Ginger & Fred, oder das Jagstal-Krokodil

  • Hi.

    Leider liegt es doch zum großen Teil an der Technologie. Bei FDM werden nun mal runde Filament- Stangen aufeinander geklebt. Das kann keine glatten Flächen ergeben, da die Oberflächen immer gewellt sind. Beim Resin Drucker wird eine komplette Schicht auf einmal und zwar mit nahezu rechtwinkeligen Kanten erzeugt und aufeinander geklebt. Man kann, wenn man genau hinschaut, diese Schichten tatsächlich erkennen. Aber da sie eben nicht rund gewellt sondern glatt sind, ergibt das eine "gute" Oberfläche die mit wenig bis gar keiner Nachbehandlung "spiegelglatt" wird. Wohingegen die aufeinander geklebten runden Stangen systembedingt keine "gute", glatte Oberfläche ergeben können. Da muss man entweder die Hälfte des Filaments runter schleifen oder die Fugen mit Harz (ach nee...), Gips, Spachtel oder ähnlichem auffüllen...


    Klar kann man die systembedingten Nachteile in Teilen (meist zu Lasten der Druckzeit) durch feinere Düsen, bessere Mechanik u.Ä. abmildern. Beseitigen kann man sie aber nicht. Dazu kommt, das ein FDM Drucker sehr, sehr viel komplizierter in der Handhabung ist als ein Resin Drucker.

  • Hallo Forum,


    dann wollen wir mal vom Drucker-Thread wieder zum Modellbau zurückkehren. Eine Bitte sei mir gestattet: Macht doch zum Für und Wider der Drucker und -methoden einen eigenen Thread auf. Diese Ausführungen gehören eigentlich nicht hier hin. Ich bin auch immer wieder erstaunt, was heute mit 3D-Druckern so alles möglich ist. Aber für MICH! gehört zum Modellbau das Zusammenfügen von mehreren bis vielen Teilen. Das ich hier ein vorhandenes Gehäuse für meinen Lokbau verwende, ist einzig und allein der Tatsache geschuldet, daß diese bereits da waren.


    So, und nun zu meinem eigentlichen Anliegen:


    Die Ungeduld hat gesiegt: Hier mal die Probemontage der Fahrpulte. Die Anzeigeinstrumente, Schalter und Leuchten nebst Chromringe muß ich noch vervollständigen. Auf den Bildern sehe ich jetzt auch die Stellen an den Hebeln und Bedienrädern, die noch farblich zu korrigieren sind. Für´s erste Mal sieht das doch schon brauchbar aus!




    Die Getriebe- und Antriebsattrapen habe ich mit Mattschwarz grundiert und dann mit Metalleffekte aus dem Militaria-Modellbau den stahltypischen Glanz verpaßt. Die Farben sind super.



    Soviel für heute. Wird fortgesetzt.


    Grüße

    Klaus

    Der frühe Vogel kriegt den Wurm, aber die zweite Maus erhält den Käse

  • Moin Klaus,

    da hast du völlig recht. Ich wollte eigentlich auch nur darauf hinweisen, wenn jemand kein Minex Gehäuse mehr bekommt , die Möglichkeit des Druckens besteht.

    An sich bin ich auch eher derjenige der aus verschiedenen Materialien etwas zusammen baut. Wie man an der Minex Lok unschwer erkennen kann.

    Deine Fahrpulte sehen sehr gut aus. Ich bin auf weitere Bilder gespannt.

    Viel Grüße

    Dierk

  • Inzwischen ist es hier weiter gegangen. Die Fahrwerksrahmen sind bis auf die Schraubkupplungen fertig. Als nächstes ist die Grundierung und Lackierung geplant. Dann kann ich die Lampen bestücken und die Kupplungen vervollständigen.





    Sorgen machte ich mir wegen der verzogenen Gehäuse. Aber ich habe jetzt eine gute Lösung gefunden. Erstmal habe ich die Spannungen in den Wänden reduziert, indem ich mit einer Schruppfeile die Wandstärken erheblich minimiert habe. Durch den groben Hub der Feile ging das relativ schnell. Dann habe ich mit einer Vierkantfeile die Ecken dünner gefeilt. Jetzt konnte ich die Wände soweit zurückbiegen, daß die Spannung nahezu weg war. Ich mußte nur vorsichtig sein, daß die Ecken nicht brechen. Dann habe ich anhand von Fotos des Inneren des Führerstandes aus 1,5 mm Vierkant-MS-Profilen einen Käfig gelötet, der dann in den Führerstand hineingeschoben wurde und mit Sekundenkleber verklebt wurde. Jetzt ist das Ganze sehr stabil geworden. Jetzt kann ich mit der Innenausstattung weiter machen.








    Ich brauche einen Rat: Mit welchen Farben (natürluch Mattschwarz) kann ich die Lautsprecherkallotte einfärben? Da die Lüftungsgitter geöffnet dargestellt werden (Schallaustritt), blitzen die Kallotten schon sehr durch.



    Wir fortgesetzt.


    Gruß

    Klaus

    Der frühe Vogel kriegt den Wurm, aber die zweite Maus erhält den Käse

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