Ausgestaltung Enkel/Opa-Anlage "Friedrichstal"

  • Hallo,


    parallel zum Gleisbau muss die Ausgestaltung der Anlage im hinteren Bereich erfolgen, da meine Arme nur ein begrenzte Länge haben. Angefangen wird mit dem Bereich hinter dem regelspurigem Gleisbogen. Dort soll die "Oberstadt" von Friedrichstal dargestellt werden. Und wie es an Bahnstrecken meist der Fall ist, werden die Fahrgäste in die Hinterhöfe schauen können. Das hat für den Erbauer den Vorteil, dass die Gebäude relativ schlicht gestaltet werden können, da die meist stark strukturierte Seite der Gebäude zur Straße ausgerichtet ist. Es werden erst einmal diverse Rohbauten aus Forex angefertigt, und wenn dann alles stimmig ist, erfolgt deren Detaillierung.

    Bereits vorhanden sind die beiden Halbreliefgebäude aus dem SNM-Magazin. Dazwischen wurde jetzt ein Eckgebäude platziert, welches eine Durchfahrt in den Hinterhof erhält.

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    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    jetzt sind noch zwei weitere Wohngebäude im Rohbau entstenden.

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    Jetzt müssen die Grundstücksgrenzen festgelegt werden. Für die beiden nicht unterkellerten Gebäude müssen noch Kohleschuppen gebaut werden. Weiterhin müssen Aschegruben in jedem Grundstück gebaut werden, denn irgend wohin müssen die Bewohner ja den Kohleabbrand hinschaffen. Die heute verwendeten Mülltonnen waren in den 30er Jahren noch nicht üblich.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    es soll ja der Hinterhofflair entstehen, also muß da auch eine Bebauung vorhanden sein. Das Bauland ist teuer und muss ausgenutzt werden.;)


    Ein kleines Werkstattgebäude ist dazu gekommen. An dessen Rückseite wurden die Kohleschuppen für das hohe nicht unterkellerte Gebäude angebaut.


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    Die Flurstücksgrenzen sind vom Vermessungsamt auch bereits festgelegt. Kann also demnächst mit dem Mauerbau begonnen werden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    damit die Reihenfolge der Beiträge hier stimmt, wird erst einmal der verloren gegangene Beitrag wieder hergestellt.


    Das erste Gebäude wurde jetzt detailliert, wobei vorrangig die sichtbaren Seiten bearbeitet wurden.

    Für die Mieter des hohen Hauses mussten Kohlenschuppen errichtet werden, denn irgendwo müssen die Mieter ja ihre Kohlen lagern, wenn das Haus keinen Keller hat.

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    Die Holzschalung entstand wieder aus 3mm breiten Furnierstreifen, die Türbänder aus Klebefolie und Polystyrolrestern sowie die Vorhängeschlösser aus Draht und Polystyrolrestern. Damit ist das Brennmaterial vor dem Kohleklau gesichert.


    Das daran anschließende Hinterhaus berherbergt einen Kleinbetrieb, dessen Produktion noch nicht feststeht.

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    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    es ging weiter, mit der Wohnraumbeschaffung im Bahnhofsviertel.


    Die Fenster und Türen für die Hintergrundgebäude werden vereinfacht ohne Schlagleisten und Wetterschenkel aus Selbstklebefolie mittels Skalpell geschnitten. (ist einfach und kostenlos, wenn man sich dazu Abfälle aus einem Werbestudio holt)

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    Diese Fenster werden dann auf ein vorher passen zugeschnittenes Stück Polystyrol (Pralinenschachtel) an den zuvor angezeichneten Stellen aufgeklebt. Ganz ohne Kleber und diversen Kleberflecken:) . Danach das Ganze ins Gebäude einkleben.

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    Beim vorher "verfensterten" Gebäude sieht das Ganze dann so aus:

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    Maßlich von der Materialdicke der Folie her gesehen, sind Foliefenster fast maßstäblich. Beim Holzfenster ist der Kittfalz 12mm tief. Das Glas ist ca. 3mm dick, bleiben noch 9mm. 9mm durch 45 ist gleich 0,2mm. Passt die Folie doch ganz gut für Holzfenster. Und der weitere Vorteil, man kann sich induviduelle Fenster anfertigen, siehe die Treppenhausfenster.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    nun wurde das Eckhaus weiter komplettiert. In diesem Haus haben die Mieter sogar im Keller ein Waschhaus. Und das Typische von Eckhäusern ist auch vorhanden, das Ecktürmchen.

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    Der Hausbesitzer ist nun noch am überlegen, ob er nicht auch noch das Dachgeschoß ausbaut. Dann müssten noch Gauben ins Dach eingebaut werden. Mal sehen, was die Aufbaubank dazu sagt, ob da eine Kapitalerhöhung möglich ist. ;)


    Zumindest kommt schon mal das Hinterhofmilieu ganz gut rüber.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,


    auch wenn das noch vieeeel zu sauber ist 😉 - ich finde die Zusammenstellung schön gewählt.
    Vor allem der angebaute Eingang und der Zugang zum Keller verstärken diesen Charakter!


