Anfrage an alle Betreiber von großen Modulanlagen in Sache Digitalsteuerung

  • Hallo Spur 0er,


    wir sind die Betreiber der rheinischen Kreisbahn, diese wurde schon einige Male vorgestellt.

    Die Anlage ist eine zweigleisig Rundstrecke und hat die Ausmaße von ca. 20m mal 10m. Die Anlage wird um einen inneren Kreis mit Abstellbahnhof und zwei Bahnbetriebswerken erweitert.

    Die Weichen werden bisher analog aus einem Gleisstelltisch angesteuert. Die Weichen und die beiden BW´s der neuen Erweiterung sollen digital auf einem PC mit Bildschirm gesteuert werden. Dies wird auch für die Signalsteuerung in digital so umgesetzt.


    Betrieben wird diese Anlage digital mit einer Lenzzentrale LZV 100 und zur Zeit mit 8 Lenzverstärkern LV 102. Es werden hauptsächlich Lenzhandregler LH 100 und LH 101 eingesetzt, gelegentlich wird von Roco die Multimaus angeschlossen. Die Geräte sind mit den aktuellen Updates versorgt.

    Mit der Roco Multimaus gab es ab und zu Probleme, die bis zu Abstürzen der Zentrale führten.


    Durch das Angebot von Lenz, die Zentrale auszutauschen, kam in der Gemeinschaft die Diskussion auf, ob man nicht eine andere Zentrale kauft, um weitere Funktionen zu erhalten, z.B. visuelle Anzeige und Steuerung des Gleisstellbildes oder WLAN zu nutzen. Wir müssen die 8 Verstärker von Lenz weiterhin nutzen.


    Bisher haben wir ins Auge gefasst die Zentralen von Roco Z21 (schwarz), Ecos von Esu, Digikeijs 5000 und eine Zentrale von MD Elektronik.

    Leider scheidet die Roco Z21 aus, da nur 3 Booster und mit einem Zusatzgerät noch 3 weitere Verstärker angeschlossen werden können.

    Die Ecos von ESU kann an der Anlage betrieben werden, leider können nur über Umwege die Lenzhandregler angeschlossen werden und die alte Lenzzentrale wäre das Nadelöhr.

    Die anderen beiden Zentralen werden in der nächsten Zeit getestet.


    Nun die Frage an die Betreiber von größeren Anlagen:

    Wer betreibt seine Anlage mit welchem System?

    Was muss man berücksichtigen?

    Ich freue mich auf Eure Anmerkungen und Tipps.


    Herzliche Grüße und bleibt gesund


    Dieter

  • Hallo Dieter,


    wie du ja weißt, ist unsere Anlage ja leider nicht mehr ganz so groß wie eure, aber wir hatten einige Jahre die Roco Multimauszentrale mit

    einem 7A Booster von Uhlenbrock im Einsatz, ohne dass es Probleme gab. Gefahren sind wir immer mit denm Multimäusen.

    Vor vielleicht 2 jahren haben wir die Zentrale gegen eine Roco z21 (weiß) getauscht, der Booster ist nach wie vor daran angeschlossen.

    Wir fahren immer noch mit den Multimäusen und dank WLAN jetzt auch mit Handys.


    Viele Grüße aus Flensburg von

    Meinhard,
    der wohl immer noch nördlichste Nuller Deutschlands

    und nun endlich in Rente

  • Hallo Dieter,


    auf unseren Modultreffen in Stromberg wird das gesamte Arangement (immerhin eine komplette Turnhalle mit 0e- und Vollspurmodulen) mit Ecos-Zentralen und diversen Boostern betrieben. Zum Einsatz kommen fast alle handelsüblichen Regler inclusive Mobiles mit der TouchCab-App. Da meine Elektronikkenntnisse eher vorsintflutlich sind, empfehle ich Dir, Dich mit Karl-Heinz Stümpfl in Verbindung zu setzen. Der hat den Durchblick und kann auch zu Kompatibilitätsproblemen und deren Lösungen was sagen. Erfahrungen haben wir genug gesammelt;).


    Grüße

    Klaus

    Der frühe Vogel kriegt den Wurm, aber die zweite Maus erhält den Käse

  • Hallo Dieter,

    bitte beschäftigt Euch einmal eingehend mit der Digikeijs DR500, Boostern und Zubehördecodern. Aus meiner Sicht sind dort keine Hersteller spezifische Sonderheiten wie bei Produkten von Roco und ESU eingebaut. Man kann eine DCC Anlage wunderbar über diverse an Kabel gebundene Endgeräte und kabellos via Smartphone und Tablet (Loks, Zubehör, Weichen und Signale bedienen.


