Trusebahn-Wagen TB 1 aka 972-201

  • Also, ich kann es nicht lassen.

    Die Trusebahn lässt mich nicht los, und Robert hatte einen Bausatz des BCPwPosti zu verkaufen, und ich konnte nicht widerstehen. Der Bausatz ist von DERA Modelleisenbahn.

    Alles ist zum Falten und das funktioniert vorzüglich beim ersten Stück, dem Drehgestell.

    Allerdings erlaube ich mir, die Teile zu verlöten und nicht wie in der Bauanleitung empfohlen mit Sekundenkleber zu verkleben.

    Anbei das erste Foto. Ich habe schon angefangen, die Oxidschicht mit einem Glasfaserpinsel zu entfernen, wie Armin mir empfohlen hat. Trotzdem sieht man in der Vergrößerung immer noch rötlich Flecken.

    tb1-drehgestell13zkid.jpg

    Jetzt stellt sich kleine ein Frage. Die Aufhängung der Federn sind wohl Federlaschen, sollte ich nicht da Löcher bohren und Nieten einsetzen, damit es echter aussieht?


    Gruß

    Andreas

  • Hallo Andreas,


    würde ich so machen. Im Trusebahnbuch sind die Fotos leider an dieser Stelle ziemlich dunkel, aber irgend eine Art von Bolzen muß an dieser Stelle ja sein.


    Gruß, Herbert

  • Hallo Herbert,

    danke für Deine Meinung.

    Im Vorrat habe ich noch kleine Kupfernägel, aus den 90ern, als wir noch alle beisammen waren. Ich merke, dass meine Vorräte noch auf H0 ausgerichtet sind.

    Mit einem 0,7 mm habe ich die Laschen durchbohrt und die Nägel eingelötet.

    tb1-drehgestell22wkrw.jpg

    Auf der anderen Seite der beiden Fahrgestelle sind die öberen Löcher verloren gegangen, die unteren habe ich als Anhalt durchbohrt und werden nach dem Befestigen der Nägel, die oberen Löcher nachbohren.

    tb1-drehgestell3gjjlw.jpg

    Gruß

    Andreas

  • Moinsen!


    Nun ja, wie die Drehgestelle aussehen, kann sogar noch ermittelt werden, denn der Wagen 0236 der MBB (Mansfelder Bergwerksbahn), läuft heute noch auf Rahmen und Drehgestellen des ehemaligen TB 2.


    Hier der Link dazu.



    Gruß


    Thomas


    P.S.: DERA-Modellbahn hat den Bausatz zwar seinerzeit vertrieben, hergestellt wurden die Ätzteile aber bei Bernd Schlosser. Der Bausatz entstand aus einer einfach hochskalierten H0-Zeichnung, die Bauanleitung wurde 1zu1 übernommen. Daher wird dort oft kleben empfohlen, wo in 1:45 doch besser gelötet werden sollte.


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • lieber Andreas,


    Du hast offensichtlich richtig Spaß bekommen Messingbausätze zu löten.


    Eine Anmerkung und ein Hinweis zu dem bis jetzt geschriebenen.

    • Richtig, der Bausatz basiert auf dem H0e Bausatz von Schlosser. Ralf Denke (damals mit seiner Firma DERA) ist mit diesem Projekt in die 0e Spur bzw. 0 eingestiegen, war der Initiator für diesen Bausatz und hat ihn auch finanziert. Es war sein erstes 0e Fahrzeug, das er damals zu einem sehr günstigen Preis von von 179 Euro verkaufte. Für mich war die Falttechnik damals Neuland, deshalb habe ich mir diesen Bausatz sofort gekauft. Er wartet leider immer noch darauf, daß er aus der Schublade geholt wird. Ich für meinen Teil werde bei einigen Details in meine Messinggußteile-Kiste greifen und bestimmte Ätzpartien durch Messingguß ersetzen (z.B. Bremsschläuche). Wer Ralf und seine Modelle kennt, der weiß das seine selbst konstruierten Modelle in Kunststoff eine ganz andere Detailtreue haben (siehe seinen Bericht zu der Stopfmaschine im Parallelforum).
    • Das beste Bild, das ich von diesem Wagen kenne findest Du hier https://sachsen.museum-digital…s=13276&cachesLoaded=true

    Ich bin schon gespannt, wie es mit Deinem Bausatz weiter geht.