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo,


    Stefan, natürlich werden die Höfe noch gestaltet. Da müssen Aschgruben, Teppischklopfstangen und Wäschepfähle aufgestellt werden. Und die Kellertreppe benötigt noch ein Geländer. Aber erst einmal müssen die Häuser fertig gemacht werden.


    Das Problem mit dem Turm


    Mit meinem Enkel Friedrich hatte ich aus fehlerhaften Teilen eines Kleinserienherstellers einen Turm zusammen gebaut. Friedrich bestand nun darauf, diesen Turm als Grundlage für eine Burg zu verwenden. Aber für eine Burg ist die Anlage zu klein. Das musste ich ihm ausreden, aber versprechen, dass der Turm Verwendung findet.

    Ursprünglich war diese Haus geplant und schon im Rohbau erstellt:

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    An dieses Haus sollte nun der Turm angebaut werden. Damit war nun das Bauamt (ich) nicht einverstanden. Wir sind dann nach Großenhain gefahren und ich habe ihm das ehemalige Empfangsgebäude des Berliner Bahnhofs gezeigt. Mit solch einem Gebäude konnte er sich anfreunden. Also entstand nun ein ähnliches Gebäude unter Verwendung seines Turmes, welcher noch aufgestockt wurde.

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    Am Freitag kommt Friedrich zur Rohbauabnahme, mal sehen, ob das Gebäude jetzt überzeugen kann.;)


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Zweckentfremdung Bohlenweg von Luetke


    Hallo,


    bei ebay hatte ich einen Posten Ausschussteile von Modellbau Luetke erworben. In diesem Konvolut befanden sich unter anderem die bereits zum Turm verbauten Teile, sowie eine größere Anzahl Bohlenwege.


    Hinter dem oberen Bahnhof "Frierichstal" muss ein Abschluss hergestellt werden. Dafür wurde eine Mauer errichtet, auf welcher noch ein Zaun aufzustellen war. Mir fielen da die gefräßten Bohlenwege in die Hände. Kurzerhand wurden diese zu Zaunsfelder umfunktioniert.

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    Die Löcher in einzelnen Latten sieht man schon aus einer Entferbung von 30cm kaum, auf der Anlage befindet sich der Zaun 1,25m von der Vorderkante.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Müllentsorgung


    Hallo,


    bei der Gestaltung der Hinterhöfe muß ich mir natürlich auch Gedanken machen, wie war das mit der Müllentsorgung.

    In meiner Kindheit war das so:

    Für die Asche gab es eine Aschegrube, ein gemauertes flaches Bauwerk mit einer Blechabdeckung, welche zwei Klappen zum öffnen hatte. Manchmal qualmte es mächtig daraus, wenn wieder mal ein Mieter glühende Asche und Papier hinein geworfen hatte. Im Frühjahr kam dann ein Lkw, die Blechabdeckung wurde abgenommen und die Asche heraus geschaufelt. Der Hausbesitzer stand mit dem Gewehr daneben und schoß auftauchende Ratten, welche sich dort gelegentlich einnisteten, ab. Für uns Kinder ein Heidenspektakel.

    Lebensmittelreste bekamen die Hühner des Hausbesitzers. In den Nachbargrundstücken standen Holzbottische, wo die Lebensmittelabfälle hinein kamen. Einmal in der Woche kam ein Bauer mit dem Pferdewagen und holte das Zeug ab.

    Für defekte Haushaltsgegenstände gab es die "Scherbelkiste", ein ca. 1,50m hoher oben offener Holzverschlag, wo das Zeug eingeworfen wurde. Für uns Kinder immer sehr interessant.

    Flaschen, Gläser, Zeitungen und Pappkartons wurden von uns Kindern gesammelt und zu Altstoffannahmestellen gebracht. Damit konnte man sich sein Taschengeld gut aufbessern. (von dem Geld habe ich meist H0-Modellautos gekauft)

    Anfang der 70er Jahre wurde dieses System dann aufgegeben. Es wurden von der Stadt bzw. dem örtlichen Müllentsorger, runde Blechmülltonnen aufgestellt. Dort wurde dann alles reingeschmissen, was kein Geld brachte. Ausgeglühte Mülltonnen waren dann öfters zu sehen.

    Und nach der Wende 1989: Die Altstoffannahmestellen machten dicht, dann kamen auch noch die Gläser, Flaschen und das Papier mit in die Tonnen.


    Heute sind wir mit der Mülltrennung wieder auf dem Stand meiner Kindheit, nur dass man für leere Gläser und Flaschen nichts mehr bekommt und die Tonnen aus Kunststoff sind.


    Ich schreibe nun aus dem Erleben eines Dresdners, wie es in anderen Städten gehandhabt wurde, dass könnt ihr ja hier mal zum Besten geben.


    Mal sehen, was ich davon für die Gestaltung meiner Hinterhöfen verwenden kann.