    Das Siemens Gleisbildstellwark ist über die Z21 App mit digitalen Weichen- und Signaldecodern recht einfach in der App darstellbar.


    Sehr gute Erklärvideos gibt es von Rudy:

    Freundliche Grüße :)

    Michael

  • Hallo Dieter


    Auf der Hamburger Rundanlage werden die Fahrzeuge über eine Intellibox und als Handregler Fredis`s oder Mobiltelefone gefahren. Das klappt gut und die recht preiswerten Fredis sind meistens fest für eine Lok vergeben, so dass die Verwechslungsgefahr gering ist.


    Die Weichen- und Fahrstraßensteuerung auf Basis eines Raspberry-Computers, eines Touchscreen und der Software RocRail ist auf unserer Webseite und einem dort verlinkten Artikel aus der Spur-0-Lokomotive ausführlich dargestellt (https://www.spur0-hamburg.de/?section=technik). Gerade im manchmal hektischen Ausstellungsbetrieb ist die Fahrstraßenschaltung ein echter Vorteil.


    Grüße

    Jörg Kaufmann

  • Moin

    Neben der Frage nach der Zentrale ist ein ganz anderes Thema wichtig: Das Trennen der Fahrstromversorgung von der Steuerung der Anlage. Bei vielen Fahrreglern und langen Xbus Kabeln kommt jede Zentrale an die Grenzen. In Heft 5 war ein ausführlicher Artikel über die vielen kleinen Optimierungen, die einem störungsfreien Betrieb zuträglich sind, z.B. feste XPressNet Adressen für alle Regler, Endwiderstände am XpressNetBus, Xpressnet-Verstärker (ohne gehts nicht) getrennte Kabelführung, etc.


    Extrem wichtig: Die Steuerung der Weichen, Signale und alles andere sollte komplett getrennt davon mit einer zweiten Zentrale erfolgen. Selbstverständlich darf keine Steuerkomponente den Strom vom Gleis abnehmen, So lassen sich Fehler vermeiden und falls doch Probleme auftauchen kann man diese leicht lokalisieren.


    Hier mal ein Beispiel für ein Fahrtreffen mit 15 Betriebsstellen und komplexen Gleisplan mit entsprechend komplexem Betrieb:

    https://www.spurnull-magazin.d…treffen-kisdorf-okt-2017/

  • Hallo Dieter,


    wir fahren in Hagen mit z21 weiß, acht Boostern von Lenz, Handregler über WLAN. Weichen und Signale über LocoNet, mit Zentrale von Peter Gieling und selbst programmierter Fahrstraßensteuerung mit Rocrail. Gleisbildstellpult auf PC mit Touchscreen.


    Gruß


    Christoph

  • Hallo Zusammen,


    vielen Dank für die bisherigen Tipps und Antworten.


    Christoph, eure Anlagensteuerung kommt unseren Vorstellungen am nächsten. Ich schreibe dich über PN an.


    Gruß Dieter

  • Hallo Stefan,


    wir setzen bei unseren Fahrtreffen im Südwesten ja auch noch auf die Lenz Technik. Kannst Du bitte zu dem Thema...

    Endwiderstände am XpressNetBus

    noch ein wenig ins Detail gehen.


    Endwiderstände beim XPressNet Bus haben wir bisher nicht benutzt. Allerdings hatten wir auch noch keine großen Probleme damit seit wir die XPressNet Verstärker haben... .


    Danke und Gruß aus dem Süden,

    Bernd

    Schreibt mir ruhig bei Fragen und Anmerkungen. Ich bin meist recht umgänglich... :P

  • Hi

    Quote

    Aus der Befehlsbeschreibung XpressNet V3: Bei Übertragungsproblemen bei sehr weitläufigen Verdrahtungen oder unter ungünstigen Umgebungsbedingungen kann es nötig sein, den Bus verdrillt zu verlegen und mit einem Widerstand von 120W abzuschließen. Die Zentrale LZ100 enthält bereits einen Abschlußwiderstand.

    https://docplayer.org/18971175…mit-interface-li101f.html


    Ist bei Verwendung der Repeater vielleicht nicht mehr unbedingt nötig, aber es sind Cent-Artikel und wir machen es sicherheitshalber.

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