Spannwerk aus Bausatz von LaserSachen

  • Hallo,


    Robby und ich, wir haben uns Lasercut-Bausätze für Signal- und Weichenspannwerke von LaserSachen gekauft. Da in jedem Bausatz je 9 Spannwerke enthalten sind, reichten für uns je ein Bausatz. Eine Bauanleitung dazu gibt es nicht lediglich eine Darstellung, wie die Teile zusammen zu fügen sind.

    Als Hilfs- und Zusatzmittel benötigt man kurze Drahtstückchen und Stecknadeln. Zum Kleben habe ich beim ersten Versuch Universalkleber, dann beim nächsten Bau dünnflüssigen und dickflüssigen Sekundenkleber verwendet (ging viel besser).


    Der Bausatz besteht aus einem dünnen und einem dicken Kartonbogen.

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    Anfangen sollte man mit dem unteren Rollenhalter. Dieser wird entsprechend der Vorlage durch das dünne Teil geschoben und verklebt. Allerdings sind die Aussparungen in diesem dünnen Teil zu klein und müssen mit dem Skalpell nachgearbeitet werden.

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    Mittels eines Drähtchens oder einer Stecknadel können jetzt zwei Rollen eingesetzt werden.

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    Jetzt kann das Teil mit den senkrechten Stützen verklebt werden.

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    Aus dem dünnen Bogen können jetzt die noch fehlenden 3 Teile angeklebt werden.

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    Das Ganze dann auf das Untergestell kleben. Da ich mit Sekundenklebergel arbeite, habe ich ein Stück Papier untergelegt, um das Ganze nicht mit der Unterlage zu verkleben.

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    Jetzt können die hinteren schrägen Stützen angeklebt werden.

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    Für die oberen Rollenhalter mit den Gewichten werden Teile aus dem dünnen und dem dicken Bogen benötigt. Zuerst wird eines der dünnen Teile mit dem Gewicht verklebt, wobei ein eingesteckter Draht sichert, dass die vorhandenen Bohrungen stimmig sind. Aufpassen, dass der Draht nicht mit verklebt wird.

    us8lc6ca.jpg

    Dann kann das zweite Teil in gleicher Weise aufgeklebt werden.

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    Jetzt kann die Rolle in das erste Gewicht eingesetzt werden. Dafür fand eine Stecknadel Verwendung.

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    Nun wird in das zweite Loch eine Stecknadel eingesteckt und das zweite Gewicht mit einer weiteren Rolle auf die Stecknadeln aufgefädelt. Die Stecknadel an den Rollen wird mit dünnflüssigem Sekundenklebr gesichert.

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    Die zweite Stecknadel heraus ziehen, die Gewichte in die senkrechten Stützen einlegen und mit der Stecknadel befestigen. Dann noch die zwei gebogenen Teile entsprechend der beiliegenden Skizze einkleben und die Stecknadel an den Stützen mit flüssigem Sekundenkleber verkleben.

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    Jetzt kann noch das letzte Teil entsprechend der Skizze eingeklebt werden.

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    Das ganze Spannwerk nun noch mit dünnflüssigem Sekundenkleber einpinseln, um es etwas stabiler zu machen. Über die Farbgebung habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, Tante Google wird mir da sicher paar Tipps geben.


    Fazit: Für wenig Geld und mit guten Nerven erhält man relativ gut aussehende Spannwerke. Bezogen haben wir die Bausätze im 0Scale Hobbyshop. 9 Signalspannwerke kosten 32€, 9 Weichenspannwerke 18,50€.


    Viel Spass beim Basteln wünscht euch

    Roland

  • Hallo miteinander,


    Danke für den sehr ausführlichen und guten Baubericht. Da wird es ja für mich absolut keine Schwierigkeiten bekommen. Die Spannwerke baue ich mit links zusammen.??

    Mit der Farbgebung habe ich mir auch noch keine Gedanken gemacht. Für das Gestell wollte ich Eisengrau nehmen und für die Gewichte evtl. schwarz, besser ein sehr dunkles grau.

    Im Orginal habe ich auch schon die Gestelle in grün gesehen.

    Die Epoche II ist auch oft schwierig, da es oft keine Unterlagen und Bilder gab, wo man die Farbgebung sehen könnte.

    Roland, Du hast doch tolle Literatur aus den 20 ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Vielleicht findest du was in deiner Bibliothek.


    Ich freue mich schon auf die Bastelei.


    Viele Grüße Robby

  • Hallo,


    es werden natürlich auch noch Weichenspannwerke benötigt, welche ebenfalls von LaserSachen angeboten werden. Eine Baubeschreibung ist nicht vorhanden, Infos muss man sich selbst beschaffen.

    Beim Zusammenbau bin ich hier genauso wie bei den Signalspannwerken vorgegangen. Daher gibt es nur Kommentare zu den Bildern, wenn etwas anderes gemacht werden muss.

    Bei dem nächsten Teil mussten widerum die Aussparungen vergrößert werden.









