Fusion360 ändert die Bedingungen für Privatnutzer

  • Geht's noch??? "Richtige" Produkte (also etwas, das man anfassen kann) haben auch Entwicklungskosten (sehr oft auch Kosten für die Entwicklung von Software), dazu aber auch noch hohe Herstellungskosten. Bei Software fallen die Herstellungskosten nahezu vollständig aus. Je nach Vertriebsweg sind sie tatsächlich sogar überhaupt nicht vorhanden.

    Hallo Claus,


    wenn das deine Ansicht über Software ist, dann kann ich dich belehren soviel ich will. Es wird zu keinem Ergebnis führen. Im Prinzip akzeptierst du das Handwerk Software-Entwicklung nicht! Schade, aber ich muss und werde es hinnehmen.


    Hinsichtlich den Herstellungskosten von Software, habe ich mehr als genug geschrieben. Es sind rund 500 Euro pro Tag, pro Mitarbeiter. Ob du das nachvollziehen kannst, darauf habe ich keinen Einfluß. Es sind und bleiben 500 Euro pro Tag, pro Mitarbeiter, in einem Unternehmen, das in der DACH Region ansässig ist. Ob du es akzeptieren willst, ist einzig und allein deine Entscheidung. Ich kann nur echte Zahlen aufführen.


    Gruß

    Djordje

  • Ich habe nie bezweifelt, das Software Entwicklung Geld kostet. Nur widerspreche ich entschieden der These, das man das nur mit Abo Abzocker Modellen finanzieren kann...

    Der Software Branche geht es im Vergleich mit der übrigen Wirtschaft finanziell sehr gut, eigentlich viel zu gut. Deswegen ist es meiner Ansicht nach hochgradig verwerflich solche unlauteren Abzocker- Methoden anzuwenden... Und gerade Firmen, die solche Methoden anwenden, haben sowieso bevorzugt alles in Billigstlohn- Länder outgesourced, was überhaupt nur geht.


    Das Totschlag- Argument mit den einheimischen Arbeitsplätzen zieht hier wirklich nicht. Speziell da Autodesk eine US Firma ist, die sich nicht an die EU Spielregeln halten muss (und vermutlich auch nicht halten wird). Was man von dem menschenverachtenden Brutal- Kapitalismus in den USA zu halten hat, muss ja jeder für sich selbst bewerten. Ich mag China nicht wirklich (politisch betrachtet), aber die USA im Jahr 2020 ist keinen Deut besser, vermutlich sogar noch schlimmer...


    Wie gesagt, würdest du eine Spur 0 Lok oder einen Spur 0 Wagen "Abonnieren"? Falls du dann mal einen Monat etwas knapp bei Kasse bist und die Miete für die Lok nicht bezahlen kannst, steht dann der Gerichtsvollzieher bei dir vor der Tür und holt die Lok wieder ab... Völlig absurd, oder??? Aber bei Software ist das Gang und Gäbe und ufert immer mehr aus.


    Genau so wenig wie eine Spur 0 Lok würde ich jemals Software mieten. Ich miete mal ein teures Elektro- Werkzeug übers Wochenende oder im Urlaub für 14 Tage ein Auto. Also nur kurzfristig benötigte Produkte. Da ist Mieten eine gute Sache.

    Und leider ist meine Wohnung gemietet, weil mir dafür einfach das notwendige Kapital fehlt. Im Gegensatz zu einer bestimmten Software (oder auch Lok) muss ich aber zwingend eine Wohnung haben. So muss ich es widerwillig und schweren Herzens akzeptieren, das die Hälfte meine Einkommens jeden Monat auf nimmer wiedersehen bei meinem Vermieter verschwindet und ich damit seine 5 Urlaube pro Jahr finanziere... Ich würde wirklich viel lieber, wenn es denn tatsächlich sein muss, jeden Monat die Hälfte meines Einkommens für Wohn- Eigentum ausgeben, doch das ist für mich leider unmöglich.

  • Kleine Randbemerkung:


    Deutsche Unternehemen, von klein bis groß, suchen händeringend Software-Entwickler. Und das seit Jahren! Der Markt ist komplett vergriffen. Die Mittelständler haben nahezu keine Chance mehr gute Mitarbeiter zu gewinnen, weil die Großen bereit sind jeden Preis zu zahlen! Soviel noch als kleine Randbemerkung zu produzierenden Unternehmen in Deutschland. Also für den Laien ausgedrückt, die Firmen die etwas zum Anfassen produzieren.