    Samstagabendgrüße aus VAI

    Armin.


    PS: die Rechte und damit auch die Filme für den Bausatz liegen bei Ralf Denke. Wer Interesse daran hat, der kann die Platinen dort bestellen. Sie sind sicherlich nicht vorrätig, Ralf Denke kann sie allerdings jederzeit ätzen lassen - einfach anrufen und anfragen.

  • Lieber Armin,

    ich war verwirrt gewesen, weil auf der Baubeschreibung Dera steht, auf dem Ätzrahmen steht dann Lokschlosserei.

    Herzlichen Dank für die vielen Informationen und den Link. All die Fotos, die ich in den 90er Jahren von Modellbahnfreunden aus Ostdeutschland gekauft habe, gibt es jetzt online. Über beide Arten von Bildern freue ich mich sehr.

    Und ja, ich gewinne Freude an Messingbausätzen, auch wenn ich mich erst einmal da hineinkniee.

    Für den zweiten Wagen habe ich vor, für das Fahrwerk Messinggussteile von Dir zu verwenden. Jetzt wird erst einmal dieser Bausatz genau so aus gebaut, wie er geplant wurde. Aber wie gesagt es gab die Trusebahn-Wagen 1 und 2. Außerdem waren noch drei sächsische Personenwagen umgesetzt worden und dann gibt es den TB 10, der als Pwg eingesetzt wurde.

    Diesen Bausatz habe ich mir als mein Urlaubsprojekt vorgenommen. Der Urlaub beginnt zwar erst am nächsten Samstag, aber mal ein bisschen Vorfreude ist erlaubt.

    tb1drehgestell62vpklz.jpg

    tb1drehgestell4v3j47.png

    Die Umbiegung der Rahmenwangen erfolgte mit sehr viel Gefühl.

    Das erste Drehgestell steht auf seinen Rädern. Dank der Konstruktion kann man etwas nachbiege, so dass eine Auflage aller 4 Räder besteht.

    Die Bremsbacken sind schön dicht an der Lauffläche.

    tb1drehgestell5vpj63.png

    Gerade noch rechtzeitig fiel mir ein, den Bremsbacken eine Verbindungsstange zu spendieren.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die komplette Bremsanlage wünschenswert bzw. machbar wäre.

    Das zweite Drehgestell ist jetzt schon ganz anders vorbereitet.

    tb1drehgestell8g6kix.png

    Jetzt wird weiter gelötet.


    Gruß

    Andreas

  • Hallo Andreas

    Quote
    Die Bremsbacken sind schön dicht an der Lauffläche.

    Dann schau aber später auch gut und kontrolliere im Betrieb, dass es dabei bleibt und sie sich nicht doch berühren - sonst bleibt's Zügele ganz schnell stehen . . . =O


    Grüße dry

  • Andreas,


    vielleicht hilft es prophilaktisch (schwarze) Polistyrolstreifen auf die Ms-Bremsklötze zu kleben ?


    Auf jeden Fall ein interessanter Bericht zu einem Modell das bei mir auch noch 'platzsparend' in der Schublade liegt.


    Ich sehe gerade:

    Da ist noch ein Stuhl in der ersten Reihe frei, da nehm' ich doch glatt Platz.



    Gruß

    Dirk


    P.S.: Die zweiachsigen Trusebahnwagen gab (gibt?) es bei Wolfgang Bayer.

    Aber das ist wahrscheinlich bekannt, oder ?

  • eine kleine Ergänzung zu Dirks PS


    Die Zweiachser gibt es auch bei Uwe Ehlebracht im Set. Ein Unterschied besteht darin, daß bei Wolfgang die FG als geätzte Faltteile dabei sind , bei Uwe muß man MT FG verwenden (muß man haben, sind nicht im Bausatz). Die Wagen aus Wolfgangs Platinen könnt Ihr hier anschauen http://www.armin-berberich.de/andereBahnen/Truse50.htm . Allerdings habe ich die FG der Ätzplatinen nicht verwendet, sondern mit Ms Profilen und Gußteilen aus meinem Programm die FG selbst gebaut.


    Sonntagsgrüße aus VAI

    Armin.

