Nebenbahn- Endbahnhof mit BW Anfängerentwurf

  • Hallo zusammen,


    Nach Jahrelangen Zögern zum Einstieg in das Modellbahn- Hobby fielen dieses Jahr die Würfel, als ich auf einer Geschäftsreise zufällig (na ja, ein kleiner Umweg war es schon) bei Lenz vorbeikam. Die Entscheidung für die Null viel schon vor Jahren, als ich das SNM durch Zufall in die Finger bekam. Damit war HO aus dem Rennen.


    Grundausstattung Digital also direkt im Werksverkauf mitgenommen und gleich noch eine BR94 zweite Wahl eingesackt. Die erste Probefahrt zu Hause auf 3m Gleis war schon der Hammer. Sogar meine Frau war von dem Schauspiel begeistert (Puhh).

    Da ich in der Nähe von Augsburg wohne waren Ideen zum Umsetzen als Modellbahn reichlich vorhanden. Das alte BW ist heute als Bahnpark, wenn auch sehr gefährdet, als Eventplattform und Ausgangsbasis für diverse Dampfveranstaltungen zumindest lokal bekannt. Die Augsburger Lokalbahn mit ihrem urbanen Strecken ist auch ein super Thema. Dazu gibt es diverse Nebenbahnen, die alle in den 80ern stillgelegt wurden. Eine davon (Staudenbahn) wird von einem Verein weiter betrieben und hat gute Chancen wieder in den Regelbetrieb zu gehen.


    Kurz habe ich mich entschlossen, aus all dem einen Fantasie- Mix zu gestalten.


    Szenario: Ein stillgelegter Nebenbahn Endbahnhof mit einem kleinen Heimat/Wende- BW in den Stauden. Das BW und die Strecke wird von einem Museumsverein betrieben und mit Ausflugsfahrten sowohl mit Dampf als auch mit Diesel belebt. Ein lokaler Hersteller von Büromöbeln sowie ein Weinhändler haben die Zeichen der Zeit erkannt und nutzen die alten Anschlüsse wieder in kleinem Stil. Dadurch liefert die Lokalbahn aus Augsburg diverse Güterwagen an, die von einer KÖF des Museumsvereins verteilt werden. An einem alten Anschluss zur Holzverladung werden heute bei Baumaßnahmen (A8, Strecke Augsburg- Stuttgart) Schüttgüter zwischengelagert oder umgeschlagen.

    Der Bahnhof ist auch Ziel für diverse Tagesfahrten anderer Dampf/ Museumsbahnen aus Süddeutschland und Österreich.

    Mit diesem Szenario ist genug Vorwand für Betrieb gegeben und vor allem ergibt mir das Thema Museum die Möglichkeit, ohne Rücksicht auf Epochen, alles an Loks auf die Bahn zu bringen, die der Jäger und Sammler in Zukunft nach Hause bringt.


    Hier mein erster Entwurf, wobei die Bereiche Fiddleyard und BW noch sehr grob geplant sind. Mit dem Bahnhofsbereich und den beiden Anschlüssen Links fühl ich mich schon ganz wohl.


    Bevor ich loslege und das Schienenmaterial (vor allem die Weichen) bestelle, wollte ich mir noch die Kritik und Anregungen der erfahrenen Planer einholen. Besser geht ja schliesslich immer.


    Und keine Angst, ich schreibe lieber zu wenig als zuviel,ist heute ist eine Ausnahme.

  • Hallo,


    ich bin nicht der Planungsprofi, aber trotzdem möchte ich hier kurz meinen Senf dazu geben.

    Das BW würde ich direkt mit dem Bahnhof verbinden, einen Anschließer von der Strecke aus anbinden den anderen aus dem Bhf und nicht aus dem Bw.


    Gruß Uwe

  • Hallo,

    von Micro-Metakit gab es mal eine Dampflok in der Augsburger Localbahn Ausführung, das wäre doch was für Dich. Die Lok wird manchmal noch gebraucht angeboten.

    Bei beengten Platzverhältnissen würde ich einen Endbahnhof mit Drehscheibe ( am Ende) und Lokumfahrgleis mit Ladegleis empfehlen, am anderen Ende ein Fiddleyard.

    Gruß Oliver

  • Hallo Zusammen,


    könnte es sein, dass der Gleisplan sich über zwei ebenen Verteilt und das BW auf einer tieferen Ebene liegt ?

    ... sonst würde die direkte Vorbeifahrt am Bahnhof wenig Sinn ergeben...


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Moin,


    Auf mich wirkt es alles zu überladen. Wenn die Platten stehen und die Gleise mal probeweise ausgelegt sind, Wagen drauf stehen wird man das merken denke ich.


    Hab da mal was versucht: Bahnhofsgleise würde ich am Ende mit einer Segmentdrehscheibe sammeln. Das vordere Stumpfgleis zwischen Bahnhof und Zufahrt BW streichen und darüber die Zufahrt zum BW gestalten. Kann man auch als Ziehgleis für die Industriebetriebe nutzen. Linker Betrieb, die Weiche raus. Kostet nur und frisst Platz. Selbiges rechts am BW.


    Marc

  • Hallo Marc,


    Das Thema Überladen ist ein guter Punkt. Wenn ich deine Skizze ansehe entsteht viel Freiraum, ohne das die Rangiermöglichkeiten eingeschränkt werden. Werde das mal umsetzen, vielen Dank dafür.