    Gruß
    Djordje

  • Der Software Branche geht es im Vergleich mit der übrigen Wirtschaft finanziell sehr gut, eigentlich viel zu gut. Deswegen ist es meiner Ansicht nach hochgradig verwerflich solche unlauteren Abzocker- Methoden anzuwenden... Und gerade Firmen, die solche Methoden anwenden, haben sowieso bevorzugt alles in Billigstlohn- Länder outgesourced, was überhaupt nur geht.

    Das ist absoluter Dummfug! Hardware kann inzwischen jeder, sogar besser als wir ! Jetzt erkläre mir mal, wie man sich gegen die Billiglohn Länder noch behaupten kann? Batterien können andere besser als wir, Handys können andere besser als wir, Fernseher können andere besser als wir, Laptops & Computer können andere bessere als wir, Elektro-Autos können andere als besser wir, selbst unsere beschissenen und scheiß teuren Spur 0 Loks und Wagen und Gleise werden im Ausland produziert, weil sie es offensichtlich besser und leider auch günstiger als wir können. Und das alles weil es der König Kunde so will.


    Mein lieber Claus, für mich ist heute Feierabend, denn ich muss mich morgen wieder um allerhand Deutsche Software-Entwickler kümmern. Alle wollen pünktlich zum Ersten ihr Geld und sie sind nicht scharf auf solche Leute wie dich.


    In diesem Sinne..,,


    Gruß

    Djordje

  • Vielleicht sollte man noch mal erwähnen, das Fusion360 für Privatanwender nach wie vor kostenlos ist, es sich dabei um ein überraschend leistungsfähiges parametrisches CAD System handelt (Klaus, da du von ungenauen klicken mit der Maus sprichst, weisst du nicht was das ist).


    Und selbst in der bösen Aboversion kostet es nur einen Bruchteil von Wettbewerber Produkten wie Catia oder Creo... .


    @Djordje, nicht aufregen, durch den Aluhut kommt man nicht durch... :-).

  • weil sie es offensichtlich besser und leider auch günstiger als wir können. Und das alles weil es der König Kunde so will.

    Sorry, aber das ist Unsinn... Wenn die "Anderen" es besser und billiger können als "Wir", dann sind weder die "Anderen" noch die Kunden Schuld, sondern "Wir" haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht. Wenn "Wir" teurer sind als die "Anderen", dann müssen "Wir" nämlich zwingend besser sein als "Sie". Sonst stimmt da etwas ganz und gar nicht. Oder wir müssen den Welthandel wieder abschaffen. Das würde zwar einige Vorteile aber doch auch ein paar "klitzekleine" Nachteile mit sich bringen. Speziell wo "Wir" doch (fast) Export- Weltmeister sind.

    Deutsche Unternehemen, von klein bis groß, suchen händeringend Software-Entwickler. Und das seit Jahren! Der Markt ist komplett vergriffen.

    Sag ich ja, die Software Branche hat fast schon zu viele Aufträge. Das es nicht genug Nachwuchs gibt, liegt an der völlig verkommenen Bildung in Deutschland. Jahrzehntelang wurde das Bildungssystem zu Tode gespart, was sich natürlich rächt. Trotzdem finden junge Menschen kaum Arbeit, weil sich niemand die Mühe machen will, ihnen das, was man an der Uni oder in der Schule nicht lernen kann, anständig zu erklären und beizubringen. Solche Leute sind dann ja kein "gutes" Personal, weil das wüsste ja schon alles. Nur, woher soll das "gute" Personal kommen, wenn man keine Möglichkeit hat "gut" zu werden?

  • Moin moin,

    Abo-Modelle sind in erster Linie für Kunden gedacht, die die gemietete Software für die Realisierung und den Verkauft ihrer eigenen Produkte brauchen. Dafür sind monatliche all-inclusive Kosten viel praktischer als einmalige Investitionen und schwer kalkulierbare Wartungs- und Upgrade-Kosten. Und wenn sie die Software nicht mehr brauchen bzw. einen anderen Anbieter besser finden, easy going.

    Für uns Private sieht das ganz anders aus. Ich bin z. B. für Foto/Video-Anwendungen bei Adobe und damit auch zufrieden, aber deren Abo-Modell ist mir für meine bescheidenen Ansprüche einfach zu teuer. Ergo habe ich die letzten Kaufversionen im Einsatz und hoffe damit noch ein paar Jahre über die Runden zu kommen. Für meine Finanz-Software habe ich seit gefühlten 100 Jahren alle 2 Jahre Upgrades für ca. 50 EUR gekauft. Da bin ich statt den letzten Update zu kaufen auf das alternativ angebotene Abo-Modell umgestiegen und zahle jetzt jeden Monat 2,99 EUR inkl. allem. Passt.

    Die Welt ist bunt.

    Viele Grüße,

    Johann

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!