  • Moinsen!

    Jetzt wird erst einmal dieser Bausatz genau so aus gebaut, wie er geplant wurde.

    Hmmm, aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass der Rahmen etwas zu labil ist. Was in H0 ausreichend stabil scheint, wird in 0e etwas "wabbelig". Es ist ratsam zwischen Bodenblech unten den nach unten gekanteten Trägerimitationen jeweils rechts und links einen entsprechend langen Streifen L-Profil (4x4 oder 5x5 sollte passen) einzulöten.




    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Gestern und heute ging es weiter mit dem Rahmen.

    Thomas und Ralf haben dringend geraten, den Rahmen zu unterstützen. Also habe ich ein L-Profil auf jeder Seite eingelötet.

    26.07.2014_20officelehrj3y.jpg

    Wie man sieht habe ich auch die Trittbretter größtenteils gebogen und verlötet.


    Beim Vergleich mit den Vorbildbildern im Buch von Steffen Dietsch ist mir aufgefallen, dass die Räder auf beiden Seiten Bremsbacken hatten, das Modell hat sie nur auf den Außenseiten. Was tun?

    26.07.2014_20officeleatjps.jpg

    Platz wäre ja.

    Ein anderes Problem, das gestern aufgetreten ist, ist mein Gaslötgerät von Proxxon, das nach 20 Jahren seinen Dienst aufgegeben hat bzw. recht eigentlich der Zündmechanismus.Welches Lötgerät emfehlen die wohlgesonnen Fachleute? Ist das Microflam-Gerät

    von Proxxon eine bessere Alternative?


    Freue mich darauf, von Euch zu hören.


    Gruß

    Andreas

  • Andreas,


    sehr schön.


    Zu den Bremsbacken:

    - Würde man die inneren Bremsbacken denn überhaupt sehen ?

    - Müsste die Stange zwischen den Bremsbacken nicht weiter unten (am unteren Ende der Aufhängung) befestigt sein ?


    Zum Gaslöter kann ich nichts sagen, ich habe immer noch meinen ersten Gaslöter (sieht aus wie eine Kopie des Proxxon-Gerätes -nur in Rot- aus); seit mehr als 20 Jahren.

    Ob der jetzt bald kaputt geht?


    Gruß

    Dirk

  • Hallo Andreas,

    Quote
    Beim Vergleich mit den Vorbildbildern im Buch von Steffen Dietsch ist mir aufgefallen, dass die Räder auf beiden Seiten Bremsbacken hatten, das Modell hat sie nur auf den Außenseiten. Was tun?

    Zeichne doch mal die Bremsbacken mit Hängeeisen auf. Dann "male" ich Dir das und Du kannst es als 3D-Druckteil verwenden. Dann ist auch das Thema Kurzschluss passe.

    Quote
    Welches Lötgerät emfehlen die wohlgesonnen Fachleute?

    Ich würde Dir das Gerät Roxy Kit plus von Rothenberger empfehlen. Gibt es bei Obi, Globus etc. nicht von dem großen Flammenwerfer blenden lassen es liegen da auch drei kleine Düsen bei - die sind die richtigen.

    https://www.globus-baumarkt.de…1D0QCcEAQYASABEgKl-vD_BwE
    Ich habe im Schmalspurtreff mal darüber berichtet- leider hat Photobucket wieder mal die Bilder "geschluckt.
    https://www.kostenloses-forum.…01642644nx1878,t,906.html
    Musst Dich aber anmelden - der Bereich ist nicht frei sichtbar.

    Was ich unbedingt empfehlen würde ist eine Aufnahme für den Handgriff - da dieser wegen der "starren Leitungen sonst gerne der Schwerkraft folgend vom Tisch zu Boden geht - ist auch ein Thema des Berichtes.


    Du kannst auch mal googlen - es gibt bei YouTube einige Filmchen - wobei einer grad meinte, dass die mikrodüsen nicht zu gebrauchen sind - kommt halt immer drauf an, was man machen möchte.


