmasten fortfahren.

    Als erstes wurden die zwei Flachmaste mit Querjoch hergestellt. Verwendung fanden wieder zwei ältere Sommerfeldmaste, deren (bayrische) Ausleger brutal enfernt wurden, sowie verschiedene Messingprofile.


    Das typische Spannseil dieser Mastenbauform wurde an der linken Seite mittels C-Profil, zwei Drähtchen und 4 M 0,8-Muttern am Mast befestigt.


    An der rechten Seite konnte das Spannseil durch den Mast gezogen werden, so das dort nur ein C-Profil und eine M 0,8-Mutter zur Befestigung des Spannseiles erforderlich ist.


    Das Spann schloß in der Mitte entstand aus 1,5mm breitem Messingstreifen und 2 M 0,8-Muttern. Auf dem stark vergrößertem Bild sieht man wie schön schief die Muttern an den Spannseilen angelötet sind.:(


    Die Fahrdrahthalter bestehen aus Messingdraht von 0,8mm und 1mm Dicke, Glockenisolatoren und M 0,8-Muttern. Befestigt ist der Ausleger an einer N-Kuppelstange.


    Die Tragseilhalter entstanden aus 0,8mm Messingdraht, Kuppelstangenstücken (N) und Glockenisolatoren.


    Die genaue Lage aller Isolatore muß für jeden Mast entsprechend der Gleislage ermittelt werden. Dazu stelle ich den Mast ohne Isolator auf, binde einen Faden an den vorherigen Mastausleger, stelle die E69 aufs Gleis und suche so am nächsten Querjoch oder Mastausleger die genaue Position des Tragseil-Isolators. Danach kann die genaue Lage und Ausführung des Fahrdrahthalters festgelegt werden. Eine grobe Vorplanung zu den erforderlichen Maststandorten gibt es natürlich.


    Die Mastanlage aus Sicht des Lokführers bei der Einfahrt in den Bahnhof:


    Und die Sicht auf die Maste vom Bahnsteig aus.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,


    "Opa/Enkel" Anlage: das muß auch einmal gesagt/geschrieben sein "so einen Opa hätte ich mir vor 60 Jahren auch gewünscht. Bei mir ist Ende der 50er Jahre außer einem Märklin-Kreis mit Hilfe meines Bruders nichts dazu gekommen. Die Papier-Häuser entstammten den Ausschneidebogen der Deckblätter der 10 Blatt Zeichenblöcke.


    Noch viel Spaß am Generationen Projekt

    Armin.

  • Der "Lustgarten",


    Hallo,


    auch im Bereich der Hintergrundhäuser muss es mal weiter gehen. Als erstes haben wir uns jetzt den Garten der Villa vorgenommen, weil dazu gerade mal Lust bestand, also wirds ein Lustgarten.

    Das Sandsteingeländer war wieder meine Pflicht, einige der Styrodor- und Mauerwerksteile durfte Friedrich zuschneiden. Er kam mit dem Cuttermesser schon ganz gut zurecht, auch wenn einige Teile bis sie passten, mehrmals angefertigt werden mussten. Um schnell zum Erfolg zu kommen (ist bei Kindern wichtig), wurden alle Teile mit Sekundenkleber Gel verklebt. Dieser greift das Material nicht an.


    1. Schritt, Rohbau am Ort zusammen gesetzt.


    2. Schritt: Auf dem Arbeitstisch Treppen und Details eingepasst


    3. Schritt: Am Ort Probe aufgestellt, alles passt noch.:)


    Die Farbgebung erfolgt heute noch durch mich. Morgen werden wir dann die Bepflanzung vornehmen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Der "Lustgarten"


    Hallo,


    weiter ging es mit der farblichen Gestaltung. Da für den Gartenbau vom Grundstückseigentümer die Verwendung von Sandstein verlangt wurde, mussten nun alle Steine mittels Heki-7101-Sandsteinfarbe behandelt werden. Die Fugen wurden in die frische Farbe mit einem weichen Bleistift eingebracht.


    Erde aus dem Garten wurde für den Lustgarten verwendet. Die leichte Alterung erfolgte mit der Verdünnung, in welcher die Pinsel gereinigt werden.