    Nach der Montage fiel mir auf, das kann nicht stimmen. In der Literatur nachgesehen und umgerechnet: Der Abstand Drehpunkt zu Rollenlager darf nur 10mm betragen. Vermutlich wurden die falschen Teile dem Bausatz bei gelegt. Also das ganze zwischen dem Drehpunkt und dem Rollenlager gekürzt und in richtigen Länge überlappend wieder zusammen geklebt.




    Diese Weichenspannwerke sind die "Alte Ausführung", es gibt auch noch modernere.

    Pro Spannwerk muss man eine Bauzeit von ca. einer Stunde einplanen, wenn man als Kleber Sekundenkleber Gel benutzt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • der-neue Danke für deine Info. Wollte jetzt irgendwie keinen Daumen nach oben geben, da die Nachricht ja nicht wirklich toll ist.

    Robby Danke für den Link. Den 0-Scale Hobbyshop hatte ich schon besucht. Jedoch macht dieser ja nur den Vertrieb dieser LaserSachen Produkte. Darum wollte ich mal beim Hersteller selber schauen, was es dort für Produkte gibt.

  • Hallo Leute


    Lasersachen hatte alles rund ums BW im Angebot, Kräne, Wiegebunker Große Schlackegrube und noch einiges mehr.


    Habe dort alles für mein zukünftiges BW bekommen können. War ein sehr netter Mensch, schade. Er hatte sogar eine


    große Drehscheibe in Planung.........


    Grüßle


    Uwe

  • Hallo,


    Es wäre ja begrüßendswert, wenn Hersteller von gelaserten Artiktikeln einiges von Lasersachen ins ihr Programm auf nehmen würden.

    Ich denke da an Jürgen ( Jaffa) oder auch Fam. Zapf. Sicherlich gibts noch einige Mehr , die Dinge lasern.


    Viele Grüße Robby

  • Moin zusammen,


    nunja, die Frage ist ja dann, wo sind die Dateien, kommt man über die angehörigen da noch ran oder wurde der Rechner einmal "platt" gemacht und alles ins Nirvana geschickt? Auf jeden Fall eine traurige Nachricht.


    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

    § 13

    Vorfahrt

    [...]

    (6) Straßenbahnen ist in jedem Falle die Vorfahrt zu gewähren. Die Vorfahrt der Straßenbahnen untereinander regelt sich nach den Absätzen 1 bis 5.


    (DDR-)Verordnung über das Verhalten im Straßenverkehr (Straßenverkehrs-Ordnung – StVO –)
    vom 26. Mai 1977

  • Hallo allerseits

    Hans Hopp (LaserSachen) hat mir seine Firma mit allen Unterlagen und dem Laser angeboten. Da ich lange mit ihm zusammen gearbeitet habe (und privat befreundet war), kannte ich seine Produkte und Arbeitsweise ziemlich gut. Trotzdem habe ich mich schlussendlich gegen den Kauf entschieden und ihm andere Kollegen als potenzielle Interessenten empfohlen. Ob es ihm vor seinem Tod gelungen ist, seine Firma in neue Hände zu übergeben, habe ich leider nicht mehr erfahren. Auch nicht, durch wen und in welcher Art sein Atelier geräumt wurde.


    Man muss sich bewusst sein, dass sich die Konstruktion von gelaserten Bausätzen von Konstrukteur zu Konstrukteur unterscheidet und auch abhängig vom eingesetzten Maschinenpark ist. Ohne Details zu kennen behaupte ich, dass z. B. Jaffa die Laserdaten von LaserSachen nicht unbearbeitet übernehmen kann.


    Hans Hopp war einer der Pioniere bei der Anwendung des Zelluloselasers im Modellbau, entsprechend alt waren seine Programme und der Laser (er hat wenig Erneuerung betrieben bzw. betreiben können). Daher denke ich auch, dass die heutigen Anbieter von vergleichbaren Produkten andere Möglichkeiten und Systeme haben als sie LaserSachen einsetzte. Das würde die Übernahme der Daten erschweren.


    Ich fürchte, wir müssen uns damit abfinden, dass Produkte und Hersteller ein Verfallsdatum haben. Nicht immer gelingt eine Weitergabe in neue Hände wie bei Lenz. Gerade bei der Vielzahl von kleinen Unternehmen, die von Einzelpersonen betrieben werden, hängt das Schicksal des Unternehmens unmittelbar am Schicksal des Betreibers.


    Herzliche Grüsse

    Andreas

  • Hallo,


    für den Betrieb der Spanneinrichtungen sind natürlich auch die erforderlichen Seilzuganlagen nachzubilden. Hier bin ich vollständig auf Selbstbau gegangen, was nicht sonderlich schwierig ist.


    Als erstes muss erst einmal festgelegt werden, wo die Seile verlaufen. Da mein Gleis im Bogen liegt, gibt es mehrere Stellen, an denen Druckrollenkästen statt der einfachen Rollenhalter aufgestellt werden müssen.

    Überall wo ein Rollenhalter oder ein Druckrollenkasten aufgestellt werden, wurden Nägel in zuvor eingebrachte passende Bohrungen eingeschlagen. Danach konnten die aus einem Stück Polystyrol und Winkelprofilen gefertigten Böckchen für die Druckrollenkästen aufgestellt werden.