    Grüße dry

  • Hallo,


    meiner Ansicht nach sind auf den Bild Teile Bremsmechanik und nicht innere Bremsbacken zu sehen,

    Zum Glück sind die Fotoplatten vom Waggonbau Görlitz erhallten und inzwischen im Internet über das Verkehrsmuseum Dresden zugänglich.
    Ich versuche nachfolgend den Link einzustelle. Sonst hilft nur die Suche unter den mehr als 4000 Bilder, die wirklich ein Schatz sind. Die Bilder der anderen 4-achsigen Wagen der Trusealbahn sind hier auch enthalten.

    https://sachsen.museum-digital…s=13276&cachesLoaded=true

    https://sachsen.museum-digital…s=13278&cachesLoaded=true

    https://sachsen.museum-digital…s=13280&cachesLoaded=true


    Meine Aussage wird auch durch die Angebotszeicnung für diesen Wagen bestätigt. Ich hatte vor mehr als 40 Jahren die Gelegenheit die als Blaupausen exiterenden Zeichnungen mit den damiligen Mittel (mit Hand über Glasscheibe nachzeichnen) zu kopieren.


    Noch einen schönen Sonntag


    Gruß Wolfgang

  • In der Zwischenzeit habe ich den Rahmen weiter vervollständigt.

    06.08.2019_36officelekkjn2.jpg

    Von Armin habe ich Gußteile für den Bremszylinder und den Luftkessel erworben, die müssen platziert werden. Aber wo? :/


    Den Aufbau für die Sitzabteile habe ich gefaltet und gelötet. Also dass mit den Faltungen ist schon genial erdacht.

    Auch die Fensterrahmen schieben sich wunderbar ein (obere Seitenwand).

    06.08.2019_36officeletyjm4.jpg

    Auf dem Bodenblech sind Aussparungen dafür vorgesehen, so dass der Aufbau genau fixiert ist.

    06.08.2019_36officele2kkzd.jpg

    06.08.2019_36officeleb9jgj.jpg

    Die Positionierungshilfen werden demnächst entfernt.

    Ein solch schönes Modell hat eine Inneneinrichtung verdient.

    Die Sitze liegen als 3D-Druckteile bei, aber ich möchte auch Innenwände und einen Fußboden einbauen.

    06.08.2019_36officeles8jkc.jpg

    Dazu werde ich die Abstandshalter im Inneren des Sitzraums entfernen und das Abteil auf dem Bodenblech befestigen müssen, denn sonst ist der Boden ca. 3 mm zu hoch und der Raum um selbiges Maß zu niedrig.

    Gerade werden die Maße der Fensteröffnungen abgenommen und in ein CAD-Programm übertragen.

    So sah der Wagen aus, als ich ihn Ende der 90er Jahre in Eisfeld sah und fotografierte, leider mit einer falschen Empfindlichkeit. Und natürlich noch Dia-Film.

    eissch09-kopievijzc.jpg

    Das Packabteil von außen

    img_20160228_0011-kop4gjed.jpg

    Die Tür zum Postabteil. Man beachte die "Mechanik" zum Herunterlassen des Fensters.

    img_20160311_0009bojbp.jpg

    Innenansichten der Dienstabteile

    img_20160311_0003-kophyjzm.jpg

    img_20160311_00105xklm.jpg


    Jetzt wird erneut gemessen und gezeichnet, da der erste Versuch nicht klappte. Aber der Bausatz ist die Mühe wert.


    Gruß

    Andreas

  • Nach zwei Tagen messen, zeichnen und schnippeln ist das erste Wandteil fertig.

    07.08.2017_46officelebqkoa.jpg

    Es ist das Wandteil, das die Fenster aufnehmen soll. Das Material ist 0,5 mm Polystryol, auf das ich die Vorzeichnung auf 80g Papier gedruckt mit einem Sprühkleber aufgeklebt habe.

    Die Übertragung des nächsten Wandteils dauert noch. Demnächst also mehr.

    Gruß

    Andreas

  • Moinsen!


    So sah der Wagen aus, als ich ihn Ende der 90er Jahre in Eisfeld sah und fotografierte,

    Ist denn der Wagenkasten nicht bereits um 1986 verschrottet worden? Wenn der Ende der 1990er da noch gestanden hätte, wäre doch mit Sicherheit eine der Museumsbahnen darüber "gestolpert":/


    Aber schön, dass zumindest im Foto noch viele Details erhalten geblieben sind, für einen Nachbau durchaus interessant! Danke für's zeigen!



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

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