    Für die Bepflanzung fanden H0-Pflanzen Verwendung, der blühende Strauch stammt aus China. (sie werden leider nur in Großpackungen verschickt, wer also welche haben möchte, kann welche von mir bekommen)


    Jetzt das ganze dem Grundstückseigentümer übergeben. Er veranstaltet darauf gleich ein Einweihungsfest...


    ...welches bis in die Nacht geht.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    habe mal wieder Verschönerungsversuche an meinen mißglückten Felsen (siehe Beitrag 65) gemacht. Zumindest passt jetzt das Geröll farblich zu den Felsen.




    Was mir besser liegt, sind technische Sachen. So wurden gestern und heute die zwei für die weitere Elektrifizierung erforderliche Turmmaste hergestellt.


    Zwei 2,5mm L-Profile + ein 1mm-Messingdraht ergeben eine Schmalseite des Mastes.


    Und das Ganze viermal hergestellt.


    Dann zwei der Schmalseiten mit zwei im Zickzack gebogenen 1mm Messingdrähte zusammen gelötet.


    Ein Vergleich mit einem Sommerfeldmast offenbart einen der Gründe für den Selbstbau der Turmmaste.


    Die DRG-Turmmaste waren deutlich schlanker als die heute verwendeten Turmmaste. Desweiteren hatten sie oben einen quadratischen und unten einen rechteckigen Querschnitt.

    Ein weiterer nicht zu verachtender Aspekt sind die Kosten. Ein fertiger Turmmast kostet ca. 40€, das Material für den Selbstbau ca. 20€. Üblicherweise benötigt man mehrere Maste, da machen sich dann die eingesparten Kosten schon bemerkbar.

    Und wenn man erst einmal heraus hat, wie man die Maste am besten anfertigen kann, geht der Bau dann gut von der Hand.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Thomas,


    ja, ich werde die gemauerten Ziegelbögen nachbehandeln, die stören jetzt doch ganz schön. Aber langsam wird es.


    Der erste Turmmast hat seine Ausleger bekommen. Verwendung fand C-Profil 1,5 x 3mm, welches an einem Ende mittels Flamme gebogen wurde. Die Isolatorhalter entstanden wieder aus N-Kuppelstangen. (sind übrigens welche der S10 von Minitrix) Abgespannt wurden die Ausleger mittels 0,22 mm Bronzedraht, 1,5mm x 1,5mm L-Profilen und M 0,6-Muttern.

    Wegen der Signalbrücke werden hier die Isolatore für die Tragseile unterhalb der Ausleger angebracht, damit wird ein größerer Abstand der Tragseile zur Signalbrücke erreicht.


    Hier die Details.


    Und mal aus Sicht des Lokführers. Die Signale dahinter sind gut erkennbar.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hi Roland,

    machst du unten an die Masten noch einen Sockel oder ist da unten eine Schraube dran?

    Ich hätte Angst, bei der kleinsten Berührung reißt es vom Boden ab.

  • Hallo Olli,


    an den Masten ist unten ein 1mm dickes Blech angelötet und an dieses ein M-4-Schraube, so dass die Maste später angeschraubt werden können.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,


    schiebe bei Deinen sehr guten Masten (!) unter das Messingblech noch einen Sockel (z.B. aus 4 mm PVC). Dieser Sockel ist beim Vorbild immer vorhanden, denn sonst würden die Maste hier schnell durchrosten und nicht die vorgesehene Standzeit erreichen.


    Gruß Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    wo Du Recht hast, hast Du recht. Die Turmmaste der alten preußischen Fahrleitung waren auf Fundamente aufgeschraubt, während die Streckenmaste in gegrabene Löcher einbetoniert wurden.