    Danach wurden die Seile aus 0,2mm Kupferdraht gezogen. An den Druckrollenkästen liegen die Seile übereinander, an den Rollenhaltern nebeneinander. Beim ziehen der Seile ist zu beachten, dass gleich das Spannwerk mit aufzustellen ist, denn durch dieses müssen Seile durchgezogen werden. Vor und hinter dem Spannwerk sind Rollenhalter anzuordnen, damit die Seile auch nebeneinander durchgeführt werden.

    Die Druckrollenkästen entstanden wieder aus Polystyrol, dren Blenden aus Messingstreifen. Die breitere Seite neben den Öffnungen des Druckrollenkastens befindet sich auf der Bogeninnenseite.



    Am Ende der Seilzuganlage verschwinden die Seile in einem Rohrsystem. Der dortige Druckrollenkasten hat ein Stück Rohr (Polystyrol). Ab dieser Stelle werden die Seile in Abdeckungen weiter geführt.

    Die Abdeckungen der einfachen Seilrollenhalter wären maßstäblich 2,1mm breit und 1,9mm hoch. Dieses Profil müsste man selbst aus dünnem Blech biegen. In meinem Materialvorrat fand ich noch alte in der DDR aus verkupferten Blech hergestellte Profile mit den Maßen 3mm x 2mm. Diese fanden Verwendung. An diese wurde oben ein Stück N-Kuppelstange angelötet und das Ganze dann an einem 1mm Messingdraht angelötet.

    Zum Schluss noch ein Bild der kompletten Anlage.


    Bei dem Aufbau sollte man berücksichtigen, dass noch geschottert werden muss, also lieber etwas höher bauen, Seile etwa in Höhe Schienenoberkannte.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Moin Roland, und als Hinweis für andere Interessenten!


    das von dir ist super Modellbau, das ist absolut authentisch, allererste Sahne... Leider ist ist ja nichts mehr von Lasersachen zu bekommen...

    Wir hatten im letzten Jahr für unseren Club MCB in Gießen mal ein paar Spannwerke von Real-Modell gekauft, die sind auch sehr gut, haben natürlich als 3D-Druck - dafür als Fertigmodell - ihren Preis, den sie wert sind... darüber muss man jedoch nicht diskutieren! Sorry für die Störung... ich möchte nur darauf hinweisen, ohne davon etwas zu haben!


    https://www.real-modell.de/zub…annwerk-baugroesse-o.html


    Gruß

    Hans
    der Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - sowohl Regelspur als auch auf der Meterspur... ;) -

  • Hallo Roland,


    Dein Bau des mechanischen Antriebs ist total fantastisch. Die Umsetzung vom Vorbild ins Modell zeugt von deiner modellbauerrischen Fähigkeiten.

    An alle,.........

    Die Verlegung der Seilzüge und die Plazierung hat alles ein System. Eine sehr gute Lektüre ist von Carstens das Heft über mechanische Stellwerke, wo sehr gute Bilder Zeichnungen und Tipps drin sind. Viele werden ja das Buch kennen.

    Logisch , das es eben auch das beim Bau und Verlegung im Modellbau Kompromisse gemacht werden.

    Solche Details sind ein Hingucker, finde ich.


    Gruß Robby

  • Hallo allerseits

    Hans Hopp (LaserSachen) hat mir seine Firma mit allen Unterlagen und dem Laser angeboten.

    Hans Hopp hatte auch den Kontakt mit mir in dieser Sache aufgenommen. Damit hätte ich mich aber finanziell wie auch von der verfügbaren Arbeitskapazität her übernommen.


    Gleichwohl ist es möglich, in die Lücke zu springen und Produkte weiterzuführen, die nun dem Markt nicht mehr zur Verfügung stehen. Das wäre auch bei den Spannwerken der Fall. Allerdings erst dann, wenn die vorhandenen Bausätze bei 0-scale-hobbyshop abverkauft sind. Das ist bisher nicht der Fall, sowohl Signal- wie auch Weichen-Spannwerk sind dort verfügbar:

    https://shop.0-scale-hobbyshop…taltung/gleisbau.html?p=7


    Meine Devise ist es, dass die vorhandenen Hersteller/Anbieter in unserem kleinen Marktsegment möglichst wenig Parallelprodukte anbieten sollten.

    In diesem Sinne stehe ich in den Startlöchern, wenn 0-scale-hobbyshop ausverkauft ist. Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn z.B. Zapf diese Lücke füllen würde.


    Gruß --- Jürgen

  • Hallo Jürgen,



    Hut ab vor soviel Ehrlichkeit, die Produktion eines noch verfügbaren aber nicht mehr hergestellten Artikels zu verneinen. Das würde nicht jeder machen.



    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

    § 13

    Vorfahrt

    [...]

    (6) Straßenbahnen ist in jedem Falle die Vorfahrt zu gewähren. Die Vorfahrt der Straßenbahnen untereinander regelt sich nach den Absätzen 1 bis 5.


    (DDR-)Verordnung über das Verhalten im Straßenverkehr (Straßenverkehrs-Ordnung – StVO –)
    vom 26. Mai 1977

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