    Mit neugierigen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,

    bei uns (Rheinland) gab es für Reihenhäuser (ich wohnte in einem) ab unserem Einzug (1961) eine kleine Blechmülltonne, da kam einfach alles rein, wohl auch die Asche unseres Koksofens. Die Tonne musste (von meinem Vater) wöchentlich an den Straßenrand (entlang der anderen Häuser der Reihe) geschleppt werden.

    Ein heutiger "moderner" Haushalt würde trotz Mülltrennung wohl inzwischen drei bis vier solcher kleiner Tonnen brauchen.

    Irgendwann ein paar Jahre später, vielleicht in den 70gern, wurden die kleinen durch größere runde Plastiktonnen abgelöst und wieder ein paar Jahre später durch noch größere rechteckige Tonnen (120 l) mit Rädern.


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Ich wohne in einem "Einfamilien"haus auf dem Dorf, in dem ich auch geboren wurde.


    Da gab es früher einen Stall, im dem ein Schwein gehalten wurde, und damit waren die Bioabfälle schon mal entsorgt. Da kann ich mich aber nicht mehr dran erinnern, das muss bis Anfang der 60er Jahre gewesen sein.


    So ca. Mitte der 60er Jahre bekamen wir dann eine Blechmülltonne rund mit Klappdeckel, in der Asche und restlicher Abfall entsorgt wurde.

    Das war damals noch ein privater Abfallentsorger und wurde erst Jahre später durch die kommunale Abfallentsorgung ersetzt, die dann auch später auf die Kunststofftonnen umgestellt hat.


    Abwasserentsorgung lief über eine 3-Kammer-Klärgrube, wo die Flüssigkeiten dann in einen relativ kleinen Kanal abgeleitet wurden.

    Die gesammelten Feststoffe mussten so im Schnitt ein mal pro Jahr mit einem Saugwagen des gleichen Abfallentsorgers abgefahren werden.

    Die "richtige" Kanalisation mit Entfernung der 3-Kammer-Grube erfolgte Ende der 80er / Anfang der 90er Jahre.

  • Hallo,


    die Gleisbauer waren da und haben die Einfahrt zum Bahnhof "Friedrichsthal Ob. Bhf" eingeschottert. Parallel dazu wurden die angrenzenden Wohngrundstücke eingezäunt.


    Die "Arbeiterwohnquartiere" erhielten einfache Holzzäune,...


    ...und die Unternehmervilla standesgemäß eine Sandsteineinfassung.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hi Roland,

    die Häuser und Hinterhöfe oberhalb der Bahnhofseinfahrt sind Dir großartig gelungen. Ich bin auf den weiteren Fortschritt gespannt. Da ich auf meiner Anlage eine ähnliche „Rückansicht“ geplant habe, verfolge ich natürlich Deine Berichte mit besonderer Aufmerksamkeit.


    Gratulation und Grüße. Jay, the K.


    PS die Drahtzugleitung mit dem Spannwerk ist auch erste Sahne...

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Hallo,


    das aufwendigste Gebäude, die Unternehmervilla, ist jetzt im Rohbau mit Fenstern auch fertig gestellt.


    Bei den oberen Fenstern hatte der Kleber noch nicht abgebunden und sie waren nach unten gerutscht, ist mitlerweilen korrigiert.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,


    das ist ja ein Hammer!!!! Allererste Sahne :):)


    Das hebt bei mir gleich sofort meine Stimmung, wenn ich sowas sehe.

    Jetzt müßte noch vor der Villa eine Einachser Pferdegespann stehen:D


    Ich bin ja jetzt sowas von neugierig, wie es weiter geht.


    LG Robby

  • Gebäudedetaillierung


    Neben der Tür muß eine Lampe angebracht werden. Und da die meisten Modelllampenhersteller anscheinend ihre Lampen nach Fotos herstellen statt diese auszumessen, kann man dafür gut den Kandelaber einer N-Gaslaterne verwenden. In 0 ist sie dann maßstäblich.;)


    Der Turm soll ein Blechdach erhalten. Die Bleche werden mittels Falzungen zusammen gefügt. Die im Gefälle liegenden Falze sind stehend, die quer liegenden Falze liegend. Ich habe die Falze aus Polystyrolstreifen 1mm x 0,3mm hergestellt.


    Die Turmspitze erhält wieder eine Verzierung aus einer Stecknadel und einer Perle.

    Um das Blechdach herum wurde noch die Dachrinne montiert. Deren Entwässerung erfolgt durch im Inneren des Turmes vorhandene Fallrohre.


    Gardinen wurden auch aufgehängt. Damit diese nicht unmittelbar an der Verglasung "kleben", wurden diese an zuvor über den Fenstern angeklebte Forexstreifen angebracht. Das Treppenhaus im Turm und ein Zimmer erhielten Beleuchtung mittels SMD.


    Noch ein Blick vom Zug aus auf die Villa.


    Das Dach des Gebäudes wird eine Schieferdeckung bekommen, diese Schiefer liegen aber noch beim Lieferanten, da sie noch nicht bestellt sind.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

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