    Hallo Stefan und Uwe, ich denke eure Themen sind damit auch abgedeckt und optimiert.


    Die Lok ist der Hammer, ich kannte bisher nur die Dieselloks der Lokalbahn in HO. Der Preis ist allerdings Ehekrach- Verdächtig :-).

  • Die Idee mit der Segmentdrehscheibe hatte ich auch schon, habe sie aber dann verworfen, um dort evtl. mal die Strecke weiterführen zu können.


    Aber das muss ich nochmal überdenken, sieht auf der Skizze eigentlich doch richtig gut aus.

  • Hallo,


    habe nun mal versucht die Anregungen und die Skizze von Marc zu verarbeiten. Beim Einbau der Segementdrehscheibe würde sich nochmals ein Abstellgleis ergeben, aber ich denke das werde ich wieder streichen.


    Ansonsten gefällt es mir jetzt ganz gut und sieht nicht mehr so beengt aus. Es ist genug Platz für die Gestaltung.


    Die Segmente stehen inzwischen, jetzt noch Kork drauf und dann kann man mal die Gleise anzeichnen bzw. bereits vorhandenen auslegen.


    Würde mich über weitere Optimierungsvorschläge freuen, noch ist nichts passiert ;)


    Erster Realisierungsabschnitt der Gleise wird der Bahnhof und die Linke Seite bis Fiddleyard werden.


    Hat jemand einen Tip, wo man ohne Eisenbahner Grundwissen eine Vorstellung herbekommt, wie das ganze Signalisiert werden müsste?

  • Hallo Klape(?),


    was mich an dem Plan stören würde ist die Unmöglichkeit, "falsch" im Güterzug einrangierte Waggons an die einzelnen Ladestellen zu bekommen, ohne

    1. weit (fast bis zum Fiddleyard) auf die Strecke ausziehen zu müssen und

    2. auf der anderen Seite fast bis ins BW ausziehen zu müssen.

    Beispiel:

    a) Ein Waggon für die Fabrik unten links (das grüne Rechteck) ist am Ende des Zuges eingereiht. Um den zuzustellen, müsste die Zuglok den ganzen Zug wieder bis über die Einfahrweiche auf die Strecke zurückschieben, dann ins BW-Einfahrgleis fast bis zur Drehscheibe ziehen, und erst jetzt in das Ladegleis schieben. Hinterher alles wieder andersrum.

    b) Wenn jetzt auch noch ein Waggon für den anderen linken Anschluss mitten in den Waggons für den Güterschuppen eingereiht ist, müsstest du erst wieder in den Bahnhof rein, den Zug umfahren, aufs Streckengleis ausziehen, die "störenden" Waggons ins Güterschuppengleis drücken, erneut in den Bahnhof einfahren, die Lok umsetzen, und dann den ganzen oben unter a) genannten Prozess durchführen.


    Selbst wenn dir - wie mir - Rangieren viel Spaß macht, würde das dauernde hin und her mit der Zeit sicherlich einfach nur noch nerven.


    Eine mögliche Lösung wäre (wenn es vom Platz her hinkommt) eine DKW an Stelle der dritten Weiche, von deren zusätzlichem linken unteren Gleis die beiden Ladestellen aus bedient werden. Dann könnten für diese Ladestellen gedachte Waggons von einem in Gleis 2 einfahrenden Zug direkt zustellt werden.


    Außerdem würde ich das zum grünen Rechteck führende Gleis um die letzte Gerade kürzen, so dass für die Fabrik am anderen Gleis mehr Platz bleibt.


    Tschüß

    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Hallo Utz,


    Danke für den Hinweis. Die DKW werde ich mal einplanen. Alternativ überlege ich noch ein Abstellgleis ähnlich dem ersten Entwurf einzubauen, um den Zug aufteilen zu können. Dann wird es aber wieder eng.


    Husbert: Habe als Nichtbahner erstmal forschen müssen, habe aber das Prinzip Spitzkehre jetzt glaube ich verstanden.

    Ist ein interessanter Ansatz. Muss ich mal skizzieren, vor allem wie dafür die Segmente stehen müssten, um mit mind. R2 ein und ausfahren zu können. Wäre ein radikaler Layout Wechsel.


    Danke und Grüße

    Klaus

  • Nach längerer Pause habe ich mal die ersten Gleise ausgelegt. Es fehlt noch das Gütergleis auf der Nordseite, ansonsten ist der Bahnhof vollständig. Das Rangieren macht jetzt schon Spaß, auch wenn die Gleise nur lose liegen und das alles andere als gerade.


    Hat jemand einen Tip für einen Weichenantrieb? Die Lenzkiste gefällt mir nicht.


    Jetzt steht Urlaub an, mal sehen wie weit ich komme.

  • Hallo klape96,


    ich nutze die digitalen Weichenantriebe von DCCconcepts DCP-CB1Dip Cobalt IP. Einfach unter der Weiche zu montieren: 2 DCC Kabel anstecken und als 3. Kabel das vom Herzstück. Schalter auf Programmieren stellen, Weichennummer eingeben, Schalter auf Run stellen und fertig. Alle Weichen bediene ich über die Roco/Fleichmann Z21 App (Gleisbildstellwerk).


    Quelle: https://www.menzels-lokschuppe…ichenantrieb-Digital.html

    Freundliche Grüße :)

    Michael

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