• Moin,


    dass die Magic Train Diesellok eine Deutz A4L514 ist, dürfte vielen von Euch bekannt sein. An anderer Stelle im Forum wurde ja auch schon die Normalspur-Version vorgestellt. Es muss die A4L514 aber auch für Meterspur gegeben. Die hatte laut Prospekten einen Innenrahmen und den selben Achsstand wie die Außenrahmen-Maschinen. Um die Zeit bis zum Erscheinen der Schnellenkamp-MV8 zu überbrücken habe ich angefangen, einen Lolo zu metzgern und auf 0m umzubauen. Leider sind mur keine Bilder solcher Loks bekannt, so dass ich hier improvisieren musste. Als Räder habe ich ihr vier Vorderachs-Räder der Stainz spendiert. Hier ist der aktuelle Zwischenstand:


    20200711.jpg


    Die Lok erhält noch asymmetrisch versetzte Normalspur-Puffer und -kupplungen, damit sie auf Zweispurgleisen Staatsbahnwagen verschieben kann. Dazu Ich konnte letzte Woche recht preisgünstig drei wunderbare Güterwagen von 0SM aus der kleinen Bucht fischen: zwei O-Wagen und einen BP-Kesselwagen. Genau solch einer wurde in den Nachkriegsjahren regelmäßig dem Kohlenhändler Siepmann in Plettenberg zugestellt.


    Jetzt stellt sich die Frage, mit was für Segmenten ich anfange. Ich tendiere zu einem Umladebahnhof mit zwei Rollwagengruben, Zweispurgleis und Lokschuppen. Aber das gehört dann an eine andere Stelle.


    Grüße


    Jörn

  • Hallo Jörn,

    zur Erzielung realitätsnahen Aussehens solltest du der Lok noch eine Bremsanlage spendieren. Und der TF wirds dir danken, wenn du noch Führerstands-Aufstiege anschweisst.

    Schönen Gruß vom Harzrand, Jürgen

  • Auf jeden Fall! Die liegen schon bereit und werden wieder montiert, sobald ein zweiter Innenrahmen montiert ist. Der Originale ist dann doch zu weiter von den Rädern weg, das kommt auf dem Bild nicht so raus. Ferner wird der die Kontakstife halten, welche zukünftig den Strom abgreifen. Dann noch einen fetten Speicherbaustein in das Führerhaus und Lokpilot nebst Lautsprecher unter die Haube uns los gehts - in der Theorie jedenfalls.


    Grüße


    Jörn

  • Hallo Jörn,

    bloß nix ins Führerhaus, da gehört nur der TF hin...

    Hast doch jetzt Platz ohne Ende wo doch jetzt keine Räder mehr im Rahmen sind ;-) Lass dich dich mal von Kalle Stümpfl beraten....

    Schönen Gruß, Jürgen

  • Moin,


    am Wochenende habe ich Pufferplatten für die asymetrisch versetzten Normalspurpuffer angefertigt und muss der Kleinen jetzt noch wieder Leben einhauchen:


    Hier ein Detail von der Frontkupplung:


    Die Kupplungen der 0SM-Wagen sind ziemlich schwergängig. Gibt es ein Rezept, wie man die gängig bekommt? Ich vermute hier harzig gewordenenes Fett und würde mal vorsichtig versuchen, die Spindel mit Waschbenzin zu betupfen und dann zu drehen.


    Grüße


    Jörn

  • Hallo,

    nur kein Waschbenzin als erstes , ich kenne das noch früher von meinen Z-Loks - das eh schon zähe Öl wurde knüppelhart !

    Nimm einfach erstmal ein dünnflüssiges harzfreies Öl, damit solltes Du das verharzte Öl wieder flüssig bekommen und dann kann man Waschbenzin zum reinigen, auswaschen benutzen.

    Aber die Kupplungen der OSM-Wagen taugen eh nicht viel, für 10 Euro bekommst du vernünftige Schraubenkupplungen bei Schnellenkamp.


    Ansonsten tolle Sache, gefällt mir, eine günstige kleine Rangierlok die nicht jeder hat.