    Bei meinen Turmmasten besteht jedoch folgender Sonderfall:

    Sie wurden 1923 auf dem damals sehr niedrigen geschütteten Bahnsteig aufgestellt, natürlich auf Fundamente geschraubt. Mit der Einführung des Triebwagenbetriebes und der Ankündigung, künftig auch die modernen ET31 einzusetzen, wurden die Bahnsteige erhöht. Damit wurden die vorhandenen Fundamente überbaut. Und damit die Maste nicht wegrosten, erhalten sie im Sockelbereich einen dicken Teeranstrich.;)


    Im "Lustgarten" hat der Gärtner seine Arbeiten fortgesetzt. Verwendet hat er eine noch aus früheren Zeiten vorhandene Grasmatte und Erde.


    Auch im angrenzenden Bereich ist die Landschaft weiter gewachsen.


    Die Fahrleitungsmeisterei hat einen weiteren Mast errichtet und alle Masten mit Isolatore und Fahrdrahthalter ausgerüstet. Lackiert wurden sie auch.




    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    diesmal wachsen Pflanzen ohne Zutun eines Gärtners, nämlich die außerhalb von Grundstücken. Ein richtiger vorschriftsmäßiger Brandschutzstreifen ist es nicht, die Mitarbeiter der Riesengebirgsbahn, welche für die Vegetation zuständig sind, nehmen es nicht so genau wie ihre Kollegen bei der DRG. Und so kann etwas mehr "Grün" sprießen.:)



    Verwendung fanden hierfür veschiedene Grünzeugpulver von Woodland, Grasfasern von Heki und Noch sowie das kürzlich von mir entdeckte Strukturgras von Heki.


    Im ebay habe ich dann noch diese Produkte gefunden:


    Für einige der Sträucher wurde das polnische Produkt von MBR verwendet,..


    ... und weitere Sträucher entstanden aus Meerschaum und Blätter von Noch.


    Und das ist das vorläufige Ergebnis:


    Der große Baum ist von einem polnischen Kleinserienproduzent, welche immer wieder seine Bäume bei ebay anbietet. Mir gefallen sie sehr gut und preislich sind sie kaum zu unterbieten. (sind eigentlich H0-Bäume)


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Der Mauerbau (da haben wir ja Erfahrung)


    Hallo,


    am "Lustgarten" der Schönen und Reichen fehlt ja noch die Abgrenzung zum Nachbargrundstück. Diese kann natürlich nicht durch einen profanen Zaun erfolgen, da könnten die Nachbarn ja sehen, was so bei den Wohlhabenden vor sich geht, also muss eine standesgemäße Sandsteinmauer errichtet werden.


    Als erstes wird ein Stück Karton passend zugeschnitten.



    Für die Mauersteine werden wieder geschäumte Mauerwerksplatten verwendet. Als erstes wird der Bogen über dem Durchgang aus einzelnen Steinen hergestellt.



    Dann wird die restliche Mauer aufgeklebt.



    Die Abdeckplatten werden aus 2mm dickem Forex geschnitten und aufgeklebt.



    Danach konnte die Mauer mit Sandsteinfarbe bemalt werden. Die Fugen wurden wieder mit einem weichen Bleistift hervor gehoben.



    Für die Tür wird das Stück Karton verwendet, welches am Anfang aus dem Karton ausgeschnitten wurde. Darauf wird aus Furnierstreifen die Tür geklebt. Die Türbänder sind von Wenz, das Kastenschloß ist ein Stück Polystyrol und die Türklinke ein Stück Draht.



    Dann die Tür in die Mauer eingeklebt....


    ...und an Ort und Stelle eingebaut.


    (die Erdhaufen an den Dalien müssen nachbehandelt werden, sehen Sch... aus)


    Und nun mal das ganze Grundstück.



    Aber auch außerhalb der Grundstücke hat sich was getan, die Vegetation hat sich ganz schön breit gemacht.



    Mit freundlichen Grüßen

    Roland



  • Moin Roland


    Auch wenn die Statik des Torbogens mir äußerst zweifelhaft erscheint (die Ecksteine zwischen Mauer und Bogen dürften schnell nach außen weggedrückt werden...) , wirkt sie im Ganzen doch schon schön.


    Gruß Ralph

    Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

  • Hallo Ralph,


    ich habe da gar keine Bedenken. Bei mir in der Nähe steht das Original, welches ich einfach kopiert habe. Und das steht schon über 100 Jahre.:)


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

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