    Typenbezeichnung : Deutz/KHD A4L514 R / KS 55 B, darunter findest Du noch mehr Material im Netz.


    Gruss

    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

    Edited once, last by Ole ().


  • Jörn,


    die OSM-Kupplungen waren schon vor 20+ Jahren schwergängig und sind nicht frei gefallen.

    Um (verharztes) Öl zu entfernen bietet sich Kaltreiniger (aus der Sprühdose an).


    Bei der Lok handelt es sich um eine A4L514F ('F' steht für Feldbahn, die normalspurigen Ausführungen hatten das 'R', für Rangierlok oder Regelspur).

    Leider ist ja noch immer nicht klar ob diese Loktype bei (Schmalspur-) Spurweiten über 900mm tatsächlich (wie im Katalog angegeben) einen Innenrahmen hatte.

    Es gibt Bilder von Meterspur-A4L514F mit Außenrahmen aber leider keine mit Innenrahmen.


    Wirst Du noch einen anderen (Getriebe-) Motor einbauen ?


    Gruß

    Dirk

  • Hallo Dirk,


    über die historische Korrektheit der Buchstaben F, R oder gar G könnte man sich trefflich streiten, ;) - Insider behaupten sogar, dass sei erst durch Eisenbahnfreunde eingeführt worden, um ihre Listen besser stukturieren zu können.


    Im Bimmelbahn-Forum ist mal ein Foto von einer vermeintlichen OMZ125 - also dem Vorgänger-Modell der A4L514 - verlinkt worden: http://www.luthers-weg.de/s/cc_images/cache_12392629.jpg. Leider erkennt man nicht viel vom Fahrwerk, aber ich bilde mir ein, Teile der Räder zu sehen. Ähnliche Maschinen aus dieser Zeit und mit dieser Spurweite hatten einen Innenrahmen, siehe hier:

    http://www.industriespoor.nl/Tekeningensmalmotor.htm


    Ich habe mich hier halt an die Angaben aus dem Proepekt gehalten, wonach bei Spurweiten über 900 mm die Räder außerhalb des Fahrgestellrahmens liegen.

    http://www.industriespoor.nl/TekeningDeutzA4L514smal.htm

    Daran habe ich mich gehalten und damit wahrscheinlich ein Unikum geschaffem :D


    Grüße


    Jörn

  • Jörn,


    oft wird ja die OMZ 122F als Vorgänger der ab 1950 gebauten A4L514F genannt.

    Eine solche lief bei der Inselbahn Langeoog und ist dort (auf dem Sockel am Bahnhof) erhalten.

    Siehe: https://www.inselbahn.de/index…&id=13645&action=portrait


    Dann bleibt noch die Frage:

    Welche Räder hätte die A4L514F als Innenrahmenlok denn gehabt ?

    Scheibe oder Speiche ?

    Die oben genannte Langeooger Lok hatte Scheibenräder (wie alle kleinen Räder bei den Deutz-Loks z.B. OME 117F oder OMZ 117F).

    Bei den größeren Raddurchmessern wie bei den Typen 'Köln' oder 'Herkules' waren ja dann Speichenräder verbaut.


    Aber: Hauptsache es macht Spaß !


    Gruß

    Dirk

  • Ha - auf die Frage habe ich gewartet. Meine hat Scheibenräder, weil das "Vorbild" Lok 11 der Plettenberger Kleinbahn, auch Scheibenräder hatte. So meine offizielle Begründung. Die inoffizielle und tatsächliche Begründung ist aber: es ist einfacher, an die MT-Scheibenräder zu kommen als an die Speichenräder 🙄. Immerhin benötigt man zwei Vorderradsätze, weil die Hinterradsätze eine größere Öffnung für den Kurbelzapfen haben. Schlußebdlich ist es auch eine Geschmacksache, und da zieht wieder meine offizielle Begründung 😉.


    Als Achsen kann man übrigens die originalen Diesellok-Achsen verwenden, da die wegen der Kurbeln eh länger sind. Nach dem Aufziehen der Räder und dem Einpassen ins Fahrwerk können die überstehende Stummel abgezwickt und plangeschliffen werden.


    Grüße


    Jörn

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